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„Love Story“ war sein größter Filmerfolg
Eigentlich ein Komödienspezialist: Regisseur Arthur Hiller. Foto: dpa

„Love Story“ war sein größter Filmerfolg

„Love Story“-Regisseur Arthur Hiller war selbst 68 Jahre lang verheiratet. Zwei Monate nach dem Tod seiner Frau ist der Filmemacher mit 92 gestorben.

19.08.2016
  • BARBARA MUNKER, DPA

Los Angeles. „Love Story“ brachte 1970 Millionen Menschen zum Weinen. Das Melodrama mit dem berühmten Satz „Liebe bedeutet, niemals um Verzeihung bitten zu müssen“ räumte an den Kinokassen ab. Die Geschichte um den reichen Harvard-Student Oliver, der die schöne, aber arme und am Ende sterbende Jenny Cavalleri gegen den Willen seines Vaters heiratet, machte nicht nur die Hauptdarsteller Ryan O‘Neal und Ali MacGraw über Nacht berühmt. Es war auch Regisseur Arthur Hillers größter Hit.

Mit 92 Jahren ist der Filmemacher nun in Los Angeles eines natürlichen Todes gestorben. Sein ganzes Leben lang habe er eine große Leidenschaft dafür gehabt, Geschichten anschaulich zu erzählen, hieß es in einer Mitteilung der Oscar-Akademie, deren Vorsitzender er in den 90ern war.

„Love Story“ war kein leichtes Unterfangen. Die Gelder waren knapp, Boris Seagals Drehbuch war schmalzig. „Ich habe mir den Arsch aufgerissen, damit es keine Seifenoper wurde“, sagte der Regisseur 2010. „Ich wollte, dass man Anteil nimmt, aber nicht schon von Anfang an heult“. Sein Handwerk wurde reichlich belohnt. „Love Story“ erhielt sieben Oscar-Nominierungen, darunter für Regie, Hauptdarsteller und als bester Film. Am Ende gab es nur den Oscar für die Musik, doch Hiller wurde mit dem Golden Globe als bester Regisseur entschädigt.

Der Sohn jüdischer Einwanderer aus Polen wurde 1923 im kanadischen Edmonton geboren. Schon mit elf Jahren übernahm er in dem Amateurtheater seiner Eltern kleine Rollen, in den 1950ern kam er über das Fernsehen zum Film. Abgesehen von „Love Story“ galt er als Komödienspezialist, hatte etwa mit „Hotelgeflüster“ (mit Walther Matthau) Erfolg. Das Komiker-Duo Gene Wilder und Richard Pryor holte er später für die Action-Komödien „Trans-Amerika-Express“ und „Die Glücksjäger“ vor die Kamera.

Hiller hatte in seiner langen Karriere nur eine einzige Oscar-Chance mit „Love Story“. Doch 2002 stand er noch einmal auf der großen Bühne, als die Akademie den Regisseur für sein humanitäres Engagement mit dem Ehrenoscar auszeichnete.

Seine Ehe mit der Sozialarbeiterin Gwen hielt 68 Jahre an. Erst vor wenigen Wochen, ebenfalls mit 92 Jahren, ist sie gestorben.

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19.08.2016, 06:00 Uhr
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