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Liger, Seelöwen, sogar Kängurus

Menschen und vor allem Tiere beim Zirkusunternehmen Charles Knie

Der Zirkus Charles Knie verspricht die Besten der Besten – Artisten, Unterhaltungskünstler und vor allem eine breite Palette zahmer und wilder Tiere. Heute ist Premierenvorstellung im voll beheizten Zelt.

16.10.2015
  • Michael Sturm

Tübingen. Mit der traditionsreichen, renommierten Zirkusfamilie Knie hat das vor 20 Jahren gegründete Unternehmen Charles Knie keine verwandtschaftlichen Beziehungen mehr. Der Stuttgarter Sascha Melnjak kaufte den Zirkus vor acht Jahren, behielt jedoch Namen und Markenzeichen des Gründers bei: Tiere spielen die Hauptrolle im Programm. Etwa die drei indischen Elefantendamen mittleren Alters, die vom 23-jährigen Italiener Elvis Errani dirigiert werden. Oder die kalifornischen Seelöwen. Auch die von Tierlehrer Marek Jama dressierten Pferde, Kamele, Lamas, exotischen Rinder, sogar Kängurus.

Spektakulär wird es, wenn Raubtierlehrer Tom Dieck junior mit acht weißen Löwen, vier Tigern und zwei Ligern (Kreuzung von Löwe und Tiger) in die Manege steigt. Dieck wurde in seinen Beruf hineingeboren, schon sein Vater und sein Großvater arbeiteten mit Raubtieren. Mit elf stand er erstmals, gemeinsam mit seinem Vater, in einem Raubtierkäfig. Mit 20 absolvierte Dieck den ersten Auftritt mit eigener Nummer – gleich mit fünf Löwen und zwei Tigern. Er sagt: „Es gibt ein gewissen Etwas, das man im Umgang mit Raubtieren haben muss – das kann man nicht lernen.“

Beim Pressetermin am Donnerstag zeigte sich seine Tigerdame Delhi von ihrer unruhigen Seite. Nicht nur beim Küsschen zwischen Raubtier und Dompteur musste Dieck aufmerksam bleiben, jede Reaktion der Tigerdame muss er richtig einschätzen: „Wenn sie so reagiert, wie gerade eben, sind es manchmal Eindrücke, Gerüche, von denen wir Menschen nichts mitbekommen, weil wir diese Instinkte nicht mehr haben.“ Wenn er nach einer Vorstellung aus dem Käfig komme, sei er stets nassgeschwitzt.

Obwohl seine Tiere an Menschen gewöhnt seien, dürfe man ihnen nicht zu nahe kommen: „Es sind Raubtiere“, betont Dieck, der seine Tigerdame Delhi selbst mit der Flasche aufgezogen hat. Dennoch bekomme er, nicht nur von ihr, immer wieder Prankenkratzer ab. Ihre Instinkte zeigen sich auch abseits der Manege. Delhi und das Tier im Käfig daneben – ebenfalls ein Tiger – laufen wie Spiegelbilder nebeneinander und beäugen sich dabei heimlich.

Kaum wendet sich Delhi ab, deutet das andere Tier einen Prankenhieb an. „Tiger sind vorsichtiger und hinterhältiger. Darin ähneln sie eher Katzen“, sagt Dieck. Löwen seien dagegen eher mit Hunden vergleichbar: „Die sind sehr direkt und greifen von vorn an.“ Alle seine Tiere befinden sich in geräumigen Käfigen mit Raum zum Auslauf: „Wir sind weit über die Mindestanforderung an Quadratmetern hinaus, die ein Tier haben muss“, betont Dieck.

Höchstleistungen werden auch im artistischen Bereich angekündigt: Waghalsige Flugtrapezkünstler aus Brasilien, Gruppenjongleure und die Messoudi Brothers. Sie werden weltweit zu den besten Kraft- und Handstand-Akrobaten gezählt. Ives und Ambra entschwinden an seidenen Tüchern in die Lüfte und das Duo Medini zeigt große Kunst auf kleinen Rollen. Der junge portugiesische Entertainer Cesar Dias wird mit musikalischen Einlagen das Programm moderieren. Dazu kommen das Showballett und ein acht Mann starkes Live-Orchester. Die Show gilt als bunt, tempo- und abwechslungsreich – hereinspaziert!

Menschen und vor allem Tiere beim Zirkusunternehmen Charles Knie
Dompteur Tom Dieck krault Tigerdame Dehli – die sich dabei aber gar nicht so gern fotografieren lässt. Bild: Sommer

Heute nachmittag um 15.30 Uhr ist die Premierenvorstellung des Zirkus Charles Knie auf dem Tübinger Festplatz. Bis einschließlich Dienstag finden um diese Uhrzeit an jedem Tag Nachmittagsvorstellungen statt. Die Abendvorstellungen (heute, morgen und am Montag) beginnen um 19.30. Am Sonntag gibt es eine Vormittagsvorstellung um 11 Uhr.
Die Preise liegen zwischen 10 Euro (ermäßigtes Ticket aus unnummeriertem Rang) und 33 Euro für Erwachsene in der 1. Loge. Die Tierschau kostet
4 Euro. Am 23. Oktober um 15.30 Uhr gibt es eine große Familienvorstellung für 10 Euro (Tribüne und Rang) beziehungsweise 15 Euro (Logen).

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16.10.2015, 12:00 Uhr
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