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Lucky Loser - Ein Sommer in der Bredouille

Lucky Loser - Ein Sommer in der Bredouille

Turbulente Familien- und Beziehungskomödie am Schauplatz eines Campingplatzes.

Lucky Loser - Ein Sommer in der Bredouille

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Deutschland 2017

Regie: Nico Sommer
Mit: Peter Trabner, Annette Frier, Emma Bading

94 Min. - ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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13.05.2017
  • Klaus-Peter Eichele

Was soll man von einem Vater halten, der seine Teenie-Tochter zum Essen einlädt und sie am Ende die Zeche bezahlen lässt? Hannah (Emma Bading) liebt diesen Loser heiß und innig. Denn obwohl er es nie weiter als bis zur Putzkraft in einer Waschstraße gebracht hat, ist Mike (Peter Trabner) ein knuffiger Kerl mit weichem Herz. So hat er es nie verwunden, dass ihn seine Frau vor zehn Jahren verlassen hat und seitdem mit einem Spießer (Kai Wiesinger) in der Vorstadt lebt.

Weil sie die Kontrollwut ihres Stiefvaters nicht mehr ertragen kann, beschließt Hannah kurz vor ihrem 16. Geburtstag, diese behütete Hölle hinter sich zu lassen und zu ihrem leiblichen Papa zu ziehen. Doch dummerweise ist Mike gerade hochkant aus seiner Wohnung geflogen, weshalb ihm nichts anderes übrigbleibt, als mit dem Töchterchen in einem abgetakelten Mini-Wohnwagen auf einem Campingplatz in der ostdeutschen Provinz Quartier zu beziehen.

Mit der Eigentümlichkeit dieses Soziotops, dem paradoxen Nebeneinander von Libertinage und sozialer Kontrolle, weiß der aus der German-Mumblecore-Szene stammende Nachwuchsregisseur Nico Sommer jedoch nicht allzu viel anzufangen. Stattdessen setzt er alles auf die Karte der Situationskomik.

Zu diesem Zweck geben sich nach und nach alle festen und angehenden Familienmitglieder auf dem Zeltplatz ein Stelldichein: Hannahs dunkelhäutiger, prompt unter Dealerverdacht stehender Lover, die ums Wohlergehen der Tochter besorgte Frau Mama und deren Langweiler-Gatte, der nicht ganz zu Unrecht den Rückfall seiner Frau in die alte Liebschaft befürchtet.

Die aus diesem Durcheinander gepressten Pointen zünden jedoch nur gelegentlich, und inhaltlich wird vor allem bekräftigt, was schon am Anfang klar war: Als Loser lebt es sich letzten Endes glücklicher als verkrampft in der Erfolgsspur. Dem Hauptvermittler dieser Botschaft, dem aus vielen Tatort-Nebenrollen bekannten Peter Trabner, schaut man aber wirklich sehr gerne beim Verlieren zu.

Für ihren hübschen Untertitel „Ein Sommer in der Bredouille“ gewinnt diese etwas holprige Komödie einen Extra-Stern.

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13.05.2017, 11:11 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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