Covid-19 in der Region Tübingen

Corona: Der Live-Blog vom 30. April und 1. Mai

Seit Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im Kreis Tübingen Ende Februar berichten wir in Live-Blogs über die aktuellen Ereignisse der Coronakrise. Die Corona-Hotline des Gesundheitsamts und viele weitere Informationen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 gibt es am Textende.

01.05.2020

Von hz/job

Rund 100 Demonstranten und Demonstrantinnen zogen trotz Corona-Verordnung mit Fahnen, Transparenten und gehörigem Abstand durch die Tübinger Innenstadt. Bild: Volker Rekittke

Freitag, 1. Mai

19.16 Uhr: Die Mössinger Pflegeeinrichtung Haus Blumenküche zählte im Zeitraum von Ende März bis Mitte April 27 positiv auf Covid-19 getestete Bewohner. 19 sind mittlerweile wieder genesen. Sieben Bewohner der Einrichtung sind nach der Erkrankung verstorben. Darüber informierte der Betreiber des Haus Blumenküche, die BeneVit-Gruppe, in einer Pressemeldung.

Derzeit ist nur noch ein Bewohner erkrankt. Er befindet sich im Krankenhaus. Das bedeutet, dass kein infizierter Bewohner mehr im Haus ist. Auch 13 mit dem Corona-Virus infizierte Mitarbeiter sind wieder genesen. Das Haus gilt als infektionsfrei.

19.12 Uhr: Trotz Corona-Krise hat die Freiwillige Feuerwehr Dußlingen am Donnerstagabend einen Maibaum aufgestellt - ohne Feier und unter Rücksicht auf Hygienevorschriften. In der Nacht auf den 1. Mai sägten Unbekannte das 16-Meter-Prachtstück um. Als Kommandant Sven Laichinger am Freitagmorgen davon erfuhr, trommelte er seine Truppe zusammen: In nur vier Stunden stand ein neuer Baum vor dem Dußlinger Feuerwehrhaus.

„Jeder soll sehen, dass wir die Tradition nicht über Bord werfen“, sagte Laichinger. Eines sei nämlich sicher: „Die Feuerwehr wird weiterhin bestehen, solange sich die Welt dreht.“ Darauf könne die Bevölkerung bauen. Und dafür sei der Dußlinger Maibaum in diesen Zeiten ein Zeichen.

18.33 Uhr: Auch in Reutlingen wollten einige Aktivisten nicht auf eine reale Mai-Kundgebung verzichten: Mit Distanz wegen der Corona-Pandemie haben am 1. Mai auf dem Reutlinger Marktplatz etwa 70 Menschen demonstriert. Dabei wurde auch für die neue Mitmach-Partei „Widerstand 2020“ geworben. Die große Kundgebung der Gewerkschaften indes war erstmals seit über 70 Jahren abgesagt und ins Homeoffice verlagert worden.

Einige der rund 70 Demonstranten, die in Reutlingen am 1. Mai auf die Straße gingen. Bild: Horst Haas

Auch in Tübingen folgten rund 60 Demonstranten und Demonstrantinnen dem Aufruf des Frauenverbands Courage zu einer Kundgebung, die im Gegensatz zum Demo-Spaziergang am Vormittag auch angemeldet war. Auch dort wurden Verbesserungen im Gesundheitsbereich gefordert, außerdem ein Kurzarbeitergeld von 100 Prozent und die Aufnahme der Menschen aus den Flüchtlingslagern in Griechenland.

18 Uhr: Wie soll es mit der kränkelnden Saison im Amateurfußball nun weitergehen? Diese Frage treibt viele Kicker um, schließlich geht es auch in den unteren Ligen mit großer Leidenschaft um Meisterschaft oder Abstieg. Die TAGBLATT-Sportredaktion will nun wissen, was Sie denken. Sollte weitergespielt werden? Oder soch lieber abgebrochen?

Umfrage

Wie soll es mit dem Amateur-Fußball weitergehen?

Seit Mitte März ist die Saison bei den Amateur-Fußballern wegen der Corona-Pandemie unterbrochen. Während in immer mehr Landesverbänden Entscheidungen fallen, ob und wie die Saison weitergeht, hat sich der Württembergische Fußball-Verband (WFV) noch nicht geäußert. Was sagen Sie, wie soll es weitergehen?
35%
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Sofortiger Saisonabbruch ohne Wertung.
18%
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Sofortiger Saisonabbruch mit Wertung nach der aktuellen Tabelle.
4%
4%
Sofortiger Saisonabbruch mit Wertung nach der Winterpause.
7%
7%
Sofortiger Saisonabbruch mit Quotientenwertung (Punkte geteilt durch Spiele).
12%
12%
Sofortiger Saisonabbruch mit Aufsteigern, aber ohne Absteiger.
13%
13%
Normale Fortsetzung der Saison sobald es gesetzlich erlaubt ist. Die nächste Runde würde dann anschließend beginnen.
6%
6%
Normale Fortsetzung der Saison sobald es gesetzlich erlaubt ist. Die nächste Runde würde dann verkürzt.
4%
4%
Playoffs/Playdowns um Auf- und Abstieg mit einer gewissen Anzahl an Teams.
1%
1%
Ich habe eine noch viel bessere Lösung und schreibe diese per E-Mail an die Sportredaktion (sport@tagblatt.de).
817 abgegebene Stimmen
Diese Umfrage ist beendet.

17.45 Uhr: Normalerweise ist es am Vorabend des 1. Mai im Tübinger „Ludwigs“ voll: Dann wird dort in den Mai getanzt. Auch in diesem Jahr fiel die Veranstaltung nicht aus - getanzt wurde allerdings daheim, der DJ-Auftritt live gestreamt.


16.45 Uhr:
Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung flächendeckende Tests in Alten- und Pflegeheimen im Land angekündigt. Man wolle einmalig alle Bewohner und das Personal stationärer Pflegeeinrichtungen auf Covid-19 testen, so das Gesundheitsministerium.

 

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14.50 Uhr: Auch das Tübinger Landratsamt hat seine aktuellen Fallzahlen herausgegeben. Seit gestern kam keine neue bestätigte Corona-Infektion im Landkreis Tübingen dazu – zum ersten Mal seit dem 10. März ist die Zahl der positiv getesteten Personen damit nicht gestiegen.

14.40 Uhr: Das Reutlinger Landratsamt hat neue Infektionszahlen veröffentlicht. Demnach stieg die Zahl der bestätigten Corona-Fälle gegenüber gestern um 4 auf 1461.

 

 

14.30 Uhr: Trotz der geltenden Corona-Beschränkungen zogen am Freitag etwa 80 bis 100 Menschen mit Fahnen und Transparenten durch Tübingen. Sie forderten unter anderem die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland, mehr Personal für die Krankenhäuser und die Einhaltung von Menschenrechten in Betrieben in den armen Ländern, die Waren an deutsche Firmen liefern. Dabei achteten sie auf einen möglichst großen Sicherheitsabstand und trugen Schutzmasken vor dem Gesicht. Aus tragbaren Boxen schallte dabei die „Internationale“ über den Holzmarkt.

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Trotz der geltenden Corona-Beschränkungen zogen am Freitag etwa 80 bis 100 Menschen mit Fahnen und Transparenten durch Tübingen. Sie forderten unter anderem die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland, mehr Personal für die Krankenhäuser und die Einhaltung von Menschenrechten in Betrieben in den armen Ländern, die Waren an deutsche Firmen liefern.
Trotz der geltenden Corona-Beschränkungen zogen am Freitag etwa 80 bis 100 Menschen mit Fahnen und Transparenten durch Tübingen. Sie forderten unter anderem die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland, mehr Personal für die Krankenhäuser und die Einhaltung von Menschenrechten in Betrieben in den armen Ländern, die Waren an deutsche Firmen liefern.
Trotz der geltenden Corona-Beschränkungen zogen am Freitag etwa 80 bis 100 Menschen mit Fahnen und Transparenten durch Tübingen. Sie forderten unter anderem die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland, mehr Personal für die Krankenhäuser und die Einhaltung von Menschenrechten in Betrieben in den armen Ländern, die Waren an deutsche Firmen liefern.
Trotz der geltenden Corona-Beschränkungen zogen am Freitag etwa 80 bis 100 Menschen mit Fahnen und Transparenten durch Tübingen. Sie forderten unter anderem die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland, mehr Personal für die Krankenhäuser und die Einhaltung von Menschenrechten in Betrieben in den armen Ländern, die Waren an deutsche Firmen liefern.
Trotz der geltenden Corona-Beschränkungen zogen am Freitag etwa 80 bis 100 Menschen mit Fahnen und Transparenten durch Tübingen. Sie forderten unter anderem die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland, mehr Personal für die Krankenhäuser und die Einhaltung von Menschenrechten in Betrieben in den armen Ländern, die Waren an deutsche Firmen liefern.
Trotz der geltenden Corona-Beschränkungen zogen am Freitag etwa 80 bis 100 Menschen mit Fahnen und Transparenten durch Tübingen. Sie forderten unter anderem die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland, mehr Personal für die Krankenhäuser und die Einhaltung von Menschenrechten in Betrieben in den armen Ländern, die Waren an deutsche Firmen liefern.
Trotz der geltenden Corona-Beschränkungen zogen am Freitag etwa 80 bis 100 Menschen mit Fahnen und Transparenten durch Tübingen. Sie forderten unter anderem die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland, mehr Personal für die Krankenhäuser und die Einhaltung von Menschenrechten in Betrieben in den armen Ländern, die Waren an deutsche Firmen liefern.
Trotz der geltenden Corona-Beschränkungen zogen am Freitag etwa 80 bis 100 Menschen mit Fahnen und Transparenten durch Tübingen. Sie forderten unter anderem die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland, mehr Personal für die Krankenhäuser und die Einhaltung von Menschenrechten in Betrieben in den armen Ländern, die Waren an deutsche Firmen liefern.

Viele Transparente beschäftigten sich mit Gesundheitsthemen: „Gesundheit statt Militär“ stand da etwa oder „Unsere Gesundheit statt ihrer Profite“. „Uns war klar, wir gehen ganz spontan zum Spaziergang am 1. Mai – das hat sich dann herumgesprochen“, sagte Linken-Stadträtin Gerlinde Strasdeit, die auch bei Verdi und im DGB aktiv ist. „Wir haben natürlich schon Sorge, dass die Pandemie genutzt wird, um demokratische Rechte abzubauen. Und es ist klar, dass es danach einen Verteilungskampf geben wird“, so Strasdeit.

Auch Mitglieder der neu gegründeten „Solidarischen Nachbarschaft“ waren zu der Veranstaltung gekommen, so etwa Lena Schmailzl, die sagte: „Gerade in diesem Jahr gibt es mehr als genug Gründe für Protest: Etwa die Situation in Krankenhäusern, wo der Normalzustand schon Krise war. Gerade da wird deutlich, dass es bei den Rechten der Arbeiterinnen nicht nur um Beschäftigte geht, sondern um uns alle.“

13 Uhr: Die Gewerkschaften fordern auch nach der Krise Verbesserungen des Sozialstaats. Vieles, was der Gewerkschaftsbund schon lange auf der Agenda habe, sei jetzt gesellschaftlicher Konsens, sagte der Vorsitzende des DGB im Südwesten, Martin Kunzmann, in einem Videostream am Freitag.

12.50 Uhr: Die CDU-Spitzenkandidatin in Baden-Württemberg, Susanne Eisenmann, ist für eine verpflichtende Impfung gegen das Coronavirus, wenn es einen Impfstoff gibt.

11 Uhr: Partys in Shisha-Bars, Picknick mit Freunden im Park oder eine Spritztour zu viert mit dem Auto - gegen die strengen Corona-Auflagen ist in Baden-Württemberg innerhalb der vergangenen Wochen mehr als 21 500 Mal verstoßen worden. Das teilte das Innenministerium mit. Die festgestellte Zahl der Verstöße sei Woche für Woche gesunken. „Das macht deutlich, wie ernst die Bürgerinnen und Bürger die Bedeutung der Maßnahmen nehmen“, so Innenminister Thomas Strobl.

 

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8 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Am 1. Mai sind normalerweise spätestens gegen Mittag die Marktplätze in Tübingen und Reutlingen gut gefüllt, wenn die Gewerkschaften zur Kundgebung am Kampftag der Arbeiterklasse rufen. Doch in Corona-Zeiten ist das heute anders: Der politische Protest des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) verlagert sich ins Netz, die nächste digitale Versammlung ist nur einen Klick entfernt. Hier ein Überblick:

Im Internet statt auf den Plätzen

Der DGB lädt am 1. Mai zu verschiedenen Aktivitäten im Internet ein. Um 10 Uhr beginnt auf bw.dgb.de/erstermai, Facebook und Youtube ein regionaler Live-Stream mit dem Landesvorsitzenden Martin Kunzmann, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Beiträgen von Gewerkschaftern.

Ein bundesweiter Stream auf www.dgb.de mit Politik und Unterhaltung schließt sich um 11 Uhr an. Angekündigt sind unter anderem MIA, Konstantin Wecker, Sarah Lesch und Thorsten Stelzner.

Boxen raus zum 1. Mai fordert die Tübinger Gruppe „about:utopia“: Ab 15 Uhr ist unter stream.aboututopia.org ein politischer Livestream mit Musik von Vhäm-Hop und Reden abrufbar. Die Gruppe ruft dazu auf, ihn aus Fenstern oder über portable Boxen etwa auf Fahrrädern in den öffentlichen Raum zu übertragen. Die Gruppe will damit eine kritische Auseinandersetzung mit Grundrechtseinschränkungen während der Krise anstoßen, weltweit bestehendes Leid und Ungerechtigkeiten thematisieren.

Die Frauengruppe Courage hat für 15 Uhr eine Kundgebung auf dem Tübinger Marktplatz angemeldet – „natürlich mit Mund-Nasen-Schutz und 1,5 m Sicherheitsabstand“.

Donnerstag, 30. April

20.30 Uhr: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg ist auf mindestens 31 901 gestiegen.

20.25 Uhr: In der Diözese Rottenburg-Stuttgart soll es von 9. Mai an wieder Gottesdienste geben - aber nur mit einer begrenzten Anzahl von Gläubigen.

 

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20.21 Uhr: Die Landesregierung hebt die umstrittene 800-Quadratmeter-Regelung für den Einzelhandel auf. Damit dürfen auch größere Geschäfte wieder öffnen. Die Regelung werde durch entsprechende Hygiene- und Sicherheitsregeln ausgeglichen, kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart an. Er begründete den Schritt mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs in Mannheim, wonach die Regelung dem Gleichheitsgebot widerspreche.

19.58 Uhr: Am kommenden Montag beginnt eine vorsichtige Öffnung der Schulen. Wie aber bereiten die sich darauf vor? Wie kann der Schulstart so gelingen, dass Neuinfektionen möglichst vermieden werden? Und freuen sich Schüler und Schülerinnen darauf? Wie sollen die Kinder und Jugendlichen am besten hinkommen? Auf Fragen wie diese antworteten Verantwortliche von Schule und Stadtverwaltung am Donnerstag in der Gemeinschaftsschule West und in unserem Video.

Tübingen: Wie die Schulöffnung am Montag vorbereitet wird
kostenpflichtiger Inhalt

Am Montag soll es für manche Schüler wieder losgehen: Wir haben bei der Rektorin der Tübinger Gemeinschaftsschule West Angela Keppler-Allgaier und der Tübinger Sozialbürgermeisterin Daniela Harsch nachgefragt, wie die Schulöffnung ablaufen soll. Video: Lorenzo Zimmer und Jonas Bleeser

03:36 min

18.20 Uhr. Der Kreis Tübingen hat wieder aktuelle Fallzahlen. Der Anstieg bei den nachgewiesenen Infektionen ist weiterhin gering: Im Kreis Tübingen belaufen sie sich am heutigen Mittwoch auf 1229, das sind 4 mehr als gestern. Es ist keine weitere Todesfallmeldung hinzugekommen (aktueller Stand: 44 Todesfälle).

Die Anzahl der Genesenen beläuft sich laut Gesundheitsamt auf geschätzt 995 Personen (Stand 29.4.)

Auch im Kreis Reutlingen stieg die Zahl der bekannten Infektionen nur leicht um 7 Fälle auf 1457. Dort gehen die Behörden von 977 genesenen Patienten aus. Insgesamt starben im Kreis Reutlingen 65 Menschen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus. Dort sind derzeit noch 18 Patienten im Kreiskrankenhaus, davon 5 auf der Intensivstation.

 

 

16.54 Uhr: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat sich nach breiter öffentlicher Kritik an seiner Aussage in einem Fernsehinterview mit einem offenen Brief an die Tübingerinnen und Tübinger gewandt - und entschuldigt. Er hatte im Sat1-Frühstücksfernsehen die negativen Folgen der Pandemie-Bekämpfung betrachtet und dabei auch folgenden Satz gesagt: „Ich sag es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“.

Damit löste er eine Welle der Empörung aus. Selbst aus der eigenen Partei warf man ihm vor, er denke „sozialdarwinistisch“. Aus der CDU wurde ihm vorgehalten, er hetze die Generationen gegeneinander auf.

Nun schreibt Palmer in seinem öffentlichen Brief: „Ich hätte diesen Satz so nicht sagen dürfen, da er viele Menschen verletzt oder verängstigt hat.“ Er habe in den letzten Tagen erlebt, „dass ein Satz, wenn er einmal ausgesprochen ist, nicht mehr zurückgeholt werden kann. Dieser Satz bleibt und es liegt an mir, mit der Wut und dem Unverständnis, die ich ausgelöst habe, umzugehen“. Ihn treibe gerade nicht Menschenverachtung an, „sondern eine aufrichtige und tief empfundene Sorge um den möglicherweise unnötigen Tod vieler Menschen auf der ganzen Welt, aber auch bei uns“. Den ganzen Brief gibt es hier in voller Länge.

16 Uhr: Es soll ein „Weckruf“ sein, auch wenn es eher einem Hilferuf gleicht: Gesundheits- und Pflegekräfte im Land fordern jetzt und nach Corona mehr als nur ideelle Unterstützung. Ihre Berufe sollen endlich aufgewertet werden, auch und gerade finanziell.

15.48 Uhr: Der Bischof der evangelischen Landeskirche in Baden dämpft die Erwartung der Gläubigen auf eine schnelle Rückkehr zum Gottesdienst: Die Gemeinden benötigten einen Vorlauf, um die Vorkehrungen für die Abstands- und Hygieneregeln umzusetzen, sagte Jochen Cornelius-Bundschuh am Donnerstag in Karlsruhe.

15.41 Uhr: Immer mehr gesellschaftliche Gruppen drängen auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Der Schwäbische Turnerbund (STB) fordert eine zeitnahe Öffnung des Hallensportbetriebs.

13.31 Uhr: Die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geplante Verlängerung der wegen der Corona-Pandemie angeordneten Kontrollen an deutschen Grenzen stößt bei einigen CDU-Politikern aus der Grenzregion auf Kritik. dpa

12.29 Uhr: Es ist nur ein erster Schritt in Richtung religiöser Normalität: In den Gotteshäusern im Südwesten werden bald wieder Gottesdienste gefeiert. Allerdings werden sie ganz anders als sonst ablaufen.

12.20 Uhr: Alles dreht sich um das Virus. Nicht so beim Stuttgarter Technologiekonzern Bosch, für den Wasserstoff, E-Antrieb und das Internet der Dinge trotz schlechter Zahlen wichtig bleiben.

12.00 Uhr: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie machen den Menschen in Baden-Württemberg große Sorgen. Die Stimmung hat sich laut einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des SWR innerhalb nur eines Monats deutlich eingetrübt: Noch vor vier Wochen blickten die Bürgerinnen und Bürger demnach mehrheitlich optimistisch in die Zukunft, mittlerweile überwögen die Sorgen. Aktuell hätten 56 Prozent (+27 Prozentpunkte im Vergleich zu März 2020) sehr große oder große Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung, 43 Prozent (-27 Prozentpunkte) seien nach wie vor zuversichtlich. So das Ergebnis des aktuellen BW-Trends. Für die Umfrage wurden am 27. und 28. April 1003 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg telefonisch befragt. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Die CDU holt kräftig auf im Südwesten.

Echt nix los: Das ansteckende Coronavirus sorgt für gähnende Leere an der Litfaßsäule. Bild: Ulrich Metz

11.23 Uhr: „Von wegen nix los“, kommentiert Dieter Ripberger, der Intendant des Instituts für theatrale Zukunftsforschung im Zimmertheater Tübingen (ITZ) das Foto auf der heutigen Lokalseite 2 im SCHWÄBISCHEN TAGBLATT. Unter das im Redaktions-Jargon auch liebevoll „Wetterbild“ genannte Foto hatte Blattmacherin Uschi Hahn am Mittwoch folgenden Satz geschrieben: „Echt nix los: Das ansteckende Coronavirus sorgt für gähnende Leere an der Litfaßsäule.“ Ripberger: „Das Foto von Ulrich Metz hat mich erschreckt. Wieso? Die Litfaßsäule am Tagblatt ist leer. Dabei haben wir am Freitagnachmittag in mühsamer Kleisterei für unseren Audio-Walk ,Freund Hein‘ plakatiert, der Samstag Premiere feierte. Offenbar eine Sisyphos-Arbeit“, folgert Ripberger messerscharf, denn: „Scheinbar fuhr uns der Trupp direkt hinterher, der die Litfaßsäulen regelmäßig ‚leert‘ und reinigt. So ist das, wenn man ein Theaterstück über die Vergänglichkeit macht. Auch die eigenen Plakate haben eine extrem kurze Halbwertszeit. Vanitas!“ Aus der Leere an der Säule zieht Ripberger die Lehre fürs Leben „einfach regelmäßig von vorne anfangen“ - und liefert dazu ein bewegtes Bildchen vom ITZ-Trupp beim Plakatieren:

11.03 Uhr: Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf den Leistungssport aus? Dieser Frage gehen Wissenschaftler der Abteilung Sportmedizin am Tübinger Universitätsklinikum nach. Seit 21. April können Leistungssportlerinnen und -sportler anonym einen Online-Fragebogen ausfüllen, was nach 8 Tagen bereits 1200 Sportler (die Hälfte davon weiblich) getan haben. Darunter 278 Profisportler, 471 Bundeskaderathleten und 564 Landeskaderathleten und 406 Mitglieder einer Nationalmannschaft.

Professor Christof Burgstahler ist überrascht von der ersten Zwischenauswertung: Bei 10 Athleten, also weniger als 1 Prozent, war seit Ausbruch der Pandemie eine Covid-19-Erkrankung mittels positivem Test diagnostiziert worden. „Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sind das prozentual zwar fast viermal mehr, aber wir haben natürlich durch die Freiwilligkeit der Teilnahme keine repräsentative Stichprobe. Wir können also aktuell nicht sagen, dass im Leistungssport vermehrt Infektionen auftreten“, so der Tübinger Sportmediziner. 55 Teilnehmer gaben an, dass sie einen negativen Test hatten, 24 vermuteten aufgrund von Symptomen infiziert gewesen zu sein. Ein stationärer Aufenthalt in einem Krankenhaus war bei keinem der Sportler erforderlich. Überraschend sei allerdings der hohe Anteil von Athleten, die in Quarantäne waren, mit über 25 Prozent (287), wobei die Mehrzahl (158) dies selbst veranlasst hat.

Fast 97 Prozent aller Teilnehmenden gaben an, dass die Krise sie in der Ausübung ihrer Sportart zumindest mäßig beeinträchtigt. Ebenfalls groß ist der Anteil der Leistungssporttreibenden, die sich um ihre Gesundheit (33 Prozent) oder sportliche Zukunft (53 Prozent) Sorgen machen. Nur 14 Prozent geben an, sich um ihre finanzielle Situation zu sorgen. Obwohl Leistungssportler nicht zur klassischen Risikogruppe für schwere Krankheitsverläufe zählen, zeigen die Daten, wie massiv die Auswirkungen der Pandemie auf den Spitzensport in Deutschland sind. Interessant wird der Vergleich mit Österreich: Ab kommender Woche startet das Projekt auch dort.

10.19 Uhr: Einer Studie der Uni Hohenheim zufolge sind innovative Start-ups von den Folgen der Corona-Krise stärker bedroht als andere Unternehmen. Denn die Kriterien für staatliche Hilfen erfüllen sie oftmals nichts. Dem Stuttgarter Start-up Sensalytics, das auf das Erfassen von Bewegungs- und Frequenzdaten spezialisiert ist, ging es nicht anders. Noch vor einigen Wochen sah es für den 15-Mann-Betrieb düster aus, alle Mitarbeiter mussten in Kurzarbeit, der Fortbestand war unsicher. Dann kam Aldi Süd.

10.16 Uhr: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen im Mai Tourismus und Gastgewerbe schrittweise hochfahren. Zoos, Museen, Gartenschauen und Freizeitparks sollen am 7. Mai öffnen, Restaurants und – mit begrenzter Gästezahl – Hotels und Pensionen am 11. Mai und Übernachtungstourismus ohne Beschränkungen am 25. Mai.

10.14 Uhr: Die Forderung nach weiterer Unterstützung der Automobilbranche in der Corona-Krise werden lauter. Daimler und VW kassieren ihre Jahresziele und sehen sich im „Auge des Sturms“.

9.59 Uhr: Geister-Grand-Prix? Die Formel 1 könnte in ihren Corona-Not-Kalender ein Rennen auf dem Hockenheimring aufnehmen, der im Saisonplan nicht mehr vorkommt. Die Geschäftsführung der Rennstrecke bestätigte erste Gespräche mit den Machern der Rennserie über die Option, einen Grand Prix ohne Zuschauer zu veranstalten.

9.38 Uhr: Der Profisport rechnet mit horrenden Verlusten durch die Aussetzung des Spielbetriebs. Doch es ist unwahrscheinlich, dass die skizzierten Szenarien Wirklichkeit werden.

9.20 Uhr: Die vom Bund geförderten Kulturinstitutionen werden freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern in der Corona-Krise Ausfallhonorare zahlen. Wenn Veranstaltungen wegen der Pandemie abgesagt werden mussten, sollen bis zu 60 Prozent der Gage gezahlt werden, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

 

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9.03 Uhr: Nase-Mund-Schutz ist im ÖPNV und beim Einkaufen Pflicht. Man kann damit auch gut aussehen, sagen Designer. Eine Typologie der neuen Gesichtsbedeckung.

8.44 Uhr: Baden im Meer, Wandern in den Bergen – Tourismus-Experten haben die Feriensaison 2020 noch nicht abgeschrieben. Selbst Reisen ins Ausland könnten noch eine Option werden.

8.31 Uhr: Die Bundesregierung rechnet wegen der Corona-Pandemie mit der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 6,3 Prozent zurückgehen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei Vorlage der Frühjahrsprognose.

8.18 Uhr: „Die Mitarbeiter in der Altenpflege leisten in schwieriger Zeit Großartiges“, lobt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dafür sollen sie eine einmalige Prämie von bis zu 1000 Euro bekommen, von denen weder Steuern noch Sozialbeiträge abgezogen werden. Länder und Arbeitgeber sollen um 500 Euro aufstocken. Das nötige Gesetz brachte das Bundeskabinett am Mittwoch auf den parlamentarischen Weg.

 

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8.06 Uhr: In der Corona-Pandemie hat der Landtag am Mittwoch seinen Präsenzbetrieb wieder aufgenommen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erläuterte in einer Regierungserklärung den Kurs der grün-schwarzen Koalition. „Den schrecklichen Verlauf der Pandemie in vielen Ländern der Welt konnten wir bei uns bisher abwenden“, sagte er.

7.54 Uhr: Nach siebenwöchiger Abstinenz wegen der Corona-Krise gibt es großen Andrang auf Friseursalons, die sich vor Terminwünschen kaum retten können. Doch manch ein Betrieb wird wegen der hohen Einnahmeausfälle nicht überleben. Der Fachverband Friseur und Kosmetik sieht eine „Marktbereinigung“ voraus.

7.36 Uhr: Um Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Corona-Pandemie zu schützen, hatte auch das SCHWÄBISCHE TAGBLATT seine Geschäftsstellen in den vergangenen Wochen komplett geschlossen. Von Montag, 4. Mai an gelten nun bis auf Weiteres folgende reduzierte Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr. Unsere Service-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind ansonsten telefonisch, per Fax oder E-Mail für Sie erreichbar (siehe die jeweiligen Absätze auf der Kontakt-Seite).

6.29 Uhr: Ein Blick auf die Infektionszahlen: Das Landratsamt Tübingen meldete am Mittwoch 1225 laborbestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-Cov-2 (Dienstag: 1223). Zwei weitere Menschen starben an der der Lungenkrankheit Covid-19; eine Person unter, eine Person über 80 Jahren. Damit verzeichnet der Kreis Tübingen nun 44 Todesfälle (42). Das Tübinger Uniklinikum versorgt derzeit 40 mit dem Coronavirus infizierte Patienten (41), davon 20 auf der Intensivstation (21). Der Landkreis Reutlingen meldet am Mittwoch 1450 laborbestätigte Corona-Infektionen (1438) und weiterhin 63 Todesfälle (63). Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg ist auf mindestens 31.589 gestiegen.

 

 

6.28 Uhr: Im März war noch nichts zu spüren von Corona auf dem Arbeitsmarkt, was aber nur an den Tücken der Statistik gelegen haben dürfte. Der April liefert wohl ein deutlicheres Bild. Mit einiger Verzögerung dürften sich die Folgen der Coronavirus-Krise nun auch auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg zeigen. dpa

6.24 Uhr: Mössingen isch stabil, Junge! Der Komiker Teddy Teclebrhan hat ein Video zur Corona-Krise veröffentlicht und erwähnt darin auch seinen früheren Wohnort:

6.13 Uhr: Ticketscan durchs Seitenfenster, Snacks über die Rutsche: Hygiene ist in Corona-Zeiten alles, auch beim ersten Tübinger Autokino auf dem Festplatz, das gestern Abend mit dem Film „Die Känguru-Chroniken“ begann.

6.11 Uhr: Die Rottenburger Stadtverwaltung hat ihren muslimischen Bürgern dieses Jahr angesichts des Corona-Versammlungsverbots ausnahmsweise erlaubt, im Ramadan den abendlichen Gebetsruf per Lautsprecher über die Dächer der Altstadt schallen zu lassen. Tagblatt-Redakteur Michael Hahn besuchte Imam Saban Yilmaz bei seiner recht einsamen Tätigkeit in der Rottenburger Moschee.

Aufgang zum Schwurgerichtssaal im Tübinger Landgericht: Ein Schild weist darauf hin, dass man wegen des Coronavirus Abstand wahren soll. Bild: Jonas Bleeser

6.00 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Der April geht zu Ende, die Corona-Krise noch lange nicht. Dennoch kommt nach den Lockerungen der Corona-Verordnungen von Bund und Ländern das öffentliche Leben so langsam wieder in Schwung. Nachdem viele Einzelhändler bereits wieder geöffnet haben und auch viele Ämter wieder Besucher empfangen, fährt nun auch die Justiz Ihren Apparat wieder hoch: In Tübinger Gerichtssälen wird schon bald wieder fast so viel verhandelt wie vor Beginn der Corona-Ausbreitung – aber unter veränderten Bedingungen. (Abo)

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: wochentags 8 bis 18 Uhr, am Wochenende 10 bis 14 Uhr: von 1. Mai an nur noch werktags von 10 bis 15 Uhr.

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
1. Mai 2020, 06:29 Uhr
Aktualisiert:
1. Mai 2020, 06:29 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Mai 2020, 06:29 Uhr

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