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Glosse

Mangelberuf Ninja-Kämpfer

Die Japaner sind uns immer einen Schritt voraus, sogar beim Fachkräftemangel. Die Stadt Iga, Geburtsstätte des Ninjas, leidet, nun ja, unter akutem Ninja-Mangel, das jährliche Ninja-Festival ist gefährdet.

20.07.2018

Von THOMAS BLOCK

Ein Meister der Ninja-Kampfkunst: Kazuki Ukita vor dem Ninja museum in Ueno, Japan. Foto: afp/Toshifumi Kitamura

Berlin. Das ist vergleichbar mit einem Ausfall des Kölner Karnevals wegen Funkenmariechenmangels oder des Oktoberfestes wegen fehlender Volksmusikanten. Ein Desaster, das uns wohl noch bevorsteht.

Als erste Maßnahme bietet sich die Nachqualifizierung japanischer Langzeitarbeitsloser jenseits der 50 an. Die Ninjarei ist eine attraktive Option für eine berufliche Neuorientierung, vor allem im letzten Viertel des Berufslebens. Der Job hält fit, ist abwechslungsreich und kommt gut an beim anderen Geschlecht. Auch die Bezahlung kann sich sehen lassen, angeblich verdient so ein Ninja bis zu 70 000 Euro im Jahr.

Doch eine Umschulung dauert, auch in japanischen Jobcentern sind Ninja-Lehrer rar. Als Sofortmaßnahme darf das Einstellen ausländischer Fachkräfte kein Tabu sein. Hier die Stellenbeschreibung aus dem mittelalterlichen Japan: Geübter Umgang mit Schwert und Wurfsternen. Ausgeprägte Affinität zur Spionage und zum Auftragsmord. Grundkenntnisse im Ninjutsu. Wer sich darin wiederfindet, kann seine Bewerbung mit Aussicht auf Ruhm und Reichtum direkt an die Stadtverwaltung Iga richten. Für alle anderen werden bald Jobs auf dem Oktoberfest und beim Kölner Karneval frei. Thomas Block

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Erstellt:
20. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2018, 06:00 Uhr

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