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Tübingen

Der Weihnachtsmarkt der zwei Perspektiven

Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Der Weihnachtsmarkt lebt vom Engagement der Tübinger Vereine und von Kreativität.

15.12.2018

Von Lisa Maria Sporrer

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Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Die Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Kling, Kasse, klingelingeling: Die Studenteninitiative WinD (Weltwärts in Deutschland) sang auf dem Tübinger Weihnachtsmarkt alternative und konsumkritische Weihnachtslieder. Damit meinten die Studierenden aber nicht die Aussteller an den Weihnachtmarktständen, sondern den sonstigen vorweihnachtlichen Kaufwahn in einem Land, in dem es doch allzu oft an etwas ganz anderem fehle: "Liebe und Zeit sind die besten Gescheinke" Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke
Ob Gestricktes, Genähtes oder Gebasteltes: Auf dem Tübiner Weihnachtsmarkt kommt die Kreativität der Beschicker gut an. Bild: Klaus Franke

Immer noch wird Berndt Rüdiger Paul gefragt, was Filz eigentlich ist. „Ich frage dann immer zurück, ob sie schon mal spazieren gegangen sind und dabei Schafe gesehen haben.“ Seit 23 Jahren verkauft Paul auf dem Tübinger Weihnachtsmarkt bunte Pantoffeln aus Nepal, Wollmützen und klassische Filzsohlen, hergestellt im Erzgebirge. Eigentlich hat der Tübinger Stadt- und Kreisrat seine Firma vor zehn Jahren an seine Tochter übergeben, die Marktgespräche mit den Kunden möchte er aber nicht missen.

Gestern eröffnete der Tübinger Weihnachtsmarkt und schon zur Mittagzeit duftete es nach Glühwein und Maronen in den Altstadtgassen. „Ich komme lieber immer früh, wenn noch nicht soviel los ist. Da findet man die schönsten Stücke“, sagte Gisela Mayr, die in der Neckargasse die gehäkelten Teddybären von Sibylle Fausel bestaunte. „Rund 70 Tiere, Bären, Schafe, Alpakas habe ich dieses Jahr für den Markt gestrickt“, sagte Fausel mit Stricknadeln in der Hand.

Der Tübinger ist noch immer ein Muss für Weihnachtsmarktliebhaber. „Weihnachtsmarkt kann ja jeder. Bei uns ist er aber so besonders dadurch, dass es hier keine kommerziellen Anbieter gibt“, sagte Cord Soehlke zur Eröffnung auf dem Marktplatz. Zum ersten Mal seit 45 Jahren hatten auf dem Marktplatz die Stände mit dem Aufbau schon am Freitag, direkt nach dem Wochenmarkt, begonnen.

AUF DEM TÜBINGER WEIHNACHTSMARKT bleiben keine Wünsche offen!

Über 350 Anbieter, darunter mehr als 100 Vereine und gemeinnützige Organisationen sind dieses Jahr dabei. „Wann immer sie eine Wurst essen oder einen Glühwein trinken, haben die Vereine was davon“, sagte der Erste Bürgermeister. In Anbetracht der vielen Tübinger, die sich beteiligen, sei es „der Markt der zwei Perspektiven“, so Soehlke: Einmal die Tübinger, die als Besucher über den Markt schlendern, andererseits die Tübinger hinter den Ständen.

Eine davon ist Hanne Grünwaldt und auch sie findet die Handfertigkeiten, die in Form von Genähtem, Gebastelten und Gestrickten an den Ständen feilgeboten werden, etwas besonderes. „Das ist ja das Merkmal des Marktes hier, dass Familien und Vereine hier ausstellen“, sagte die Textildesignerin, die in der Marktgasse an ihrem kleinen Stand entzückende Ballerinas aus Draht und bekleistertem Papier anbot.

Die Zuckerwatte geht auf dem Weihnachtsmarkt immer.

Die Kreativität der Beschicker kommt bei den Besuchern gut an: handgestrickte Socken, witzig gestaltete Karten, kunstvolle Papiersterne, bestickte Kissen, Getöpfertes und viele originelle Ideen. „Seit 35 Jahren stehen wir jetzt hier an derselben Stelle. Den Kunden gefällt das“, sagte Angela Escot-Fessler, die in der Kornhausstraße Seidentücher mit erbaulichen und lustigen Sprüchen anbietet, die sie mit Bleisatz selber bedruckt hat. Gleich neben ihr steht ihre Schwester Monika, die kleine Drahtbilder gebastelt hat.

Aber nicht nur die Erwachsenen waren fleißig: „Wir haben bei uns ein buntgemischtes Potpourri. Jede Klasse hat etwas produziert“, sagte Sabrina Gaukler, Lehrerin an der Rudolf-Leski-Schule. An dem Stand am Holzmarkt werden von Schülern gebackene Plätzchen verkauft, Holzspielzeug, hergestellt von der Schülerfirma, und glitzernde Sterne der Mädchenklasse.

Fahren mit der Retro-Bahn

Über Jahrzehnte hinweg fuhren die roten Schienenbusse der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen Tübingen und Entringen. Mit Einführung der Ammertalbahn wurden die Züge 1999 überflüssig. Einer dieser Züge wird am Sonntag, 16. Dezember, mit sieben Zugpaaren zwischen Tübingen und Entringen zum Einsatz kommen. Vom Tübinger Hauptbahnhof fahren die roten Schienenbusse um 11.35, 12.35, 13.35, 14.35, 16.35, 17.35 und 18.35 Uhr. Ab Entringen fahren die Züge um 12.03, 13.03, 14.03, 15.03, 17.03, 18.03 und 19.03 Uhr. Die Züge halten an allen Zwischenstationen. Die Mitfahrt ist mit allen auf der Strecke gültigen DB- und Naldo-Fahrscheinen möglich.

Der Weihnachtsmarkt ist am Samstag von 10 bis 21 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

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Erstellt:
15. Dezember 2018, 01:01 Uhr
Aktualisiert:
15. Dezember 2018, 01:01 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2018, 01:01 Uhr

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