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Stuttgart

Metalltarife: Parteien signalisieren Gesprächsbereitschaft

Die Metalltarifparteien im möglichen Pilotbezirk Baden-Württemberg versuchen, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen.

01.02.2018

Von dpa/lsw

Ein Schild mit dem Logo der Gewerkschaft IG Metall. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. Am Wochenende werde zwar sicher noch nicht weiterverhandelt, vielleicht aber zu Beginn der kommenden Woche, hieß es am Donnerstag aus Kreisen des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall. Auch der Kontrahent IG Metall sendete Rauchzeichen, allerdings mit einer Ansage: Für einen neuen Verhandlungstermin müssten die Arbeitgeber «deutliche Bewegung» signalisieren, forderte Bezirksleiter Roman Zitzelsberger. Dann könnten sie schon am Montag wieder zusammensitzen.

Derweil wurden die 24-stündigen Warnstreiks der Gewerkschaft auch am Donnerstag landesweit fortgesetzt, diesmal vor allem an Standorten der Autozulieferer Bosch und Mahle. Insgesamt sei die Produktion in 23 Betrieben nahezu komplett ausgefallen, teilte die IG Metall mit. Am Bosch-Stammsitz in Stuttgart-Feuerbach hätten sich rund 5000 Beschäftigte aktiv am Warnstreik beteiligt. «Fakt ist, dass sowohl die Hallen als auch die Büros heute leer sind», sagte Martin Röll, Geschäftsführer der IG Metall Stuttgart.

Mit dem Beginn der Nachtschicht am Donnerstagabend rücken dann erstmals auch die Autobauer selbst in den Fokus der Gewerkschaft. Im Mercedes-Benz-Werk in Untertürkheim soll dann ebenso für 24 Stunden gestreikt werden wie bei Mercedes in Sindelfingen und bei Porsche in Zuffenhausen. Landesweit sind an diesem Freitag auch weitere Standorte der Unternehmen betroffen, etwa Mercedes in Rastatt, Gaggenau und Mannheim, aber auch Audi in Neckarsulm und der Traktorenhersteller John Deere in Bruchsal.

Außerdem soll es zahlreiche Kundgebungen geben; in Sindelfingen spricht am Mittag unter anderem der Bundesvorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, zu den Beschäftigten. Bei Porsche steht Betriebsratschef Uwe Hück auf der Bühne.

Vergangenes Wochenende hatten die Vertreter der IG Metall Baden-Württemberg und des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall die fünfte Verhandlungsrunde im laufenden Tarifkonflikt ergebnislos abgebrochen. Die IG Metall entschied sich daraufhin für 24-stündige Warnstreiks in bundesweit rund 275 Betrieben. Seit Mittwoch sind Zehntausende Metaller im Ausstand. Ab Donnerstagabend sollte es die Autobauer Daimler und Porsche treffen. Mancherorts werden die Bänder bis zum Samstag stillstehen.

Ein Schild mit dem Logo der Gewerkschaft IG Metall. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv dpa/lsw

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Erstellt:
1. Februar 2018, 13:29 Uhr
Aktualisiert:
1. Februar 2018, 15:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2018, 15:20 Uhr

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