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Diesel-Affäre

Mercedes zum Rückruf verpflichtet

Behörde wirft Daimler vor, illegale Software eingesetzt zu haben. 60 000 Fahrzeuge sind betroffen.

24.06.2019

Das von der Behörde beanstandete Modell GLK 220 CDI wurde von 2012 bis 2015 hergestellt. Foto: Patrick Seeger/dpa

Stuttgart. Der Autobauer Daimler muss rund 60 000 Diesel-Geländewagen in Deutschland wegen des Vorwurfs einer illegalen Abgastechnik in die Werkstätten holen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ordnete einen Pflicht-Rückruf mit Sofortvollzug für die betroffenen Modelle vom Typ Mercedes-Benz GLK 220 an. Das teilte das Bundesverkehrsministerium am Samstag mit.

Gestern dann eine neuerliche Gewinnwarnung: Weil der Konzern im zweiten Quartal einen hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag für laufende behördliche Verfahren und Maßnahmen um Dieselautos zurückstellt, dürfte das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern im Gesamtjahr nun nur noch etwa auf Höhe des Vorjahres liegen, hieß es von Seiten des DAX-Konzerns in Stuttgart. Bisher hatte Daimler mit einer leichten Zunahme des Ergebnisses gerechnet. Die Vans-Sparte mit den kleinen Nutzfahrzeugen dürfte in diesem Jahr einen operativen Verlust einfahren statt eines kleinen Gewinns.

Verdacht auf Manipulation

Der Verdacht gegen das fragliche Mercedes-Modell GLK 220 CDI aus den Produktionsjahren 2012 bis 2015 war Mitte April publik geworden. Damals hieß es, das KBA sei im Herbst 2018 auf eine verdächtige Software-Funktion bei dem Motor OM 651 gestoßen. Demzufolge sollen Abgaswerte mithilfe eines Computerprogramms gesenkt worden sein – aber nur auf dem Prüfstand und nicht im täglichen Verkehr.

Daimler weist die Vorwürfe einer Manipulation von Abgaswerten zurück. Die jetzige amtliche Anordnung ist aber nicht die erste. Im August 2018 hatte das KBA einen Rückruf für europaweit 690 000 Diesel angeordnet, darunter für 280 000 Fahrzeuge in Deutschland. Daimler hatte damals betont, man kooperiere mit den Behörden. Der Konzern legte aber Widerspruch ein.

Oliver Krischer, Fraktions-Vize der Grünen im Bundestag, kritisierte, dass der Rückruf erst jetzt komme, sehe nicht nach zügiger Arbeit der Behörden aus. Sascha Meyer/dpa

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Erstellt:
24. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2019, 06:00 Uhr

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