Covid-19 in der Region Tübingen

Coronavirus: Der Live-Blog vom 4. und 5. April

Seit Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im Kreis Tübingen Ende Februar berichten wir in Live-Blogs über die aktuellen Ereignisse der Coronakrise. Die Corona-Hotline des Gesundheitsamts und viele weitere Informationen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 gibt es am Textende.

04.04.2020

Von itz

Das Tübinger Uniklinikum. Symbolbild: Moritz Hagemann

Sonntag, 5. April

21.03 Uhr: Wir verabschieden uns mit etwas Lesestoff für heute: Die Reutlinger Siebdruckfirma Graffiti bekommt in der Corona-Krise Rückenwind durch einen Großauftrag von Panikrocker Udo Lindenberg. Das Okay für den Artikel im TAGBLATT kam per SMS: „Klar, können wir machen“, schrieb Udo Lindenberg an Graffiti-Mitgesellschafter Martin Gengnagel. Der Panikrocker aus Hamburg ist mit allen in der Reutlinger Siebdruckfirma per Du: „Ich kenne niemanden, der den Udo siezt“, sagt Gengnagel.

20.03 Uhr: Die Schulen waren schon geschlossen, da erreichte das TAGBLATT die Nachricht eines Lesers aus Ofterdingen. Er berichtete, ein Mitarbeiter der Deutschen Telekom habe noch am 18. März an seiner Haustür geklingelt, um neue Internetanschlüsse zu verkaufen. Er selber habe da gerade Homeoffice betrieben. Der Mann sei von Haus zu Haus gegangen. Man habe den Direktvertrieb bereits in der vorvergangenen Woche bundesweit bis auf weiteres eingestellt – also wohl ziemlich schnell, nachdem der Ofterdinger Besuch bekommen hatte, heißt es von der Telekom.

19.06 Uhr: Am Sonntag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg weitere 772 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 19.287 an. Davon sind ungefähr 1197 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Das Durchschnittsalter beträgt 50 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 101 Jahren. Zudem wurden 20 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 383 an.

18.52 Uhr: Nun hat auch der Kreis Tübingen neue Zahlen verkündet: Demnach gibt es inzwischen 980 laborbestätigte Fälle, 939 waren es gestern (siehe Grafik unten). Zudem gibt es einen weiteren Todesfall, erneut traf es eine Person über 85 Jahren. Somit sind im Kreis 12 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

18.50 Uhr: Am Tübinger Uniklinikum werden aktuell 60 am Coronavirus erkrankte Patienten behandelt, 31 davon auf der Intensivstation. „Dieses Wochenende hatten wir weniger Aufnahmen mit Covid-Patienten als vor einer Woche am Wochenende“, sagt UKT-Sprecherin Bianca Hermle auf TAGBLATT-Nachfrage. Sie bestätigte auch, dass es am UKT Fälle von Ärzten und Pflegepersonal gebe, „aber kein Ausbruch oder eine Häufung von Fällen, die unsere Handlungsfähigkeit beeinträchtigen“.

 

 

18.22 Uhr: Der Deutsche Caritasverband fordert angesichts der Coronavirus-Pandemie Hilfe für die Menschen in Flüchtlingslagern. „Zehntausende bis Hunderttausende Menschen leben in diesen Lagern unter katastrophalen hygienischen Bedingungen auf engstem Raum zusammen. Das ist der ideale Nährboden für das Corona-Virus“, warnte der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher. (dpa)

17.29 Uhr: „Ich begegne schon mehr Menschen als sonst. Manchmal finde ich es nicht so einfach, einzuschätzen, wie groß der Abstand von 1,50 Meter tatsächlich ist, aber ich glaube schon, dass die meisten Menschen sich bemühen, das einzuhalten“, sagt Simon Landwehr, der mit den Inlineskates nach Dußlingen fährt. TAGBLATT-Mitarbeiterin Miri Watson hat sich am Wochenende auf den Wegen rund um Tübingen umgesehen und -gehört.

16.49 Uhr: Die Polizei war in den vier Landkreisen Tübingen, Reutlingen, Esslingen und Zollernalb verstärkt unterwegs, um die Corona-Regeln zu kontrollieren. Polizeireiter waren insbesondere in Bad Urach im Bereich der Wasserfälle eingesetzt. Wurden am Freitag in den vier Landkreisen insgesamt noch 21 Vorfälle aktenkundig, bei denen Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden mussten, so waren es am Samstag 60 Fälle, die entsprechende Anzeigen nach sich zogen. Wie schon am vergangenen Wochenende musste in der Mehrzahl der Fälle eingeschritten werden, weil sich Gruppen von drei und mehr Personen unerlaubt im öffentlichen Raum aufhielten oder ansammelten.

Am Sonntag verzeichnet die Polizei ab etwa 11 Uhr bis 16 Uhr ein anschwellendes Einsatzgeschehen, wobei der Schwerpunkt wie bisher auf den Verstößen gegen das Verweilen von drei oder mehr Personen im öffentlichen Raum liegt. Da die Einsatzmaßnahmen andauern, kann die Zahl der zu ahndenden Verstöße für Sonntag noch nicht bilanziert werden.

15.29 Uhr: „Angesichts nach wie vor fehlender Schutzkleidung für Ärzte und Pflegepersonal in Baden-Württemberg und über 600 Corona-Infektionen bei medizinischem Personal, reichen freiwillige Appelle der Landesregierung auf Umstellung der Produktion nicht aus“, lässt sich die Tübinger Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel (LInke) in einer Pressemitteilung zitieren. Und fordert: „Ministerpräsident Winfried Kretschmann muss jetzt sofort handeln. Es ist überfällig, dass die Landesregierung die Produktion von ausreichend Schutzkleidung und Atemschutzmasken an baden-württembergischen Industriestandorten anweist.“

14.37 Uhr: Die Behörden in Baden-Württemberg haben ab sofort einen Online-Überblick über Behandlungskapazitäten für Patienten, die am Coronavirus erkrankt sind. Am Sonntagmorgen waren nach Ministeriumsangaben im „Resource-Board“ 963 Intensivbetten ohne Beatmung und 2035 Intensivbetten mit Beatmung sowie 935 Beatmungsbetten außerhalb von Intensivstationen eingegeben. (dpa)

14.12 Uhr: Am Sonntagmittag hat das Reutlinger Landratsamt 681 bestätige Covid-19-Fälle im Landkreis Reutlingen gemeldet. Am Samstagmittag waren es 666 gewesen, am Freitag noch 591.

13.10 Uhr: Laut eines Berichts von „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Sonntag) können der VfB Stuttgart, der KSC, der SC Freiburg und Co. schon in der kommenden Woche wohl unter Auflagen auf ihre Trainingsplätze zurückkehren. Möglich mache dies „eine Ausnahmeregelung im Land Baden-Württemberg für Berufs- und Spitzensportler“, heißt es im Artikel. Diese Regelung werde nicht nur für den Fußball, sondern wohl für alle professionell betriebenen Sportarten und Teams gelten. (dpa)

12.39 Uhr: Immer wieder trudeln aktuell kuriose Polizei-Meldungen in Sachen Corona-Regeln ein. Wir können gar nicht alle melden. Diese hier ist aus der Kategorie: traurig, aber wahr. Die Polizei in Friedrichshafen ermittelt wegen Körperverletzung gegen einen unbekannten Mann, der eine Frau im Supermarkt angespuckt hat. Auslöser war ein Streit über die Coronavirus-Abstandsregel. (dpa)

12.02 Uhr: In der evangelischen Kirchengemeinde Kilchberg-Bühl sollte in diesem Jahr eine kleine Konzertreihe anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Haußdörfer-Orgel in der Martinskirche in Kilchberg stattfinden. Das Coronavirus machte einen Strich durch die Rechnung. „Als kleinen Ersatz“, wie Pfarrerin Eva Zähringer dem TAGBLATT schreibt, hat Kirchenmusikdirektor Hans-Peter Braun nun auf der Orgel ein paar Passions- und Osterlieder eingespielt und aufgenommen. Die Sätze und Begleitstimmen dazu habe er selbst geschrieben. Die Passionslieder können hier bereits angehört werden, die Osterlieder ab kommenden Sonntag.

11.34 Uhr: Im Winter 1947/48 grassierte eine neuartige lebensgefährliche Lungenkrankheit in Remmingsheim. Mindestens 19 Menschen starben. Fast drei Viertel der Dorfbevölkerung waren infiziert, berichtete das TAGBLATT im Januar 1948. Wer symptomfrei war, versorgte das Vieh schwer erkrankter Nachbarn. Die Milchsammelstelle war geschlossen. Die damaligen Schilderungen erinnern auf fast unheimliche Weise an die heutige Corona-Epidemie, auch wenn die Krankheitsursachen ganz andere waren. Redakteur Michael Hahn blickt zurück.

11.14 Uhr: Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität gibt es in Deutschland inzwischen 96.092 Infizierte und 1444 Todesfälle. Nur in Amerika (312.245), Spanien (126.168) und Italien (124.632) sind die Fallzahlen höher. In Sachen Todesfälle gehört Deutschland jedoch nicht zu den meistbetroffenen Nationen. In Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, China, im Iran, den USA und auch den Niederlande haben noch mehr Menschen den Kampf gegen das Virus verloren. 26.400 Menschen gelten inzwischen hierzulande als geheilt.

10.40 Uhr: Nach der Coronavirus-Pandemie muss und wird sich einiges verändern. Davon ist der Schwarzwälder Unternehmer Klaus Fischer überzeugt. Ein Zurückdrehen der Globalisierung gehöre aber nicht dazu. „Nach einer solchen Krise müssen wir alle analysieren, was richtig und was falsch gelaufen ist, besonders die Politik“, sagte der Inhaber des Befestigungsspezialisten Fischer mit Sitz in Waldachtal. „Grundsätzlich halte ich aber nichts von radikalen Veränderungen in Bereichen, die insgesamt bislang gut funktioniert und von denen wir als Gesellschaft in großem Stil profitiert haben.“ (dpa)

10.06 Uhr: Die Tübinger Produktdesignerin Eleonore Hochmuth hat eine Selberbastel-Maske entworfen. Sie bietet so viel und so wenig Schutz wie Stoffe. Ist aber schöner. Von Menschen, die auf Schminke nicht verzichten können ist die begeisterte Resonanz bisher am größten. „Make-up an der Stoffmaske ist ja genauso unschön wie Lippenstift am Glas“, sagt Hochmuth. TAGBLATT-Redakteur Peter Ertle berichtet darüber.

9.33 Uhr: Sprunggelenk verletzt, Hexenschuss oder ähnliches? Um die Notfallambulanzen an den Kliniken zu entlasten und so Corona-Ansteckungsrisiken zu reduzieren, gibt es jetzt einen Orthopädisch-Unfallchirurgischen Notfalldienst an Wochenenden und Feiertagen von 9 bis 15 Uhr. Für die Region ist am heutigen Sonntag die Neckarorthopädie Tübingen, Horemer 4 (bei der Sternwarte) die Anlaufstelle (ohne Anmeldung, einfach vorbeikommen). Initiiert wurde der Notfalldienst vom Berufsverband der Unfallchirurgen und Orthopäden, unterstützt von der Kassenärztlichen Vereinigung, der AOK und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.

9.20 Uhr: Wie kann man die Coronakrise sinnvoll gestalten? Das TAGBLATT hat mehrere Aktionen ins Leben gerufen, um gegen die Langeweile in den heimischen vier Wänden anzukämpfen: Gestern Abend ging die virtuelle Gutenachtgeschichte los, den Anfang machte Joachim Zelter. Jeden zweiten Abend wird künftig eine Autorin oder ein Autor auf unserer Homepage etwa 20 Minuten aus dem eigenen Buch vorlesen und Literaturtipps geben. Außerdem läuft seit gestern das TAGBLATT-Playstation-Turnier mit der Fußballsimulation „Fifa 20“. Die ersten vier Partien sind gespielt, heute folgen die nächsten Matches. Alle Spiele können live verfolgt werden.

8.08 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Beginnen wir mit dem traditionellen Blick auf die Zahlen: In Tübingen gibt es 939 laborbestätigte Erkrankte und 11 Todesfälle. Zur Einordnung: Damit wären 0,41 Prozent der Einwohner im Kreis erkrankt, bei einer kolportierten Dunkelziffer von sieben Infizierten pro Angestecktem allerdings bereits 2,89 Prozent. Allerdings gibt es auch bereits über 130 Genesene, die Zahl wird jedoch nicht genau erfasst, sondern ist lediglich ein Schätzwert. Tübingen zählt, gemessen an den Einwohnern, weiterhin zu den meistbetroffenen Landkreisen im Land. In Reutlingen werden 666 Infizierte bei 12 Todesfällen gezählt. In Baden-Württemberg sind inzwischen mindestens 18.515 Menschen erkrankt und 363 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Samstag, 4. April

20.54 Uhr: Auch der Tübinger Schlagerkönig Dieter Thomas Kuhn, dessen Heim-Konzert für den 8. August weiterhin geplant ist, meldet sich zur Coronakrise zu Wort. „Wir haben alle noch nicht geahnt, was diese Krise mit sich bringt. Im Augenblick müssen wir die Konzerte, die ab Mai beginnen sollten, nach hinten verlegen und wir wissen auch jetzt noch nicht, wie lange wir die jeweiligen Konzerte schieben müssen“, schreibt er etwa. Man sei traurig. „Uns fällt die Decke auf den Kopf. Wir hatten uns so dermaßen gefreut, endlich wieder rauszugehen um mit euch die Abende zu verbringen, weil wir es vermissen.“

20.43 Uhr: Zum 1. Februar 2021 soll in Tübingen die Verpackungssteuer eingeführt werden. Doch die Einführung sei „aus aktueller Sicht falsch“, wie der Tübinger CDU-Stadtverband heute mitteilte. „Mit einer späteren Einführung der Verpackungssteuer wollen wir unsere Gewerbetreibenden unterstützen und unsere Innenstadt auch in Zukunft lebendig erhalten“, begründet der Tübinger CDU-Vorsitzende und Stadtrat Peter Lang die Meinung des geschäftsführenden Vorstandes in einer Pressemitteilung. Ein Datum, auf wann die Einführung der Steuer verschoben werden soll, nennt die Fraktion nicht. „Schon heute ist gewiss: auch nach der Krise werden die Herausforderungen immens sein. Wir müssen bereits jetzt diskutieren, wie wir diesen begegnen“, heißt es jedoch.

20.17 Uhr: Dass das Land künftig verstärkt in Pflegeheimen und Krankenhäusern testen und vorsorgen möchte, wie Gesundheitsminister Manne Lucha heute verkündete, macht die leitende Tübinger Notärztin Lisa Federle glücklich. „Das ist sehr wichtig“, sagte sie dem TAGBLATT. Lucha will so „den Teufelskreis durchbrechen“, dass sich Betreuer und Betreute gegenseitig anstecken. Für Federle war ein Auslöser der Artikel, der heute in der Ulmer „Südwest Presse“ von TAGBLATT-Redakteurin Lisa Maria Sporrer erschien und die Situation im Kreis Tübingen darstellte.

18.47 Uhr: Am Samstag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg weitere 1335 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 18.515 an. Davon sind ungefähr 1112 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Das Durchschnittsalter beträgt 50 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 101 Jahren. Zudem wurden 42 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 363 an. Unter den Verstorbenen waren 234 Männer und 128 Frauen. Das Alter lag zwischen 36 und 98 Jahren. 62 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

17.49 Uhr: Im Kreis Tübingen steigt die Zahl der Erkrankten auf 939 Personen – 37 mehr als gestern. Außerdem vermeldet das Gesundheitsamt den elften Todesfall im Kreis Tübingen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handle sich um eine Person über 85 Jahren.

17.25 Uhr: „Aktuell liegt die geschätzte Testkapazität in Baden-Württemberg bei täglich 15.000 Proben. Dies ist mehr als viermal so viel wie noch Anfang März und damit eine enorme Leistung und Maximierung des Systems“, wird Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) in einer Pressemitteilung des Landes zitiert. Dennoch bat er um Verständnis dafür, dass nicht flächendeckend alle Menschen getestet werden können. „Wir setzen die Tests epidemiologisch so sinnvoll wie möglich ein, um die Lage möglichst gut zu kontrollieren“, betonte der Minister.

Die vorrangige Testung in Kliniken und stationären Pflegeeinrichtungen sei ein weiterer Schritt im Kampf gegen das Coronavirus. „Auch weiterhin arbeiten wir mit Hochdruck unter anderem daran, medizinisches und pflegerisches Personal zu gewinnen und noch mehr Schutzausrüstung zu bekommen.“ Der Minister appellierte in diesem Zusammenhang an die Verantwortung der Menschen im Land. „Ich weiß wie schwer es ist, die geliebte Oma, den geliebten Vater, die geliebte Partnerin wochenlang nicht sehen zu dürfen. Doch wir müssen konsequent bleiben und Geduld haben. Wir müssen auf Abstand gehen, unsere sozialen Kontakte aufs absolut Notwendige beschränken und auf Besuche verzichten – das ist, was jede und jeder von uns im Kampf gegen das Virus machen kann, ja machen muss!“

16.47 Uhr: Als kleinen Ausgleich für wegfallende Lesungen und geschlossene Buchhandlungen bietet das TAGBLATT Autorinnen und Autoren aus der Region ein Forum für Lesungen – auch in Corona-Zeiten. Alle zwei Tage veröffentlichen wir unter tagblatt.de/Gutenacht ein neues Lesungs-Video. Und zwar immer abends um 20 Uhr. Die Autoren lesen jeweils etwa zwanzig Minuten aus einem eigenen Buch. Los geht es heute mit Joachim Zelter.

15.49 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will die Bewältigung der finanziellen Folgen in Europa in der Coronavirus-Pandemie neu denken und kritisiert die Wiederholung alter Eurobond-Debatten. (dpa)

15.07 Uhr: Mal wieder eine tolle Solidaritätsaktion: Das Tübinger Taxi-Unternehmen Akbulut bietet im Zeitraum von 6. bis 13. April einen kostenlosen Fahrservice für das Personal der Infektions- und Intensivstations des Universitätsklinikum Tübingens an. Mehr zu der Aktion schreibt der Fahrservice auf seiner Homepage.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

14.21 Uhr: Aus Angst vor der Ansteckung bleiben in Heilmittelpraxen die Patienten weg – auch bei dem Pfäffinger Ergotherapeuten Christian Senghaas, mit dem TAGBLATT-Redakteurin Uschi Hahn sprach. Die Furcht vor Ansteckung mit Covid-19 betrifft „Junge wie Alte“. Nicht nur bei Senghaas herrscht Leere im Terminkalender. Im Pfäffinger Ärztehaus gibt es noch Praxen für Logopädie und Physiotherapie. Auch da bleiben die Patienten aus, weiß Senghaas.

13.55 Uhr: Um 14 startet das große TAGBLATT-Fifa-Turnier, das von den Redakteuren Tobias Zug und Lorenzo Zimmer organisiert wird. Zum Livestream geht‘s hier: www.tagblatt.de/fifa20.

13.32 Uhr: Corona macht das Reisen schwierig. Das bekam auch die Wurmlingerin Anna-Lena Sprenger zu spüren, die Mühe hatte, aus Argentinien zurück zu kommen. Am Sonntag kam dann plötzlich ein Anruf: In zwei Stunden komme ein Polizeiauto, hieß es, hole sie ab und bringe sie direkt nach Buenos Aires, erzählte Sprenger dem TAGBLATT-Mitarbeiter Werner Bauknecht.

13.18 Uhr: Der Kreis Reutlingen meldet aktuell 666 laborbestätigte Fälle. Gestern waren es noch 591.

12.37 Uhr: Die Stadt Tübingen hat sich über die sozialen Netzwerke abermals an die Bevölkerung gewandt: „Heute und morgen strahlt die Sonne und die Temperaturen klettern auf 20 Grad. Die Regeln der Landesverordnung muss man dennoch einhalten, auch wenn es schwer fällt: Mindestabstand 1,50 Meter, im Freien dürfen nur zwei Leute unterwegs sein und Spiel- und Bolzplätze sind gesperrt. Die Stadtverwaltung bittet alle, sich an die Regeln zu halten. Bei Verstößen drohen Bußgelder von 100 bis 5000 Euro, bei mehrmaligen Verstößen sogar bis zu 25.000 Euro. Bitte helfen Sie mit: Für Ihre eigene Gesundheit, die Ihrer Mitmenschen und nicht zuletzt zum Wohle Ihres Geldbeutels.“

12.09 Uhr: Baden-Württemberg stellt 15,3 Millionen Euro für ehrenamtliche Helfer im Bevölkerungsschutz zur Verfügung. Mit dem Geld sollen Verdienstausfall, Aufwendungen und Schäden ersetzt werden, teilte das Innenministerium am Samstag mit. (dpa)

11.20 Uhr: Der Ball ruht auf den Sportplätzen der Region. Nicht aber beim TAGBLATT: Heute (14 Uhr) beginnt das Fußball-Turnier „Fifa 20“ auf der Playstation. Alle Partien werden live übertragen, 32 Teams sind dabei – und zwar längst nicht nur Fußballer: Die Schiedsrichtergruppe spielt mit, auch die Volleyballer der TSG Tübingen. Jeder Spieler kann bequem von zuhause aus spielen. Der Modus ist wie bei einer Weltmeisterschaft, gespielt wird mit Nationalteams. Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Spaß und Erfolg und allen Zuschauenden gute Unterhaltung! Spielpläne, weitere Infos und den Livestream gibt es unter: www.tagblatt.de/fifa20.

Ein Eindruck aus dem Testspiel zwischen Basketballer Nemanja Nadjfeji (Tigers Tübingen) und Fußballer Miguel Almeida (TSG Tübingen). Screenshot: Fifa 20

10.57 Uhr: Zum Hölderlin-Jubiläumsjahr 2020 hat die Stadt Tübingen in enger Zusammenarbeit mit der langjährigen FAZ-Fotografin Barbara Klemm die Wanderausstellung „Hölderlins Orte“ konzipiert. Nach der ersten Station in Nürtingen wäre die Ausstellung vom 5. April bis 31. Mai im neueröffneten Hölderlinturm zu sehen gewesen. Da der Hölderlinturm bis auf Weiteres geschlossen bleibt, sind Bilder, Zitate und Themen der literarisch-fotografischen Ausstellung nun stattdessen im Internet zu sehen.

10.39 Uhr: Vielen Auszubildenden im Gastgewerbe könnte wegen der Coronavirus-Pandemie die Kündigung drohen. Das befürchtet der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK). Grund sei, dass Auszubildende erst nach sechs Wochen Kurzarbeitergeld beziehen dürfen. Vor allem im Hotel- und Gastgewerbe könnte die Belastung der Betriebe, die sechs Wochen lang die volle Ausbildungsvergütung für ihre Azubis schultern müssen, zu einer Kündigungswelle führen, teilte der BWIHK mit. (dpa)

10.10 Uhr: Können Hunde und Katzen auch das Coronavirus bekommen? Oder möglicherweise nur übertragen? Viele Heimtierhalter sind verunsichert. Nach Einschätzung deutscher Wissenschaftler spielen Haustiere keine relevante Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus. Darauf gebe es bisher keine Hinweise, heißt es beim Friedrich-Loeffler-Institut, das bundesweit Tierseuchen beobachtet. (dpa)

9.41 Uhr: Auch die Tübinger Stadtbücherei und ihre Zweigstellen sind wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossen. Doch das muss niemanden davon abhalten, ganz bequem von zu Hause aus in Büchern zu schmökern, Zeitung zu lesen, Hörbücher zu hören oder Filme zu schauen. „Unsere Online-Angebote stehen auch während der Schließzeit rund um die Uhr zur Verfügung für alle, die gerade jetzt mehr Zeit für einen dicken Roman oder einen spannenden Film haben“, sagt Martina Schuler, die Leiterin der Stadtbücherei. Nötig ist dafür nur ein Leseausweis, mit dem man sich über das Internet in der eBibliothek anmelden kann. Ausweis beantragen und weitere Infos: tuebingen.de/stadtbuecherei.

9.12 Uhr: Die Sonne scheint, der Frühling erwacht: Normalerweise würden heute etliche Menschen in die Tübinger Altstadt strömen, bei Kaffee oder Bier die Zeit und das Leben genießen. Die Coronakrise verhindert das. Es ist wichtig, dass die Menschen zuhause bleiben. Doch auch da müssen Sie nicht auf den Stadtbummel verzichten: TAGBLATT-Fotograf Ulrich Metz lädt ein zum virtuellen Stadtrundgang.

An zehn Stationen lädt TAGBLATT-Fotograf Ulrich Metz zum virtuellen Stadtrundgang ein (Link im Text um 9.12 Uhr). Bild: Ulrich Metz

9.01 Uhr: Während Gastronomen tagtäglich für Beschäftigte in systemrelevanten Berufen kochen, hat das Modehaus Zinser der Tübinger Uniklinik eine Woche vor Ostern 240 Schoko-Hasen gespendet. „Eine kleine Osterfreude für die Helden der aktuellen Coronakrise“, schrieb das Unternehmen auf seiner Instagram-Seite. „Danke an das gesamte Klinik-Personal.“

8.37 Uhr: Olaf Scholz hält Wort: Am vergangenen Wochenende hatte der Finanzminister versprochen, in der Corona-Krise sollten Bonuszahlungen steuerfrei bleiben. Damit wolle er das Engagement vieler Arbeitnehmer honorieren, die „täglich im Einsatz unter erschwerten Bedingungen“ seien, „um uns zu versorgen“. Nun wurde das offiziell verkündet, nachdem sich das Bundesfinanzministerium mit den Bundesländern abgestimmt hatte: Für Zuschüsse und Sachbezüge von bis zu 1500 Euro, die zwischen 1. März und 31. Dezember 2020 ausgezahlt werden, fällt keine Lohnsteuer an. Zudem werden keine Beiträge zur Sozialversicherung abgezogen. (nbr)

8.06 Uhr: In Pfrondorf und Weilheim sind die Häckselplätze ab heute wieder offen. Die vorübergehende Schließung aufgrund der Coronakrise wurde aufgehoben, nur Hagelloch bleibt aus organisatorischen Gründen weiterhin geschlossen. Bei der Anlieferung gelten strenge Regeln: So dürfen immer nur zwei Fahrzeuge gleichzeitig auf den Häckselplatz fahren. Beim Ausladen müssen die Gartenbesitzer darauf achten, den Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen einzuhalten und den Anweisungen des Personals vor Ort folgen. Öffnungszeiten am Samstag: Weilheim 9 bis 13 Uhr, Pfrondorf 10 bis 16 Uhr.

7.42 Uhr: Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) stimmt Eltern, Pädagogen und Schüler auf eine Verlängerung der seit drei Wochen anhaltenden Ausnahmesituation ein. „Bund und Länder haben sich zu Recht darauf geeinigt, die Kontaktsperren bis zum 19. April zu verlängern. Schon daraus leitet sich ab, dass es am 20. April an Schulen und Kitas nicht schlagartig normal weitergehen kann“, sagte Eisenmann der „Südwest Presse“. Erst an dem Tag, an dem erkennbar sei, „dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wirken, können wir über einen Wiedereinstieg nachdenken.“ (swp)

Aus Liebe Abstand halten – Straßenmalerei auf dem Tübinger Lorettoplatz. Bild: Fabian Renz-Gabriel

7.30 Uhr: Der Videodienst „Zoom“ boomt. Doch das Unternehmen geht arg sorglos mit den Daten seiner Kunden um – was manchem bekannt vorkommt. „Zoom ist das Facebook der Videokonferenz-Systeme“, sagt Sicherheitsexperte Mike Kuketz auf Twitter. Möglichst viele personenbezogene Daten würden gesammelt, die dann gewinnbringend „ausgeschlachtet“ werden. „Es wird alles gesammelt, was bei drei nicht auf den Bäumen ist.“ (nbr)

7.18 Uhr: Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) will die Hilfen des Landes auf mittelständische Unternehmen ausweiten. Nach den Plänen sollen Firmen mit 51 bis 250 Mitarbeitern zinslose Kredite in Höhe von, je nach Größe, 150.000 bis 750.000 Euro für drei Monate angeboten werden, sagte das Ministerium auf Anfrage. Nach ersten Schätzungen rechnet das Ressort mit einem Kreditvolumen von 2 Milliarden Euro. (swp)

6.53 Uhr: Landrat Joachim Walter bittet alle, die in der Pflege helfen können, um Unterstützung. Und er sucht dringend Firmen mit Kontakten nach China. Kreisbrandmeister Marco Buess, der derzeit zum Chefeinkäufer des Kreises geworden ist, berichtete von der Maskenbeschaffung: 94000 FFP2-Masken hat Buess bisher besorgt. Dazu kommen noch 760000 einfache OP-Masken. Redakteurin Sabine Lohr hat die Pressekonferenz zusammengefasst.

 

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Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

6.29 Uhr: Das Obstgut Bläsiberg profitiert davon, dass in der Coronakrise weniger Menschen einkaufen gehen wollen. Bei der Zahl der Biokisten, die den Kunden nach Hause geliefert werden, gab es seit vorletzter Woche eine Zunahme um rund 30 Prozent, sagte Geschäftsführer Stefan Grüter im Gespräch mit TAGBLATT-Volontär Fabian Renz-Gabriel.

6.13 Uhr: Nach heftiger Kritik von Kirchen und Gewerkschaften hat die Landesregierung die Öffnung von Supermärkten am Karfreitag und Ostersonntag zurückgenommen. An beiden Tagen müssen die Geschäfte geschlossen bleiben, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag in Stuttgart mitteilte. Die Corona-Verordnung des Landes werde entsprechend geändert. (dpa)

6.02 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Zunächst unser alltäglicher Blick auf die Zahlen: 902 Menschen aus dem Kreis Tübingen sind mit dem Coronavirus infiziert, etwa 130 davon wieder genesen, schätzt Birgit Walter-Frank, Leiterin des Gesundheitsamts. Zehn Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus im Kreis gestorben. In Reutlingen sind 591 Fälle bekannt, es gab bislang im dortigen Kreis 12 Todesfälle. In ganz Baden-Württemberg gibt es mindestens 17.180 Infizierte (321 Todesfälle). Weiteres gibt es in unserem Live-Blog von Donnerstag und Freitag.

 

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Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet (täglich, auch am Wochenende, 8 bis 18 Uhr).

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
4. April 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
6. April 2020, 08:07 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. April 2020, 08:07 Uhr

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