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Mehr Werbung für Finanzplatz Frankfurt

19.08.2016
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Nach Ansicht des Bankenverbandes sollte sich die Politik und insbesondere die Bundesregierung deutlicher als bisher für den Finanzplatz Frankfurt stark machen. Die Stadt habe gute Chancen vom Austritt der Briten aus der EU und den sich daraus ergebenden Nachteilen für den Finanzplatz London zu profitieren, sagte Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB) in Frankfurt. „Das ist keine Forderung, aber eine freundliche Bitte an Berlin.“ Ob sich dieser Wunsch direkt an die Bundeskanzlerin richte, sagte Kemmer nicht. Frankfurt habe nach einem Austritt Großbritanniens aus der EU, mit dem frühestens Anfang 2019, eher wohl noch später zu rechnen sei, beste Chancen im Wettbewerb etwa mit Paris zum ersten Finanzplatz auf dem Kontinent zu werden.

„Frankfurt ist als UK (United Kingdom)-Hub besonders gut geeignet“, sagt Kemmer und verweist auf die führende Rolle der Stadt als Banken- und Finanzplatz – auf Börse, Europäische Zentralbank (EZB), Europäische Bankenaufsicht (SSM) und auf die deutlich auf die Finanzwirtschaft ausgerichtete Universität. Im Falle von Konflikten sei das deutsche Arbeitsrecht berechenbar, verlässlich und preiswert. Vor allem britischen Investmentbankern gilt es aber als zu strikt. Die Infrastruktur mit der Nähe zum Flughafen sei sehr gut, die Lebenshaltungskosten im europäischen Vergleich günstig.

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19.08.2016, 06:00 Uhr
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