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Gesundheit

Mehr Fehler bei medizinischen Behandlungen

Die meisten Beschwerden treten laut der Bundes-Ärztekammer nach Eingriffen wegen Gelenk-Erkrankungen auf. 2016 wurden 1845 Patienten entschädigt.

24.03.2017
  • AFP/DPA

Fehler trotz hoher medizinischer Standards: Nach Angaben der Ärztekammern ist die Zahl der Behandlungsfehler in Deutschland im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bestätigten 2016 insgesamt 2245 Behandlungsfehler – nach 2132 im Vorjahr, wie die Bundesärztekammer (BÄK) in Berlin mitteilte. Die häufigsten Beanstandungen betrafen Patienten mit Knie- und Hüftgelenkarthrosen sowie Frakturen an Unterschenkel und Sprunggelenk.

„Fehler passieren, auch in der Medizin“, erklärte Andreas Crusius, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der BÄK. Es gehe nicht um Bagatellisierung. „Hinter jedem Fehler können schwere menschliche Schicksale stehen.“ Jedoch sei die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, „extrem gering“.

Crusius verwies auch darauf, dass die ambulanten Behandlungsfälle zwischen 2004 und 2015 deutlich um 160 Millionen auf 696 Millionen gestiegen seien. Auch in den Krankenhäusern erhöhten sich die Behandlungsfälle in dem Zeitraum um mehr als zweieinhalb Millionen auf fast 19,8 Millionen. „Gemessen an dieser enormen Gesamtzahl der Behandlungsfälle liegt die Zahl der festgestellten Fehler im Promillebereich“, erklärte der Ärztevertreter.

Insgesamt sind bei den Ärztekammern im vergangenen Jahr mehr als 11 500 Patientenbeschwerden wegen vermuteter Behandlungsfehler eingegangen. Das waren 260 weniger als im Jahr davor. Die häufigsten Diagnosen, die zu Behandlungsfehlervorwürfen führten, waren neben Knie- und Hüftgelenkserkrankungen sowie Unterschenkel- und Sprunggelenkfrakturen Schulter- und Armbrüche sowie Bandscheibenschäden.

Rund 7600 dieser Beschwerden wurden weiterbearbeitet. In 2245 Fällen wurde tatsächlich ein ärztlicher Fehler bestätigt. In 1845 Fällen davon wurden im vergangenen Jahr ein Behandlungsfehler oder eine mangelnde Risikoaufklärung als Ursache für einen Gesundheitsschaden ermittelt, die laut Bundesärztekammer einen Anspruch des Patienten auf Entschädigung begründeten. In den meisten Beschwerdefällen – rund 70 Prozent – wurde hingegen kein Behandlungsfehler festgestellt.

Die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärztekammern dienen als außergerichtliche Anlaufstellen für Patienten. afp/dpa

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24.03.2017, 06:00 Uhr
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