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Steinmeier führt Gespräche über Hilfslieferungen

Luftbrücke für Aleppo?

Die Menschen im syrischen Aleppo sind von Hilfe abgeschnitten. Außenminister Steinmeier regt an, eine Versorgung aus der Luft zu prüfen.

15.08.2016
  • DPA

Berlin. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bringt eine Luftbrücke ins Gespräch, um die Menschen in der umkämpften syrischen Stadt Aleppo mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Einwohner litten nicht nur unter den täglichen Luftangriffen, auch werde die Versorgung mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten von Tag zu Tag katastrophaler, sagte Steinmeier. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte: „Aleppo ist der Hilfeschrei von 300 000 verzweifelten Menschen an uns alle: Lasst uns nicht sterben!“

Steinmeier sagte der „Welt am Sonntag“, vor allem für medizinische Güter solle die Möglichkeit zur Hilfe aus der Luft geprüft werden. Die Bundesregierung sei mit den Vereinten Nationen, den USA und mit Russland darüber im Gespräch, „wie die so dringlich gebotene humanitäre Hilfe unter Aufsicht der Vereinten Nationen nach Aleppo geliefert werden kann“.

Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour nannte es „erfreulich, dass Steinmeier endlich über eine humanitäre Luftbrücke für Syrien redet“. Es sei der syrischen Bevölkerung nicht zu erklären, „warum Flieger Bomben, aber keine Nahrungspakete abwerfen können“. Nouripour forderte Steinmeier auf, den Vereinten Nationen Kapazitäten für eine Luftbrücke anzubieten, „gegebenenfalls auch durch die Bundeswehr“. Die Linke-Außenpolitikerin Sevim Dagdelen betonte, eine Luftbrücke für ganz Aleppo hätte längst eingerichtet werden müssen.

Steinmeier sprach von einer „neuen Eskalationsstufe in den fünfeinhalb Jahren des syrischen Bürgerkriegs“ und forderte die Konfliktparteien zum Schutz der Zivilbevölkerung auf. Den mutmaßlichen Einsatz von Chlorgas durch das Assad-Regime gegen das eigene Volk verurteilte er scharf. In Syrien kämpft das Regime von Baschar al-Assad mit russischer Unterstützung gegen Rebellengruppen und Terrormilizen wie den „Islamischen Staat“ (IS). Nach UN-Schätzungen gibt es bisher mindestens 300 000 Todesopfer.

Entwicklungsminister Müller sieht vor allem die europäischen Staaten in der Pflicht. Mit einem EU-Notprogramm von zehn Milliarden Euro müsse die Lage der Flüchtlinge in Syrien und den Nachbarstaaten stabilisiert werden. „Europa lädt große Schuld auf sich, wenn nicht geschlossen geholfen wird“, sagte er dem „Focus“.

Bei Luftangriffen syrischer und russischer Kampfflugzeuge wurden unterdessen am Wochenende erneut dutzende Zivilisten in Aleppo und anderen Orten getötet. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach am Sonntag von 45 Getöteten in Aleppo und 22 weiteren in der Provinz Idlib. Besonders hart getroffen wurde nach den Beobachtungen eines afp-Reporters der südliche Stadtbezirk Ramussa in Aleppo, der vor einer Woche von syrischen Rebellen erobert worden war.

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15.08.2016, 06:00 Uhr
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