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Mössinger „Molto vocalis“ singt Rock und Pop

Mann, ist das cool

Melchingen/Mössingen. Mit einem lachenden („bei Räga muaß mr net fäga“) und einem weinenden Auge begrüßte Michael Niethammer als Hausmeister Fegerle die etwa 150 Gäste im Ausweichkonzertsaal Melchinger Mehrzweckhalle am Samstagabend zum „Global player“- Konzert. Das „little bit of luck“ hatte den zwanzig Sängerinnen und neun Sängern mit Dirigent Ronald Hirrle noch gefehlt, um in der szenisch stimmigeren Umgebung der Burgruine auftreten zu können.

20.07.2009

Dafür sang Niethammer den Titel aus „My fair Lady“ als Tenorbariton witzig mit mutiger Tiefe und luftiger Höhe, gab dazu eine einleuchtende Global-Umschreibung: „Lieber Karibik ond nix verschtanda als drhoim des Geschwätz vom Nochbr.“

Die auf ein Blechbläserquartett reduzierte Bigband, gegen deren Sound der stimmlich bestens präparierte Chor locker ansang, ließ die Auftakt-Marseillaise zu „All you need is love“ schmettern, brachte Uptempo-Soulfeeling in „Proud Mary“. Weitere Beatles-Songs wurden genauso intonationsrein mit homogener Klangkultur vorgetragen, klassische Gesangsbildung der vier Solistinnen gibt Dolly Partons „I will always love you“ ausgewogen runden Schmelz. Ausgewogen auch Hirrles Programm-Zusammenstellung, fast ein „Best of“ der unterhaltsamen Chorliteratur in durchweg anspruchsvollen Arrangements, herausragend die chromatischen Akkordrückungen und Taktwechsel in der „Bohemian Rhapsody“ nach Queen, mit einem formidablen Edgar Müller am Klavier.

Die exakt notierten Chorarrangements benötigen swingenden Unterbau: Dafür war der Bass von Daniel Pommranz zuständig, der in mancher Passage leicht unterfordert war (Hirrle: „Der kann noch mehr“) sowie Drummer Peter Schmid, „das musikalische Phantom mit dem Groove aus dem Hinterhalt“. Mit der jazzigen Solotrompete von Johannes Nicklaus stellte sich in „Dock of the bay“ (Otis Redding) das fetzige Feeling ganz locker ein, während die individuelle Reggaestimme eines Bob Marley sich nicht hundertprozentig auf den Chorklang übertragen lässt. Unübertroffen hier Niethammers freie Übersetzung: „Koi Frau – koi G'schrei.“

Unmöglich, alle Gesangssolisten zu erwähnen, der halbe Chor ist hier Solist! Bravos und Jubel gab es für Stefica Mohacs „Don't cry for me Argentina“ mit sensiblem Übergang zum Summchor, Tenor Helmut Huerkamp als Raoul im „Phantom“ sowie Ingrid Seidel mit großem Mezzosopran als Christine und dem abschließend überwältigenden Bocelli-Goodbye, endlich ein Sonderlob für Ruth Leitner und Gerlind Wöhe, tragende Stützen im Damenquartett.

Szenische Gags lockerten den samt Pause fast dreistündigen Abend: Rosenwerfende Damen für den Männerchor („She loves you“), die postwendend zurückflogen (Earth Angel), Lollipops fürs Publikum und Notenständerlampen-Riesenfeuerzeuge beim Nachruf auf Jacko („We are the world“). Da gab das Auditorium das im Einzugs-Sprechkanon geäußerte Lob „so en Haufa Leut – Mann, isch des cool“ gern üppig zurück und erhielt noch eine Zugabe: „Goodnight sweetheart“.

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20.07.2009, 12:00 Uhr
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