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Maudite Poutine

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In „Maudite Poutine“ ist das Leben ein deprimierendes Chaos.

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03.11.2017
  • pme

Wer jung ist, gerne mit seiner Gang rumhängt, Punk und Hardrock hört, eine Neigung zu Wodka, Bier und Gras hat, wer sich auf der sozialen Stufenleiter eher weiter unten durchschlägt, nach außen eher rau, innen aber empfindsam an der Schlechtigkeit der Welt verzweifelt – der oder die sollte unbedingt in Karl Lemieux‘ „Maudite Poutine“ gehen. Die anderen nicht.

Und darum geht’s: Vincent und seine kanadischen Musikerkollegen haben Darkie und seinen Leuten Marihuana von seinem Feld geklaut, jetzt verlangt er Geld dafür. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen ist er nicht zimperlich, wie ein schwerer Schatten hängt er über dem Film. Das einzige, was Lemieux in diesem Film feiert und zwischendurch in jugendlich-romantischen Bildern einfängt, ist die sich wieder anbahnende Freundschaft zwischen den anfangs auseinandergelebten Brüdern Vincent und Michel, einem vom Leben gezeichneten Autoschrauber und Drogi. Der soziale Hintergrund ist Lemieux in seinem Schwarzweißfilm überhaupt sehr wichtig, bleibt aber Kulisse: Bei Vincent wird sie mit stampfenden Maschinen aus dem Arbeitsleben befeuert. Auch das also eher eine Hölle.

Was an Positivem bleibt: Der Zusammenhalt in der Gang. Die Musik. Die gute Mutter, die aber erst am Ende ins Spiel kommt. Und sehr vage sich anbahnende zarte Bande, die der Film aber gegen alle Gesetze der Kunst einfach nicht mehr weiterführt oder sichtbar beendet. Er lässt sie einfach liegen. Die Liebe verheißt hier also auch keine Rettung. Dann geschieht ein wirklich großes Lebensdrama, kurz: Es ist eben alles Scheiße.

Dabei beginnt „Maudite Poutine“ mit einer Einstiegsszene, die eines großen Films würdig wäre, lässt seinen Helden auf dem Höhepunkt sehenswert ausrasten, hat gute Schauspieler. Doch dramaturgisch-erzählerisch überzeugt das nicht so ganz. Was hätte Kaurismäki aus diesem Stoff gemacht! (Mit englischen Untertiteln, im Arsenal heute um 18 Uhr, im Arsenal Samstag 22.45 Uhr, Museum am Sonntag um 22.30 Uhr.)pme

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03.11.2017, 01:00 Uhr
Maudite Poutine





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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
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