Südwestumschau

Mehr Tempo auf der Gäubahn schon 2016?

Wenn die bestellten Züge zügig geliefert werden, verbessere sich der Verkehr auf der Gäubahn schon 2016. Das sagte Bahnchef Grube in Rottweil.

06.04.2013

Von WAL/DPA

Rottweil Die Erwartungen an Bahnchef Rüdiger Grube waren hoch. Er traf sich gestern mit Kommunalpolitikern und Vertretern der Wirtschaft in Rottweil. Mit dem, was Grube an Informationen mitgebracht hatte, konnte er die Erwartungen nicht erfüllen. Er konnte nur in Aussicht stellen, dass die geplanten Verbesserungen auf der Gäubahn, die Zürich mit Stuttgart verbindet, nicht erst, wie vor Ostern angekündigt, Ende 2017 zu erwarten sind, sondern schon 2016 aktuell werden könnten. "Da sehen wir nach wie vor eine Chance", sagte Grube.

Er kündigte außerdem einen Bahngipfel am 5. Juni mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann an. Thema soll dabei aber nicht "Stuttgart 21" sein, sondern alle anderen Bahnprojekte, die das Land betreffen, auch die Gäubahn.

Der Verkehr auf der Strecke, die von Zürich über Singen nach Stuttgart führt, wird von Politikern, Wirtschaftsvertretern und vor allem Fahrgästen seit langem als zu langsam und zu unzuverlässig kritisiert. Seit auf der Strecke wegen technischer Probleme keine Züge mehr mit Neigetechnik fahren, beträgt die Fahrzeit von Zürich nach Stuttgart mehr als drei Stunden. Die Folge ist, dass in Stuttgart Anschlusszüge nicht erreicht werden.

Das soll sich durch die angekündigten Verbesserungen ändern. Die beinhalten, dass die Züge im Stundentakt unterwegs sind. "Das ist eine Verdoppelung des heutigen Verkehrsangebots", betonte Grube. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der deutsch-kanadische Hersteller Bombardier die Doppelstock-Intercity-Züge rasch liefert. Der ist bisher jedoch eher durch verzögerte Lieferungen aufgefallen. Unabhängig von den neuen Zügen soll Ende 2015 der Fahrplan der Gäubahn so getaktet werden, dass Anschlusszüge in Stuttgart und Zürich erreicht werden. Die Fahrzeit verringere sich dadurch nicht, sagte Grube. Für den zweigleisigen Ausbau der Gäubahn, der auf drei Streckenabschnitten geplant ist, sieht der Bahnchef keine rasche Lösung. Darüber zeigten sich Politiker aus der Region enttäuscht.

Bahnchef Rüdiger Grube: Bahngipfel mit Regierungschef Kretschmann. Foto: dpa

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Erstellt:
6. April 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
6. April 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. April 2013, 12:00 Uhr

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