Luftfahrt

MTU streicht mehr als 1000 Jobs

Hersteller von Triebwerken rechnet mit jahrelanger Phase der Erholung. In Deutschland ohne Kündigungen?

07.07.2020

Von DPA

München. Der Triebwerkshersteller MTU streicht mehr als 1000 Jobs. Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die internationale Luftfahrt werde man bis Ende 2021 die Personalkapazität um 10 bis 15 Prozent verringern, erklärte das Unternehmen. Diese Zahl auf Personen umzurechnen sei schwierig, sagte ein Sprecher. Angesichts von gut 10 700 Mitarbeitern müsse man aber von einem Abbau von mehr als 1000 Jobs ausgehen. Dieser soll sich auf die deutschen und internationalen Standorte des Unternehmens verteilen.

„Es wird Jahre dauern, bis der Luftverkehr – und damit die Grundlage unserer Aktivitäten im Serien- und Instandhaltungsgeschäft – wieder das Niveau der Vorkrisen-Jahre erreichen wird“, sagte MTU-Chef Reiner Winkler. Das Unternehmen geht davon aus, den Abbau zumindest in Deutschland, wo es rund 8500 Beschäftigte hat, ohne betriebsbedingte Kündigungen zu bewältigen. Im Ausland könnten freiwillige Maßnahmen aber teilweise nicht reichen.

Statt Kündigungen sollen vor allem individuelle Vereinbarungen wie Altersteilzeit oder Vorruhestandsregelungen genutzt werden. Einige Maßnahmen seien bereits eingeleitet, etwa ein weitgehender Einstellungsstopp und Arbeitszeitreduzierung. Zudem werden frei werdende Stellen nicht mehr nachbesetzt.

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Erstellt:
7. Juli 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2020, 06:00 Uhr

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