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Politik

Ludwigsburgs OB zieht über Parteien her

Kurz vor den Wahlen verschickt Werner Spec eine Mail, in der er CDU, SPD und Grüne kritisiert.

21.06.2019

Von Uwe Roth

Die Plakate von Werner Spec und Matthias Knecht hängen überall in der Stadt. Foto: Uwe Roth

Ludwigsburg. Werner Spec ist Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg. Am 30. Juni möchte der 61-Jährige in seine dritte Amtszeit gewählt werden. 2011 bekam er noch 78 Prozent. Dieses Ergebnis wird sich keinesfalls wiederholen. Nicht wenige rechnen sogar mit seiner Abwahl. Der Rathauschef der zweitgrößten Stadt in der Region steht mit dem Rücken zur Wand. Spec wird von keiner Partei unterstützt. Die FDP bleibt neutral. CDU, Grüne und SPD empfehlen ausdrücklich die Wahl eines Newcomers: Matthias Knecht war bis zu seiner OB-Kandidatur nur als Vorsitzender des Stadtverbands für Sport in der Vereinsszene ein Begriff. Außer zu den Sitzungen war der 43-Jährige vor seinem Wahlkampf selten in der Stadt.

Jetzt hängen überall seine Plakate – abwechselnd mit denen des Amtsinhabers. Knecht, Spec, Knecht und hin und wieder Jakob Novotny. Der 26-Jährige tut sich schwer mit dem Straßen-Wahlkampf. Der Student bevorzugt die sozialen Medien. Ein Architekt und eine Erzieherin bieten sich ebenfalls als OB-Alternativen an. Sie fallen außer bei den Kandidatenvorstellungen selten auf.

Spec ist seit kurzem Mitglied der Freien Wähler. Auf deren Liste ist er im Mai in den Ludwigsburger Kreistag gewählt worden. Der OB versichert, dass er die fehlende Unterstützung sportlich nehme. Doch seine Nerven scheinen blank zu liegen. Vor wenigen Tagen wurde eine E-Mail öffentlich, die Spec an seine Wahlkampfhelfer geschickt hatte. Er teilt darin deftig gegen die Fraktionsvorsitzenden aus, die sich offen an die Seite seines Herausforderers gestellt haben.

Von den Grünen erwartet er, so schreibt er in seiner Mail, dass diese „nun als größte Fraktion kompromisslos grüne Ideologien umsetzen wollen“. Die SPD, so behauptet Spec, könne die Grünen „eigentlich nicht ausstehen, unterstützt aber in der Verkehrspolitik deren einseitige Politik gegen das Auto“. Den CDU-Fraktionsvorsitzenden beschreibt der OB als einen Verlierertyp. Obwohl der Landrat mit der OB-Wahl nichts zu tun hat, hat er in der Mail auch für ihn eine Provokation parat: Die vom Landkreis projektierte Stadtbahn werde niemals kommen.

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Erstellt:
21. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2019, 06:00 Uhr

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