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Kommentar

Mehr Sorgfalt notwendig

So eine Friedensdividende ist etwas sehr Schönes. Sie entsteht in friedlichen Zeiten – und wer wünschte sich die nicht? Außerdem setzt sie Geld frei: Statt Kampfflieger und Kanonen zu kaufen, kann der Staat Schulen bauen, Straßen reparieren oder auch Schulden abbezahlen. Wer wäre nicht dafür?

22.02.2018

Von ELLEN HASENKAMP

Berlin. So eine politisch und finanziell höchst willkommene Dividenden-Ausschüttung gibt es allerdings nur selten: Denn ihre Voraussetzung ist der Frieden.

Die Welt aber ist ein unfriedlicher Ort. Eine Welt voller „Fleischfresser“, wie es der amtierende Außenminister Sigmar Gabriel nennt. Und Deutschland hat sich entschieden, dabei zu helfen, die Fleischfresser dieser Welt zu bändigen. Dafür braucht es – nicht nur, aber eben auch – Kampfflieger und Kanonen. Die kosten Geld, sehr viel Geld sogar.

Knapp 40 Milliarden Euro umfasst der jährliche Verteidigungshaushalt. Geht es nach dem Willen von Ursula von der Leyen sollen es deutlich mehr werden. Diese Forderung ist nicht unbedingt populär. Mehr Zustimmung gibt es für Schulneubauten und Straßenausbesserung. Aber gute Ausrüstung ist nötig, wenn die Bundeswehr in Kriege ziehen soll, für die sie bislang nicht ausgestattet war.

Das Unbehagen angesichts der gewaltigen Summen, die das Militärische verschlingt, ist allerdings verständlich. Es ist sogar dringend geboten: Denn die Bundeswehr gibt zu viel Geld für zu wenig Gegenleistung aus. Noch immer ist es die Rüstungsindustrie, die die Preise diktiert und sich bei Fehlleistungen aus der Verantwortung stiehlt. Aufrüstung ist also auch nötig bei Sorgfalt und Sachverstand der Beamten, die die teuren Verträge aushandeln.

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Erstellt:
22. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2018, 06:00 Uhr

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