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Tübingen · Mobilität

Verleihfirma will Rollerangebot in Tübingen ausbauen

Der Elektroroller-Anbieter Coup zeigt sich mit Tübingen zufrieden. Der Radverleih Nextbike dagegen setzt sein Angebot erstmal aus.

09.10.2019

Von loz

Die Verleihfirma Coup will ihre Elektroroller-Flotte 2020 auch in Tübingen ausbauen – um wie viele Fahrzeuge verrät sie nicht. Archivbild: Ulrich Metz

„Die Nutzungszahlen haben sich seit der Einführung der E-Scooter im letzten Jahr vervielfacht und entsprechen unseren Erwartungen“, teil die Firma Coup auf TAGBLATT-Anfrage mit. Im Sommer des vergangenen Jahres begann das Unternehmen damit, 30 elektrisch betriebene Roller im Tübinger Stadtgebiet zu verteilen – und per Smartphone-App zu vermieten. Im März startete dann Tübingens zweite Saison mit den Miet-Rollern. Das Mobilitätsunternehmen Coup mit Sitz in Berlin bietet seinen Service zudem in Berlin, Paris und Madrid an. In den kommenden Jahren will die Firma ihre Flotte in diesen Städten noch vergrößern – und arbeitet dabei ausschließlich mit Rollern, die elektrisch betrieben werden.

Firma nennt keine Zahlen

Genaue Zahlen zur Nutzungsdauer, der Anzahl der Nutzer und zur Anzahl gefahrener Kilometer in Tübingen macht die Firma nicht, lässt aber wissen: „Tübingen ist seit der Gründung von Coup im August 2016 die erste kleinere Stadt, in der die E-Scooter nutzbar sind – quasi ein Vorreiter.“ Da man seine Dienste ansonsten eher in den „größten europäischen Metropolen“ anbiete, „lässt sich Tübingen nur schwer mit unseren anderen Coup-Städten vergleichen“, so der Chef der Berliner Niederlassung Justus Thormann. „Was sich jedoch zeigt, ist, dass die E-Scooter als Ergänzung zum innerstädtischen Mobilitätsangebot sehr gut angenommen werden.“

Auch die Stadtverwaltung, die als Kooperationspartner des jungen Roller-Start-ups fungiert, zeigt sich mit dem Dienst zufrieden: „Die E-Scooter von Coup sind eine platzsparende und umweltfreundliche Alternative zu Einzelfahrten mit dem Auto“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Leihräder rentierten sich nicht genug

Nicht ganz glücklich ist die Stadt über das nicht mehr vorhandene Angebot der Leih-Fahrräder von Nextbike: Das Leipziger Unternehmen stellte zu Beginn des Sommers sein Angebot in Tübingen zunächst ein. „Wir bedauern das sehr und sind auf der Suche nach einer Nachfolge-Lösung“, teilt die Stadt mit. Die Leihfahrräder waren nicht lukrativ genug: „Nur von Ausleihgebühren allein lässt sich so ein System in einer Stadt wie Tübingen nicht betreiben“, sagt eine Sprecherin des Unternehmens. Man habe „lange nach Werbe- und Kooperationspartnern gesucht“ und keine Lösung gefunden.

In einer „vergleichbaren Stadt wie Offenburg“ habe sich die Verwaltung um eine Einbindung des Nextbike-Angebots in das städtische Mobilitätskonzept bemüht: „Das ist an die Haltstellen des ÖPNV angegliedert, da klappt das super“, so die Sprecherin weiter.

Das Unternehmen pausiert bis zum nächsten Sommer und will bis dahin prüfen, ob der Service der übers Handy ausleihbaren Fahrräder im nächsten Jahr wieder angeboten werden kann. „Wir brauchen entweder mehr werbliche Nutzung durch externe Partner oder eine stärkere Subventionierung.“ Das Geschäft, das nicht nur aus „dem Hinstellen der Räder“, sondern auch noch aus Wartung und Vermarktung bestehe, sei sonst nicht wirtschaftlich.

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Erstellt:
9. Oktober 2019, 17:09 Uhr
Aktualisiert:
9. Oktober 2019, 17:09 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2019, 17:09 Uhr

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