Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kommentar

Lob der Langeweile

Begeisterung sieht anders aus. Wer den Unterhändlern der kleinsten Großen Koalition aller Zeiten bei der Arbeit zusieht, hat nicht den Eindruck, dass hier ein Projekt entsteht, ein prächtiges Gemälde angefertigt oder zum großen Wurf ausgeholt wird.

06.02.2018

Von GUIDO BOHSEM

Berlin. Das alles ist nicht Macron, es ist eher Merkel. Kein Wunder, dass in der Verhandlerei ein uckermärkisch-nüchterner Kammerton dominiert. Bedenkt man zudem, dass die SPD nicht etwa aus Lust, sondern nur aus unwilligem Verantwortungsethos mitmacht, wäre Begeisterung zu viel erwartet.

Und doch, wann immer die Arbeitsgruppen der angehenden Koalitionäre eine weitere Einigung verkündeten, hatte man stets den Eindruck, da arbeitet zusammen, was zusammengehört. Da sitzen Experten, die ihre Themen kennen und auch die Werkstücke, die es zu schleifen gilt. Dass die Koalitionäre miteinander können, kann niemand bezweifeln, der im Wahlkampf über zu viel thematische Nähe von SPD und Union gejammert hat. Gewiss, Jamaika wäre aufregend gewesen, neu und unberechenbar. Die GroKo bietet das nicht. Sie arbeitet professionell, verlässlich und ein bisschen langweilig. Gut so.

Zum Artikel

Erstellt:
6. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
6. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. Februar 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+