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Stuttgart

Mehr Rauschgift-Opfer als im vergangenen Jahr

In den ersten neun Monaten dieses Jahres registrierte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg 134 Rauschgift-Todesfälle. Darunter waren 132 erwachsene und zwei heranwachsende Opfer. Im Vorjahreszeitraum gab es mit 110 Toten gut ein Fünftel weniger Opfer.

14.10.2008

Wie schon in den Jahren zuvor ist Heroin wieder die dominierende Droge, so das Landeskriminalamt in einer Pressemitteilung. Allein 90 Menschen starben an Heroinmissbrauch.

Die Gründe für die Zunahme der Heroin-Todesopfer seien allerdings vielfältig. Einige der Todesfälle dürften auf den Konsum von relativ hochprozentigem Heroin zurückzuführen sein. Denn in Einzelfällen stellte die Polizei fest, dass das konsumierte Heroin deutlich mehr Wirkstoff enthalten hatte, als die gewohnte "Straßenqualität".

Über das Sozialministerium Baden-Württemberg wurden deshalb die Suchthilfeeinrichtungen im Land vorsorglich über den hochprozentigen Stoff in der Szene informiert.

Über 20 Menschen starben an einer Überdosis des Heroin-Substitutionsmittels Methadon oder aufgrund des Mischkonsums von Methadon oder Subutex und anderen Drogen.

60 der 134 Verstorbenen waren als Langzeitkonsumenten mit Drogenkarrieren von über zehn Jahren und mehr polizeilich bekannt. Einige der Rauschgiftkonsumenten starben kurz nach ihrer Haftentlassung oder der Entlassung aus einer Therapieeinrichtung an einer Überdosierung.

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14.10.2008, 12:00 Uhr
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