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Vorschriften durch EU gelockert

Mehr Spielraum für Auto-Industrie bei Abgasen

Die EU lockert die Vorschriften für Diesel-Abgase. Parallel zur Einführung neuer Tests werden die Limits der Euro-6-Norm um mehr als das Doppelte erhöht.

29.10.2015
  • KNUT PRIES

Brüssel Die Entscheidung fiel per Mehrheitsentscheid im zuständigen technischen Fach-Ausschuss der Mitgliedstaaten. Danach können neue Modelle von 2017 an den Grenzwert der Euro-6-Norm - 80 Milligramm Stickoxid (NOx) pro Kilometer - um den Faktor 2,1 überschreiten. Das entspricht 168 Milligramm. Für alle Neuwagen gilt der Wert erst zwei Jahre später. Ab 2020 (Modellzulassung) beziehungsweise 2021 (Neuwagen) darf der Richtwert nur mehr um die Hälfte überschritten werden. Gemessen wird jeweils mittels des so genannten RDE-Tests (Real Driving Emissions), der den Schadstoff-Ausstoß nicht mehr wie bisher auf dem Prüfstand, sondern im tatsächlichen Fahrbetrieb kontrolliert.

Umweltschützer und Grüne reagierten empört auf den Beschluss. Greg Archer von der Verkehrsfachorganisation Transport & Environment sagt: "Die Verschmutzung mit Stickoxiden, die hauptsächlich von Diesel-Fahrzeugen stammt, verursacht vorzeitigen Tod, Asthma und Geburtsschäden. Es ist schockierend, dass die Regierungen derart darauf bedacht sind, die Autohersteller bei Laune zu halten, und die Folgen dieses unsichtbaren Killers ignoriert, der jährlich mehr als eine halbe Million Menschen tötet."

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europa-Parlament, Rebecca Harms, sprach von einer "zynischen Entscheidung der Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten. Allen voran die deutsche Bundesregierung hat offenbar nichts aus dem Abgas-Skandal von Volkswagen gelernt." Die EU-Kommission habe dem Druck nachgegeben.

Neben Deutschland hatten sich unter anderem Frankreich, Italien, Spanien, Schweden und die Slowakei dafür eingesetzt, die Kulanz in den Tests zu erhöhen, als von der Brüsseler Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska vorgeschlagen, und zugleich den Übergang zur neuen Testmethode zeitlich zu strecken. Vor allem die Niederlande hatten vergeblich verlangt, die Zugeständnisse an die Interessen der Autoindustrie in einem engeren Rahmen zu halten.

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29.10.2015, 12:00 Uhr
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