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Randnotiz

McDonald’s Burgerbegehren

13.02.2016

Von HELMUT SCHNEIDER

Die Älteren erinnern sich noch an Bios Bahnhof. Die Jüngeren denken jetzt an Sonnenkollektoren auf Stationsdächern und chemisch unbehandeltes Mischgemüse auf dem wild wuchernden Grünstreifen, der klimaneutral neben dem Bahnstein-Beton angelegt werden musste. Aber Bio ist ein älterer Kölner Jung und war mal ein Fernseh-Entertainer.

Heute ist alles Bio - zumindest ist davon ständig die Rede. Der Bäcker bäckt nur noch bio, der Bauer muss ein Biobauer sein, der Brauer ein Biobrauer; Dachplatten schützen biologisch das Haus vor dem Regen, auch wenn der mal sauer und gar nicht bio gewesen ist. Vermutlich sind auch Bausparverträge oder Busreisen biologisch - irgendwie.

Spätestens als McDonald’s, dieses letzte Bollwerk gegen die erdrückende Biologisierung, mit einem Hamburger vom Bio-Rind kam, schien die Schlacht um den politisch korrekten Geschmack geschlagen - auch wenn die Naturköstler immer noch eine kleine Sekte sind.

Doch jetzt rudert der Buletten-Bräter reumütig zurück und räumt den Fremdling wieder vom Grill. Man hätte ja gerne mitgemacht, heißt es, "aber entscheidend ist die Akzeptanz beim Gast". Welch schönes Burgerbegehren: Die Leute wollen essen, was ihnen schmeckt - und nicht, was ihnen vorgekaut wird.

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Erstellt:
13. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
13. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2016, 08:30 Uhr

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