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Anschlag spaltet Türkei

Mindestens 95 Tote in Ankara - Kurden geben Regierung die Schuld

Vor der Parlamentswahl wird die Türkei vom schwersten Anschlag ihrer Geschichte erschüttert. Die Bluttat treibt das Land weiter auseinander.

12.10.2015
  • DPA

Istanbul Drei Wochen vor der Parlamentswahl in der Türkei hat der bislang schwerste Anschlag in der Geschichte des Landes mit mindestens 95 Toten die politische Krise dort verschärft. In Ankara gedachten gestern Tausende Menschen der Opfer des Doppelanschlags auf eine regierungskritische Friedensdemonstration am Vortag. In Sprechchören beschimpften sie Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.

Der Anschlag von Ankara wurde international scharf verurteilt. In vielen Städten in Europa gingen Kurden und Türken auf die Straße. Die größte Kundgebung in Deutschland gab es in Stuttgart mit 5000 Teilnehmern, auch in Ulm und Heidenheim gab es Demonstrationen.

Der gewaltsame Konflikt zwischen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und der Regierung forderte indes weitere Opfer. Die Luftwaffe flog erneut Angriffe auf PKK-Einrichtungen. Die PKK hatte zuvor angekündigt, ihre Angriffe auf den Staat vor der Neuwahl zum Parlament am 1. November unter bestimmten Bedingungen einzustellen.

Nach Angaben der islamisch-konservativen Regierung wurden bei dem Anschlag am Samstag in Ankara mindestens 95 Menschen getötet und 246 verletzt. Die pro-kurdische Oppositionspartei HDP, die sich als Ziel des Angriffs sieht, sprach von mindestens 128 Toten.

Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte, der Anschlag sei wahrscheinlich von zwei Selbstmordattentätern verübt worden. Davutoglu nannte als mögliche Urheber die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die PKK und zwei linksextremistische Terrorgruppen.

Der Co-Vorsitzende der HDP, Selahattin Demirtas, nannte die Bluttat einen "Angriff des Staates auf das Volk". Er fügte hinzu: "Ihr seid Mörder. An Euren Händen klebt Blut." Die HDP und ihre Anhänger werden immer wieder zum Ziel von Anschlägen und Angriffen.

Für die EU sind der Anschlag und vor allem die schweren Anschuldigungen der HDP gegen Staatspräsident Erdogan ein großes Problem. Denn sie erhofft sich von Erdogan Unterstützung bei der Abwehr von Flüchtlingen. Wenn sich der Eindruck verfestigt, dass die Politik Erdogans Anschläge dieser Art provoziert, muss sich die EU die Frage stellen, ob sie mit jemandem wie ihm wirklich eng kooperieren kann.

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