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Mobilität

Masterplan für drei Städte

Ludwigshafen, Heidelberg und Mannheim tun sich zusammen, damit der Verkehr in der Region umweltfreundlich wird.

01.02.2018

Von WOLFGANG RISCH

Mannheim. Seit 2014 werden alle Straßen- und Stadtbahnen in den Städten Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg ausnahmslos mit zertifiziertem Ökostrom betrieben. Doch die drei Städte wollen mehr: Gemeinsam erstellen sie einen „Masterplan nachhaltige Mobilität für die Stadt“, eine „bundesweit nahezu einzigartige Inititive“, wie der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz sagt. Hinter dem „Schulterschluss“, so der Heidelberger OB Eckart Würzner, steht die Überzeugung, dass wegen der Pendlerströme in der Metropolregion Rhein-Neckar die Luftqualität nur verbessert werden könne, wenn die drei Städte an einem Strang ziehen. Vor allem Mannheim gilt hinsichtlich der Luftqualität als Problemfall. Fast 70 Prozent der Pendler in der Region fahren mit dem Auto. Gestern stellten die Spitzen der drei Städte den Masterplan vor.

Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen waren beim „Dieselgipfel“ der Bundeskanzlerin Merkel Ende November 2017 die einzigen der rund 60 Kommunen, die einen gemeinsamen Antrag zur Erstellung eines Masterplans gestellt haben. Dessen Finanzierung übernimmt die Bundesregierung zu 100 Prozent. So sollen die Reduzierung der Belastung durch Stickstoffoxide und eine sauberere Luft kurzfristig erreicht werden. Bis Mitte des Jahres soll der Plan erarbeitet sein und bis zum Jahresende greifen. Gedacht wird an eine bessere Steuerung der Pendlerströme etwa durch die Digitalisierung der Verkehrssysteme oder den Bau von Radschnellwegen zwischen den drei Städten.

Mehr Elektrobusse

Die Förderung des Fahrradverkehrs und der weitere Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs im Sinne der Effizienz und Umweltverträglichkeit sind für den Ludwigshafener Bau- und Umweltbürgermeister Klaus Dillinger die „Herausforderungen, die wir gemeinsam bewältigen müssen“. Das Ziel müsse sein, vom Autoverkehr wegzukommen, sagt OB Würzner.

Martin in der Beek, Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV), die den Nahverkehr in den drei Städten betreibt, sieht sich gerüstet. „Klimaneutrale und emissionsarme Verkehrsmittel sind für die RNV schon heute Realität“, sagt er. Zwei Elektrobusse seien bereits im Einsatz, sechs weitere sollen gekauft werden. Da ein Elektrobus aber gegenüber einem konventionellen gut das doppelte kostet, müssen die Mehrkosten bezuschusst werden, sagt Martin in der Beek. Gleichwohl: „Wenn wir nicht eine wirtschaftliche Boomregion wären, könnten wir uns diesen Nahverkehr nicht leisten, sagt Rathauschef Eckart Würzner. Wolfgang Risch

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Erstellt:
1. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2018, 06:00 Uhr

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