Lohnt es sich noch, in Kryptowährungen zu investieren?

13.10.2020

Bei Kryptowährungen handelt es sich um digitales Geld. Bitcoin und Co. sind nicht von Staaten oder Banken abhängig; Kryptowährungen sind zudem nicht physisch verfügbar. Mit dem Bitcoin erblickte die erste Kryptowährung das Licht der Welt im Jahr 2009. Heute gibt es neben dem Bitcoin mehr als 4.500 digitale Währungen.

In den letzten Jahren entwickelten sich Kryptowährungen zu einer echten Alternative für viele Sparer wie Anleger, die keine Lust mehr auf Aktien, Anleihen oder Edelmetalle haben. Doch auch wenn das Interesse gestiegen ist, so heißt das nicht automatisch, dass die Anleger auch wissen, worauf sie sich letztlich einlassen, wenn sie ihr Geld in den Bitcoin stecken.

Neben der Frage, wie riskant es ist, in Bitcoin und Co. zu investieren bzw. mit digitalen Währungen zu spekulieren, sollte man auch der Frage nachgehen, ob sich das Risiko überhaupt noch lohnt. Zum aktuellen Zeitpunkt liegt der Bitcoin (Stand: Mitte August 2020) bei 11.500 US Dollar.

Geht es jetzt in Richtung 100.000 US Dollar?

Bei dem Bitcoin handelt es sich um die absolute Nummer 1 - es gibt keine andere digitale Währung, die derart bekannt ist und so viele Höhenflüge feiern konnte und Rückschläge erleiden musste. Lag der Preis des Bitcoin im Jahr 2016 noch im Bereich der 400 US Dollar, so folgte im Januar 2017 der Sprung über die 1.000 US Dollar-Hürde. Innerhalb von zwölf Monaten gelang dem Bitcoin ein Höhenflug in Richtung 20.000 US Dollar, doch bei über 19.000 US Dollar folgte der Absturz: Ging es sodann wieder in Richtung 10.000 US Dollar, lag der Bitcoin Ende des Jahres 2018 bei nur noch 3.000 US Dollar. Innerhalb eines Jahres verlor der Bitcoin 80 Prozent seines Werts.

Im Sommer 2019 feierte die Kryptowährung ein Comeback - innerhalb weniger Wochen kletterte der Preis auf rund 13.000 US Dollar, bevor es im November unter die 7.000 US Dollar-Grenze ging. Anfang 2020 übersprang der Bitcoin neuerlich die 10.000 US Dollar-Hürde - das Coronavirus sorgte jedoch für einen Absturz in Richtung der 5.000 US Dollar-Grenze.

Das im Mai 2020 stattgefundene Bitcoin Halving hat (noch) nicht für den gewünschten Effekt gesorgt, jedoch sind sich die Experten innerhalb der Kryptoszene einig, dass sich der Bitcoin kurz vor einem noch nie dagewesenen Höhenflug befindet: Folgt man der einen oder anderen Prognose, so wird der Mutter aller Kryptowährungen ein Bullenrun in Richtung der 100.000 US Dollar zugetraut - jedoch ist man sich bereits heute einig, dass es dann neuerlich zu einem Absturz kommen wird.

Die Bitcoin-Alternative

Möchte man nicht in Bitcoin investieren, so gibt es einige Alternativen - interessant mag hier Ether sein. Zu Beginn war Ether im Jahr 2015 die Währung der „Ethereum“-Plattform. In den letzten Jahren konnte sich Ethereum immer mehr als Vorreiter im Bereich der „Smart Contracts“ durchsetzen. Durch die intelligenten Verträge mag es möglich sein, festgelegte Zahlungen automatisiert zu erledigen. Vor allem sind derartige „Smart Contracts“ für die Versicherungs- wie Kreditbranche interessant, da mit der „Wenn-Dann-Funktion“ ausgesprochen viele organisatorische Hürden übersprungen werden können.

Wenn der Leasingnehmer seine Rate nicht bezahlt, dann wird der Schlüssel für den Wagen gesperrt, sodass das Auto nicht mehr gefahren werden kann.

Ether lag im Jahr 2016 bei rund 10 US Dollar. Das Allzeithoch wurde Anfang 2018 aufgestellt - damals befand sich die Kryptowährung bei über 1.400 US Dollar. Jedoch folgte mit dem Absturz des Bitcoin auch die Talfahrt der „ewigen Nummer 2“. Innerhalb weniger Monate ging es unter 90 US Dollar.

Heute (Stand: Mitte August 2020) liegt Ether bei knapp 400 US Dollar - und auch hier sind die Prognosen sehr wohl vielversprechend. So gehen die Experten davon aus, dass in absehbarer Zeit ein neues Allzeithoch aufgestellt werden könnte.

Worauf man achten muss

Wer in Kryptowährungen investiert, der geht ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es letztlich immer auf das „richtige Zeitfenster“ ankommt.

Es lohnt sich sehr wohl, Geld in Bitcoin und Co. zu investieren - jedoch ist es ratsam, nur frei zur Verfügung stehendes Kapital zu investieren.

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Erstellt:
13. Oktober 2020, 10:14 Uhr
Aktualisiert:
13. Oktober 2020, 10:14 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2020, 10:14 Uhr

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