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Kommentar zur Debatte um Macrons Pläne

Merkel muss führen

Nein, ein Europa-Heiliger ist auch Emmanuel Macron nicht. Der Staatschef verfolgt mit seinen Reformvorschlägen für die EU natürlich auch französische Interessen. Doch dass Berlin ihn am ausgestreckten Arm verhungern lässt, hat der französische Präsident nun wirklich nicht verdient.

18.04.2018

Von Ellen Hasenkamp

Berlin. Den Schaden hätte am Ende nicht nur Frankreich, sondern die ganze EU.

Wie viel Geduld soll Macron noch aufbringen? Erst hieß es, er müsse zunächst im eigenen Land Reformen anpacken. Er lieferte. Dann musste Macron Rücksicht nehmen auf die Wahlen. Höflich terminierte er seine große Europa-Rede für die Tage danach. Nun hieß es aus Berlin: Tut uns leid, aber die Regierungsbildung zieht sich. Macron wartete ab.

Jetzt aber muss eine Reaktion kommen. Lehnt Berlin alle Vorstöße Macrons ab, droht die schwindende Europa-Begeisterung weiteren Schaden zu nehmen. Zur Erinnerung: Macron stärken hieß bei der französischen Präsidentschaftswahl noch: Le Pen schwächen. Auch deshalb sollte die Union die Wirkung der Debatte nicht unterschätzen. Kanzlerin Merkel muss nun führen.

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Erstellt:
18. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. April 2018, 06:00 Uhr

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