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Outlet-City · Die Erweiterung nimmt Fahrt auf

Metzinger Shopping-Paradies wird um etwa 10.000 Quadratmeter vergrößert

Nach der Einigung der Outlet-City Metzingen mit den Nachbarstädten Reutlingen und Tübingen nimmt nun die Erweiterung der Verkaufsflächen in Metzingen Fahrt auf: Im September 2017 haben die Arbeiten auf dem Areal der ehemaligen Firma Gaenslen & Völter begonnen.

13.02.2018

Von Thomas de Marco

Blick von oben in die Baugrube: Hier entstehen die neuen Verkaufsflächen in der Metzinger Outlet-City.Bild: Holy AG

Dort wird die Outlet-City um etwa 10 000 Quadratmeter erweitert, was einer Vergrößerung um rund ein Viertel der bisherigen Fläche entspricht.

In der großen Baugrube wird eine Tiefgarage unter dem gesamten Areal gebaut. Darüber entsteht eine „große Erlebniswelt, die den Kunden aus dem In- und Ausland noch mehr Shopping-Vergnügen bieten soll“, erklärt Pressesprecherin Isidora Muthmann von der fürs Outlet zuständigen Holy AG.

Darunter ist das neue Hugo-Boss-Flagship-Outlet mit 5000 Quadratmetern zu verstehen. Herzstück ist der „Hugo-Boss-Platz“ als Flaniermeile mit einem zusätzlichen Gastronomieangebot. Vor allem aber entstehen dort neue Outlets von Premium- und Luxusmarken, wie in der Einigung mit den Nachbarstädten vorgegeben.

Welche Marken neu nach Metzingen kommen und den „Hugo-Boss-Platz“ säumen werden, ist den Verantwortlichen zwar bekannt, wird aber noch nicht öffentlich gemacht. Auch die Zahl der neuen Outlets wird nicht genannt – nach TAGBLATT-Informationen sollen es aber weniger als zehn werden. „Es geht extrem schnell voran mit den Arbeiten. Bis Oktober diesen Jahres könnte ein Großteil der Gebäude fertiggestellt sein“, sagt Muthmann. Neben den Kunden sollten sich auch die Metzinger Einwohnerinnen und Einwohner wohl fühlen. So werde die Erms erlebbar gestaltet, ergänzt die Pressesprecherin.

Zusätzlich zu diesem Areal wird in Kürze auch die alte Seifenfabrik an der Hauptstraße neu erschlossen. Ebenfalls laut Einigung dürfen dort keine Textilien, sondern nur Lifestyle-Artikel verkauft werden. Die ehemalige Fabrik behält zum Teil ihr historisches Äußeres, einiges an dem Gebäude sei aber auch renovierungsbedürftig, erklärt Muthmann. Das Hauptaugenmerk liege aber auf der Erschließung des Gaenslen & Völter-Areals.

Im Rahmen der Erweiterung sollen in Metzingen auch zwei neue Hotels entstehen. Eines beim International Service Point in der mittleren Preisklasse, ein anderes bei der früheren Gaenslen & Völter-Villa im teuren Segment mit hochwertiger Gastronomie. Letzteres soll mit einem Wellness-Bereich Shopping-Touristen zu einem längeren Aufenthalt in Metzingen animieren. Wie viele Zimmer die Hotels jeweils bekommen, sei noch nicht zu sagen, betont Muthmann.

Die Noyon-Allee 4 bis 10 ist bereits 2016 von der Holy AG gekauft und in das Konzept der Outlet-City integriert worden. Dort sind die bisherigen Läden ausgezogen, neue kommen bald. Der erste wird bereits am Donnerstag, 15. Februar, eröffnet: Die Firma „Tom Tailor“ geht in Metzingen mit einem „Flagship-Store“ an den Start. Das wird drei Tage lang bis zum 18. Februar gefeiert. Ein Shuttle-Bus pendelt später zwischen der Noyon-Allee und der eigentlichen Outlet-City.

Besonderen Besuch empfängt die Outlet-City nun am Freitag, 16. Februar: Dann kommen die 22 Finalistinnen, die sich acht Tage später im Europapark Rust zur Wahl der „Miss Germany“ stellen, zum Shopping nach Metzingen.

Hier wird am Donnerstag der Outlet-Store von „Tom Tailor“ eröffnet.Bild: Haas

Ein Kompromiss statt Entscheidung vor Gericht

Der Streit um die Metzinger Outlet-Erweiterung ist im März 2016 nach monatelangen Verhandlungen beigelegt worden. In einem Kompromiss einigten sich die Städte Reutlingen und Tübingen mit Metzingen auf eine Wachstumsobergrenze der Fabrikverkaufsflächen. Im Februar 2015 hatte das Regierungspräsidium Tübingen dem Vorhaben der Holy AG zugestimmt, auf dem ehemaligen Gelände der Firma Gaenslen & Völter die Hugo-Boss-Outlets um insgesamt 8000 Quadratmetern zu erweitern. Weitere 2745 Quadratmeter für einzelne kleinflächige Ladengeschäfte sollten hinzukommen. Die Stadt Reutlingen hatte daraufhin mit Tübingen vor dem Sigmaringer Verwaltungsgericht gegen die Outlet-Erweiterung geklagt. Der Kompromiss sieht nicht nur eine Wachstumsobergrenze, sondern auch Sortiments-Beschränkungen vor. So soll die Ansiedlung von Kleidung, Schuh- und Sportartikeln begrenzt werden, weil dies den Einzelhändlern in Reutlingen und Tübingen schade.

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Erstellt:
13. Februar 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Februar 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2018, 01:00 Uhr

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