Covid-19 in der Region Tübingen

Corona: Der Live-Blog vom 20. und 21. Juni 2020

20.06.2020

Von job

Religion steht derzeit nicht auf dem Stundenplan. Die Kirchen betonen, dass der Unterricht in diesem Fach gerade in der Krise auch eine seelsorgerische Funktion habe. Bild: Fotolia / © Stefan Merkle - Fotolia.com

Sonntag, 21. Juni


16.30 Uhr: Nun liegt die Steuerschätzung für Mössingen vor: Die Stadt kann die Corona-Ausfälle zum Teil ausgleichen. Einige Projekte möchte die Stadt aber auf die nächsten Jahre schieben.

13 Uhr: Fast 4 Millionen Euro erwartet die Stadtverwaltung von Bund und Land, um ihre Schulen digital voranzubringen. Doch wo steht welche Schule? Und welche Geräte sind sinnvoll? Einen ersten Zwischenstand zum Medienentwicklungsplan an Tübinger Schulen und der Umsetzung des bundesweiten Digitalpakts präsentierte die Tübinger Stadtverwaltung in der vergangenen Woche dem Bildungs- und Sozialausschuss des Gemeinderats – die sich allerdings wegen der Corona-Pandemie verzögerte.

11.10 Uhr: An vielen Schulen in Baden-Württemberg fällt derzeit der Religionsunterricht aus - das sorgt zunehmend für Unmut. Der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst formuliert es so: „Der spezifische Beitrag, den der Religionsunterricht zur Bewältigung der Corona-Krise und zur Thematisierung existenzieller Fragen leisten kann, ist nicht hoch genug zu bewerten.“

11 Uhr: Die Corona-Pandemie-Maßnahmen unterbrachen jäh den Fußball-Spielbetrieb: Auch in den Amateurligen durfte plötzlich nicht mehr gekickt werden, zu groß war das Infektionsrisiko. Der Außerordentliche Verbandstag des Württembergischen Fußballverbandes hat nun am Samstag entschieden, dass der seit 12. März 2020 ausgesetzte Spielbetrieb nicht wieder aufgenommen wird.

Samstag, 20. Juni

17 Uhr: Beim TV Belsen startete diese Woche die Sportabzeichen-Saison – unter besonderen Auflagen und mit einigen Wochen Verspätung wegen Corona.

14.45 Uhr: Nach den Abiturprüfungen in Baden-Württemberg hat der Landesschülerbeirat Lehrer dazu aufgerufen, die Arbeiten mit Augenmaß zu benoten. Es werde zwar kein genereller „Corona-Bonus“ erwartet, teilte die Schülervertretung am Samstag in Stuttgart mit. Lehrer müssten aber bei der Korrektur der Prüfungsarbeiten die durch die Corona-Krise entstanden Schwierigkeiten berücksichtigen.

11.28 Uhr: In den Krankenhäusern in Baden-Württemberg ist die Zahl der medizinischen Behandlungen in den vergangenen drei Monaten wegen der Corona-Pandemie deutlich gesunken.

10.20 Uhr: Bis zur Fastnet 2021 dauert es noch einige Monate. Dennoch beobachten die Zünfte die Entwicklung rund um das Coronavirus genau. Kann die fünfte Jahreszeit wie gewohnt stattfinden? Oder müssen Umzüge und Brauchtumsabende abgesagt werden?

10.15 Uhr: „Schnell, schnell“, so lautete die Devise am Donnerstagabend, als Prof. Ernst Seidl zum ersten „Speed Guiding“ des Museums der Universität (MUT) lud. Beim Auftakt des neuen Formats holte der MUT-Direktor höchstpersönlich die Wartenden im Schlosshof ab – selbstverständlich mit Maske.

10 Uhr: Stall statt Strand: Nach acht Wochen Corona-Zwangspause dürfen Bauernhöfe wieder für Feriengäste öffnen. Die Nachfrage ist deutlich größer als das Angebot. Und es melden sich zunehmend auch Menschen, die nicht zur klassischen Zielgruppe gehören, sagen die Anbieter.


8.14 Uhr:
Im Land scheint die Corona-Pandemie weitgehend im unter Kontrolle zu sein. Andernorts in der Republik aber kommt es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen – mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die Bevölkerung.

8.08 Uhr: Viele Konzerte, Festivals und Open-Air-Aufführungen mussten in diesem Sommer abgesagt werden. Für umso mehr Freude dürfte da die Nachricht sorgen, dass es trotz der Corona-Einschränkungen in diesem Jahr ein Tübinger Sommernachtskino geben wird – und mehr noch: Es soll ein Kulturfestival daraus werden. Statt eine abgespeckte Version zu präsentieren, trotzt Sommernachtskino-Macher Carsten Schuffert der Lage mit einem umso umfangreicheren Programm.

7.50 Uhr: Die „Kerni“-Kinderbetreuung in Kirchentellinsfurt hatte wegen Corona keine Einnahmen. Jetzt gibt’s Unterstützung von der Gemeinde.

7.35 Uhr: Profi-Golferin Leonie Harm nutzt die Zeit ohne Turniere, um sich in der Krebsforschung weiterzubilden. Die 22-jährige Stuttgarterin absolviert derzeit ein Praktikum beim Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac, das derzeit auch an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forscht.

Die LG Steinlach plant weiter für einen Stadtlauf im Oktober. Bild: LG Steinlach-Zollern

7.05 Uhr: Lange stand das 10. Jump & Fly der LG Steinlach-Zollern wegen der Corona-Beschränkungen auf der Kippe. Nach eingehender Prüfung hat sich die LG Steinlach-Zollern dafür entschieden, das Meeting trotz allem durchzuführen. Es kommen Spitzenathleten des Diskus‘, des Weit- und Stabhochsprungs am geplanten Termin, am 4. Juli, ins Hechinger Weiherstadion. Die LG bedauert, dass keine Zuschauer im Stadion erlaubt sind, stattdessen produziert sie einen moderierten Livestream. Auch die Planungen für den Mössinger Stadtlauf im Oktober laufen weiter.

7.03 Uhr: Um die schwer getroffene Wirtschaft wieder anzukurbeln, hat das Parlament eine zeitweise Senkung der Mehrwertsteuer beschlossen. Doch den Handel stellt das vor Probleme bei der Umsetzung.

6.45 Uhr: Italien war vom Corona-Virus besonders stark betroffen. Offenbar zirkulierte es dort bereits früher als angenommen: Spuren des Erregers seien in Abwasserproben aus Mailand und Turin vom 18. Dezember 2019 und aus Bologna vom 29. Januar 2020 entdeckt worden, teilte das italienische Gesundheitsinstitut ISS mit.

 

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6.35 Uhr: Das Tübinger Freibad ist seit Montag wieder in Betrieb. Das klappt so gut, dass nun auch Planschbecken und Kiosk geöffnet werden. Welche Regeln nun dort gelten und was Schwimmerinnen dazu sagen, zeigt unser Video:

Mit Maske und Bademantel ins Freibad
kostenpflichtiger Inhalt

Das Tübinger Freibad hat unter Pandemie-gerechten Bedingungen wieder geöffnet. Doch was heißt das eigentlich? Das TAGBLATT hat nachgefragt. Video: Hannah Möller

04:47 min

6.25 Uhr: Was bringt die Zukunft für die Tübinger Basketballer? Die von der Corona-Krise besonders gebeutelten Profi-Vereine suchen ihren Weg. Wie der für die Tigers aussehen könnte und welche Szenarien die Liga entworfen hat, das hat Sportredakteur Vincent Meissner zusammengefasst.

6.20 Uhr: Am 29. Juni kehren die Grundschulen mit allen Klassen in den Präsenzunterricht zurück, nach dem Sommerferien sollen die weiterführenden Schulen folgen. „Die Schwierigkeiten, die Schulen zu öffnen, sind größer als die Schwierigkeiten, sie zu schließen“, konstatiert Tübingens Schulbürgermeisterin Daniela Harsch. Wie geht es jetzt weiter?

Bald wieder Präsenzunterricht für alle? An die Grundschulen kehren am 29. Juni alle Schüler/innen zurück, an den weiterführenden Schulen wie hier an der Gemeinschaftsschule West geht es bis zu den Sommerferien im rollierenden System weiter. Danach soll hier der Betrieb für alle beginnen. Archivbild: Lorenzo Zimmer

Die Stadtverwaltung hatte drei Tübinger Schulleiter und die Fachabteilungsleiterin Schule und Sport um einen Zwischenstand gebeten, um darzustellen: Wie gehen die Schulen mit der gegenwärtigen Pandemie-Situation um? Wie läuft das digitale Lernen und wann haben rollierende Systeme, Notbetreuungen und das ständige Lernen im Home-Office ein Ende? Drei Tübinger Schulleiter blickten bei einer Pressekonferenz zurück und in die Zukunft – und erklärten, warum sie wahre „Nervenbündel“ sind.

 

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6.12 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Zunächst ein Blick auf die Zahlen: In Baden-Württemberg gibt es laut Sozialministerium mindestens 35 282 laborbestätigte Corona-Fälle. Das waren 39 mehr als am Donnerstag, wie das Sozialministerium am Freitag in Stuttgart mitteilte.

Wie das Tübinger Landratsamt meldet, gab es auch gestern keinen neuen bestätigten Corona-Fall aus dem Kreis. Es bleibt damit den achten Tag in Folge bei 1294 laborbestätigten Infektionen. Im Nachbarkreis Reutlingen kam dagegen ein Fall hinzu. Dort geht das Gesundheitsamt damit nun von 1547 bestätigten Fällen aus.

In beiden Landkreisen ist die überwiegende Zahl der Erkrankten wieder genesen. Das Tübinger Gesundheitsamt geht von 60 Toten in Verbindung mit dem Virus aus, das Reutlinger von 88. Am Wochenende melden die Behörden nun keine Infektionszahlen mehr. Die nächste Meldung dazu gibt es erst wieder am Montag.

 

 




Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Erklärung häufiger Begriffe:

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Die Reproduktionszahl (R-Wert) wird vom Robert Koch-Institut ermittelt. Sie gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. R 1 bedeutet, dass jeder Infizierte im Durchschnitt eine weitere Person infiziert, bei R 2 werden von jedem Infizierten zwei weitere Menschen angesteckt.

Die 7-Tage-Inzidenz dient seit Anfang Mai in Deutschland als Messzahl für eine Bewertung des Infektionsgeschehens anhand derer entsprechende Kontrollmaßnahmen festgelegt werden. Sie entspricht der Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. In Landkreisen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage sollen vom zuständigen Gesundheitsamt in Absprache mit den Landesbehörden beschränkende Maßnahmen gegen den schnellen Anstieg der Infektionsrate ergriffen werden.

Informationsseiten zu Corona

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Hilfsangebote

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Es gibt im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote, aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
20. Juni 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
20. Juni 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Juni 2020, 06:30 Uhr

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