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Covid-19 in der Region Tübingen

Coronavirus: Der Live-Blog vom 31. März und 1. April

Seit Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im Kreis Tübingen Ende Februar berichten wir in Live-Blogs über die aktuellen Ereignisse der Coronakrise. Die Corona-Hotline des Gesundheitsamts und viele weitere Informationen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 gibt es am Textende.

31.03.2020

Von del/hz/itz/job

Wie in allen Kliniken und Pflegeeinrichtungen wird auch in der Rehaklinik in Bad Sebastiansweiler auf das strenge Besuchsverbot hingewiesen. Die Rehaklinik hält freie Betten für Patienten aus Akutkliniken bereit und sorgt sich zugleich um finanzielle Vergütungen. Bild: Uli Rippmann

Mittwoch, 1. April

21.26 Uhr: Die Osterferien haben offiziell noch gar nicht begonnen, doch im regionalen Tarifverbund Naldo (Neckar-Alb-Donau) gilt seit anderthalb Wochen fast überall der Ferienfahrplan. Es fahren also weniger Busse und Züge als sonst. Schließlich bleiben die Schüler/innen ja jetzt schon zu Hause. Aber das Sparprogramm hat auch einen gravierenden Nachteil: In den verbleibenden Bussen und Zügen müssen die Fahrgäste nun enger zusammen rücken.

20.30 Uhr: Im November brach Naomi Lüderitz auf, um bei „Work and Travel“ eine gute Zeit zu haben. Es kam anders. Seit Dienstag ist die Reustenerin zurück aus Bali – dank des Rückholprogramms des Auswärtigen Amtes.

19.33 Uhr: Zu viele Hilfsanträge auf einmal: Als vergangenen Mittwoch gegen 19 Uhr die Corona-Soforthilfe des Landes online ging, haben so viele Betroffene den Antrag hochgeladen, dass der zentrale Server der Industrie- und Handelskammer Reutlingen zeitweise in die Knie ging. Das teilte die IHK auf Nachfrage des TAGBLATTs mit.

19.30 Uhr: Im Südwesten haben sich nachweislich weitere 1267 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit steige die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 14 580, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Es bezieht sich damit auf die um 16 Uhr landesweit vorliegenden Zahlen.

19 Uhr: In den Gerichten finden kaum Verhandlungen statt, viele Prozesse sind abgesagt oder länger unterbrochen, Richter und Richterinnen arbeiten im Homeoffice. Strafverteidiger, die nicht Teil einer größeren Kanzlei sind und denen ein Prozess nach dem anderen abgesagt wird, kommen schnell an ihre wirtschaftlichen Grenzen: „Die trifft es knüppelhart“, sagt der Vorsitzende des Tübinger Anwaltvereins Christian Weber.

18.31 Uhr: Vom morgigen Donnerstag, 2. April, an ist die Filiale der Tübinger Kreissparkasse (KSK) in der Hartmeyerstraße wieder geöffnet. Die KSK-Filiale auf der Wanne wurde wegen eines Corona-Verdachts vorübergehend geschlossen. Dieser habe sich jedoch nicht bestätigt, so der KSK-Vorstand in einer Pressemitteilung. Demnach sind dann 36 der 37 Filialen in der Region Tübingen geöffnet, die weiterhin geschlossene KSK in Ofterdingen soll am Montag, 6. April wieder öffnen.

18.25 Uhr: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat dazu aufgerufen, wegen des Coronavirus zu Ostern auf Besuche bei Verwandten und Freunden zu verzichten.

18 Uhr: Laut Landratsamt sind erneut zwei Menschen aus dem Kreis Tübingen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Beide seien hochbetagt gewesen und hatten Vorerkrankungen. Die Zahl der gesichert Infizierten im Kreis stieg gegenüber gestern um 47 von 760 auf 807. Auch das Uniklinikum hat neue Fallzahlen herausgegeben: Heute seien 25 mit dem Coronavirus infizierte Patienten auf der Infektionsstation und 33 auf der Intensivstation in Behandlung, gestern waren es 35 auf der Infektionsstation und 29 Intensivpatienten gewesen.

 

 

17.50 Uhr: Corona-Risikogruppen können künftig auch in den Feriendörfern des Familienerholungswerks der Diözese Rottenburg-Stuttgart untergebracht werden.

17.30 Uhr: Die Basketballer melden Kurzarbeit an: Bei den Tigers Tübingen betrifft das von heute an Mannschaft und Geschäftsstelle.

16.40 Uhr: Das Reutlinger Landratsamt meldet die neuen Zahlen für den Landkreis: Demnach sind nun 472 Infektionen durch ein Labor bestätigt, 39 mehr als gestern. Bislang sind 6 Menschen aus dem Kreis gestorben, die das Virus nachweislich im Körper hatten. Insgesamt wurden 2843 Abstriche gemacht, 18 Erkrankte sind gesichert genesen.

16.25 Uhr: Weltweite Spitzenwissenschaftler im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) wollen sich besser mit den Gesundheitswissenschaften vernetzen, um das Coronavirus zu bekämpfen. „Wesentlich für die erfolgreiche Anwendung von KI-basierten Methoden wird die direkte Zusammenarbeit zwischen Experten aus der Epidemiologie oder Virologie und KI-Experten sein“, teilte der Physiker, Mathematiker und Informatiker Bernhard Schölkopf der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mit.

14.22 Uhr: Reichen hektische Aufkäufe von Schutzausrüstung jetzt noch aus? Wie beeinflussen die Kontaktverbote, die das soziale Leben beinahe komplett zum Erliegen bringen und einen Eingriff in die Grundrechte bedeuten, die Bevölkerung? Wie können die kommenden Wochen gemeistert werden? Darüber diskutiert der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen morgen Abend gemeinsam mit zwei Stuttgarter Experten im SWR-Fernsehen (im Anschluss an das ARD Extra um 20.15 Uhr).

13.54 Uhr:
Da das Land Baden-Württemberg Schutzausrüstung wie Masken, Brillen, Anzüge und Handschuhe zentral beschafft und an die Landkreise liefert, hat der Landesapothekerverband nun die Stadt- und Landkreise aufgefordert, auch Apotheker bei der Verteilung von Schutzausrüstung gegen das Coronavirus zu berücksichtigen. (dpa)

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 


13.33 Uhr:
Wie hat sich der Alltag in der Corona-Krise verändert? Welche Auswirkungen hat die Krise auf die Region oder die Familie? Angelehnt das Prinzip des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, der seit fast 50 Jahren von der Hamburger Körber-Stiftung ausgeschrieben wird, können Kinder und Jugendliche ein eigenes Beispiel, eine Erinnerung, ein Fundstück, ein eindrückliches Erlebnis oder Gespräch auswählen, das zeigt, wie sich die Krise auf die eigene Familie oder die Region auswirkt. „Geschichte für morgen. Unser Alltag in der Corona-Krise“ ist ein bundesweiter Mitmach-Wettbewerb der Körber-Stiftung und des neugegründeten coronarchivs.Durch die Beiträge für die Mitmach-Aktion werden die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen auf die Corona-Pandemie dokumentiert. Für die Historikerinnen und Historiker in der Zukunft können das interessante Quellen sein“, sagt der Bochumer Professor Christian Bunnenberg, Geschichtsdidaktiker und Mitinitiator des coronarchiv. Die Art der Präsentation ist von den Teilnehmenden frei zu wählen: Ob Foto, kurzes Video- oder Audiodokument, ein kreativer oder sachlicher Text, ein Interview, ein Plakat oder eine Collage - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Um die Verbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen, sei es wichtig, die derzeitigen Kontaktverbote einzuhalten. Junge Menschen sollen in der Mitmach-Aktion von zu Hause aus auf Spurensuche gehen. Alle eingereichten Beiträge gehen in das coronarchiv über. Zudem lobt die Körber-Stiftung zehn Buchpreise für die besten Einsendungen aus und stellt die Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren Themen vor. Mitmachen können alle Kinder und Jugendliche bis 21 Jahren. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2020.

13.20 Uhr:
Die Stadt Reutlingen kommt der lokalen Wirtschaft entgegen. Ab sofort können ortsansässige Unternehmen und Gewerbetreibende die Stundung ihrer Gewerbe- und Vergnügungssteuerzahlungen beantragen. „Wir wollen alle unterstützen, deren Betriebe von der Corona-Epidemie betroffen sind“, betont OberbürgermeisterThomas Keck, „Insolvenzen müssen möglichst vermieden werden“. Gestundet werden alle Steueransprüche, die bis zum 31. Dezember 2020 fällig werden, heißt es in der Pressemitteilung. Über Anträge, die einen Zeitraum von vier Monaten ab dem Fälligkeitsdatum der Forderung umfassen, werde unbürokratisch ohne Vorlage von Nachweisen entschieden. Den schriftlichen Antrag können Gewerbetreibende bei der Stadtkasse der Stadt Reutlingen, Marktplatz 22, 72764 Reutlingen, oder per E-Mail einreichen. Enthalten müssen die Anträge lediglich Art, Höhe und ursprüngliche Fälligkeit der zu stundenden Forderung sowie derZeitraum, bis wann gestundet werden soll. Notwendig ist außerdem eine Begründung, dass der Betrieb aufgrund behördlicher Anordnung geschlossen wurde, von Auftragsrückgängen wegen der Corona-Pandemie betroffen ist und dass das Begleichen der Forderung derzeit eine erhebliche Härte für den Betrieb darstellt. Über die Stundung hinaus können Gewerbetreibende auch die Herabsetzung ihrer Vorauszahlungen beantragen: Zuständig dafür ist das Finanzamt Reutlingen.

12.49 Uhr: In der diakonischen Einrichtung Mariaberg in Gammertingen nimmt die Zahl der am Coronavirus Erkrankten stark zu. Wie es in einer Pressemitteilung der Einrichtung heißt, habe es innerhalb weniger Tage „einen drastischen Anstieg“ gegeben. Mariaberg betreibt unter anderem Wohnangebote für Menschen mit Behinderung und Jugendliche im Landkreis Sigmaringen sowie in den angrenzenden Landkreisen. Hauptsitz ist im Gammertinger Stadtteil Mariaberg. Nachdem in den letzten Wochen nur einzelne Verdachtsfälle im Bereich der Mitarbeitenden der Einrichtung zu verzeichnen worden waren und diese sich in häusliche Isolation begeben hatten, sei das Corona-Virus nun „bei den Klientinnen und Klienten sowie den Mitarbeitenden in großem Umfang angekommen“. In mehreren Wohnangeboten in Mariaberg sowie in Wohnangeboten in Trochtelfingen und Burladingen gebe es aktuell knapp 50 positiv getestete Fälle. Die Einrichtung hat, sofort nach Bestätigung der ersten Infektion, die vollständige Durchtestung der jeweiligen Wohnangebote veranlasst. Dadurch sei innerhalb von nur drei Tagen die hohe Anzahl positiv getesteter Klienten und Mitarbeitenden gefunden worden. Die erkrankten Personen seien nun in Quarantäne, mögliche Kontaktpersonen würden gelistet und soweit erforderlich getestet. Für die Mariaberger Wohnangebote stünden derzeit zwei Ärzte für Hausbesuche und tägliche Gesundheitsüberprüfungen zur Verfügung.

 

 


12.34 Uhr:
Der Botanische Garten der Universität Tübingen schließt ab morgen nun auch das Freigelände und das Arboretum für Besucherinnen und Besucher. Jeweils aktuelle Informationen sowie Fotos von derzeit blühenden Pflanzen gibt es auf der Homepage des Botanischen Gartens.

11.09 Uhr:
Noch lässt sich an der monatlichen Auswertung der Arbeitsmarktzahlen nicht ablesen, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf den regionalen Arbeitsmarkt hat. Sie werden sich erst im April in der Statistik niederschlagen.

10.39 Uhr:
An Menschen in der Region, die unter Quarantäne stehen oder aufgrund ihres Alters nicht selbst einkaufen gehen können, verteilt eine Solidaritäts-Aktion kostenlose Lebensmittelpakete, die das Nötigste und Toilettenpapier enthalten. Betroffene können sich unter der Telefonnummer 0172-9457355 melden.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 


10.21 Uhr:
In der Landwirtschaft fehlen Saisonarbeitskräfte. Doch im Kreis Tübingen sind nur wenige Betriebe auf die Aushilfen angewiesen – zumindest noch nicht in diesen Wochen. TAGBLATT-Mitarbeiter Mario Beißwenger hat mit Landwirten in der Region gesprochen.

9.57 Uhr:
Ausfallende Therapien und weniger Patienten: Wie die Rehaklinik Bad Sebastiansweiler freie Betten für Patienten aus Akutkliniken bereithält und sich zugleich um finanzielle Vergütungen sorgt, berichtet TAGBLATT-Redakteurin Susanne Wiedmann.

9.18 Uhr:
Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Behandlung gerade von jungen Patienten mit psychischen Problemen aus. Da helfen dann keine einfachen Beschäftigungstipps für Kinder, die wegen geschlossener Kindergärten oder Schulen zu Hause bleiben müssen. TAGBLATT-Mitarbeiter Mario Beißwenger hat mit der niedergelassenen Poltringer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Annette Schulz gesprochen.

8.51 Uhr:
In der Region wie überall im Land gibt es viele Menschen, die gerade in der Krise anderen ihre Hilfe anbieten. Das Land Baden-Württemberg ermöglicht durch das Förderprogramm „Beteiligungstaler. Projektfonds zur Förderung von Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung“ eine Unterstützung von Initiativen im Bereich Corona. Gefördert werden können zivilgesellschaftliche Gruppen aus Baden-Württemberg mit und ohne eingetragener Rechtsform (Bürgergruppen, Arbeitskreise, Verbände usw.). Dabei können Sachkosten in Höhe von bis zu 2.000 Euro als Zuschuss erstattet werden. Den Antrag müssen die Initiativen stellen, von den Kommunen muss dieser lediglich bestätigt werden. Zudem müssen ein Ansprechpartner und ein Konto gegeben sein. Das Angebot sollte auf eine langfristige Implementierung ausgelegt sein. Initiativen können Anträge fortlaufend bei der Allianz für Beteiligung bis zum 31.07.2020 stellen.

 

Push-Service:
Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

 


8.37 Uhr:
Die Universitäten und Hochschulen im Südwesten bereiten sich auf einen weitgehend digitalen Lehrbetrieb im Sommersemester vor. „Sofern ab dem 20. April kein Regelbetrieb stattfinden kann, wird ein größerer Teil der Studienleistungen digital erbracht werden“, teilte die Landesrektorenkonferenz mit.

8.18 Uhr:
Mitten in der Corona-Krise hat das Land Baden-Württemberg einen Vertrag über die Lieferung von 30 Millionen Schutzmasken abgeschlossen. In der Krise soll die Großlieferung aus China dem Material-Mangel abhelfen.

Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sagte, die nächsten 14 Tage seien für den Kampf gegen das Virus „absolut entscheidend“. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Bevölkerung aufgerufen, sich weiter strikt an die Vorgaben zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus zu halten. Bisher würden die Kapazitäten der Krankenhäuser im Land ausreichen, seine Regierung sei auch dabei, sie weiter auszubauen. (swp)

Coronavirus: Der Live-Blog vom 31. März und 1. April

Zuhause statt im Klassenzimmer: digitaler Unterricht in Corona-Zeiten. Bild: Amancay Kappeller


7.51 Uhr:
Normalerweise würden die Schüler im Land nun im Klassenzimmer sitzen. Doch seit zwei Wochen lernen die Kinder und Jugendlichen zu Hause. Der Unterricht über Online-Plattformen stellt Lehrer und Schüler vor Herausforderungen. TAGBLATT-Mitarbeiterin Amancay Kappeler hat sich in den digitalen Klassenzimmern umgehört.

7.42 Uhr:
Wie sind Menschen früherer Zeiten konstruktiv mit den Herausforderungen einer Epidemie umgegangen? Im ersten Teil unserer neuen Serie „Seuchen in der Weltliteratur“ nimmt TAGBLATT-Mitarbeiter Achim Stricker Boccaccios „Decamerone“ unter die Lupe.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 


7.15 Uhr: Schutzmasken
sind noch rarer als Toilettenpapier. Und wo sie auftauchen, werden sie zu irren Preisen gehandelt. TAGBLATT-Redakteurin Ulla Steuernagel berichtet über eine neue Maske, die eine Tübinger Agentur ausgetüftelt hat.

6.31 Uhr:
Zeit, für gute Nachrichten: Das Spendenkonto der Bürgerstiftung wurde schon jetzt reichlich bestückt und ebenso gut nachgefragt. Innerhalb von nur sechs Tagen sind über 40000 Euro auf das Konto zur Corona-Sorthilfe eingegangen.

6.19 Uhr:
Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Das ist ein bundesweiter Rekord, auf den die ganze Universität stolz ist. Über 1200 Medizinstudierende aus Tübingen haben sich freiwillig gemeldet, um Ärzte und Pflegekräfte am Universitätsklinikum im Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen. Der stellvertretende TAGBLATT-Chefredakteur Ulrich Janßen erklärt, wie Tübingens Universität mit den Folgen des Shutdowns kämpft.

Dienstag, 31. März

21.49 Uhr: Die Gomaringer Sozialdemokraten würden die Bürgermeisterwahl am Sonntag gern verschieben. „Gerade wir als Gemeinde sind in der Pflicht, alles zu tun, dass sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt“, schreibt Daniela Diestel im Namen der ganzen Fraktion an den Gemeindewahlausschuss. Es sieht aber so aus, als fände sie wie geplant statt. Man nehme das Thema keinesfalls auf die leichte Schulter und sei seit Wochen in Kontakt mit der Rechtsaufsicht, versichert Hauptamtsleiter Martin Schindler, der dem Gemeindewahlausschuss vorsteht. Aber eigenständig dürfe die Gemeinde die Wahl nicht absagen, die Entscheidung werde auf Landesebene getroffen. Das Land hat inzwischen entschieden, Bürgermeisterwahlen nicht generell zu verschieben, aber den Kommunen Handlungsspielraum zu lassen. Das Landratsamt sieht eine Absage der Gomaringer Wahl „nicht als geboten“ an: „Die Infektionslage der Gemeinde ist nicht auffällig und die Gemeinde hat in Abstimmung mit der Rechtsaufsicht intensive infektionsschützende Maßnahmen ergriffen, um eine ordnungsgemäße Wahl sicherzustellen.“ Auch hätten schon zahlreiche Wähler/innen Briefwahl gemacht. Würde die Wahl verschoben, müssten diese Stimmen unberücksichtigt bleiben. „Das wäre für die Wähler, die bereits gewählt haben, ein demokratisch bedenkliches Vorgehen.“ Sowohl das Landratsamt als auch die Gemeinde raten, per Brief zu wählen. (gs)


Auch in Walddorfhäslach steht eine Bürgermeisterwahl geplant. Trotz der Corona-Pandemie hält die Unteramtsgemeinde derzeit am Termin Sonntag, 26. April, für den ersten Wahlgang fest, in dem aller Voraussicht nach

auch schon die Entscheidung fallen dürfte. Nach dem Ende der Bewerbungsfrist hat am Montagabend der Gemeinde-Wahlausschuss getagt. Seither steht fest, dass sich außer Amtsinhaberin Silke Höflinger nur noch der Dauerkandidat Samuel Speitelsbach aus Ravenstein im Neckar-Odenwaldkreis für den Chefsessel im Walddorfhäslacher Rathaus bewirbt. Für Höflinger wäre es im Falle ihrer Wiederwahl die dritte Amtszeit.

20.57 Uhr:
Sein Zustand ist stabil: Der Bewohner des Mössinger Haus Blumenküche, der Ende vergangener Woche positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, ist noch im Krankenhaus, muss aber nicht beatmet werden, teilte die BeneVit-Gruppe mit, die das Pflegeheim betreibt. Inzwischen ließ sich das Virus auch bei einer Mitarbeiterin, einem Auszubildenden und einer weiteren Bewohnerin nachweisen. Die ältere Frau sei nicht in einem kritischen Zustand. Eine weitere Mitarbeiterin ist in Quarantäne und wird getestet. Die anderen Bewohner/innen sind laut BeneVit symptom- und verdachtsfrei. 68 stationäre Pflegeplätze gibt es im Haus Blumenküche, verteilt auf sechs Wohnungen. Dieses Hausgemeinschaftskonzept ist laut Geschäftsführer Kaspar Pfister von Vorteil, denn so bestehe „die berechtigte Hoffnung, dass sich das Virus im Falle einer Infektion nicht auf das gesamte Haus ausbreitet, sondern sich im schlimmsten Fall auf eine Wohngemeinschaft beschränkt“. „Unsere Schutzmaßnahmen liegen oft über der empfohlenen Vorgehensweise“, versichert BeneVit. „Wir verfolgen jede Ansteckung auf den Ursprung zurück, was nicht immer leicht ist.“ Zudem habe man schon frühzeitig die Schutzausrüstungs-Bestände aufgefüllt. „Wir tun alles dafür, dass sich weder Bewohner noch Mitarbeiter infizieren“ - aber verhindern lasse sich das nicht immer. (gs)

19.52 Uhr:
Auch in Tübingen können Verstöße gegen die Corona-Verordnung des Landes können teuer werden. Wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht, haben mindestens 25 Personen in Tübingen am Wochenende gegen die Corona-Verordnung des Landes verstoßen und werden dafür jetzt zur Kasse gebeten. Viermal hatten sich mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum versammelt; dreimal wurde das Verbot der Nutzung öffentlicher Spiel- und Bolzplätze missachtet; viermal hatten Geschäfte oder Lokale rechtswidrig geöffnet. „Ich verstehe gut, dass die Menschen bei dem schönen Wetter ins Freie wollen. Doch wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit hohen Geldbußen rechnen“, warnt Oberbürgermeister Boris Palmer. „Sowohl die Polizei als auch unsere städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind angehalten, Verstöße zu sanktionieren, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Nur, wenn alle ihren Teil dazu beitragen, können wir eine grundsätzliche Ausgangssperre verhindern.“ Gemäß der Corona-Verordnung des Landes darf man sich draußen derzeit nur alleine oder höchstens zu zweit aufhalten. Eine Ausnahme gilt nur für Angehörige desselben Haushalts: Sie dürfen auch dann zusammen nach draußen gehen, wenn es mehr als zwei Personen sind. Wer anderen Menschen begegnet, muss einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Geldbuße von 100 bis 1.000 Euro rechnen. Die Beschränkung auf zwei Personen greift auch bei Autofahrten: Hier sind drei oder mehr Personen in einem Fahrzeug nur dann erlaubt, wenn die Fahrerin oder der Fahrer und alle Beifahrer im selben Haushalt wohnen. Und wenn ein Geschäft Speisen zum Mitnehmen verkauft, ist der Verzehr an Ort und Stelle grundsätzlich nicht erlaubt. Außerhalb des öffentlichen Raums, also beispielsweise in einer Wohnung, in einem privaten Garten oder auf einer Terrasse, dürfen sich nicht mehr als fünf Personen treffen. Ausgenommen sind hiervon nur Verwandte in gerader Linie (Eltern, Großeltern, Kinder, Enkelkinder) und deren Ehegatten oder Lebenspartner sowie Personen, die in häuslicher Gemeinschaft miteinander leben. Bei Missachtung droht ein Bußgeld von 250 bis 1.000 Euro pro Person. Wer eine eigentlich geschlossene Einrichtung wie einen Frisörsalon oder eine Bar weiterbetreibt, muss 2.500 bis 5.000 Euro bezahlen. Wer einen öffentlichen Spiel- oder Bolzplatz nutzt, muss ebenfalls mit einem Bußgeld rechnen. Bei wiederholten Verstößen stehen Bußgelder bis zu 25.000 Euro im Raum.

19.35 Uhr:
Wie das Gesundheitsministerium mittteilt, steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 13.313 an, nachdem das Landesgesundheitsamt am Nachmittag weitere 1.056 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet hatte. Das Durchschnittsalter beträgt 49 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 101 Jahren. Ungefähr 627 Personen sind unterdessen von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit als hoch ein, für Risikogruppen als sehr hoch. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nehme mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt aus den Landkreisen Böblingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Enzkreis, Esslingen, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Lörrach,Ludwigsburg, Ortenaukreis, Ostalbkreis, Schwäbisch Hall, Sigmaringen, Tübingen undZollernalbkreis sowie aus den Städten Freiburg und Karlsruhe 33 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 196 an. Unter den Verstorbenen waren 132 Männer und 64 Frauen. Das Alter lag zwischen 41 und 98 Jahren. 63 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.


Der Landkreis Tübingen liegt im landesweiten Vergleich hinter dem Hohenlohekreis auf Platz Zwei, was die Zahl der Infektionen im Vergleich zur Einwohnerzahl betrifft.

19.29 Uhr:
Seit dem 17. März sind die Schulen dicht. Der Unterricht über Online-Plattformen stellt Lehrer und Schüler vor Herausforderungen. Wie läuft das E-Learning im Steinlachtal? Die Meinungen gehen zum Teil auseinander. „Man kann sich den Unterrichtsstoff freier einteilen“, sieht eine 13-jährige Schülerin als Vorteil. Und ein 16-jähriger Schüler: „Ich finde Online-Schule ziemlich ineffizient und keine gute Lernmethode.“


19.05 Uhr:
Beim Land sind mehr als 166 000 Anträge auf Soforthilfe für die Corona-Krise eingegangen (Stand: Dienstagmittag). Gut 1500 Anträge in Höhe von rund 14 Millionen Euro seien bereits ausgezahlt worden, hieß es bei der staatlichen Förderbank L-Bank.

19.01 Uhr: Die Landkreise in Baden-Württemberg sollen statt zur Jahresmitte bereits am 1. April eine erste Zahlung von 100 Millionen Euro erhalten, um schnellstmöglich den Busunternehmen unter die Arme zu greifen, wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums erklärte. (dpa)

 

 



18.48 Uhr:
Das Tübinger Gesundheitsamt meldet 58 neue Fälle, damit sind im Kreis Tübingen 760 am Coronavirus erkrankte Menschen registriert. Auch das Uniklinikum Tübingen liefert neue Zahlen: Demnach werden dort 35 infizierte Patienten auf der Infektionsstation und 29 auf der Intensivstation versorgt.

Das Corona-Hilfe-Telefon der Stadt ist gefragt. Bild: Stadt Tübingen

18.03 Uhr: Rund 170 Anrufe hat die Stadtverwaltung in den ersten sechs Tagen am Corona-Hilfe-Telefon (siehe auch Infobox unten) entgegengenommen. Seit dem 20. März können sich dort Menschen melden, die Einkaufs- oder andere Hilfsdienste suchen, einen Rat benötigen oder einfach nur reden möchten, um die Krise besser zu bewältigen. Mitarbeitende der Stadtverwaltung stellen Kontakte her zu den Netzwerken, die sich gerade bilden, oder vermitteln an bestehende Organisationen, die Hilfe anbieten. Wie die Stadt mitteilt, haben in den ersten sechs Tagen 45 Anrufende nach Einkaufshilfen gefragt. Genauso groß war die Zahl derjenigen, die ihre Hilfe bei Besorgungen angeboten haben. Gesprächsangebote wurden ungefähr zehn Mal nachgefragt. Ebenso oft gingen Hinweise auf bereits bestehende Organisationen ein, die Hilfe bieten. Menschen mit Vorerkrankungen wie der Lungenkrankheit COPD sind besonders schutzbedürftig und meldeten sich deshalb mit ihren Fragen zum Umgang mit schwierigen sozialen Situationen. Ein weiteres Thema waren Wohnungsumzüge: Sind mehrere Helfer erlaubt? Müssen Umzüge verschoben werden? Auch hierzu gab es Ratschläge am Corona-Hilfe-Telefon. Per Mail kommen 20 bis 25 Anfragen täglich rein, berichtet Claudia Stöckl, die Koordinatorin der Stadtteiltreffs. Überwiegend würden sich Menschen melden, die helfen wollen. „Unter den Hilfesuchenden war auch die Anfrage einer Frau aus Leipzig“, erzählt Ulrike Stöhrer, Stadtteilsozialarbeiterin für die Weststadt. „Sie suchte nach Unterstützung für ihre Eltern, die in Tübingen leben. Regelmäßig erhalten wir per E-Mail Hinweise auf bereits bestehende oder neu aufgebaute Angebote von Gruppen, Vereinen oder Organisationen. Diese dokumentieren wir und lassen sie in unsere Antworten eingehen.“


17.44 Uhr:
Mit Unterstützung des Regierungspräsidiums Tübingen hat die Haigerlocher Firma LexXir ihre Produktion auf ein hochwertiges, hoch dosiertes Händedesinfektionsmittel auf Ethanolbasis umrüsten können. Als „Spirituosen- & Trendprodukthersteller“ habe sich die mittelständische Firma durch die aktuelle Pandemie ebenso bedroht gefühlt, wie andere Firmen der Luxusgüterbranche, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Umrüstung und Produktion soll dem Erhalt der Firma dienen. Außerdem soll das Desinfektionsmittel zu einem fairen Preis medizinsichen Einrichtungen und Personal helfen. Gemeinsam mit einer örtlichen Apotheke spende LexXir zudem für das Deutsche Rote Kreuz mehrere hundert Liter Desinfektionsmittel, um die Situation in den vom DRK provisorisch eingerichteten Lagern stabil zu halten. Die Produktion gelinge zur Zeit noch sehr gut, allerdings werd es zunehmend schwerer, passende Gebinde und hochwertiges Ethanol in ausreichenden Mengen zu bekommen, und dabei die Preise niedrig zu halten, heißt es in der Pressemitteilung weiter „Es herrscht auch bei unseren Lieferanten einezunehmende Knappheit an Rohmaterial. Wir prüfen derzeit, ob wir mit Rohstoffen aus Kooperationen mit Brauereien ethanolbasierte Flächendesinfektionsmittel realisieren können.“

17.39 Uhr:
Auf dem Reutlinger Wochenmarkt, der ab Donnerstag, 2. April, wieder jeden Donnerstag zum Einkaufen einlädt, wurden die Infektionsschutzmaßnahmen ausgeweitet, wie die Stadt mitteilt. Die Stadtverwaltung habe mehrere Maßnahmen dazu beschlossen: So sind die Marktstände großflächiger verteilt, um Besuchern und Händlern mehr Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Ab sofort werde in Bereichen, an denen sich meist viele Marktbesucher tummeln, Markierungen per Spraydose angebracht. Diese sollen deutlich auf das Abstandsgebot hinweisen. Die Hygienestandards an den Marktständen wurden außerdem weiter optimiert: Es gibt kaum noch Selbstbedienung und Imbissstände müssen auf Bewirtungstische verzichten. Zudem seien die Markthändler in der Regel mit Handschuhen und Desinfektionsmitteln ausgestattet, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

17.22 Uhr:
Der Kreis Reutlingen vermeldet 59 neue Fälle. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Erkrankten dort auf 433, davon sind 18 Menschen wiedergenesen. Der Kreis Reutlingen verzeichnet bis dato sechs Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.

17.02 Uhr: Die Tübinger Textilfirma Rösch verkauft Mund-Nasenmasken nun auch wieder an Privatkunden. Dies teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Ab sofort können bis zu 20 vom Unternehmen selbst hergestellte Masken im Online-Shop geordert werden. Die maximale Verkaufsmenge von zwei Boxen à zehn Masken kostet 190 Euro – was einem Preis von 9,50 Euro pro Maske entspricht. „Wir möchten, dass Privatpersonen bei Einkäufen, Busfahrten und Spaziergängen durch die Masken die Möglichkeit bekommen, andere schützen zu können“, so Ralf Herrmann, Geschäftsführer für Sales und Marketing bei Rösch Fashion. „Es ist Zeit, umzudenken. Wir können uns durch das konsequente Tragen solcher Mund-Nasen-Masken im öffentlichen Raum alle gegenseitig vor Infektionen schützen.“

16.58 Uhr:
Das lokale Online-Portal tueshop.de, das Tübinger Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern in Zeiten der Corona-Pandemie helfen soll, ist erfolgreich gestartet. Dies gab die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach werde der gemeinschaftliche Tübinger Online-Shop in dem man Produkte aus verschiedenen Tübinger Geschäften in einem einzigen Bezahlvorgang erstehen kann, gut angenommen. Auch Versandkosten fallen nur ein Mal an. Das Angebot ist für die Gewerbetreibenden zu Beginn kostenlos. Dies sei möglich, weil die Stadtverwaltung das Projekt über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen (WIT) mit zunächst 10 000 Euro unterstützt. „Die Plattform läuft sehr gut an. Es machen inzwischen auch Einzelhändlerinnen und -händler mit, die dem Thema Online-Handel bisher eher skeptisch oder abwartend begegnet sind“, sagt WIT-Geschäftsführer Thorsten Flink. „Hier entstehen nun Strukturen, die dem Tübinger Einzelhandel auch nach der Corona-Krise zugutekommen werden.“ In den ersten Tage habe es bereits mehrere Dutzend Bestellungen gegeben. Handel- und Gewerbetreibende, die die neue Plattform nutzen wollen, können sich bei der WIT (E-Mail an Annika.Fuerbringer-Raschke@tuebingen.de) oder direkt bei tuemarkt.de (E-Mail an info@tuemarkt.de) melden.

16.56 Uhr:
Zehntausende Firmen in Baden-Württemberg wollen wegen der drastischen Auswirkungen der Coronavirus-Krise zur Kurzarbeit übergehen. Bei der Arbeitsagentur seien bereits mehr als 70 000 Anträge eingegangen, sagte Regionaldirektions-Leiter Christian Rauch in Stuttgart. (dpa)

16.40 Uhr:
Ein Grüppchen im Park oder spielende Kinder am Sandkasten. Beides weitgehend verboten nach den Corona-Auflagen. Aber gleich die Polizei alarmieren und einen Verstoß melden? Politik und Polizei werben dafür.

Besonders am Wochenende hat die Polizei im Land viele Verstöße registriert. Die Einschränkungen sind scharf, die Bußgelder deftig. Dennoch hat die Polizei nach wie vor alle Hände voll zu tun. Sie verstärkt die Streifen, schreitet ein, löst auf - und zeigt hundertfach an. (dpa)

16.34 Uhr:
Die Opposition will Ausschuss-Sondersitzungen wegen Corona, denn sie fühlt sich zur Corona-Krise schlecht von der Landesregierung informiert. Die Opposition will daher, dass noch in dieser Woche Landtagsausschüsse zusammenkommen - wohl virtuell. (dpa)

 

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16.20 Uhr: Wie wirkt sich der (gefühlte) Mangel an Klopapier auf das Abwassersystem aus? Werfen die Leute derzeit vermehrt Feuchttücher und Desinfektionstücher ins Klo? Nein, sagte Tiefbauamtsleiter Jürgen Klein auf Nachfrage. In den Rottenburger Abwasserrohren und in den Kläranlagen seien bisher „keine Veränderungen zu sehen“. „Das Problem mit den Feuchttüchern haben wir schon seit einigen Jahren“, sagte Klein. Das Problem: Deren Fasern lösen sich im Abwasser nicht auf und sind nicht biologisch abbaubar. Das führe dann zu verstärkten „Verzopfungen“ an den Pumpen, die man mühsam entfernen muss. Bisher können die Kläranlagen das aber noch bewältigen; die Feuchttücher bleiben dort auch an den großen Rechen hängen.

16.12 Uhr:
Statt auf dem Rasen messen sich 26 Fußball-Profiklubs an der Konsole. Organisiert werden die virtuellen Duelle unter dem Motto unter dem Motto „Stay Home … and play!“. Weil zudem Live-Kommentatoren die Begegnungen der Fußball-Simulation „Fifa 20“ analysierten, bekamen die Fans auf der heimischen Couch ein wenig Ablenkung in Corona-Zeiten. (dpa/swp)

15.43 Uhr:
Das öffentliche Leben in Baden-Württemberg läuft wegen des Coronavirus nur noch auf Sparflamme. Die Regierung sieht keinen Anlass, jetzt über Lockerungen zu reden - im Gegenteil. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht wegen des Coronavirus eine Belastungsprobe auf die Krankenhäuser zukommen und hat deshalb eindringlich vor einer schnellen Lockerung der strengen Ausgangsbeschränkungen gewarnt.

Der Ministerpräsident geht angesichts der Coronakrise nicht von weiteren Dieselfahrverboten in Stuttgart aus. Er nehme an, dass sich das Thema auch aufgrund des drastischen Rückgangs der Fahrten erledige und man nicht zu weiteren Maßnahmen greifen müsse, sagte der Grünen-Politiker bei einer virtuellen Pressekonferenz in Stuttgart.

Kretschmann sagte außerdem, dass es in Baden-Württemberg vorerst weiterhin keine Pflicht geben werde, Masken oder anderen Mund- und Nasenschutz zu tragen. (dpa)

14.49 Uhr: Der Klinikverbund Südwest verlängert seine Schutzmaßnahmen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 1. Juni. Dazu gehöre auch das Verschieben aller nicht zwingend notwendigen Eingriffe und Sprechstunden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Klinikverbund Südwest betreibt Krankenhäuser in Böblingen, Calw, Herrenberg, Leonberg, Nagold und Sindelfingen. (dpa)

13.58 Uhr: „Wir müssen wissen, wem die infizierten Menschen begegnet sind, um Kontaktpersonen warnen zu können“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann heute in Stuttgart. Eine App, die Bewegungen von Menschen festhalten könnte, solle jedoch erstmal freiwillig genutzt werden. „Kein Mensch käme in normalen Zeiten auf die Idee, so etwas zu machen“, sagte er zu der Frage nach dem Schutz der Persönlichkeitsrechte. „Wir haben auch nicht vor, für solche Dinge Tür und Tor zu öffnen.“ Es seien aber keine normalen Zeiten. Außerdem ruft er dazu auf, festgestellte Verstöße gegen die strengen Corona-Regeln der Polizei zu melden. (dpa)

13.29 Uhr: Von Freitag bis Sonntag seien rund 3000 Ordnungswidrigkeiten und Straftaten in Baden-Württemberg zur Anzeige gebracht worden, sagte Innenminister Thomas Strobl am Dienstag in Stuttgart. Darunter seien 2000 Verstöße gewesen, bei denen sich mehr als zwei Menschen im öffentlichen Raum getroffen hätten. Er habe Sorge, dass mit dem besseren Wetter und während der Osterfeiertage noch mehr Menschen nach draußen strömen könnten. „Bitte halten Sie sich an die Regeln“, mahnte Strobl. Die Polizei werde auch in den nächsten Tagen Verstöße sanktionieren. Die gesamten Statements der führenden Politiker haben wir im Video unten verlinkt. (dpa)

12.57 Uhr: Trainieren mit Deutschlands „Sportlerin des Jahres“ – Malaika Mihambo macht’s in der Corona-Krise möglich: Die Weitsprung-Weltmeisterin lädt Grundschüler zur täglichen Übungsstunde auf Youtube in ihr Wohnzimmer ein. „Es sind unsichere Zeiten. Für uns Sportler, aber eben auch für alle“, sagte die 26-Jährige aus Oftersheim, die für die LG Kurpfalz startet, dem Onlineportal „leichtathletik.de“. Sie hat dabei vor allem die Kinder im Blick, die aktuell weder in die Schule noch zum Training in ihren Sportverein gehen können. (dpa)

Die Geschenke sind im Ammerbucher Samariterstift angekommen. Bild: Samariterstiftung

12.20 Uhr: „Und wieder ein Lichtblick in diesen schweren Tagen“, schreibt die Samariterstiftung an das TAGBLATT. In diesen Tagen trudeln nahezu täglich Herzensgrüße im Samariterstift Ammerbuch in Entringen ein. Leckere Mürbteigherzen, gefüllt mit Marmelade. Ein Dankeschön der Angehörigen für die Betreuung ihrer Liebsten. „Ein kleines Dankeschön für’s Immer-da-sein“ steht auf den Tütchen, in denen sie eingepackt sind. „Welch schöne, warme und herzliche Geste in diesen schweren Zeiten“, schreibt Pressereferentin Sabine von Varendorff. Seit zehn Tagen sind Besuche nicht mehr gestattet, „doch Gesten wie die Herzensgrüße lassen in diesen Zeiten trotz ,social distancing‘ ein Gefühl von Nähe und Zusammengehörigkeit wachsen“.

12.03 Uhr: Die Landesregierung informiert in einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage:

11.41 Uhr: Ein Mitglied der evangelischen Kirche in Württemberg will nicht hinnehmen, dass wegen der Coronavirus-Pandemie Veranstaltungen in Kirchen untersagt wurden, und zieht deswegen vor Gericht. Sein Eilantrag sei am 21. März eingegangen, teilte der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim am Dienstag mit. (dpa)

11.02 Uhr: Polizisten im Land sollten beim direkten Kontakt mit den Bürgern nach Auffassung der Deutschen Polizeigewerkschaft Schutzmasken tragen. „Ich halte für unabdingbar, dass die Kollegen Maske tragen“, sagte Landeschef Ralf Kusterer der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. (dpa)

10.49 Uhr: Die Tübinger Kreissparkasse vermeldet, dass die Filiale in der Hartmeyerstraße aufgrund eines Corona-Verdachtfalls geschlossen wurde. Die Selbstbedienungsgeräte stehen weiter zur Verfügung. Aus demselben Grund ist aktuell auch die Filiale in Ofterdingen zu. Die Bank teilt deshalb mit, dass 35 der 37 Filialen geöffnet sind.

 

 

10.42 Uhr: Das Zentrum für Psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Tübingen berät ab sofort mit einem niederschwelligen Angebot zu Ängsten und weiteren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, die mit dem Coronavirus und der aktuellen Situation in Verbindung stehen. Die Krisentelefon-Sprechstunde steht ab dem 1. April zur Verfügung, die Gespräche sind auf eine Dauer von 20 Minuten beschränkt:

  • Tel. 07071/29-62500 (Mo bis Fr von 10 bis 12 Uhr, Di, Mi, Do von 14 bis 16 Uhr): Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zusammen mit der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
  • Tel. 0174/3238512 (Mo, Di und Do zwischen 12 und 14 Uhr): Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie.

10.22 Uhr: Dass sich gerade der Großteil der Bevölkerung wegen des Coronavirus zuhause befindet, setzt der Mode-Branche merklich zu. Mit Esprit – unter anderem mit einem Shop in Rottenburg – verkündet nun ein großer Name in Deutschland: Wir halten das nicht durch. Mehrere deutsche Tochtergesellschaften von Esprit sind zahlungsunfähig, wie der Konzern per Mitteilung erklärte. (dpa)

9.37 Uhr: Die Solidarität ist in diesen Tagen ungebrochen. In Rottenburg schrieb Mia Marie Mebes einen Brief an Oberbürgermeister Stephan Neher, der das Schriftstück bei Facebook veröffentlichte. Kinder machen den Bewohnerinnen und Bewohnern in den Pflegeheimen eine Freude. „Stadt und Hospitalstiftung helfen dabei“, schreibt Neher. „Wir freuen uns auf Briefe und Bilder.“

9.28 Uhr: Auch das Leichtathletik-Meeting „Soundtrack“ der LAV im Stadion des SV 03 Tübingen steht vor der Absage. LAV-Sportdirektor Steffen Große geht nicht mehr davon aus, dass das Meeting am 20. Juni, dem ursprünglich geplanten Termin, ausgetragen werden kann. „Die Wahrscheinlichkeit dafür ist vielleicht bei 5 Prozent“, sagt Große im Gespräch mit TAGBLATT-Sportredakteur Hansjörg Lösel. Doch der LAV-Sportdirektor hofft, dass es trotz der Corona-Pandemie eine Neuauflage in diesem Jahr geben kann.

9.05 Uhr: Die Sportfreunde Dußlingen haben ihr 50. Pfingstsportfest mit Hanneslelauf, Jugend- und Elfmeterturnieren abgesagt. „Die Vorbereitungen dazu waren schon weit fortgeschritten. Die Corona-Pandemie hat uns jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht“, teilt der Verein mit. Die Entscheidung musste nun fallen, „um den Verein vor Schaden und finanziellen Verlust zu bewahren“. Der Pfingstsonntag fällt dieses Jahr auf den 31. Mai, die bisherige Corona-Verordnung des Landes gilt bis vorerst 15. Juni.

8.54 Uhr: Die Stadt Hechingen hat gegen einen Mann ein Bußgeld von 4000 Euro verhängt, weil er beruflich zwei Mal gegen die Corona-Verordnung verstoßen hatte, indem er Pflegeeinrichtungen betreten hatte – obwohl er unter Symptomen litt, die sich bestätigten. Das berichten unsere Kollegen des Zollern-Alb-Kuriers.

8.16 Uhr: „Es geht um unsere Existenz!“, schreibt Wolfgang Strobel, Geschäftsführer des Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten, in einem offenen Brief. „Wir stehen organisatorisch und ökonomisch vor großen Herausforderungen und wir werden auch die Möglichkeiten nutzen müssen, die der Gesetzgeber zur Regulierung wirtschaftlicher Schäden und Unwägbarkeiten zur Verfügung stellt. Durch den Ausfall der Spiele fallen überlebensnotwendige Einnahmen aus.“ Es gebe aber auch schon positive Zeichen von Fans und Partner und auch die Mannschaft habe ein positives Zeichen in Sachen Solidarität gesetzt.

 

In eigener Sache:
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8.09 Uhr: Angesichts der Rezession, die von der Corona-Pandemie in Deutschland ausgelöst wurde, hat die Bundesregierung die richtigen kurzfristigen Maßnahmen ergriffen, um die Beschäftigten und die Unternehmen vor den Auswirkungen zu schützen, loben die Wirtschaftsweisen. Für wichtig halten sie, schon bald ein Ausstiegsszenario aus den harten Einschränkungen festzulegen, um die wirtschaftliche Situation zu stabilisieren. Die Bundesregierung sollte sich jetzt schon überlegen, wie sie die Konjunktur nach einer Eindämmung der Pandemie wieder ankurbeln will. (nbr).

7.40 Uhr: Die Jugend- und Familienberatungszentren des Landkreises Tübingen sind in den Tagen der Coronakrise geschlossen – und gehen jetzt stärker auf die Familien zu. Die Berater rufen nun an. Wie das abläuft und wie das Angebot genutzt wird, erklärt TAGBLATT-Redakteur Michael Hahn.

7.26 Uhr: Trotz der Corona-Pandemie nutzten viele Menschen das schöne Wetter am vergangenen Samstag, um einen Ausflug zum Uracher Wasserfall zu machen. Wie die Kurverwaltung Bad Urach nun mitteilt, „werden ab Freitag die Anzahl der Parkplätze im Maisental (Parkplatz Uracher Wasserfall) stark reduziert und die Einhaltung der Regelungen der Corona-Verordnung des Landes wird durch die Polizei kontrolliert“. Ganz gesperrt werden soll der Wasserfall jedoch nicht.

7.04 Uhr: Leere U-Bahnen, viele Radfahrer auf den Straßen, weniger Autos: Die Corona-Pandemie hat die Mobilität bereits verändert. Doch kehrt nach der überstandenen Krise wieder alles zum Normalzustand zurück? Der Mobilitätsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ist skeptisch. Er prophezeit: Unsere Mobilität wird auf Dauer eine andere sein. (nbr)

6.41 Uhr: „Wir fangen online nur einen Teil dessen ab, was wir in den Läden erwirtschaften. Onlineversand ist unrentabler, weil wir Porto und Verpackung mitrechnen müssen. Außerdem müssen wir einen Großteil über Nacht beim Großhändler bestellen, da sind die Rabatte deutlich niedriger. Trotzdem ist der Onlinehandel für uns gerade extrem wichtig. Jeder Euro zählt“, sagt der Tübinger Osiander-Chef Christian Riethmüller im Interview mit Caroline Strang. (swp)

6.20 Uhr: Als Anna Schmid nach zwei Wochen Quarantäne wieder in einem Supermarkt war, fiel sie fast aus allen Wolken: „Ich stand fassungslos vor den Regalen. Mehl, Hefe, Klopapier – nichts da. Ich konnte es nicht fassen, dass die Bilder aus dem Fernsehen und der Zeitung echt waren.“ Was die Isolation mit einem macht und wie man die Welt sieht, wenn man nach der Covid-19-Erkrankung wieder gesund ist, erzählt eine Tübingerin der TAGBLATT-Redakteurin Lisa Maria Sporrer.

6.12 Uhr: Homeschooling anno dazumal: Vor 200 Jahren gab es in Rottenburg auch schon Unterricht zuhause – allerdings nicht wegen einer Pandemie. Die historische Geschichte erzählt TAGBLATT-Mitarbeiterin Ursula Kuttler-Merz.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

6.02 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Werfen wir zunächst einen Blick auf die aktuellen Zahlen: Im Kreis Tübingen gibt es derzeit 702 bestätigte Fälle, im Kreis Reutlingen sind es 374 nachgewiesen Erkrankte. In ganz Baden-Württemberg sind es mindestens 12.257. Mehr dazu in unserem Live-Blog der vergangenen Tage.

 

Push-Service:
Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

 

Ärzte beim Anlegen der Schutzkleidung für die ambulanten Versorgung von Patienten. Symbolbild: Ulmer

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet (täglich, auch am Wochenende, 8 bis 18 Uhr).

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

Zum Artikel

Erstellt:
31. März 2020, 06:15 Uhr
Aktualisiert:
31. März 2020, 06:15 Uhr
zuletzt aktualisiert: 31. März 2020, 06:15 Uhr

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