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Mark Uth und ein Balljunge düpieren den Meister
Auf dem Weg zum 1:0: Mark Uth (l.) vor Mats Hummels. Foto: dpa
1899 Hoffenheim

Mark Uth und ein Balljunge düpieren den Meister

Ein schnell ausgeführter Einwurf leitet den 2:0-Sieg gegen den FC Bayern ein.

11.09.2017
  • DPA

Sinsheim. 1899 Hoffenheim rühmt sich gerne seiner Nachwuchsakademie. Jetzt hat ein Spieler aus der U 14 den Bundesliga-Hit gegen den FC Bayern München mit entschieden. Ein 13-jähriger Balljunge bereitete mit einer schnellen Reaktion das 1:0 vor. Der wahre Matchwinner beim 2:0-Sieg der Kraichgauer hieß freilich Mark Uth. „Super von Andrej“, lobte der Doppel-Torschütze den einwerfenden Kollegen Kramaric. „Er hat schnell geschaltet – genauso wie der Balljunge.“

Die Szene in der 27. Minute ist eine für Jahresrückblicke: Bayern-Abwehrchef Mats Hummels drosch hinter der Außenlinie den Ball weit in die gegnerische Hälfte. Derweil warf der Balljunge Kramaric ein zweites Spielgerät zu, der blitzschnelle Einwurf des Kroaten landete bei Uth, der mit dem Außenrist ins linke Eck traf und Manuel Neuer düpierte. Mit spitzbübischem Grinsen sprach TSG-Trainer Julian Nagelsmann von einer „einheitlichen Ausbildung“ im Verein: „Die Balljungs sind immer angehalten, das Spiel schnell zu eröffnen, das kennen sie aus ihren Teams.“

Uth feierte mit seinen Kollegen in der ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena seinen Streich. Der gebürtige Kölner wollte nach der vergangenen Saison zum 1. FC Köln wechseln; Hoffenheim ließ ihn trotz des 2018 auslaufenden Vertrags nicht gehen. Mit Bayern-Leihgabe Serge Gnabry bekam der Mann mit dem eiskalten Abschluss dann einen weiteren Konkurrenten vor die Nase gesetzt. Nun schraubt der 26-Jährige Woche für Woche seinen Marktwert nach oben mit drei Toren in drei Bundesliga-Spielen und zwei in der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Liverpool. Mit „Uth, Uth!“-Rufen feierten die Fans ihren Helden.

Die Bayern hingegen waren sauer. Hummels sprach von einer ganz neuen Erfahrung in seiner 20-jährigen Fußballer-Karriere. Der von ihm getretene Ball befand sich auf dem Spielfeld, allerdings 80 Meter vom Geschehen entfernt. Er beeinflusste das Geschehen nicht, deshalb erkannte Schiedsrichter Daniel Siebert den Treffer an.

Die Hoffenheimer hingegen blieben cool. Genauso eiskalt wie das 1:0 erzielte Uth in der 51. Minute auch das 2:0. Die nächste Empfehlung für einen lukrativen neuen Kontrakt oder Abgang zum Saisonende kann Mark Uth bei der Europa-League-Premiere der „Nagelsmänner“ am Donnerstag gegen Sporting Braga abgeben. Erst einmal aber muss sich der Angreifer noch beim Balljungen bedanken: „Vielleicht bekommt er ein Trikot, da machen wir noch was.“ dpa

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11.09.2017, 06:00 Uhr
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