Covid-19 in der Region Tübingen

Live-Blog: Urlaub daheim - Wanderrouten auf der „geheimnisvollen“ Schwäbischen Alb

26.06.2020

Von möl/hz

Wild und romantisch ist es öfter auf der Alb, wie hier auf der Teufelstreppe in der Höllenschlucht bei Inzigkofen. Bild: Manfred Schäffler

Freitag, 26. Juni

20.14 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich dafür entschuldigt, dass er trotz der Corona-Vorschriften am Berliner Flughafen Tegel kurz keinen Mundschutz trug.

19.30 Uhr: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 35.541 gestiegen.

18.01 Uhr:
Die Sommerfreizeit Spatzennest ist wegen Corona abgesagt. Deshalb macht das Evangelische Ferienwaldheim in der zweiten und fünften Sommerferienwoche ein alternatives Betreuungsangebot für jeweils eine Woche. Es richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren und ist jeweils von 10 bis 17 Uhr im Freien auf dem Spatzennestgelände. Das Programm wird unter Berücksichtigung der aktuellsten Corona-Verordnung gestaltet. Eine eigene An- und Abfahrt muss organisiert werden, Busse fahren nicht. Die Anmeldung startet am Montag, 29. Juni, und endet am Freitag, 3. Juli. Die 80 Plätze werden ausgelost. Bis Freitag, 10. Juli, erhalten Eltern eine Rückmeldung per E-Mail. Nähere Informationen gibt es auf der Seite www.spatzennet-tuebingen.de.

17.45 Uhr: Tübinger Stadtverwaltung, Händler und Gastronomen reagieren auf die Menschenansammlungen beim zweiten „Tübinger Feierabend“ am Donnerstag. Das schöne Wetter hatte dazu viele Besucher in die Innenstadt gelockt, die sich nicht immer an alle geltenden Regeln der aktuellen Corona-Verordnung hielten.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt nach den langen Wochen des Corona-Lockdowns wieder so lebendig war“, wird Bürgermeisterin Dr. Daniela Harsch in einer Pressemitteilung der Stadt Tübingen vom Freitag zitiert. Harsch bittet darum, weiterhin die Abstandsregeln im öffentlichen Raum einzuhalten und größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Diese hatten sich am Donnerstag vor allem dort gebildet, wo es Live-Musik gab.

Die Task Force Handel/Gastro, die den „Tübinger Feierabend“ organisiert, unterstützt den Appell der Stadtverwaltung. „Wir sind in enger Abstimmung mit den Betrieben in und außerhalb der Altstadt. Mit ihnen haben wir nach dem erfolgreichen Auftakt sowohl über das Lärmkonzept gesprochen als auch überlegt, wie wir die Veranstaltungen entzerren können, um größere Ansammlungen zu vermeiden“, so Stephan Braun vom des Handel- und Gewerbeverein (HGV). „Hier wird es in den nächsten Tagen weitere Gespräche mit den Anbietern geben, und auch über die angebotenen Programmpunkte werden wir nochmal sprechen“, wird Thorsten Flink von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WIT) zitiert.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sei jeder Einzelne gefordert, auf die geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu achten. „Wir werden unsere Gastro-Betriebe bitten, zusätzlich darauf zu achten und ihre Gäste darauf anzusprechen, wenn es eng wird“, erklärt Alexander Stagl, Vorsitzender der Vereinigung Tübinger Gastlichkeit (TüGast). Das gelte nicht nur für den Tübinger Feierabend, sondern auch mit Blick aufs bevorstehende Wochenende und die erwarteten lauen Sommerabende, die Menschen ins Freie und in die Stadt locken.

Die aktuelle Corona-Verordnung der Landesregierung schreibt vor, dass bis zum 30. Juni im öffentlichen Raum nur Menschen aus zwei verschiedenen Haushalten oder bis zu 10 Personen in einer Gruppe zusammenkommen dürfen. Vom 1. Juli an wird diese Personenzahl auf 20 erhöht. Weiterhin gilt, dass zu allen anderen Personen immer ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss.

16.16 Uhr: Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischhersteller Tönnies will das baden-württembergische Sozialministerium Leiharbeiter vor der erstmaligen Arbeitsaufnahme auf das Virus untersuchen lassen.

16.14 Uhr: Nach der Bekanntgabe der neuen Corona-Verordnung Sport durch die Landesregierung hoffen die drei Fußballverbände in Baden-Württemberg darauf, ihre Verbands-Pokalwettbewerbe doch noch zu Ende spielen zu können.

16.11 Uhr: Freizeitprogramme für Kinder und Jugendliche sind in den Sommerferien im Südwesten unter Auflagen möglich. Das Sozialministerium in Stuttgart veröffentlichte am Freitag die Regeln, die in Corona-Zeiten gelten.

15.04 Uhr: Im Kreis Tübingen ist derzeit rechnerisch niemand mehr akut mit Sars-Cov-2 infiziert. Das ergibt sich aus der Wochenmeldung des Tübinger Landratsamtes vom Freitagmittag. Demnach haben sich im Kreisgebiet seit Ausbruch der Corona-Pandemie 1294 Menschen infiziert. Diese Zahl der laborbestätigten Infektionen blieb seit drei Wochen unverändert.

Laut Schätzung des Gesundheitsamtes auf Basis des vom Robert-Koch-Instituts bereitgestellten Algorithmus‘ sind mittlerweile bereits 1234 Menschen im Kreis wieder von ihren Covid-19-Erkrankungen genesen (Stand 25. Juni). 60 Menschen im Landkreis starben in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Damit ist derzeit rein rechnerisch kein Kreisbewohner mehr Corona-positiv.

Nicht berücksichtigt sind in dieser Abschätzung mögliche weitere Corona-Infektionen, die dem Gesundheitsamt nicht gemeldet wurden – etwa weil die Betroffenen keine oder kaum Symptome hatten und nicht zum Arzt gingen.

Die 1294 Corona-Infektionen seit Anfang März verteilen sich folgendermaßen auf die 3 Städte und 12 Gemeinden im Landkreis Tübingen:

14.53 Uhr: Die Landesregierung hat weitere Lockerungen für Bewohner und Besucher stationärer Pflegeeinrichtungen beschlossen. Die Besuchszeiten sollen ab 1. Juli nicht mehr begrenzt werden, teilte das Sozialministerium am Freitag mit.

14.44 Uhr: Von Montag an sollen Grundschulen und Kitas im Südwesten zum Regelbetrieb zurückkehren, soweit dieser in Corona-Zeiten möglich ist.

14.03 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie wird die Regelstudienzeit für Studenten in Baden-Württemberg um ein Semester verlängert. Dies gelte für alle Studenten, die im Sommersemester 2020 eingeschrieben seien, teilte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Freitag in Stuttgart mit.

13.03 Uhr: Keine neuen Corona-Ansteckungen: Das Reutlinger Gesundheitsamt meldet in ihrer Lagemeldung vom Freitag unveränderte Zahlen. Seit Beginn der Pandemie haben sich im Kreis Reutlingen 1554 Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Davon gelten nach Angaben des Gesundheitsamts 1458 Infizierte als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Kreis liegt bei 88.

10.30 Uhr: Möglichkeiten zur Händedesinfektion und -reinigung sind im Eingangsbereich von Geschäften inzwischen selbstverständlicher als Schirmständer. Einige Ladenbesitzer ergreifen praktische, andere ästhetische Maßnahmen, um ihre Kundschaft zum Händereinigen zu motivieren. Ein Streifzug durch die Geschäftswelt.

10.22 Uhr: Heute Abend hätte das Rottenburger Neckarfest begonnen. Es hätte sogar zum ersten Mal einen Floßzug auf dem Neckar gegeben. Leider wird daraus aufgrund des Großveranstaltungsverbots nichts. Das Floß bleibt eingemottet – und die Stadtverwaltung hat jetzt auch noch ein ganzes Jahr Zeit zu überlegen, ob es wirklich so eine gute Idee ist, für das Stadtfest künftig Eintritt verlangen zu wollen.

10.04 Uhr: Viele nutzen die Corona-Zeit um mit dem Fahrrad oder zu Fuß die eigene Heimat zu erkunden. Diese neue Hinwendung zum erholsamen Tagesausflug wird den Sommer über sicher noch anhalten, schließlich ist „Urlaub daheim“ angesagt. Da kommt ein neuer Wanderführer zur „geheimnisvollen“ Schwäbischen Alb gerade recht: Staunen vor der Haustür. Felicitas Wehnert, Kulturwissenschaftlerin, ehemalige SWR-Redakteurin und TAGBLATT-Mitarbeiterin, hat zwischen Beuron an der Donau und Wasseralfingen auf der Ostalb 19 Touren selbst erwandert und beschrieben.

9.55 Uhr: Seit anderthalb Wochen sind die Grenzen zur Schweiz wieder geöffnet - kommt nun der Strom der Einkaufstouristen zurück? Erleichterung für den Einzelhandel in der deutsch-schweizerischen Grenzregion: Nach der Grenzöffnung sind viele Eidgenossen auf deutscher Seite wieder in Shoppinglaune.

9.34 Uhr: Das Münchner Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung untersucht den Durchseuchungsgrad der Deutschen: Die bundesweite Antikörperstudie startet im Kreis Reutlingen. Am Mittwoch geht das Testzentrum auf dem ehemaligen Paketpostgelände in Betrieb. „Wir wollen besser verstehen, mit welcher Geschwindigkeit sich das Coronavirus verbreitet, welche Bevölkerungsgruppen betroffen sind und wie viele wahrscheinlich immun sind“, sagte Studienleiter Gérard Krause der Deutschen Presse-Agentur. Innerhalb der nächsten vier Wochen sollen im Kreis Reutlingen 2500 Menschen auf Antikörper gegen Sars-CoV-2 getestet werden.


7.50 Uhr: Die Corona-Warn-App scheint nach knapp zwei Wochen gut angelaufen zu sein: Am Donnerstag passierte sie bereits die Marke von 13 Millionen Downloads, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Jeder sechste nutzt die App also schon in Deutschland. Damit hat die App eine wichtige Hürde genommen: 15 Prozent der Bevölkerung müssen sie einer Oxford-Studie zufolge nutzen, damit sie einen spürbaren Effekt bei der Eindämmung der Pandemie hat. In Deutschland war dieser Anteil bei 12,48 Millionen Nutzern erreicht.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 


7.43 Uhr: Die Infektionszahlen in den USA steigen nach einer Phase der Entspannung dramatisch an: 34 700 Neuinfektionen am Dienstag, das war die höchste Zahl seit Ende April und der dritthöchste Tageswert seit Beginn der Pandemie. Die meisten Neuinfektionen (36 400) hatte es am 24. April gegeben.

7.39 Uhr:
Ab Montag dürfen auch in Rottenburg alle Kinder wieder in die Kindergärten und Grundschulen gehen. Dann startet der „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“. Kinder brauchen untereinander keinen Abstand einzuhalten und müssen auch keine Masken tragen. Dies gilt auch für den Kontakt zwischen Kindern und Erwachsenen. Erwachsene untereinander (beispielsweiseweise im Lehrerzimmer) müssen Abstandsregeln und Maskenpflicht einhalten.

7.32 Uhr: Ungeachtet der Reisewarnung für die Türkei versucht jetzt die türkische Regierung, mit einer großen Werbekampagne Urlauber zu umwerben. Das Tourismusministerium hatte für diese Woche 40 ausländische Journalisten nach Antalya eingeladen; die Organisatoren zogen alle Register: kostenlose Unterkunft im Fünf-Sterne-Hotel, wo im Zimmer schon Geschenke warten, opulentes Essen, ein Festkonzert in einem antiken Theater.


7.25 Uhr:
Der Kleiderschrank frisch sortiert, die ungeliebten Stücke in Säcken verstaut und in den Fächern wieder Platz für Neues: Weil viele Menschen in Deutschland die Corona-Zwangspause zum Ausmisten nutzten, gelangen Textil-Recycler an ihre Grenzen. Doch das ist nicht das einzige Problem. Martin Wittmann, der im Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung für die Branche spricht, wählt drastische Worte: „Das Textil-Recycling steht vor dem Kollaps.“ Woran das liegt lesen Sie hier.

7.11 Uhr: Die Autobranche erlebt derzeit wegen der Corona-Pandemie ihre schwerste Krise seit Jahrzehnten. Die Folgen dürften 2020 zu einem der schlechtesten Autojahre in Deutschland und Europa machen, sagt Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Er gilt als einer der besten Kenner der deutschen und internationalen Autoindustrie. Doch der angekündigte Stellenabbau von Zulieferern und Herstellern sei nur bedingt der Coronakrise verschuldet.


7.06 Uhr: „Kleine Hoffnungsschimmer“ zeigt eine neue Blitzumfrage in der Metall- und Elektroindustrie: Deutschlands größte Industriebranche hat nach dem gewaltigen Absturz durch die Corona-Pandemie die Talsohle erreicht, aber noch nicht durchschritten. So interpretiert der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Oliver Zander, die Einschätzungen von knapp 1400 Mitgliedsunternehmen, die sich beteiligten.


7.02 Uhr:
Die Finanzierung des Rottenburger Theater am Torbogen ist zu einem Teil gesichert: Der Rottenburger Gemeinderat hatte einer Förderung des Theaters in 2021 und danach in Höhe von jährlich 25000 Euro zugestimmt. Dabei bleibt es auch trotz Corona-Krise. Das versicherte OB Stephan Neher der Theaterbetreiberin Heidi Heusch. Doch sie hofft auf weitere Fördergelder, um den Fortbestand des Theaters sichern zu können.

Derweil nimmt das Theater im Juli ganz vorsichtig den Betrieb wieder auf.
„Wir wagen es einfach“, sagt Heusch. Von den neun Theatergruppen mit Kindern und Jugendlichen bringen zwei ein Stück auf die Bühne und proben dafür auch wieder im Theater.

6.43 Uhr: Fast jeder zweite war in Ischgl mit dem Coronavirus infiziert:
Das hat eine Studie, in der die Menschen auf Antikörper untersucht worden waren, nach Angaben der Medizinischen Universität Innsbruck ergeben.

6.38 Uhr: Die Lufthansa kann mit deutscher Staatshilfe weiterfliegen. Die Aktionäre des MDax-Konzerns stimmten mit einer Mehrheit von 98 Prozent einer 20-prozentigen Kapitalbeteiligung der Bundesrepublik zu und schufen damit die Voraussetzung für ein neun Milliarden Euro schweres Hilfspaket.

6.33 Uhr: Rentnern in Westdeutschland steht im kommenden Jahr eine Nullrunde bevor. Nach jahrelangen Rentensteigerungen dürfte die jährliche Erhöhung der Altersbezüge 2021 ausfallen. Im Osten wird es voraussichtlich lediglich eine Mini-Anhebung um 0,7 Prozent geben. Zu dieser Einschätzung kommt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung, Alexander Gunkel. Auch die Beiträgssätze werden wohl im nächsten Jahr erhöht.


6.25 Uhr: Auch in Pliezhausen gibt’s ab Montag wieder den Regelbetrieb in den Kindertagesstätten. Doch die Einrichtungen klagen über einen massiven Fachkräftemangel, der durch die Corona-Pandemie noch verschärft wird: Rund 30 Prozent der Betreuerinnen und Betreuer fallen als Angehörige einer Risikogruppe aus.

 

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6.14 Uhr: Durch geöffnete Fenster schlängelten sich am Dienstagnachmittag harmonische Klänge hinaus auf die Frischlinstraße - nach dem zweimonatigen Corona-Shutdown hat die Tübinger Musikschule seit dem 11. Mai wieder geöffnet. Wie Musikunterricht unter Corona-Bedingungen gelingt, erfuhr Bürgermeisterin Daniela Harsch bei einem Ortstermin. Ein Video der Tagblatt-Volontärin Hannah Möller zeigt Eindrücke aus dem Unterricht.

6.06 Uhr: Menschen mit Suchtproblemen sind gerade in Krisenzeiten besonders gefährdet. Hans Köpfle, psychologischer Psychotherapeut von der Sucht- und Drogenberatung des Baden-Württembergischen Landesverbands für Prävention und Rehabilitation, erklärt im TAGBLATT-Interview mit Redakteur Lorenzo Zimmer, warum das so ist – und wie den Betroffenen geholfen werden kann.

6.00 Uhr:
Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Zunächst ein Überblick zu den gestrigen Infektionszahlen: Die Corona-Fallzahlen im Tübinger Kreis sind bisher unverändert geblieben: Das Gesundheitsamt meldet am Donnerstag insgesamt 1296 Infektionsfälle im Kreis Tübingen. Die Zahl der Verstorbenen liegt bei 60.

Im Kreis Reutlingen ist am Donnerstag die Infektionszahl um 1 gestiegen, sodass es ingesamt 1554 Covid-19-Fälle im Kreis gibt. Davon gelten 1458 Erkrankte wieder als genesen, das teilte das Reutlinger Gesundheitsamt gestern mit. 88 Menschen sind seit Beginn der Pandemie aufgrund des Coronavirus gestorben.

 

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Erklärung häufiger Begriffe:

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Die Reproduktionszahl (R-Wert) wird vom Robert Koch-Institut ermittelt. Sie gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. R 1 bedeutet, dass jeder Infizierte im Durchschnitt eine weitere Person infiziert, bei R 2 werden von jedem Infizierten zwei weitere Menschen angesteckt.

Die 7-Tage-Inzidenz dient seit Anfang Mai in Deutschland als Messzahl für eine Bewertung des Infektionsgeschehens anhand derer entsprechende Kontrollmaßnahmen festgelegt werden. Sie entspricht der Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. In Landkreisen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage sollen vom zuständigen Gesundheitsamt in Absprache mit den Landesbehörden beschränkende Maßnahmen gegen den schnellen Anstieg der Infektionsrate ergriffen werden.

Informationsseiten zu Corona

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Hilfsangebote

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Es gibt im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote, aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
26. Juni 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
26. Juni 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2020, 06:30 Uhr

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