Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Stoppelackerfest in Nellingsheim

Metal, Stroh und Schubkarren

Der Jugendraum Nellingsheim richtete feierte am Wochenende sein Stoppelackerfest. Bereits zum 11. Mal gab es auf dem Festplatz Live-Musik, ein Lagerfeuer und viel Bier.

17.08.2009

Von Katharina Tomaszewski

Nellingsheim. „Das Fest entstand eigentlich aus einer Hocketse heraus“, erzählt Axel Vetter, Erster Vorstand des Jugendraums. Am Samstagabend tummelten sich mehr als 2000 Besucher auf dem abgeernteten Getreideacker. Eine Altersbeschränkung gibt es beim Stoppelackerfest nicht. Unter 18-jährige müssen allerdings, gemäß dem Jugendschutzgesetz, vor 24 Uhr gehen. Mit farbigen Armbändern, für Minderjährige und Erwachsene, hielt der Jugendraum die Alkohol-Abgabe unter Kontrolle.

„Wir setzen grundsätzlich keine Security ein“, sagt Vetter. Trotz der großen Besuchermasse schwören die Organisatoren seit elf Jahren auf diese Taktik. Vetter findet, dass Sicherheitspersonal unnötige Panik auslöse. „Wer sich schlägern will, wird dies tun, egal ob auf oder hinter dem Fest“.

In den letzten Jahren habe der Jugendraum Erfahrungen gesammelt und aus Fehlern gelernt; dramatischer als auf anderen Festen sei es allerdings nicht gewesen. Im Ernstfall können sich die ehrenamtlichen Helfer aufeinander verlassen. „Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Axel Vetter.

Die Fallen Minds und Moonzz heizten dem überwiegend jungen Publikum am Samstagabend musikalisch ein. Die Gitarren der Metal-Rocker Fallen Minds rifften synchron zu selbstkomponierten Stücken. Die Gruppe eingefleischter Fans in Ledermontur vor der Bühne war zunächst allerdings sehr überschaubar. Das restliche Publikum tummelte sich an den Bars. So wie Manuel Schiller aus Tübingen. „Ich gehe gerne auf Open-Air-Feste, weil man dort immer viele Freunde und Bekannte trifft“, sagt der Krankenpflege-Lehrling. Die Studentin Tanja Fischer, aus Karlsruhe angereist, war zum ersten Mal dabei und hatte etwas zu bemängeln: „Die Musik ist eintönig. Ich mag keine Rockmusik und kenne die meisten Lieder gar nicht.“

Im Anschluss übernahm die Coverband Moonzz bis 3 Uhr die Bühne und spielte tanzbare Radiohits wie „Don´t leave me“ (Pink) oder „I kissed a girl“ von Katy Perry. Claudia Baur fand den Abend „einfach nur genial“. Die Hausfrau aus Ergenzingen geht seit zwei Jahren zu dem Jugendraumfest und findet, dass auch für ältere Generationen etwas geboten sei.

Christian Tausch aus Eutingen: „Ich finde es toll, dass unbekannte Bands auftreten. Auf den Dorffesten spielen meist immer die gleichen Coverbands.“ Außerdem gefiel dem Schumacher und Hobby-DJ das rustikale Ambiente mit einer Strohballen-Sitzecke am Lagerfeuer, wo auch eine ruhigere Unterhaltung möglich war. Axel Vetter zufolge verlief der Abend ohne gewaltsame Auseinandersetzungen oder Alkoholexzesse, die eine ärztliche Behandlung nötig gemacht hätten.

Abschluss des Festes war die vergleichsweise kleine Schubkarren-Olympiade am Sonntagnachmittag. Nur etwas mehr als 50 Zuschauer und Zuschauerinnen kamen zu dem Parcours-Rennen. Dabei wurden von den zwölf Teilnehmern – einige noch sichtlich erschöpft vom Vorabend – unter anderem ein Schuss mit Pfeil und Bogen abverlangt, außerdem mussten sie ohne Zuhilfenahme der Hände, sprich: mit dem Mund, kleine Schnapsflaschen aus einem Wasserbottich fischen. Gewonnen haben Fabian Siebecke und Tobias Schneider vom Jugendraum Nellingsheim. Als Preis gab es eine Abkühlung mit einer Wanne kalten Wassers und den Jugendraumpokal in Form eines Stierkopfs.

Zum Artikel

Erstellt:
17. August 2009, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
17. August 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. August 2009, 12:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+