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Fußballakrobatik statt MSV Duisburg

Marcel Gurk hält offizielle Weltrekorde im Balljonglieren

Bei der Sportgala der TSG Tübingen (7. November, Paul-Horn-Halle) treten wieder Künstler, Sportler und Akrobaten aus allen Bereichen auf. Marcel Gurk zum Beispiel: Der 18-Jährige ist Fußball-Freestyler, jongliert den Ball fast mit allen Körperteilen.

28.10.2015
  • Interview: Tobias Zug

TAGBLATT: Herr Gurk, spielen Sie eigentlich auch Fußball?

Marcel Gurk (18): Ich kicke nicht mehr selber. Ich habe lange Zeit gespielt. Und irgendwann stellte sich für mich die Frage: Wofür schlägt dein Herz eigentlich? Wenn die anderen auf das Tor geschossen haben im Training, hatte ich mir immer gern den Ball genommen und rumgetrickst, jongliert. Ich wollte immer mein eigenes Ding machen und habe dann entschieden, mich nur auf Freestyle zu konzentrieren und nur das täglich zu trainieren.

Wann war „irgendwann“?

„Irgendwann“ war 2010. Fünf Jahre waren es dann bestimmt, in denen ich davor Fußball gespielt habe.

Der berühmte Fummler, der alles mit dem Ball konnte, ihn aber nie abspielte?

Ja, das war ich in der Tat. Wenn ich den Ball hatte, dann wussten die Mitspieler und Trainer Bescheid: Oh, oh, jetzt wird wieder was probiert! Wenn’s geklappt hat, super. Wenn nicht, dann waren Mitspieler und Trainer auch nicht begeistert. Deshalb glaube ich, dass der Sport so, wie ich ihn jetzt betreibe, der richtige Weg war.

Hatten Sie schon früh ein besonderes Talent dafür?

Ich habe halt in relativ jungen Jahren immer mal den Ball hoch gehalten. Bin immer raus gegangen und habe mal geschaut, wie viel ich gestern jongliert habe – und wollte dann immer meinen Rekord brechen. Im Vergleich zu den Mitspielern habe ich dann auch gemerkt, da bin ich schon um einiges weiter. Das war so mit elf, zwölf Jahren.

Waren Ihre Eltern herausragende Sporttalente?

Mein Vater hat früher Fußball gespielt. Und meine Mutter hat Akrobatik betrieben…

… da haben wir doch das Geheimnis für Ihr Talent!

… (lacht) ja, zufälligerweise oder nicht. Vielleicht kam daher die Mischung aus Fußball und Akrobatik.

Sie kommen aus Duisburg. Haben Sie da beim MSV gespielt?

Mein Bruder hat dort jahrelang gespielt. Ich wurde zum Probetraining eingeladen. Da geht es ja dann im Vergleich zu anderen Vereinen schon ernster zur Sache. Da reifte für mich auch die Entscheidung: Nee, ich mach’ doch Freestyle.

Und mittlerweile betreiben Sie dies professionell?

Bei mir ist es halt so, dass ich noch zur Schule gehe. Die Wochenenden sind dann meistens verplant mit Auftritten. Wenn wirklich was in der Woche ansteht, dann bespricht man sich auch mal mit dem Schulleiter.

Wie kam der Kontakt mit der TSG Tübingen zustande?

Man hat mich per facebook angeschrieben. Ich habe mich dann erkundigt über die TSG-Gala, war dann von dem Rahmen begeistert. Finde ich ziemlich cool, dass da auch viele verschiedene Künstler auftreten.

Sie haben Weltrekorde aufgestellt, unter anderem mit 202 Ballberührungen mit dem Schienbein und 62 Auffangversuche im Nacken jeweils in einer Minute. Welcher Körperteil ist am nächsten dran?

Ich werde sicher noch einige Rekordversuche in Angriff nehmen. Aber das ist immer ziemlich kompliziert, um ins „Guinnes Buch der Rekorde“ zu kommen. Das muss in London alles angemeldet, protokolliert und abgenommen werden.

Lassen Sie sich von bestimmten Fußballern inspirieren?

Bei mir war und ist es Ronaldinho. Bei ihm merkt man, er ist im Herzen auch ein Freestyler – so wie der mit dem Ball umgeht.

Der brasilianische Ex-Nationalspieler lässt seine Karriere gerade ausklingen. Wäre doch eine Idee, mit ihm mal rumzutricksen?

Ja, das ist immer noch ein Traum von mir. Ich versuche, das auch immer wieder anzugehen. Weil ich mir das als Mission ausgesetzt habe, einmal im Leben mit ihm den Ball hoch zu halten.

Marcel Gurk hält offizielle Weltrekorde im Balljonglieren
Marcel Gurk

Am Samstag, 7. November, ab 18 Uhr beginnt die jährliche Sportgala der TSG Tübingen in der Paul-Horn-Halle. Gala-Cheforganisator Gerold Jericho verweist darauf, dass es an den Vorverkaufsstellen (TSG-Geschäftszimmer, Kreissparkassen in Tübingen) noch Stehplatzkarten gibt. Auch eine Zusatztribüne wird aufgebaut, für die es noch Sitzplatzkarten gibt. Teilnehmer sind außer Marcel Gurk die Ballett-Tänzerin Xenia Wiest, die Hip-Hop-Profitänzer von KeraAmika, die ukrainische Handstand-Akrobatin Viktoria Gnatiuk, das Rhönrad-Duo von „Wheel Sensation“, die Breakdance-Gruppe „Battle Toys“, die RTL-„Supertalent“-Finalteilnehmer „Show Projekt“ und die Gruppen der TSG Tübingen.

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28.10.2015, 12:00 Uhr
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