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Dow Chemical und Dupont Nummer eins

Mega-Fusion in der Chemiebranche

Die beiden US-amerikanischen Chemiegiganten Dow Chemical und Dupont fusionieren. Sie verdrängen damit BASF vom weltweiten Spitzenplatz.

12.12.2015
  • DPA

Frankfurt. Die Mega-Fusion der US-Chemiegiganten Dupont und Dow Chemical wird die Branche weltweit kräftig durchwirbeln. Die beiden Konzerne haben einen Börsenwert von jeweils knapp 60 Mrd. Dollar (54,6 Mrd. EUR). Es entsteht ein Super-Unternehmen mit mehr als 90 Mrd. Dollar (82 Mrd. EUR) Umsatz. Der deutsche Konkurrent BASF wird verliert damit seine Position als größter Chemiekonzern der Welt.

Die bisherigen US-Rivalen wollen nach der Fusion neue schlagkräftige Einheiten für Agrochemie, Spezialchemikalien und Kunststoffe bilden. Diese dürften auch den europäischen Konkurrenten wie Bayer und Syngenta kräftig einheizen. Denn bei dem Deal in den USA geht es nicht nur um schiere Größe. So sieht der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Marijn Dekkers, durch die mögliche Fusion der US-Giganten den Trend zur Fokussierung bestätigt.

Diesen Trend sehe die Branche schon lange, sagte Dekkers, der auch Bayer-Chef ist, vor wenigen Tagen auf einer Pressekonferenz des Verbands. Es sei für die Firmen sehr schwierig, sehr breit aufgestellt zu sein. Bayer selbst habe in den vergangenen Jahren entsprechende Schritte mit der Abspaltung von Lanxess vor zehn Jahren und dem Börsengang von Covestro im laufenden Jahr bereits vollzogen.

Einen anderen Weg geht der bisherige Branchenprimus BASF. Dieser setzt auf einen engen Verbund der Anlagen und damit eine optimale Ausnutzung. Die Produktpalette ist entsprechend breit. Sie reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. 2014 setzten die Ludwigshafener so mit mehr als 113 000 Beschäftigten rund 74 Mrd. EUR um.

Der Druck zur Fokussierung ist in den USA inzwischen besonders hoch, da dort aktivistische Aktionäre Druck auf die Unternehmen ausüben. Sie fordern bei den US-Giganten bereits seit Jahren eine Abspaltung einzelner Geschäftsteile. So soll sich der Wert der Unternehmen erhöhen. Auch die Analysten von Bernstein lobten einen möglichen Zusammenschluss von Dow und Dupont zuletzt. Die Experten rechnen mit Milliarden-Synergien bei dem möglichen "Dream Deal".

Der Branche bereitet vor allem das Kunststoffgeschäft Kopfschmerzen. Überkapazitäten sorgen bei einer abflauenden Nachfrage in vielen Bereichen für Druck auf die Preise. Auch im Agrarchemiegeschäft gibt es weltweit viel Bewegung.

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12.12.2015, 08:30 Uhr
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