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Looking for Eric

Looking for Eric

In Ken Loachs entspanntem Alltagsmärchen wird Ex-Fußball-Star Eric Cantona zum Retter einer gescheiterten Existenz.

Fußball-Märchen von Altmeister Loach: "Looking For Eric"

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Fußball-Märchen von Altmeister Loach: "Looking For Eric" --

02:07 min

GB

Regie: Ken Loach
Mit: Eric Cantona, Steve Evets, John Henshaw, Stephanie Bishop

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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04.11.2009
  • Dorothee Hermann

Irgendwie bringt es der Fan, vor allem im Fußball, einfach nicht zu einem mitreißenden Image. Vielleicht war es diese traurige Bilanz, die den gefeierten (Ex-)Manchester-United-Stürmer Eric Cantona (yeah, es ist wirklich Eric Cantona) dazu bewog, in diesem Alltagsmärchen des überzeugten Sozialrealisten Ken Loach aus dem Fan-Poster herauszutreten.

Von einer Wolke Dope herbeigerufen wie ein Dschinn aus Tausend und einer Nacht, erscheint er im dämmerigen Schlafzimmer des Briefträgers Eric (Steve Evets). Nicht als sein viel umschwärmtes jugendliches Selbst, sondern in Realzeit gealtert, so dass sich die beiden wenigstens in diesem Punkt auf gleicher Augenhöhe begegnen.

Es ist höchste Zeit, denn Eric ist schon so verhuscht, dass er beinahe zu verschwinden droht. Mit zwei halbwüchsigen Stiefsöhnen, die das typisch britische Reihenhaus immer tiefer ins Chaos treiben, ist das eine höchst prekäre Situation. Keine Probleme macht normalerweise die erwachsene Tochter Sam aus Erics erster Ehe. Ausgerechnet sie braucht nun ein wenig Hilfe für ihre Baby-Tochter, was ohne eine Wiederbegegnung mit der anderen Großeltern-Hälfte nicht abgeht. Doch eine Konfrontation mit Lilly, die er vor mehr als 20 Jahren mit dem gemeinsamen Baby im Stich gelassen hatte, ist etwas, das Eric seither tunlichst vermieden hatte.

Zum Glück hat Eric außer seinem besseren Selbst, dem ihn in allen Lebenslagen anspornenden Fußballstar, auch noch seine Briefträgerkollegen. Selbst wenn er noch so muffig ist, geben sie den Kumpel nicht auf, sondern klingeln so lange an der Haustür, bis er mit ins Pub geht. Die Frage ist nur, ob diese Unterstützung auch dann ausreicht, wenn jemand in eine wirklich fiese Geschichte gerät.

Die Moral: Wer keine Freunde hat (und keine Phantasie), wird es verdammt schwer haben in den aktuellen sozialdarwinistischen Gewaltverhältnissen. „Man muss seinen Freunden vertrauen, immer!!“ lautet denn auch einer der Merksätze von Cantona. Kaum jemand kann aus solchen Zutaten einen Film zaubern wie der inzwischen 73-jährige Ken Loach: vom Kult-Fußballer abgesehen, an stinknormalen Schauplätzen, mit stinknormalen Leuten. Eric jedenfalls erweist sich als unglaublich lernfähiger Fan.

Spielplan

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04.11.2009, 12:00 Uhr | geändert: 10.12.2009, 12:00 Uhr
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