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Lufthansa bleibt trotz Streikfolgen auf Kurs Schwacher Ölpreis sorgt für Aufwärtstrend
Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet für 2015 mit einem Gewinn. Foto: dpa

Lufthansa bleibt trotz Streikfolgen auf Kurs Schwacher Ölpreis sorgt für Aufwärtstrend

Die vielen Streiks haben der Lufthansa zugesetzt. Doch trotz der Arbeitsniederlegungen meldet die Airline ihre bisher beste Auslastung.

12.12.2015
  • ROLF OBERTREIS

Chicago. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht sein Unternehmen trotz der Germanwings-Katastrophe im Frühjahr und der Streiks auf gutem Kurs. Der Aufbau von Eurowings als neuem Billigflug-Ableger zahle sich aus. "Wir verdienen mit Eurowings und Germanwings erstmals seit neun Jahren Geld", sagte Spohr am Rande des Treffens der Chefs des Airline-Verbundes Star Alliance in Chicago dieser Zeitung. Es werde ein zweistelliger Millionenbetrag sein, sagte Spohr, ohne Details zu nennen. Den Konzern sei auf Kurs, der Betriebsgewinn der Lufthansa soll auf einer Rekordhöhe zwischen 1,75 und 1,95 Mrd. EUR liegen.

Die Kosten für die 30 Streiktage 2014 und 2015 beziffert Spohr auf rund 500 Mio. EUR. Die Auswirkungen der Arbeitsniederlegungen auf die Nachfrage hält Spohr für mehr als überschaubar. Trotz des streikbedingten Einbruchs im November seien Lufthansa-Flugzeuge 2015 so gut ausgelastet wie noch nie. Vor allem in der wichtigen Business-Class lägen die Passagierzahlen auf Rekordhöhe. "Die Kunden halten weiter zu uns", ist Spohr überzeugt.

Gleichwohl geht die Airline in diesen Tagen wie im vergangenen Jahr mit Briefen auf Geschäftskunden und Vielflieger zu. Der Konzern entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten 2015, wirbt um Verständnis für die "nötige Konsequenz" in den Tarifverhandlungen und schreibt als Entgegenkommen jeweils mehrere tausend Flugmeilen gut. "Wir hoffen darauf, dass wir im nächsten Jahr einen solchen Brief nicht schreiben müssen", so Spohr.

Am Rande der Star-Alliance-Tagung äußerten Airline-Partnern Unmut über die Streiks, da ihre Passagiere zum Teil von Frankfurt oder München aus mit Lufthansa nicht weiterfliegen konnten. Kunden seien deshalb auf die Konkurrenz umgeschwenkt. Mark Schwab, Chef der Star Alliance, bestritt in Chicago aber Streikfolgen für Buchungen bei Partner-Airlines: "Wir sehen keinen signifikanten Einfluss."

Spohr sieht Lufthansa auf einem guten Weg. Dabei habe der niedrige Ölpreis geholfen. Die Treibstoff-Kosten liegen um 800 Mio. EUR niedriger als 2014. Auch die Investitionen in die Ausstattung der Flugzeuge zahle sich aus. Zudem bewährt sich laut Spohr das Kapazitätsmanagement. 2015 wurden wegen der schwierigen Marktlage 25 Jets weniger eingesetzt. Als richtig erweise sich auch die Aufnahme von Langstreckenflügen von Eurowings und Lufthansa zu touristischen Ziele.

Mit Blick auf die Verhandlungen mit der Pilotenvereinigung Cockpit (VC) und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo verbreitet Spohr nach dem Job-Gipfel vergangene Woche Zuversicht. Am 20. Januar beginnen die Schlichtungsgespräche mit Ufo unter Leitung von Matthias Platzeck, dem ehemaligen SPD-Ministerpräsidenten von Brandenburg.

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12.12.2015, 08:30 Uhr
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