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Covid-19 in der Region Tübingen

Corona: Der Live-Blog vom 21. Mai 2020

Seit Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im Kreis Tübingen Ende Februar berichten wir in Live-Blogs über die aktuellen Ereignisse der Coronakrise. Die Corona-Hotline des Gesundheitsamts und viele weitere Informationen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 gibt es am Textende.

21.05.2020

Von del

Die Corona-Patienten am Tübinger Uniklinikum sind überschaubar geworden – trotz der Infektionen auf der radioonkologischen Station. Archivbild: Moritz Hagemann

Donnerstag, 21. Mai

18.47 Uhr: Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg insgesamt weitere 82 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16.00 Uhr). Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 34.212 an. Davon sind ungefähr 30.586 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch1.942 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert.

16.19 Uhr:
Wer in diesem Jahr einen Urlaub auf einem Bauernhof im Südwesten plant, kann nun nach dem passenden Ferienhof mit Hilfe der App „Von Daheim - BW“ suchen. „Ab sofort präsentieren sich dort neben Hofläden, Schmeck-den-Süden-Gastronomen sowie Bäckereien, Metzgereien, Raiffeisenmärkten und auch baden-württembergische Ferienhöfe. Von idyllischen Weingütern über exquisite Wellnessbauernhöfe und Reiterhöfe bis zu Mitmachferien auf dem Bauernhof: Urlaub auf dem Land bietet für jeden Geschmack das Richtige. Um dieses tolle Angebot auf möglichst vielen Kanälen zu bewerben, sind ab sofort auch Ferienhöfe in unserer App vertreten“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, heute in Stuttgart. Gerade dieses Jahr denken viele Menschen angesichts des Coronavirus darüber nach, ob und wo sie ihre Ferien verbringen wollen. „Gast bei unseren Bauern zu sein ist keine Notlösung, sondern eine ganz besondere Alternative. Urlaub im Land verspricht kurze Wege, Erholung in herrlicher Natur und erstklassigen Genuss regionaler Produkte. Unsere Ferienhöfe sind so vielfältig wie unser Land – da ist für jeden etwas dabei“, sagte Hauk. Durch einen Urlaub auf dem Bauernhof könnten Verbraucher zudem Landwirten über die Schulter blicken und erfahren, wie heimische Lebensmittel hergestellt werden. Dieser Aspekt stünde auch im Fokus der neuen Kampagne ‚Wir versorgen unser Land‘. „Urlaub auf dem Bauernhof ermöglicht, unsere Bauern nicht nur in Filmen und auf Plakaten kennen zu lernen, sondern sie und ihre Arbeit live zu erleben und zu sehen, wie wichtig und vielfältig die Landwirtschaft ist. Dies macht einen Urlaub auf dem Bauernhof zu einem einzigartigen Erlebnis“, so Hauk. Er hoffe, dass sich viele Ferienhöfe in der App registrierten: „Je mehr Betriebe vertreten sind, umso attraktiver das Angebot“, betonte der Minister.

14.33 Uhr: Die Corona-Zahlen im Kreis Tübingen sind heute um zwei auf 1279 Fälle gestiegen.

14.19 Uhr: Im Landkreis Reutlingen gibt es 1528 bestätigte Fälle und damit eine Neuinfektion im Vergleich zu gestern.

 

 

11.35 Uhr: Vor leeren Rängen und mit Reitern mit Mundschutz wird an diesem Wochenende ein verkürztes Frühjahrsmeeting auf der Galopprennbahn in Iffezheim ausgetragen. Das kündigten die Veranstalter an, nachdem sie vom baden-württembergischen Kultusministerium die Erlaubnis für die Veranstaltung am Samstag und Sonntag bekommen hatten. Auch während der Rennen sollen die Reiter Masken tragen, teilten die Organisatoren mit. „Wir freuen uns, einen wichtigen Beitrag für den Fortbestand des Galoppsports in Deutschland zu leisten“, sagte die Geschäftsführerin von Baden Racing, Jutta Hofmeister, am Mittwoch. Die Veranstaltung sei „ein finanzieller Kraftakt“. Für beide Tage sind jeweils zwölf Prüfungen mit insgesamt 251 Pferden geplant. Es geht um ein Preisgeld von insgesamt 230 000 Euro. Sportlicher Höhepunkt ist der Große Preis am Sonntag, der mit 35 000 Euro dotiert ist. (dpa)

11.33 Uhr:
Eine für den Sonntag von der AfD geplante Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen in Stuttgart darf nach Angaben der Polizei nun doch nicht stattfinden. Die Versammlung wurde von der Stadt Stuttgart verboten, wie ein Sprecher der Polizei Stuttgart am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Unter anderem verwiesen die Behörden auf den Infektionsschutz in der Corona-Krise. Die AfD plant nun, einen Eilantrag gegen das Verbot zu stellen, wie die Partei mitteilte. Die Südwest-AfD wollte am 24. Mai mit einer Kundgebung in der Stuttgarter Innenstadt gegen die Beschränkungsmaßnahmen bei der Corona-Pandemie demonstrieren. Auch die AfD-Landesvorsitzende Alice Weidel sollte nach AfD-Angaben auf der Demonstration sprechen. „Früher hätten CDU-Innenminister in einem solchen Fall für Ordnung gesorgt und auch der Opposition Grundrechte zugestanden“, sagte der AfD-Landesvize Markus Frohnmaier. „Wir werden deshalb einen Eilantrag stellen und unser Recht auf Versammlungsfreiheit gerichtlich durchsetzen!“ Die AfD hatte die Versammlung ursprünglich mit 500 Teilnehmern geplant. (dpa)

11.26 Uhr:
Für die 35 Thermen im Land soll es trotz Corona so schnell wie möglich eine Öffnungsperspektive geben - das forderte am Donnerstag Tourismusminister Guido Wolf (CDU) in Stuttgart. Spätestens in der ersten Junihälfte sollen die Thermen demnach wieder in Betrieb gehen dürfen, hieß es. Vor der Schließung wegen der Pandemie hätten wöchentlich rund 180 000 Gäste die Thermen des Landes besucht, davon rund ein Drittel ausschließlich zu rein medizinischen und therapeutischen Zwecken. „Wir dürfen in der aktuellen Diskussion über die Wiedereröffnung von Schwimmbädern nicht vergessen, dass viele Menschen im Land die regelmäßige Bewegung im Thermalwasser aus medizinischen Gründen benötigen“, sagte Wolf. Diesen Menschen solle man zeitnah eine Perspektive geben. „Die 35 Thermen im Land stehen mit umfassenden Hygiene- und Abstandskonzepten bereit.“ Bei den Heilbädern handele es sich um eine jener Branchen, die durch die Krise und die vollständigen Schließungen in erhebliche wirtschaftliche Probleme geraten seien. Deshalb müsse man kommende Woche auch über finanzielle Hilfe reden, sagte Wolf. (dpa)

10.44 Uhr:
In Baden-Württemberg galten 48,5 Prozent der Erwerbslosen nach jüngsten Daten für 2018 als armutsgefährdet - in ganz Deutschland 57,4 Prozent. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, nannte es einen Skandal, dass die Bundesregierung einer Ausbreitung und Verfestigung von Armut nicht gegensteuere. „Besonders dramatisch ist die Situation derzeit in der Corona-Krise.“ Schon bisher sei mit den Hartz-IV-Regelsätzen kaum ein Leben möglich gewesen. „Nun sind viele preisgünstige Produkte oft vergriffen oder teurer geworden.“

9.11 Uhr: Babyzeit am Affenberg Salem am Bodensee. Sie erkunden schon neugierig ihre Umwelt: Auf dem Affenberg in Salem am Bodensee gibt es den ersten Nachwuchs dieses Jahres. Bislang sei eine Handvoll Tierbabys geboren worden, es könnten aber bis zu 15 kleine Berberaffen werden, sagte Parkleiter Roland Hilgartner. Der Affenberg ist derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen, die Eröffnung ist für den 25. Mai geplant. Vermissen die Affen die Besucher? „Die nicht, aber meine Mitarbeiter und ich schon“, sagte Hilgartner. Für die Berberaffen sei es kaum relevant, ob Menschen durch den Park liefen oder nicht - da die Besucher ohnehin nur in einen kleinen Bereich des weitläufigen Geheges dürfen. „Das hat keinen Einfluss auf ihr Verhalten.“

7.57 Uhr: Während der ersten Woche der Lockerungen in der Tübinger Gastronomie waren bei gutem Wetter viele Biergärten und Caféterrassen zwar gefüllt – doch die Umsätze der Wirte werden trotz allem bei Weitem nicht an die Zahlen aus Nicht-Corona-Zeiten heranreichen. Alle sind weiterhin auf staatliche Hilfen angewiesen, wollen aber ihre Gäste auch zum Spenden in Form eines „Gastro-Soli“ animieren. Das Projekt ist eine Initiative der Tü-Gast und der städtischen Wirtschaftsförderung. Interessierte Gäste sind höflich dazu aufgerufen, ihren Aufenthalt in den Wirtschaften durch einen Zusatz-Obulus von 2 Euro für die Betriebe rentabler zu gestalten. Viele Gastgeber, so die Philosophie, würden derzeit weniger aus (kaum möglichem) Profit-Interesse öffnen, sondern „weil es in ihrer DNA steckt und alle wieder Lust auf Betrieb haben“, so die teilnehmenden Betriebe.

6.27 Uhr: Weniger Einnahmen, höhere Kosten: Der Kreis steht vor schwierigen Etat-Jahren. Auf dem Festplatz wurden etwa die Corona-Teststation und die Fieberambulanz eröffnet. Letzteres wäre eigentlich Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung gewesen, sagte Landrat Joachim Walter. Der Kreis sei aber eingesprungen und habe auch die Personalkosten ausgelegt. Insgesamt kommen bis Ende Mai Ausgaben von rund 440 000 Euro zusammen.

6.11 Uhr: Und gleich auch noch die Zahlen des Tübinger Uniklinikums hinterher. Dort wurden gestern 22 mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt, davon elf auf der Intensivstation. Tags zuvor waren es noch 23 Personen insgesamt gewesen.

6.07 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Auch am Vatertag gibt es unseren Live-Blog. Wir starten – wie so oft – mit einem Blick auf die Zahlen. In Tübingen gab es gestern eine Neuinfektion, in Reutlingen keine. Damit stehen aktuell 1277 und 1527 Infektionen in den beiden Kreisen zu Buche. Die ganz große Mehrheit davon ist bereits wieder genesen.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

 

 

 

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Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
21. Mai 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
21. Mai 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2020, 06:30 Uhr

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