Covid-19 in der Region Tübingen

Coronavirus: Der Live-Blog vom 22. und 23. April

Seit Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im Kreis Tübingen Ende Februar berichten wir in Live-Blogs über die aktuellen Ereignisse der Coronakrise. Die Corona-Hotline des Gesundheitsamts und viele weitere Informationen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 gibt es am Textende.

23.04.2020

Von hz/job/del

Martin Schall und Thomas Unger vor dem gesprühten Motto ihrer Initiative. Privatbild

Donnerstag, 23. April

19.06 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen im Kreis Tübingen belaufen sich heute auf 1207, das sind 10 mehr als am gestrigen Mittwoch. Zwei Todesfälle sind hinzugekommen, in der Altersgruppe zwischen 80 und 90 Jahren. Damit sind insgesamt 40 Todesfälle für den Kreis zu verzeichnen.


18.50 Uhr:
Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg ist auf 29 912 gestiegen. Das waren 562 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus stieg um 69 - auf 1172. 18 558 Menschen seien von ihrer Covid-19-Erkrankung wieder genesen, hieß es. dpa

 

 


18.25 Uhr:
Abgehängte und schlecht erreichbare Schüler können ab dem 4. Mai in die Schule zur Betreuung in kleinen Lerngruppen bestellt werden. Es gebe einen ordentlichen Teil an Schülern, die man weder digital noch analog erreiche, erklärte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Donnerstag bei einer Sitzung des Bildungsausschusses in Stuttgart.


18.15 Uhr:
Das Naturtheater Reutlingen muss wegen der Corona-Pandemie seine beiden für dieses Jahr geplanten Eigenproduktionen „Die Kirche bleibt im Dorf“ und „Peter Pan“ absagen und auf 2021 verschieben. Diese

Entscheidung hat der Beirat des Naturtheaters einstimmig beschlossen.


18.10 Uhr:
Die Landesregierung hat heute ihre Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus angepasst. Die neuen Regelungen gelten ab Montag, 27. April. Die Landesregierung bittet eindringlich alle Bürgerinnen und Bürger des Landes sich an die Verordnung zu halten und darüber hinaus von sich aus alle nicht unbedingt notwendigen sozialen Kontakte einzustellen.

Zusätzlich zu den bisherigen Vorgaben gilt ab Montag, 27. April:

  • Maskenpflicht (nicht-medizinische Alltagsmaske, z.B. selbst genäht, ein Schal oder Tuch): im öffentlichen Personennahverkehr, an Bahn- und Bussteigen und in den Verkaufsräumen von Ladengeschäften und in Einkaufszentren
  • Erweiterte Notbetreuung: für Schülerinnen und Schüler an Grundschulen, in Grundschulstufen an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, Grundschulförderklassen, Schulkindergärten, in den Klassenstufen 5 bis 7 an den auf der Grundschule aufbauenden Schulen, sowie für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege, soweit sie noch nicht wieder am Betrieb der Einrichtung oder der Tagespflegestelle teilnehmen. Berechtigt zur Teilnahme an der erweiterten Notbetreuung sind Kinder, deren Erziehungsberechtigte beide einen Beruf ausüben, dessen zugrundeliegende Tätigkeit zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur nach § 1a Absatz 8 der Corona-Verordnung beiträgt, und sie unabkömmlich sind oder – diese Regelung ist neu – eine präsenzpflichtige berufliche Tätigkeit außerhalb der Wohnung wahrnehmen und dabei unabkömmlich sind.

Alle Regelungen der Verordnung im Detail gibt es unter https://www.baden-wuerttemberg.de/corona-verordnung.

17.58 Uhr:
Wasserbüffel, Wollschwein oder Lama besuchen trotz geschlossener Zoos? Das will die Stadt Freiburg ermöglichen und lässt Tiere ihres Zoos Mundenhof künftig in Videokonferenzen mitwirken. Das Angebot sei gedacht als Abwechslung und Aufmunterung in Corona-Zeiten, sagte Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) am Donnerstag. Firmen und Privatpersonen können gegen eine Spende eine Live-Schalte zum Beispiel mit Esel, Ziege, Lama, Wasserbüffel oder Wollschwein buchen. Ein Tierpfleger schalte sich dann per Smartphone aus dem Gehege zu und machte das Tier zum Teilnehmer der Videokonferenz.

 

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17.50 Uhr:
In der bundesweiten Debatte um mehr Lockerungen der Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus haben Baden-Württemberg und Bayern die übrigen Bundesländer zu mehr Zurückhaltung aufgefordert. Er halte den „anschwellenden Chor der Öffnung“ für wenig durchdacht, sagte Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag nach einem Treffen mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in Ulm. Söder betonte, dass sich die beiden Bundesländer in Süddeutschland mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei dem Thema in einer „Gemeinschaft der Umsichtigen“ sehen. „Leichtsinn wäre ein schlechter Berater in dieser Situation.“

„Wenn wir jetzt nachlassen, kann die Pandemie mit aller Macht zurückkommen“, sagte Kretschmann.

17.30 Uhr:
Ab kommendem Montag muss man unter anderem beim Einkaufen und Busfahren eine Maske tragen. Doch woher bekommt man solche textilen „Alltagsmasken“, wenn man sie nicht selbst nähen möchte? Der Arbeitgeberverband Südwesttextil und das Textilnetzwerk AFBW haben auf ihrem gemeinsamen Internetportal „Place2tex“ eine Übersicht über Unternehmen der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie zusammengestellt, die Textilmasken produzieren.

16.45 Uhr:
Im Landkreis Reutlingen liegen aktuell 1333 laborbestätigte Corona-Fälle vor. Das sind 21 mehr als gestern. Die Zahl der Verstorbenen hat sich um vier auf 55 erhöht.

16.40 Uhr:
Kinder bis zum sechsten Geburtstag werden von der Maskenpflicht in Baden-Württemberg ausgenommen. So lautet die Neufassung der Corona-Verordnung, die am Donnerstag beschlossen wurde und am Montag in Kraft treten soll. Während des Unterrichts an den Schulen im Land soll keine Maskenpflicht gelten, allerdings für die Fahrt zur Schule mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ausgenommen bleibt, für wen das Tragen einer Maske wegen einer Behinderung oder aus medizinischen Gründen - etwa wegen Asthma - unzumutbar ist. Auch schwerhörige oder gehörlose Menschen und ihre Begleitpersonen, die auf das Mundbild oder eine besonders deutliche Aussprache angewiesen sind, dürfen unverhüllt bleiben.

16.10 Uhr:
Mit Tausenden Schutzmasken und Video-Verhandlungen wollen Gerichte und andere Justizeinrichtungen in Baden-Württemberg wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. Die Voraussetzung dafür, dass das ab dem 27. April möglich ist, sei nach dem Rückgang der Infektionszahlen eine minimierte Infektionsgefahr, sagte Justizminister Guido Wolf (CDU) am Donnerstag laut einer Mitteilung.

15.55 Uhr:
Für etwa 700 000 Muslime im Südwesten fällt der Fastenmonat Ramadan in diesem Jahr gänzlich anders aus als sonst. „Wegen der Corona-Krise wird das abendliche Fastenbrechen nur im engsten Familienkreis gefeiert“, sagte der Vorstandschef der Islamischen Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg (IGBW), Muhittin Soylu, am Donnerstag. Auf die traditionellen Einladungen von Freunden, Bekannten und Nachbarn müsse verzichtet werden. Der Ramadan beginnt an diesem Freitag.

15.45 Uhr:
Am kommenden Mittwoch soll das Autokino auf dem Tübinger Festplatz starten. Die Fieberambulanz, die sich ebenfalls auf dem Festplatz befindet und dort mittlerweile fest installiert ist, bleibt natürlich dennoch bestehen. Die Sprechzeiten der Fieberambulanz sind:

  • von Montag bis Sonntag, jeweils 10 bis 18 Uhr. Daür ist eine telefonische Anmeldung durch den Hausarzt erwünscht.
  • Die Teststrecke ist montags bis sonntags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Hier werden Corona-Testabstriche nach den Vorgaben des Gesundheitsamtes gemacht.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des DRK.

15.05 Uhr: Bayern und Baden-Württemberg fühlen sich nicht angesprochen von Angela Merkels Kritik an einer zu forschen Öffnung der Beschränkungen in der Corona-Krise. Nur unter strengen Auflagen und mit dem Segen des Robert Koch-Institutes können sich Bayern und Baden-Württemberg die Fortsetzung der Saison in der Fußball-Bundesliga vorstellen. dpa

15.03 Uhr: Länderinitiative für weitere Lockerungen: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat eindringlich vor Rufen nach mehr Lockerungen der Corona-Beschränkungen gewarnt. dpa

15.02 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würde in Deutschland eine generelle Impfpflicht gegen das Coronavirus befürworten. dpa

15.00 Uhr: Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen sich kommende Woche in einer Schalte über die Zukunft des Automobilsektors in der Corona-Krise austauschen. dpa

14.50 Uhr: Der Landessportverband Baden-Württemberg hat im Zuge der Coronavirus-Krise Lockerungen der aktuellen Beschränkungen gefordert. dpa

14.43 Uhr: Masken aus Schanghai. Porsche und Schenker organisieren im Auftrag des Landes den Import von Schutzausrüstung.

14.10 Uhr: „Meine größte Sorge ist, dass Suizide zunehmen“, sagt Psychiater Ulrich Hegerl im Interview. Depressionen werden trotz des Coronavirus weiter behandelt, doch Maßnahmen gegen die Pandemie könnten das Leid verstärken.

13.38 Uhr: Chatbot Corey startet im Kreis Reutlingen: Die Pandemie und ihre Folgen sorgen für Verunsicherung bei den Menschen und für viele Fragen rund um Covid-19. Bislang erreichten allein das Landratsamt Reutlingen mehr als 10.000 Anrufe über das Bürgertelefon. 71 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworten diese Woche im Schichtdienst Fragen von Bürgerinnen und Bürgern. Mit dem Chatbot Corey will die Landkreisverwaltung die Kolleginnen und Kollegen unterstützen. Seit Mittwoch können sich Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr und an sieben Tagen die Woche an Corey wenden und erhalten umgehend Antworten auf die drängendsten Fragen zu Covid-19, Rechtsverordnung, Teststationen und vielem mehr. Der von einem IT-Dienstleister entwickelte Chatbot ist direkt auf der Homepage www.kreis-reutlingen.de erreichbar. „Bin ich Kontaktperson?“ oder „Entgeltfortzahlung?“: Corey kennt die Antwort und nennt die Quelle. Das Frage- und Antwortsystem beruht auf Methoden der künstlichen Intelligenz. Mit jeder Frage lernt der Chatbot dazu und antwortet immer besser. Nutzerinnen und Nutzer können den Lernprozess unterstützen, indem sie Coreys Antworten bewerten. Die Inhalte werden zudem regelmäßig ergänzt und aktualisiert.

 

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Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

11.50 Uhr: Deutschland will noch mehr testen. Gesundheitsminister Jens Spahn plant mit bis zu viereinhalb Millionen Tests je Woche. Vorhandene Kapazitäten sind längst nicht ausgeschöpft.

11.17 Uhr: Stadtbücherei bietet Abhol- und Lieferservice sowie Vorlese-Videos für Kinder an.

Während der Einschränkungen durch das Coronavirus bietet die Tübinger Stadtbücherei einen Abholservice an. Nutzerinnen und Nutzer können über den Online-Katalog recherchieren, welche Bücher, CDs oder Filme in der Hauptstelle verfügbar sind, und diese über ein Online-Formular auf der Internetseite der Stadtbücherei bestellen. Außerdem sind telefonische Bestellungen dienstags bis freitags von 10.30 bis 12.30 Uhr möglich (07071 204-1403). Wer das Angebot nutzen möchte, aber noch keinen Leseausweis hat, kann diesen per E-Mail beantragen (stadtbuecherei@tuebingen.de).

„Viele Menschen haben momentan mehr Zeit als sonst, weil sie nicht arbeiten oder nicht zur Schule gehen dürfen und auch ihren Hobbys nur eingeschränkt nachgehen können. Mit unserem Abholservice wollen wir dazu beitragen, dass unsere Nutzerinnen und Nutzer bei guten Büchern und Filmen Zerstreuung finden können“, sagt Martina Schuler, die Leiterin der Stadtbücherei. Wer sich überraschen lassen möchte, kann statt konkreter Titel auch einfach einige Stichworte oder Themen nennen (zum Beispiel „Action-Spielfilme“ oder „Abenteuergeschichten für Kinder ab acht Jahren“), dann treffen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbücherei eine Auswahl.

Die bestellten Medien werden drei Tage zurückgelegt und können dienstags bis freitags von 10.30 bis 17 Uhr sowie samstags von 10.30 bis 14 Uhr am Ausgabefenster an der Gebäudeecke (Hintere Grabenstraße) gegen Vorlage des Leseausweises abgeholt werden. Auf diese Weise können Nutzerinnen und Nutzer alle 14 Tage bis zu zehn Medien ausleihen. Die Rückgabe ist kontaktlos über den Rückgabeautomaten möglich, aber nicht zwingend: Die Stadtbücherei hat alle Medien bis Anfang Juni verlängert, bis dahin fallen auch keine Mahngebühren an.

Wer zur Risikogruppe gehört und innerhalb des Tübinger Stadtgebiets wohnt, kann sich die vorbestellten Medien auch kostenlos nach Hause liefern lassen. Die Lieferung kann im Online-Formular mit einem Klick angefordert werden und erfolgt durch Ehrenamtliche. Die Medien werden an der Haustür übergeben, gegebenenfalls nachvorheriger Terminvereinbarung. Eine Rückgabe von ausgeliehenen Medien ist auf diesem Weg nicht möglich.

Speziell an Kinder im Vorschulalter richtet sich ein weiteres neues Angebot, das Online-Lese-Haus: Solange das Lese-Haus, die wöchentliche Vorlesestunde in der Stadtbücherei, nicht stattfinden kann, stellt die Stadtbücherei jede Woche eine neue, eigens dafür gefilmte Bilderbuch-Lesung auf ihre Internetseite. Den Anfang macht Sinja Pratz, die das beliebte Kinderbuch „Schlaf gut, kleiner Regenbogenfisch“ von Marcus Pfister vorliest.

Derzeit bereitet sich die Stadtbücherei auf die Wiederöffnung für den Publikumsverkehr vor. Die Hauptstelle in der Nonnengasse könnte nach heutigem Stand voraussichtlich ab Mittwoch, 6. Mai, wieder öffnen - unter Einhaltung aller Abstands- und Hygienevorgaben. Der Betrieb wird sich auf die Medienausleihe konzentrieren, längere Aufenthalte zum Lesen oder Lernen vor Ort werden noch nicht möglich sein. Die Zweigstellen der Stadtbücherei bleiben bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen.

10.41 Uhr: Die DAK in Tübingen sucht mit der #dakdancechallenge die besten Solo-Tänzer: In diesem Jahr feiert der DAK Dance-Contest sein 10-jähriges Jubiläum. Der Tanzwettbewerb sollte im Sommer bei großen Live-Events seinen Höhepunkt finden. Wegen der Corona-Krise ist dies nach jetziger Einschätzung nicht möglich. Derzeit dürfen Tanzgruppen nicht gemeinsam trainieren und Choreografien einstudieren. Daher werden die Veranstaltungen auf das kommende Jahr verschoben. Stattdessen startet die Krankenkasse nun eine Online-Challenge und sucht auch in Tübingen die besten Solo-Tänzer. Wunsch der DAK-Gesundheit ist es, dass alle Teilnehmer die Chance haben, sich ohne Zeitdruck und bestmöglich auf den Wettbewerb vorzubereiten. Das ist derzeit nicht möglich. Deshalb werden keine Live-Events in diesem Sommer stattfinden. „Das Coronavirus stellt derzeit unser Leben mächtig auf den Kopf. Die Gesundheit jedes Einzelnen zu schützen, hat höchste Priorität“, sagt Sandra Fortenbacher von der DAK in Tübingen. „Doch gerade in dieser Zeit gilt: Hört nicht auf zu tanzen. Deshalb starten wir jetzt einen Online-Tanzwettbewerb und lassen euch nicht allein.“

 

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10.17 Uhr: Um die Folgen der Corona-Krise abzufedern, wird subventioniert und geforscht was das Zeug hält. Erste Stimmen fordern bereits, der Industrie den Vorzug zu geben und den Klimaschutz zunächst außen vor zu lassen. Umweltminister Franz Untersteller hat eine andere Idee.

10.15 Uhr: Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer für die von der Corona-Krise besonders stark betroffene Gastronomie stößt auf Zustimmung beim baden-württembergischen Tourismusminister Guido Wolf (CDU). dpa

10.01 Uhr: Von 27. April an gilt in Baden-Württemberg Maskenpflicht in Geschäften und im ÖPNV. Auch TüBus-Fahrgäste müssen also von kommendem Montag an eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Darüber hinaus geben die Stadtwerke Empfehlungen, um die Stadtbus-Nutzung möglichst sicher zu gestalten und das Infektionsrisiko zu minimieren:

  • Maskenpflicht ab 27. April im TüBus einhalten: Eine Bedeckung von Mund und Nase hilft, die Verbreitung des Virus zu bremsen.
  • Abstand halten: Nach Möglichkeit soll der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern auch im TüBus eingehalten werden.
  • Ein- und Ausstieg: Zu nahe Kontakte lassen sich verringern, wenn zuerst Fahrgäste aussteigen und danach neue Fahrgäste nacheinander in den Bus einsteigen.
  • Positionierung und Verteilung im Bus: Am besten nicht von Angesicht zu Angesicht zu anderen Fahrgästen sitzen oder stehen. In den Bussen selbst können die Fahrgäste durch eine Verteilung im ganzen Fahrgastraum und Nutzung aller Einstiegstüren die Abstandsvorgaben besser einhalten.
  • Fahrtenplanung: Fahrten nach Möglichkeit früher oder später als üblich planen, um die Hauptverkehrszeiten zu entlasten und eine Entzerrung beim Fahrgastaufkommen zu ermöglichen.
  • Busnutzung ohne Fahrräder, E-Scooter, usw.: Indem Fahrgäste auf das Mitführen von Fahrrädern, E-Scooter und anderen Fahrgeräten verzichten, schaffen sie mehr Platz und Freiräume für andere Fahrgäste.

Bereits seit März sind Tübus-Fahrerinnen und -Fahrer räumlich vom Fahrgastraum getrennt und die vordere Tür bleibt zum Schutz des Fahrpersonals für Fahrgäste geschlossen. Am Steuer müssen Busfahrer und Busfahrerinnen deshalb keine Maske tragen, sie sind aber mit Alltagsmasken für bestimmten Tätigkeiten im und am Bus ausgestattet.

Die Stadtwerke empfehlen allen Personen, die zu Risikogruppen gehören, auf die Nutzung des normalen ÖPNV zu verzichten. Für sie gibt es ab sofort aber auch tagsüber ein ergänzendes SAM-Angebot zum regulären Bustarif, um Einzelbeförderungen anbieten zu können.

Info: www.swtue.de/verkehr

9.16 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Änderung der 800-Quadratmeter-Regel im Handel: „Irritierend ist, wie schnell die Landesregierung dem Druck der Arbeitgeber nachgibt. Entscheidend ist doch der Schutz von Beschäftigten und Kundinnen und Kunden“, wird Bernhard Franke, Verdi-Landesfachbereichsleiter Handel, zitiert. Es dürfe kein Wettrennen geben, wer am schnellsten wieder die Pforten öffnet. „Erst, wenn für ausreichend Schutz gesorgt ist, dürfen die Beschäftigten zurück an ihre Arbeitsplätze. Darauf freuen sie sich, sie haben aber auch berechtigte Ängste.“ Die Ängste würden nicht kleiner, wenn die Landesregierung über Nacht Maßnahmen revidiere. Verdi-Landesbezirksleiter Martin Gross: „Der Weg zurück in die Normalität ist natürlich geprägt von trial and error.“ Es dürfe aber auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass die kommenden Schritte mehr von wirtschaftlichen Interessen als vom Gesundheitsschutz bestimmt werden. „Wir haben leider immer mehr den Eindruck, dass es Gruppen gibt, die weniger Gehör finden, dazu gehören auch die Gewerkschaften“, so Gross mit Verweis auf den Arbeitsschutz, die ungeklärte Aufstockung des Kurzarbeitergeldes oder das Warten auf die Prämien in hoch belasteten Bereichen.

8.36 Uhr: Ganz viel ist anders im Alltag, seitdem sich das Coronavirus weltweit seinen Weg durch die Bevölkerung bahnt. Wer in diesen Zeiten einen Angehörigen verliert, der sieht sich zusätzlich zum schmerzlichen Verlust vor ganz besondere Herausforderungen gestellt. Besonders hart trifft es diejenigen, die von einem an dem Coronavirus Verstorbenen Abschied nehmen müssen.

Martin Schall und Thomas Unger vor dem gesprühten Motto ihrer Initiative. Privatbild

8.05 Uhr: Tübingen hält Abstand – Tübingen hält zusammen. Ein Sprayer hat das Motto der Initiative von Martin Schall und Thomas Unger an eine Wand in der Weststadt gesprüht. Es geht um Aufmerksamkeit in Zeiten der Corona-Beschränkungen. Aus körperlicher Distanz soll keine soziale werden. Die Tübinger Firma Rösch hat dazu T-Shirts mit dem von TAGBLATT-Zeichner Sepp Buchegger gestalteten Slogan gedruckt und vertreibt diese für 25 Euro pro Stück. Gut 10 Euro davon erhält dann die Tübinger Bürgerstiftung, um bedürftigen Personen und Institutionen zu helfen. Die T-Shirts gibt es online: www.roesch-fashion.com

7.21 Uhr: Videokonferenz aus dem Vereinsheim: Wegen der Kontaktsperre können Hauptversammlungen auch virtuell abgehalten werden. Bei vielen Vorständen scheint die Neuerung aber noch gar nicht angekommen zu sein.

6.45 Uhr: Das Entringer Unternehmen Dr. Maisch liefert spezielle Röhren für die Produktion der Antikörper gegen Sars-Cov-2 . Am Mittwoch erhielt die Firma Biontech die Erlaubnis, die klinische Studie zu starten.

6.00 Uhr: Guten Morgen aus der Online Redaktion. Es gibt sie doch noch, die guten Nachrichten in Krisenzeiten: Nachdem alle Kinos seit Wochen geschlossen sind, bietet die Firma Bewegte Bilder von kommender Woche an für motorisierte Cineasten eine Alternative: Autokino auf dem Tübinger Festplatz.

Mittwoch, 22. April

21.54 Uhr: Das Café Philo in Tübingen ist wieder da: Axel Braig und Eva Christina Zeller gehen mit der beliebten Reihe jetzt online. Sie laden am Montag 27. April um 20 Uhr zu einer Videokonferenz zum Thema Grenzsituationen.

21.30 Uhr: Gute Nachricht aus Rottenburg: Im Haus am Neckar und im Haus am Rammert waren die Corona-Test-Ergebnisse bei den Bewohnern allesamt negativ.

20 Uhr: Heute bietet das TAGBLATT wieder einer Autorin eine Lese-Bühne: In der TAGBLATT-Gutenachtgeschichte liest Bettina A. Weiskopf aus ihrem gerade erschienenen Buch „Ein Häusle in Stuttgart“ - ein Ausflug zur „leichten Muse“, wie die Autorin sagt. Auch die Videos der vergangenen virtuellen Gutenachtgeschichten gibt es auf www.tagblatt.de/gutenacht.

19.09 Uhr: Schon beim kleinsten Anzeichen einer Erkältung kann man sich jetzt im Kreis Tübingen auf Corona testen lassen – jedenfalls, wenn man 65 Jahre oder älter ist und grundsätzlich bereit, an einer neuen Studie teilzunehmen. Das Ziel der Studie stellten Wissenschaftler des Tübinger Universitätsklinikums am Mittwoch vor.

19 Uhr: Die Landesregierung hat die heutigen Zahlen herausgegeben: Insgesamt sind in Baden-Württemberg 29 350 positive Test gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus stieg um 41 - auf 1103.

18.39 Uhr: Das Tübinger Landratsamt hat die aktuellen Zahlen verkündet. Im Kreis Tübingen stieg die Zahl der insgesamt positiv auf das Coronavirus getesteten Personen seit gestern um 3 auf 1197. Ein weiterer Mensch aus dem Kreis ist in Verbindung mit dem Virus gestorben – laut Gesundheitsamt handelte es sich um „eine Person unter 90 Jahren“. Damit stieg die Zahl der von den Behörden vermeldeten Todesfälle auf 38.

 

 

18.20 Uhr: Die Polizei hat im Alten Botanischen Garten in Tübingen nach Drogen gesucht - und wieder einmal Gras gefunden. Außerdem zeigte sie 8 Leute an, die sich nicht an die Abstandsregeln gehalten haben.

18.05 Uhr: Der Stuttgarter Choreograph Eric Gauthier will Menschen während der Corona-Krise zum Paartanz zu Hause animieren. Auf Youtube hat er mehrere Videos veröffentlicht, in denen er Tanz-Anleitungen zeigt - so wie dieses:

Noch herrscht Stille im Tübinger Modehaus Zinser. Doch nach einer Entscheidung des Sigmaringer Verwaltungsgerichts dürfen nun auch größere Geschäfte wieder öffnen - mit einer auf höchstens 800 Quadratmeter reduzierten Verkaufsfläche. Bild: Ulrich Metz

17.38 Uhr: Mit einer begrenzten Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern dürfen ab Donnerstag auch große Geschäfte und Kaufhäuser in Baden-Württemberg wieder öffnen. Das hat das Sigmaringer Verwaltungsgericht so entschieden - und die Landesregierung hat ihre Verordnung entsprechend angepasst. Auch in Tübingen wollen Händler ihre Verkaufsflächen durch Absperrungen so verkleinern, dass sie wieder öffnen dürfen - beispielsweise Intersport Räpple. Bis zum Urteil des Verwaltungsgerichts gingen die Händler noch davon aus, dass sie ihre Läden deutlich länger geschlossen halten müssten, als das bei kleineren Geschäften der Fall war. Nun machen sie doch auf: Wer alles dabei ist, lesen Sie hier.


17.10 Uhr:
Die Landesregierung hat eine zusätzliche Telefonberatung für psychisch belastete Menschen in der Corona-Krise eingerichtet.

16.51 Uhr: In Bodelshausen spendet die dort ansässige Lingerie-Firma Speidel rund 5200 Masken aus eigener Produktion an die Bodelshäuser. „Alle Bewohnerinnen und Bewohner, die Ende des Jahres 16 Jahre alt sind, bekommen eine Maske“, erläutert Bürgermeister Uwe Ganzenmüller. Bisher gibt es das Stoffstück nur in einer Unigröße, die Kindern zu groß ist.

Damit jeder Einwohner seine Maske bekommt, wird jede Verpackung mit einem Adressaufkleber versehen. Das Bekleben und auch das Verteilen übernehmen die Erzieherinnen aus den Bodelshäuser Kindergärten. Die Idee zur Spende hatte Brand- und Product-Managerin Swenja Speidel bereits kurz vor Ostern: „Ich denke, dass es den Menschen mehr Sicherheit gibt.“

 

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16.46 Uhr: Zurück zum „geregelten Grundbetrieb“ – das Reutlinger Rathaus fährt seit Montag wieder hoch. Seit 17. März war es zuvor geschlossen. Entsprechend schieben die Ämter laut Hans Raach, dem Leiter des Bürgeramts, eine Bugwelle unerledigter Aufgaben vor sich her: Allein 500 Aufenthaltstitel lägen zur Abholung bereit, berichtete Raab am Dienstag im Verwaltungsausschuss.

Jetzt ist wieder mit Einschränkungen offen – aber nur nach vorheriger Terminvergabe per Telefon oder E-Mail. Besucher bekommen zunächst eine Zutrittskennung, damit sie der Sicherheitsdienst am Eingang durchlässt. Im Foyer ist ein zentraler Wartebereich. Lotsen holen die Bürger dort ab. Laut Verwaltungsbürgermeister Robert Hahn arbeiten die Ämter im Zweischicht-Betrieb. Falls sich die eine Schicht ansteckt, kann die andere so immer noch weiterarbeiten. Auch vier Bezirksämter öffnen zumindest eingeschränkt wieder. mre

16.41 Uhr: Elf neue Todesfälle im Kreis Reutlingen: Gegenüber dem Vortag ist im Landkreis Reutlingen die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion am Mittwoch deutlich um 11 auf jetzt insgesamt 51 gestiegen. Die Zahl der laborbestätigten Corona-Infektionen im Landkreis hat um 37 auf jetzt 1312 zugenommen, wie das Landratsamt mitteilt. Insgesamt haben die Mediziner bis Mittwoch 9880 Abstriche durchgeführt – 82 mehr als noch am Vortag. Die Gesamtzahl der begründeten Verdachtsfälle war hingegen nur um 11 auf jetzt 3713 gestiegen. Die Zahl der Genesenen gibt das Amt mit 779 an.

16.14 Uhr: Um die Nachfrage anzukurbeln, könnten Neuwagen bis zu 10.000 Euro billiger werden. Die Verkäufer darben. Politik und Industrie fordern Hilfen.

16.01 Uhr: Kein Prosit der Gemütlichkeit: Das Münchner Oktoberfest fällt aus und der Cannstatter Wasen steht wie viele andere Volksfeste auf der Kippe. Die Wiesn-Absage ist ein Zeichen dafür, dass auch der Herbst alles andere als normal wird.

15.16 Uhr: Die Auflagen aufgrund der Corona-Krise sorgen für leere Kirchen und Moscheen. Die Glaubensgemeinschaften fordern eine Lockerung. Die Bundesregierung arbeitet an Regeln für Gottesdienste, einzelne Länder preschen vor. Morgen beginnt für Muslime ein heiliger Monat. Gläubige verzichten dabei während des Tages auf Essen und Trinken. Gefeiert wird traditionell am Abend. Doch nicht in diesem Jahr. Im Interview sprich Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime über Ramadan und Corona.

 

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15.01 Uhr: Tests für schnellen Exit: Ärztevertreter kritisieren in einem Brief Krankenkassen und Politik wegen fehlender Schutzausrüstung.

14.47 Uhr: FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke fordert im Interview, den Menschen ihre Bürgerrechte zurückzugeben.

14.30 Uhr: Die Gastronomie-Branche muss noch lange mit erheblichen Einschränken durch die Corona-Beschränkungen rechnen, Minister Wolf plant daher ein spezielles Hilfsprogramm.

14.03 Uhr: Die Ludwigsburger Wissenschaftlerin Dominique Rauch kritisiert im Interview, dass bisher zu wenig über die Folgen von monatelangen Kitaschließungen für Kleinkinder gesprochen wird.

13.32 Uhr: Die Reutlinger Stadtverwaltung sagt den für Juli geplanten Schwörtag ab. Das hat Kulturamtsleiter Werner Ströbele am Dienstag im Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss des Gemeinderats mitegeteilt. Auch das Sommertheater der Tonne steht demnach auf der Kippe. Und das Naturtheater denkt darüber nach, seine Wasenwald-Festspiele, die eigentlich im Juni beginnen sollten, komplett aufs folgende Jahr zu verschieben. „Da man nicht proben kann, kann man auch nicht spielen“, so Verwaltungsbürgermeister Robert Hahn. Siehe: Neue Ausfälle im Kulturbetrieb

Die Reutlinger Stadtbibliothek hat inzwischen, wie berichtet, einen Bücher-Abholdienst eingerichtet. Doch die Bibliothek könnte schon kommende Woche wieder öffnen, ebenso das Stadtarchiv, sagte Ströbele. Das Kulturamt plane derzeit, wie der Publikumsverkehr in Corona-Zeiten organisiert wird. Die städtischen Museen könnten laut dem Amtsleiter im Mai wieder aufmachen – eventuell mit begrenzten Besucherzahlen.

 

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11.20 Uhr: Die Corona-Pandemie ist für viele Menschen im Land eine große psychische Belastung. Zu eingeschränkten sozialen Kontakten und möglichen Konflikten zu Hause kommen Fragen, wie es mit dem eigenen Job und der Familie weitergeht. „Mit dieser Situation lassen wir die betroffenen Menschen im Land nicht allein“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Mittwoch in Stuttgart. „Schlafstörungen, Existenzängste, Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus, Panikattacken, Depressionen oder depressive Verstimmungen - psychische Probleme durch die Corona-Pandemie können sich auf unterschiedliche Art äußern.“ Gemeinsam mit dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, der Landesärztekammer, der Landespsychotherapeutenkammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg habe das Land daher eine Hotline zur psychosozialen Beratung unter der kostenfreie Nummer 0800/3773776 freigeschaltet. Dort gebe es täglich von 8 bis 20 Uhr professionelle Hilfe - niederschwellig, schnell und unbürokratisch - von ehrenamtlich tätigen Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten sowie Fachkräften der ambulanten gemeindepsychiatrischen Versorgung und psychiatrischer Kliniken und in Beratungsstellen. Weitere Informationen unter https://sm.baden-wuerttemberg.de

10.51 Uhr: Die Zahl der Betriebe in Baden-Württemberg, die Kurzarbeit angemeldet haben, ist weiter gestiegen - allerdings nicht mehr so stark. Mittlerweile seien es gut 93.600, so die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart am Mittwoch. Das seien knapp 32 Prozent aller Unternehmen im Südwesten, in denen mindestens ein Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. dpa

8.31 Uhr: Laut Bundesverband des Gebäudereiniger-Handwerks ist etwa ein Drittel der Aufträge verlorengegangen, in manchen Betrieben bis zu 80 Prozent. Viele Kunden, die Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt haben, wollen nur noch einmal statt fünfmal pro Woche die Büros reinigen lassen. dpa

7.45 Uhr: Die Corona-Krise bringt viel Leid, offenbart aber auch große Hilfsbereitschaft. Teils gibt es im Südwesten gar nicht genug Arbeit für die vielen Helfer. Dabei werden für manche Aufgaben Ehrenamtliche händeringend gesucht. dpa

Jasmin Judt desinfiziert zurückgegebene Bücher in der Rottenburger Stadtbibliothek, Bild: Frank Rumpel

6.28 Uhr: Bibliotheks-Hygiene nach der Corona-Schließzeit: Zurückgegebene Bücher werden in der Rottenburger Stadtbücherei einzeln desinfiziert und sechs Tage auf den Wagen belassen.

6.19 Uhr: Der Kreis Tübingen hat damit angefangen, Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen und in Behinderteneinrichtungen flächendeckend präventiv auf Covid-19 zu testen. Der Landkreis Reutlingen zog nach. Indes ist nicht klar, ob die Krankenkassen die Corona-Tests in den Altenheimen bezahlen.

6.16 Uhr: „Arbeiten und nicht verzweifeln“, sagt der Dramatiker Heiner Müller in seinem „Herzstück“ von 1983. Ein gutes Motto für das Landestheater Tübingen (LTT) in der Corona-Zeit. Nun startet die Bühne eine neue Reihe: das „Balkon-Theater“. Da das Publikum zurzeit nicht ins LTT kommen kann, kommt das LTT auf den Platz vor der Volkshochschule ins Loretto-Viertel. Die Zuschauer(innen) gehen und verbleiben auf ihren jeweiligen Balkons (oder öffnen ein Fenster und schauen heraus). Los geht’s am heutigen Mittwoch, 22. April: Um 18.30 Uhr spielt das LTT Songs aus der Inszenierung „Geisterstunde im Chelsea Hotel“ mit Jennifer Kornprobst, Dennis Junge und Stephan Weber. Am Donnerstag, 23. April, improvisieren um die gleiche Zeit die Schauspieler Andreas Guglielmetti und Gilbert Mieroph Szenen aus „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett. Den Strom gibt’s von der VHS als Geschenk. Das Theater bittet darum, den halbstündigen Vorstellungen nicht drunten auf dem Platz beizuwohnen.

Lässt Rosen auf Nasen erblühen: Anna Arlamova. Privatbild

6.07 Uhr: Das Atelier in der Langen Gasse 62 hat jetzt wieder geöffnet, befolgt selbstredend alle gebotenen Hygiene-Regeln und lässt deshalb nie mehr als drei Personen gleichzeitig im Raum zu. Vor dem Atelier, teilen die Betreiberinnen Anna Arlamova und Jutta Cycon-Vorwerk mit, befindet sich eine gemütliche Sitzecke. Im Laden selbst lassen sich von Anna Arlamova genähte Kunstwerke als Mund-Nasen-Tücher erwerben. Die üblichen Vernissagen werden derzeit ausgesetzt wie auch andere für das Jahr 2020 vorgeplante Veranstaltungen. Kurse und Workshops finden aber statt. Zur Zeit kann man im Atelier eine Frühjahrs-Ausstellung der beiden Künstlerinnen anschauen, dazu auch noch die Frühjahrs-Design-Kollektion von Anna Arlamova. Diese beinhaltet auch die bunten „Masken“ aller Art. Öffnungszeiten sind Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag (13 bis 17 Uhr) und nach Vereinbarung unter Anna.Arlamova@web.de oder j.cycon-vorwerk@gmx.de

Coronavirus: Der Live-Blog vom 22. und 23. April

Noch herrscht Stille im Tübinger Modehaus Zinser. Doch nach einer Entscheidung des Sigmaringer Verwaltungsgerichts dürfen nun auch größere Geschäfte wieder öffnen - mit einer auf höchstens 800 Quadratmeter reduzierten Verkaufsfläche. Bild: Ulrich Metz


6.00 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Ein guter Tag für gute Vorsätze? Das Tübinger Uniklinikum ruft Raucher dazu auf, angesichts der erhöhten Corona-Gefahr mit dem Qualmen aufzuhören und bietet Hilfe für den Ausstieg an.

Zur Erinnerung nochmal die aktuellen Zahlen vom Dienstagabend: Im Kreis Tübingen gibt es 1194 bestätigte Covid-19-Fälle und 37 Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Im Kreis Reutlingen sind es 1275 laborbestätigte Covid-19-Infektionen und 40 Todesfälle. In Baden-Württemberg wurden bisher 28.793 Infektionsfälle und 1062 Todesfälle erfasst. Etwa 17.045 Personen seien im Land bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Auch die Landratsämter Tübingen und Reutlingen ermitteln derzeit die Zahl der von Covid-19 Genesenen.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet (wochentags 8 bis 18 Uhr, am Wochenende 10 bis 14 Uhr).

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
23. April 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
23. April 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. April 2020, 01:00 Uhr

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