Covid-19 in der Region Tübingen

Coronavirus: Der Live-Blog vom 12. und 13. April

Seit Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im Kreis Tübingen Ende Februar berichten wir in Live-Blogs über die aktuellen Ereignisse der Coronakrise. Die Corona-Hotline des Gesundheitsamts und viele weitere Informationen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 gibt es am Textende.

12.04.2020

Von job (mit dpa)

Hatte es am Samstag und Sonntag kurzfristig nach einer Entspannung bei der Zunahme der Fallzahlen im Kreis Reutlingen ausgesehen, änderte sich das Bild am Montag: 101 neue bestätigte Infektionen kamen hinzu. Bild: Jonas Bleeser

Ostermontag, 13. April

21.14 Uhr: Zum Ende des heutigen Live-Blogs noch eine schöne Geschichte aus der Sparte Hilf-dir-selbst: Der Rottenburger Hochspringer Lukas Gärtner (15) hat sich für das Training während Corona im Garten eine Sprunganlage gebaut.

20.30 Uhr: Die Landesregierung hat die Zahlen von heute zusammengefasst: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten im Südwesten ist auf mindestens 24 898 gestiegen (Stand: 16 Uhr).


18.35 Uhr:
Um 19 Uhr geht es los: Bewohner des Französischen Viertels in Tübingen greifen die Initiative „Klatschen ist gut, Krach machen ist besser“ auf. In abgewandelter Form wollen die Tübinger die Initiative hier etablieren: Am heutigen Montag ab 19 Uhr wollen sie mit Töpfen, Trommeln, Musikinstrumenten lautstark und rhythmisch auf die Forderung nach mehr Personal im Gesundheits– und Pflegebereich hinweisen. „Uns geht es um eine am Bedarf orientierte Daseinsvorsorge und nicht um Profite“, schreiben sie. Diese lautstarke Aktion wollen sie dann an den kommenden Montagen immer um 19 Uhr wiederholen.

16.26 Uhr: Die Metallarbeitgeber in der Region Neckar-Alb und Nordschwarzwald drängen angesichts des von der Corona-Krise ausgelösten massiven wirtschaftlichen Einbruchs auf Verbesserungen beim Rettungsschirm der Bundesregierung. Denn viele mittelständische Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern drohten durch das Netz der Unterstützungsmaßnahmen des Bundes zu fallen.

16.15 Uhr: Die aktuellen Zahlen des Tübinger Landratsamts sind da: Am Ostermontag meldet das Kreisgesundheitsamt 1112 Corona-Fälle, neun mehr als gestern.

 

 

15.15 Uhr: Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens zeigen sich auch in gesperrten Spielplätzen. Nicht alle sind damit einverstanden, dass Gemeinden sie wegen der Corona-Verordnung geschlossen haben, wie dieses Bild aus der Rottenburger Straße in Ofterdingen zeigt.

Dieses Bild hat vom gesperrten Spielplatz in der Rottenburger Straße in Ofterdingen hat uns Nina Strehl geschickt.

14.15 Uhr: Das große TAGBLATT-Fifa-Turnier rückt voran: Aktuell wird gespielt, und zwar seit 14 Uhr: TSV Lustnau I, Felix Grupp mit USA - SV 03 Tübingen, Daniel Genuardi mit Italien und parallel läuft TSG Tübingen Volleyball, Albin Hagjija mit Irland - TuS Ergenzingen II, Dario Gasparevic mit Rumänien. Auch um 15 Uhr stehen Begegnungen an - auf www.tagblatt.de/Fifa20. Dort kann man auch die bisherigen Partien nachträglich anschauen.

14.14 Uhr: Polizisten können sich von morgen an in Stuttgart auf das Coronavirus testen lassen. „Für die Funktionsfähigkeit der Polizei geben wir unseren Beschäftigten den größtmöglichen Schutz und einen schnellen Zugang zu Sars-CoV-2-Tests“, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Montag in Stuttgart.

13.34 Uhr: Nach heftiger Kritik an Vorgaben für Zahnärzte in einer Fassung der Corona-Verordnung vom Freitag hat das Sozialministerium nachgebessert. Nun sind neben Notfällen und der Behandlung von akuten Schmerzen auch notwendige zahnärztliche Behandlungen gemacht werden, wenn damit eine Verschlechterung des Gesundheitszustands, etwa im Falle chronischer Zahnerkrankungen, vermieden werden kann.

 

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13.18 Uhr: Bund und Länder beraten diese Woche über die harten Corona-Beschränkungen. Besonders heikel ist die Frage, wie es mit den Schulen und den Prüfungen weitergeht. Der Landesschülerbeirat dringt darauf, nur noch Gesundheitsexperten darüber entscheiden zu lassen, ob Abschlussprüfungen an den Schulen stattfinden und wann und in welcher Form die Schulen wieder geöffnet werden. „Sollten die Gesundheitsbehörden und das Robert Koch-Institut dies aufgrund des Infektionsschutzes für unzumutbar einstufen, können die Abschlussprüfungen nicht stattfinden“, teilte der Vorsitzende des Landesschülerbeirats Baden-Württemberg, Leandro Cerqueira Karst, am Montag in Stuttgart mit.

13 Uhr: Der Kreis Reutlingen meldet einen kräftigen Anstieg der Zahl der nachgewiesenen Infektionen: Seit gestern kamen 101 Fälle hinzu. Aktuell sind es damit 1004, 17 Menschen aus dem Kreis starben bislang. Insgesamt lag die Zahl der Tests bei 5524. Die Zahl der Genesenen gibt das Reutlinger Landratsamt mit 444 an.

11.30 Uhr: Die Polizei hat auch am Wochenende verstärkt die Einhaltung der Corona-Verordnung des Landes kontrolliert und das auch für den Montag angekündigt. Wie sie mitteilte, waren die Beamten in allen vier Landkreisen des Reutlinger Präsidiums an bekannten Ausflugszielen, Grillplätzen, Parks, Grünanlagen und sonstigen Plätzen präsent, an denen Ansammlungen von Menschen zu erwarten und schon entsprechende Verstöße festgestellt worden waren. Auch Bikerstrecken und -treffpunkte sowie Jugendtreffs wurden in die Kontrollen einbezogen. Außerdem wurden Gaststätten und Prostitutionsbetriebe hinsichtlich der Einhaltung der angeordneten Schließung überprüft.

Am Gründonnerstag und am Karfreitag waren zusammen 160 Verstöße festgestellt worden. Am Samstag war im Vergleich zum Freitag mit seinen knapp 100 Verstößen ein leichter Rückgang der Fallzahlen festzustellen, so die Polizei. Insgesamt wurden 71 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Am Ostersonntag verliefen viele Kontrollen und Überprüfungen ohne Beanstandungen. Die Zahl der Fälle, die Bußgeldanzeigen zur Folge hatten, sank auf 24.

Auch bei privaten Feiern schritt die Polizei ein. Am Samstagabend gegen 21.30 Uhr wurde ihr eine Party in einem Mehrfamilienhaus in Wendlingen gemeldet. Bei der Überprüfung traf eine Streife in einer Wohnung 14 Personen an, die die Feier anstandslos beendeten.

Mit einem empfindlichen Bußgeld muss der Wirt seiner Nürtinger Gaststätte rechnen, der am Samstagabend offenbar mehrere Gäste bewirtet hatte. Gegen 19.40 Uhr war ein entsprechender Hinweis bei der Polizei eingegangen. Bei der Überprüfung wurden der Gastwirt, eine Bedienung und fünf Gäste, die sich noch erfolglos zu verstecken versuchten, angetroffen. Alle werden entsprechend zur Anzeige gebracht.

Wie bereits gestern im Blog berichtet, löste die Polizei in Tübingen einen Oster-Spaziergang von friedensbewegten Tübingern und Tübingerinnen auf. Gegen 16.50 Uhr hätten an der Steinlachallee etwa 20 Teilnehmer Transparente hochgehalten, Passanten angesprochen und Flyer verteilt. Dann seien sie „in einem Aufzug in Richtung Heinlenstraße“ gezogen.

Bei der anschließenden Kontrolle durch die Polizei stellten die Einsatzkräfte die Personalien von 15 Personen fest. Die seien „überwiegend uneinsichtig“ gewesen. Sie wurden wegen einer Ordnungswidrigkeit angezeigt. Nach Aufforderung und Androhung von entsprechenden Platzverweisen hätten sie sich entfernt.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

8.30 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion an diesem Ostermontag. Die Pandemie und ihre tödlichen Folgen waren an Ostern aucht Thema in der Predigten überall im Land. Der Landesbischof von Württemberg, Frank Otfried July, hat in seiner aufgezeichneten Osterpredigt am Sonntag der Opfer der Corona-Pandemie gedacht. Und auch die katholischen Bischöfe gedachten der Opfer. Gleichzeitig riefen sie gemeinsam zur Solidarität auf: Bereits am Karfreitag veröffentlichten die Bischöfe gemeinsam eine Erklärung. Darin heißt es: „Wir können einander Mut machen und uns im Leid und in der Einsamkeit beistehen, durch tröstende Worte und durch das Gebet füreinander.“ Und weiter: „Auch wenn wir in diesem Jahr keine gemeinsamen Ostergottesdienste in unseren Kirchen feiern können, so dürfen wir darauf vertrauen, dass uns Ostern dennoch zusammenführt.“

Wegen der Pandemie müsse alles getan werden, damit das Virus sich langsamer verbreite und dadurch weniger Menschen sterben. Ostern inspiriere aber auch zu Worten und Taten, die Hoffnung und Mut verbreiten. „Wir hören die Sorgen der Kranken und ihrer Angehörigen, die Klagen der Traurigen und die Zweifel der Einsamen und sagen auch ihnen die Botschaft weiter. Wir beten für Menschen in ihrer Not. Wir bitten auch für die, deren wirtschaftliche Existenz bedroht ist. Wir stützen einander und helfen, wo wir können.“

Unterzeichnet ist das Osterwort von den katholischen Bischöfen Stephan Burger (Freiburg) und Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart) sowie von den evangelischen Landesbischöfen Jochen Cornelius-Bundschuh (Baden) und Frank Otfried July (Württemberg).

Sonntag, 12. April

19.45 Uhr: Auch heute gibt es wieder eine neue Lesung bei unserer virtuellen TAGBLATT-Gutenachtgeschichte: Um 20 Uhr liest Johannes Schweikle aus seinem Buch „Die abenteuerliche Fahrt des Herrn von Drais“ – Sie finden das Video wie immer auf tagblatt.de/gutenacht.

19.30 Uhr: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten im Südwesten ist auf mindestens 24.431 gestiegen. Das waren knapp 500 mehr als am Vortag, wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium am Sonntagabend mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus stieg um 28 auf nun 669.

15.45 Uhr: Auch das Tübinger Landratsamt vermeldet die infizierten-Zahlen des Tages. Für den Kreis Tübingen belaufen sich auf 1113, das sind 8 Fälle mehr als gestern.

13.30 Uhr: Der Kreis Reutlingen meldet neue Zahlen: Die Zahl der positiv auf das neuartige Coronavirus getesten Personen stieg seit gestern um 39 auf nun 903.

 

 

12.15 Uhr: Der Kontaktsperre zur Eindämmung des Coronavirus widersetzt sich Lucian Kokott täglich - von Berufs wegen, ganz legal. Er ist Physiotherapeut und arbeitet auch jetzt weiter nah am Patienten.

11.45 Uhr: So leer war der Rottenburger Dom wahrscheinlich noch bei keiner Messe in der Osternacht. Die Sitzbänke blieben unbesetzt, da die Corona-Verordnung der Landesregierung das Abhalten von Gottesdiensten vor Gläubigen verbietet. Also standen Kerzen in den Bankreihen, der katholische Gottesdienst mit Bischof Gebhard Fürst wurde von mehreren Kameras aufgezeichnet und live über Youtube gestreamt. Auch der österliche Brauch des Rätschens, mit dem an den Gottesdienst erinnert wird, verlief in diesem Jahr etwas anders als sonst, wie unser Video zeigt.

Rottenburg: Ungewöhnliche Ostermesse im Dom
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Eine ungewöhnliche Messe zur Osternacht gab es am Samstagabend im Rottenburger Dom: Bischof Gebhard Fürst zelebrierte sie vor leeren Bankreihen. Übertragen wurde sie per YouTube auf die Rechner und Handys der Gläubigen. Video: Ulmer

02:36 min

Einen Eindruck von der Messe in der Osternacht in Corona-Zeiten zeigt auch unsere Bildergalerie:

8 Uhr: In einem Gastbeitrag für das TAGBLATT geht der Theologe Karl-Josef Kuschel der Frage nach, was das Coronavirus und seine Folgen für die Menschen bedeutet: „Warum wir Grund- und Gottvertrauen benötigen, uns wieder auf das menschenmögliche Maß besinnen und moralische Kräfte freisetzen müssen. Und warum Empathie so wichtig geworden ist.“

 

In eigener Sache:
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7.30 Uhr: Einen schönen Ostersonntag aus der Online-Redaktion. Heute soll es in der Region einen Mix aus Sonne und Wolken geben und schön warm werden. Da nahezu niemand über die Ostertage weggefahren ist und die Fernreisen ohnehin wegen der weltweiten Reisebeschränkungen ausfallen, werden sich heute wahrscheinlich viele aufs Rad schwingen oder zu Fuß oder mit Auto oder Motorrad zu beliebten Ausflugszielen aufmachen. Die Herausforderung des Tages wird also, sich dabei trotzdem an den gebotenen Abstand zu halten, mit dem die Corona-Ausbreitung im Land weiter ausgebremst werden soll.

Die Polizei hat bereits angekündigt, die Einhaltung verstärkt zu kontrollieren. Die Bestimmungen der Landesverordnung gibt es hier im Netz auf den Seiten des Landes. Gestern lösten Polizeibeamte bereits einen friedensbewegten Osterspaziergang von 20 bis 25 Leuten in Tübingen auf. Das traf bei den Oster-Spaziergängern, die gegenüber dem TAGBLATT erklärten, gebührenden Abstand gehalten zu haben, auf wenig Verständnis. Die genaue Auslegung der Verordnung bietet also zumindest Interpretationsspielraum, der vermutlich irgendwann gerichtlich geklärt werden wird. Im Zweifel kann eine zu optimistisch-weite Auslegung allerdings teuer werden.

Betrachtet man die Entwicklung der Zahlen der Gesundheitsämter der Landkreise Tübingen und Reutlingen, sieht es so aus, als zeige das von den meisten Leuten eingehaltene Abstandsgebot bereits Wirkung. Ob sich dieser zarte Trend weiter fortsetzt, werden die kommenden Tage zeigen. Hier nochmal der Überblick in einer Grafik.

 

 

Zur Erinnerung nochmal ein paar Zahlen: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten im Südwesten ist auf mindestens 23.938 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Samstag mit. Das waren 460 mehr als am Vortag, wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium am Samstagabend mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus stieg um 27 - auf nun 641.

Hatte es am Samstag und Sonntag kurzfristig nach einer Entspannung bei der Zunahme der Fallzahlen im Kreis Reutlingen ausgesehen, änderte sich das Bild am Montag: 101 neue bestätigte Infektionen kamen hinzu. Bild: Jonas Bleeser

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet (täglich, auch am Wochenende, 8 bis 18 Uhr).

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
12. April 2020, 07:40 Uhr
Aktualisiert:
12. April 2020, 07:40 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. April 2020, 07:40 Uhr

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tom7370 13.04.202013:36 Uhr

Die Infektionszahlen haben nur im Verhältnis zu den durchgeführten Tests eine Aussagekraft. Und wenn nur Verdachtsfälle getestet werden, sagt das über die Ausbreitung des Virus auch nichts aus.

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