Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Hotels in Thailand rüsten gegen Quallen auf

Mehr Warnschilder und Erste-Hilfe-Stationen nach Tod einer 20-jährigen Deutschen

Niemand will Angst schüren, aber Würfelquallen können tödlich sein. Am Dienstag starb in Thailand eine junge Deutsche. Das alarmiert die Hoteliers.

09.10.2015
  • DPA

Bangkok . Die Berührung einer Würfelqualle verursacht unvorstellbare Qualen. "Wie der Schlag mit einer brennenden Peitsche" sagt John Ens, Vize-Chef des Hotelverbandes auf der Ferieninsel Koh Samui.

Dort starb in der Nacht zum Mittwoch eine 20-jährige Touristin aus Göttingen (Niedersachsen). Sie war abends am Lamai-Strand mit einer Würfelqualle in Kontakt gekommen. Seitdem seien mehr Warnschilder aufgestellt worden, Touristen würden mit Handzetteln auf die Gefahr hingewiesen, sagt Ens. Die Erste-Hilfe-Stationen am Strand seien alarmiert. "Essig", sagt Ens, sei das wichtigste Hilfsmittel.

Essig auf die Wunden stoppe das weitere Eindringen des Nervengiftes in den Körper. Dann müsse das Opfer schnell ins Krankenhaus. "Wir haben erst vor einem Jahr die Strandmitarbeiter unserer 105 Mitglieder auf Koh Samui genau trainiert, was zu tun ist, wenn jemand mit einer Würfelqualle in Kontakt kommt", sagt er. "An den Stränden Koh Samuis gibt es alle paar hundert Meter Erste-Hilfe-Stationen mit Essigvorräten."

Die meisten Opfer überleben Giftattacken von Würfelquallen, doch wenn die bis zu drei Meter langen Tentakel zu viele Körperteile berührt haben, droht Lebensgefahr. Das Gift lähmt und verursacht Atemnot. Erste Hilfe und die Intensivstation des Krankenhauses konnten die Göttingerin nicht mehr retten.

"Wir waren am Dienstag mit unseren Jet-Skis vor dem Strand unterwegs, da haben wir Würfelquallen gesehen", sagt Witthaya Suksom vom Jet-Ski-Club. "Wir sind sofort an Land, haben die Hotels und die Polizei alarmiert, und die haben alle Leute sofort aus dem Wasser geholt." Die Polizei zog aber am frühen Abend ab. "Wir dachten nicht, dass nachts jemand schwimmt", sagt Witthaya.

Direkt am sechs Kilometer langen Lamai-Strand gibt es laut Ens etwa 40 Hotels. Eines davon ist das Silavadee-Resort. Dort habe man seit Wochen Warnschilder und Essigstationen am Strand, sagt Manager Connor O'Leary. "Jetzt haben wir zusätzlich ein Schutznetz im Wasser gezogen."

Womöglich müssen die Hoteliers sich auf wachsende Probleme einstellen, warnt Meeresbiologin Suchana Chavanich. "Die Überfischung führt dazu, dass die Populationen wachsen. Es gibt weniger natürliche Feinde der Quallen wie etwa Schildkröten." Auch der Klimawandel verheißt nichts Gutes für Thailands Ferieninseln: "Die Quallen leben und pflanzen sich vor allem in wärmeren Gewässern fort. Mit höheren Wassertemperaturen müssen wir mit mehr Quallen rechnen."

Mehr Warnschilder und Erste-Hilfe-Stationen nach Tod einer 20-jährigen Deutschen
Foto: © Bergringfoto - fotolia.com

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

09.10.2015, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular