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Im Team statt gegeneinander

Messe in Essen: Experten sehen Trend zu Gemeinschaftsspielen

Mehr als 1100 Neuerscheinungen werden bei der Spiele-Messe in Essen vorgestellt. Die meisten von ihnen werden wohl bald wieder verschwunden sein. Was bleibt, sind Klassiker wie "Monopoly".

08.10.2015
  • UTA KNAPP, DPA

Essen Ob es gleich um die Rettung des Universums geht oder nur um ein lustiges Partyspiel: Mit mehr als 1100 Neuheiten werden bei der weltgrößten Spielemesse in diesem Jahr so viele vorgestellt wie noch nie. Die Branche boomt und dabei dreht sich alles bei der Veranstaltung in Essen nur um herkömmliche Brett- oder Kartenspiele.

Computerspiele müssen vor der Tür bleiben. "Man meint immer, das Brettspiel stirbt aus. Das Gegenteil ist der Fall", sagt die Sprecherin des Messeveranstalters Friedhelm Merz-Verlag, Dominique Metzler. Gut 160 000 Fans werden von heute bis Sonntag zu der Messe erwartet. In vielen Hallen sind Erwachsene deutlich in der Mehrzahl.

Gespielt werde in fast allen Altersgruppen, nur Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen etwa 15 und 20 Jahren seien oft nur schwer zu begeistern, sagt der Vorsitzende des Verbands der Spieleverlage, Hermann Hutter. Begeisterte "Vielspieler" seien dagegen vor allem in der Altersgruppe von etwa 20 bis 40 Jahren zu finden.

Rund 910 Aussteller aus 41 Nationen stellen in diesem Jahr ihre Neuheiten und Trends vor. Vor allem Aussteller aus Asien drängen verstärkt auf den deutschen Markt. Mehr als die Hälfte der Aussteller kommt aus dem Ausland.

Die meisten der bei der Essener Messe erstmals vorgestellten Spiele werden voraussichtlich schnell wieder aus den Regalen des Handels verschwunden sein. "Viele Neuheiten gibt es nur ein oder zwei Jahre", sagt Metzler. Vor allem kleine Verlage hätten kaum eine Chance, mit ihrem meist nur in Mini-Auflagen produzierten Spielen ins Angebot großer Händler aufgenommen zu werden, erläutert Hutter. Zu haben seien solche Angebote dann meist nur über das Internet - oder auch während der Messe.

Im Trend sehen Experten Gemeinschaftsspiele, bei denen alle Teilnehmenden gemeinsam arbeiten müssen, anstatt gegeneinander zu konkurrieren. "Bei den so genannten kooperativen Spielen bilden sich Teams, die zusammen eine Lösung suchen", erzählt Hutter. Vorgestellt wird bei der Messe etwa "Mysterium", bei dem die Spieler einen Mörder gemeinsam anhand von Traumbotschaften eines Geistes ermitteln müssen. Bei "T.I.M.E Stories" geht es um die Rettung des Universums. Bis zu 18 Leute können sich bei "Mega Civilization" an einem Brett treffen. Das satirische Brettspiel "Euro Crisis" zur Finanzkrise setzt auf politische Aktualität. Um zwischenmenschliche Probleme geht es bei der Partyidee "Privacy Quickie".

Rund 400 Mio. EUR wurden im vergangenen Jahr in Deutschland mit Brett- und Kartenspielen umgesetzt. Auch für 2015 ist die Branche optimistisch: In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres sei ein Umsatzplus von 8,4 Prozent erzielt worden, sagt Hutter. Anders als auf der Messe entscheiden sich viele Käufer nach Erfahrung der Experten im Laden immer wieder für Klassiker. Zu den Allzeit-Favoriten zählten dabei Dauerbrenner wie beispielsweise das bereits 80 Jahre alte "Monopoly" oder auch "Mensch ärgere Dich nicht".

Messe in Essen: Experten sehen Trend zu Gemeinschaftsspielen
Eine Hostess als Hexe verkleidet präsentiert das Spiel "Broom Service" von Ravensburger. Dieses ist ist zum "Kennerspiel des Jahres 2015" ausgezeichnet worden. Foto: dpa

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08.10.2015, 12:00 Uhr
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