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Entwichenes Luftschiff legt Stromversorgung Lahm

Masten und Leitungen im Nordosten der USA von 3000 Meter langem Kabel beschädigt

Ein Militär-Luftschiff hat sich in den USA aus der Halterung gelöst. Sein Kabel zerriss Stromleitungen. Es landete, als ihm das Helium ausging.

30.10.2015
  • DPA

Baltimore Unkontrolliert ist ein 70 Meter langes Luftschiff des US-Militärs über dem Nordosten der USA geschwebt. Der Irrflug des "JLens" dauerte einige Stunden. Gefahr ging von seinem herunterhängenden Kabel aus. Verletzte wurden nicht gemeldet, es gab jedoch beträchtliche Schäden, vor allem an der Stromversorgung der Gebiete, über die er anfangs und zum Schluss hinwegschwebte.

Unbekannt war zunächst, wie und weshalb das Luftschiff sich aus seiner Verankerung gelöst hat, die auf einem Stützpunkt im Bundesstaat Maryland liegt. Das war am Mittwochmorgen. Es schwebte rund 250 Kilometer weit und kam am Nachmittag nahe dem Ort Moreland in Pennsylvania herab, teilte das Verteidigungskommando für Luft und Weltraum (NORAD) mit. Vermutlich sei ihm das Helium ausgegangen.

Nach NORAD-Angaben waren zwei F16-Kampfjets in der Luft; ihre Piloten beobachteten das Luftschiff. Es sei aber nicht beabsichtigt gewesen, es abzuschießen. Zeitweise flog es 4800 Meter hoch. Auch die Behörde für Flugsicherheit (FAA) wurde eingeschaltet, um Gefahren im Flugverkehr zu begrenzen.

Weshalb dem Luftschiff das Helium ausgegangen ist, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Ihm könne das Edelgas mittels eines Mechanismus entzogen werden, teilte NORAD mit. Der Mechanismus sei aber nicht eingesetzt worden. Deshalb sei unklar, wie es letztlich dazu kam, dass das Helium entwich.

"JLens" wird zur Überwachung des Luftraums um die Hauptstadt Washington eingesetzt. Es kann mittels Sensor- und Netzwerktechnik vor Drohnen und Marschflugkörpern warnen und bis zu 30 Tage am Stück in der Luft bleiben.

Sorgen hatte dem Militär und den zivilen Behörden vor allem das bis zu 3000 Meter lange Verankerungskabel bereitet, das vom Luftschiff herabhing. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf Vertreter des Militärs, herabhängende Kabel hätten Stromleitungen und -masten gestreift. Das habe in einigen Gegenden Pennsylvanias zu Stromausfällen geführt. Bis zu 20 000 Haushalte seien zeitweise ohne Strom gewesen. Es habe "ein großes Chaos" gegeben, sagte Frederick Hunsinger, der für die öffentliche Sicherheit zuständige Beamte im Bezirk Columbia County, der "Washington Post".

"Wir hatten keine Berichte über Verletzte", sagte NORAD-Sprecher Michael Kucharek der "LA Times". "Darüber sind wir dankbar. Es hätte sehr viel schlimmer kommen können."

Das "JLens"-Programm kostet 2,7 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro). Es steckt in einer dreijährigen Testphase. Datenschützer kritisieren die Überwachungskapazitäten, einigen Politikern sind die Kosten zu hoch.

Masten und Leitungen im Nordosten der USA von 3000 Meter langem Kabel beschädigt

Masten und Leitungen im Nordosten der USA von 3000 Meter langem Kabel beschädigt
Der Ausreißer "JLens", hier noch an der Verankerung. Foto: dpa

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30.10.2015, 12:00 Uhr
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