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Lynchmord stürzt Bolivien in die Krise
Von Demonstranten getötet: Vize-Innenminister Rodolfo Illanes. Foto: dpa
Innenminister erschlagen

Lynchmord stürzt Bolivien in die Krise

Sicherheitskräfte erschießen Demonstranten, diese erschlagen Boliviens Vize-Innenminister: Aus einem Bergarbeiterstreik wird eine politische Krise.

27.08.2016
  • TOBIAS KÄUFER

Bogotá. Boliviens Innenminister Carlos Romero ist fassungslos: „Er wurde totgeschlagen, Vize-Innenminister Rodolfo Illanes wurde feige und brutal ermordet.“ Zuvor hatten Sicherheitskräfte auf Demonstranten geschossen, mindestens zwei Menschen starben. Darauf verschleppten die wütenden Kumpel Vize-Innenminister Rodolfo Illanes. Wie genau der Politiker starb ist unklar. Angeblich habe er sich auf den Weg zu demonstrierenden Kumpels gemacht, um einen Dialog zu starten. Fest steht dagegen: Die Todesfälle auf beiden Seiten werden das politische Klima in Bolivien vergiften.

Es geht um eine zutiefst ideologische Frage. Lange stand die Vereinigung der Bergbaukooperativen fest an der Seite des sozialistischen Präsidenten Evo Morales. Doch seit dessen Regierung Anfang des Monats die Reform des Bergbaugesetzes durch das Parlament peitschte, kocht an der Basis die Wut. Die Kooperativen wollen selbst entscheiden, mit wem sie bei der Erschließung der Rohstoffe zusammenarbeiten. Dem hat der Staat einen Riegel vorgeschoben. In der bolivianischen Verfassung gibt es dazu einen Passus, der klarstellt, dass „die natürlichen Ressourcen ein direktes, unteilbares und unverjährbares Eigentum und Besitztum des bolivianischen Volkes sind“. Den Kumpel ist das zu viel Planwirtschaft, wohl auch, weil private Anbieter höhere Löhne zahlen können und wollen als die staatliche Konkurrenz.

Für Boliviens Präsident Evo Morales ist die Krise in Panduro ein weiteres Signal seines schleichenden Machtverlustes. Bei einem Referendum über eine Verfassungsänderung, die seine erneute Kandidatur 2019 ermöglichen sollte, unterlag der sieggewohnte erste indigene Präsident Lateinamerikas jüngst. Hinzu erschütterten Korruptionsskandale die sozialistische Regierungspartei.

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27.08.2016, 06:00 Uhr
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