Covid-19 in der Region Tübingen

Coronavirus: Der Live-Blog vom 14. und 15. April

Seit Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im Kreis Tübingen Ende Februar berichten wir in Live-Blogs über die aktuellen Ereignisse der Coronakrise. Die Corona-Hotline des Gesundheitsamts und viele weitere Informationen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 gibt es am Textende.

15.04.2020

Von job/del (mit dpa)

Tübingens OB Boris Palmer begrüßt die geplanten Lockerungen der Corona-Beschränkungen: „Für die Tübinger Altstadt ist das ein Segen.“ Archivbild: Ulrich Metz

Mittwoch, 15. April

21.13 Uhr: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg ist auf mindestens 26 050 gestiegen. Laut Gesundheitsministerium gab es bislang 820 Menschen, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus starben.

20.45 Uhr: Es gibt eine hohe Zahl an Infizierten im Luise-Wetzel-Stift. Drei Bewohner des Heims sind bereits an Covid-19 gestorben. Nun wurden alle Mitarbeiter erneut getestet.

20.20 Uhr: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer begrüßte die geplanten Lockerungen der Pandemie-Bekämpfungsmaßnahmen: „Was das Land festlegt, werden wir 1:1 umsetzen, allenfalls mit Rücksicht auf die lokale Situation ein Ermessen nutzen“, sagte er am Abend auf TAGBLATT-Anfrage. „Für die Tübinger Altstadt ist die Öffnung ein Segen, sie wird wieder zum Leben erweckt und die vielen kleinen Händler können Hoffnung schöpfen.“

19.40 Uhr: Auch für den Handel will Baden-Württemberg den Shutdown teilweise beenden: Kleinere und mittlere Geschäfte dürfen wieder öffnen, wenn sie strenge Auflagen einhalten. Das könnte frühestens ab kommenden Montag möglich sein. Gleichzeitig warnte Ministerpräsident Kretschmann vor zu hohen Erwartungen: Eine schnelle Rückkehr zur Normalität vor der Pandemie gebe es nicht - sonst drohe eine zweite Infektionswelle.

19.25 Uhr: Die neuen Zahlen des Tübinger Gesundheitsamts liegen vor. Seit gestern stieg die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen um 13 Fälle auf nun 1147. Damit liegt sie nun erstmals seit Beginn der Tests unter der im Nachbarkreis Reutlingen. Außerdem gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus: Erneut ist eine Person im Alter zwischen 70 und 80 Jahren verstorben.

 

 

18.52 Uhr: Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim hat eine Beschwerde gegen ein Versammlungsverbot während der Corona-Pandemie zurückgewiesen. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, hatte der Antragssteller zwei Versammlungen in Stuttgart organisieren wollen. Die Stadt hatte jedoch mit Verweis auf die Corona-Verordnung der Landesregierung die Veranstaltungen für nicht zulässig erklärt und erteilte keine Ausnahmegenehmigung.

18.30 Uhr: Auf diese Nachricht haben viele gewartet: In Baden-Württemberg sollen die Schulen schrittweise ab dem 4. Mai wieder geöffnet werden. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch nach Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise mit. „Wir beginnen dabei mit den Schülerinnen und Schülern aller allgemein bildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie den Abschlussklassen der beruflichen Schulen“, betonte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU).

Der angekündigte schrittweise Schulstart Anfang Mai nach der wochenlangen Corona-Pause kommt nach Ansicht der baden-württembergischen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für einige Klassen zu früh. Besonders Grundschüler hätten einen hohen Bewegungsdrang und kämen sich sehr nahe.

 

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17.15 Uhr: Die Zahlen des Reutlinger Landratsamts sind da. Erneut ist ein deutlicher Anstieg zu sehen: Es sind insgesamt 1158 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, 154 mehr als am vergangenen Montag und 44 mehr als gestern. Auch die Zahl der Toten ist gestiegen: Am Montag meldete das Landratsamt noch 17 Sterbefälle in Verbindung mit dem Virus, heute sind es 27. Damit sind aktuell erstmals seit Beginn der Pandemie mehr Infektionen aus dem Landkreis Reutlingen bekannt als aus dem Kreis Tübingen.

Nach unseren Informationen haben sich möglicherweise über die Feiertage Meldungen durch Mediziner verzögert, das würde den deutlichen Anstieg bei der Zahl der Verstorbenen erklären. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen ist im Landkreis gegenüber dem Vortag von 1114 auf 1158 gestiegen. 546 Infizierte sind inzwischen wieder genesen. Insgesamt wurden bisher 7206 Abstriche vorgenommen.

 

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Nachdem das Landratsamt flächendeckende Tests in allen stationären Pflege-Einrichtungen im Kreis angeordnet hatte, sind auch in 13 Einrichtungen der Bruderhaus-Diakonie in der Region Reutlingen Bewohner und Mitarbeiter getestet worden. Bisher seien 22 von 50 Bewohner/innen des Martha-und-Paul-Stäbler-Stifts in Münsingen-Buttenhausen negativ getestet worden, berichtet Pressesprecherin Sabine Steininger auf TAGBLATT-Anfrage.

Die übrigen Ergebnisse stehen noch aus, wie auch aus weiteren Einrichtungen. In drei Altenheimen der Bruderhaus-Diakonie sind aber über Ostern in Reutlingen, Gönningen und Bad Urach sechs Bewohner/innen nach einer Corona-Infektion gestorben. Tobias Staib, Fachlicher Vorstand der Bruderhaus-Diakonie, äußert sein Bedauern – doch zugleich gebe es glücklicherweise auch in diesen Einrichtungen Bewohner, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus wieder genesen seien.

17.10 Uhr:
Das Land will den Helfern helfen: Vereine, die sich in der Coronakrise engagieren, sollen es steuerlich leichter haben.


16.15 Uhr:
Auch am Reutlinger Tonne-Theater bleiben die Bühnen wegen Corona verwaist. Deshalb haben sich die Theaterleute etwas für die zum Daheimbleiben verdonnerten Kinder und ihre vom Home-Office zusätzlich belasteten Eltern ausgedacht: Mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer-Verlags lesen die Ensemblemitglieder Chrysi Taoussanis und David Liske jetzt Paul Shiptons spannenden Insektenkrimi „Die Wanze“ für alle ab acht Jahren als Fortsetzungsgeschichte im Internet. Jeweils zwei Kapitel werden für 24 Stunden auf dem Youtube-Kanal des Theaters online gestellt.

Die ersten beiden Kapitel sind Mittwochnachmittag online gegangen. Die beiden nächsten folgen am heutigen Donnerstag und sind bis Freitag um 13 Uhr abrufbar. Während Liske den coolen Detektiv Muldoon liest, aus dessen Sicht die Abenteuer erzählt werden, hat Taoussanis die Parts sämtlicher anderer Insekten übernommen, etwa die verschiedener Engerlinge, einer zuckersüchtigen Stubenfliege sowie diverser Ameisensoldaten.

14.24 Uhr: Die Metallarbeitgeber in der Region Neckar-Alb und Nordschwarzwald drängen angesichts des von der Corona-Krise ausgelösten massiven wirtschaftlichen Einbruchs auf Verbesserungen beim Rettungsschirm der Bundesregierung. Denn viele mittelständische Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern drohten durch das Netz der Unterstützungsmaßnahmen des Bundes zu fallen. „Damit kein Missverständnis entsteht: Wir begrüßen es, dass die Bundesregierung mit einem gewaltigen Rettungspaket die Unternehmen stabilisieren will. Allerdings tut sich zwischen den Sofortzuschüssen für Kleinstunternehmen und den direkten Kapitalspritzen für große Unternehmen noch eine gefährliche Lücke bei mittelständischen Unternehmen auf“, sagt Reiner Thede, Geschäftsführer der Tübinger Firma Erbe Elektromedizin und Vorstandsvorsitzender der Südwestmetall-Bezirksgruppe Reutlingen.

13.19 Uhr:
Das Landestheater probt derzeit per Skype-Videokonferenz. Das Zimmertheater, sowieso recht experimentierfreudig, tüftelt an neuen Formaten. Die aktuelle Corona-Lage an den Theater zeigt wieder einmal: Not macht erfinderisch.

12.55 Uhr:
Obwohl in diesen Tagen der Höhepunkt der Corona-Krise erwartet wurde, ist knapp die Hälfte der Beatmungsplätze auf Intensivstationen in Baden-Württemberg derzeit nicht belegt. Das Land verfügt aktuell über 3140 solcher Beatmungsplätze; davon sind 1495 frei. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

11.33 Uhr:
Die Zahl der Betriebe in Baden-Württemberg, die Kurzarbeit angemeldet haben, ist auf mehr als 89 000 gestiegen. Im Vergleich zur Vorwoche sind das gut 10 000 mehr, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit aktuell mitteilt.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 


11.29 Uhr:
Baden-Württemberg hat eine Luftbrücke für den Transport von Schutzausrüstung aus China eingerichtet. „Seit dem 9. April besteht eine Luftbrücke, die wir gemeinsam für Baden-Württemberg und Sachsen eingerichtet haben. Die ersten Lieferungen haben wir bereits vor Ostern erhalten. Allein in dieser Woche starten in Shanghai mindestens sechs Flugzeuge, die Schutzausrüstung nach Baden-Württemberg bringen, nahezu täglich kommen im Zwischenlager in Stuttgart Masken, Brillen und Schutzanzüge an“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Mittwoch in Stuttgart. Bislang sind im Zwischenlager Stuttgart via Frankfurt und München angekommen: 500.000 OP-Masken, 130.000 Schutzbrillen, 85.000 FFP2-Masken und 60.000 Schutzanzüge. Aktuell lagern in Shanghai 1.675 m³ Waren für Baden-Württemberg. Darunter sind rund 340.000 Schutzanzüge, rund 125.000 Schutzbrillen und rund 20 Millionen Schutzhandschuhe.

11.21 Uhr:
Klarinetten-Klänge und Gesang gab es für die Bewohner des Pflegewohnhauses in der Nehrener Bubengasse: Im Garten hatte sich der leidenschaftliche Musiker Herbert Carl positioniert, um mit Schubert-Liedern und Musical-Melodien „aufzuheitern und zu ermuntern“.

11.14 Uhr: Aufatmen in Mössingen: „Wir haben ein Ostergeschenk bekommen!“ Sehr erleichtert ist Karin Frieß, Leiterin des Mössinger Pflegewohnheims Haus an der Steinlach, über die Ergebnisse der Corona-Tests. Alle getesteten Bewohner/innen und Pfleger/innen aus dem Haus waren negativ. Doch ein Mitarbeiter aus dem ambulanten Dienst wurde positiv auf das Virus getestet.

10.11 Uhr:
239 infizierte Bewohner und Mitarbeiter gibt es in den Reutlinger Altenzentren. Bislang ist jedoch keiner der Erkrankten in einem kritischen Zustand. „Wir haben ein klares Ziel vor Augen“, sagte Landrat Thomas Reumann gestern im Pressegespräch des Landratsamts, das mittels einer Videokonferenz abgehalten wurde. „Gemeinsam werden wir alles Erdenkliche unternehmen, um vor allem unsere Älteren und Verletzlichen zu unterstützen.“

9.41 Uhr:
Auch die Tübinger Musikschule in der Frischlinstraße, wo sonst über 1400 Schülerinnen und Schüler und 55 Lehrkräfte ein- und ausgehen, ist wegen der Corona-Pandemie bis auf Weiteres geschlossen. Der Instrumental- und Vokalunterricht geht jedoch weiter - per Video-Chat, Telefon, über verschiedene Social-Media-Plattformen oder durch die Zusendung von Videos oder Hörproben.

9.17 Uhr:
Virtuelle Spielerunden mit Freunden und Musikunterricht via Skype: Auch im Steinlachtal sucht sich das Sozialleben neue, kreative Wege. Die neunjährige Klara Korfmann zum Beispiel ist Mitglied im „Corona-Club“ und trifft sich in der „Schule der magischen Kinder“ über Skype täglich am späteren Nachmittag virtuell mit 19 anderen Kindern – von Kiel bis Österreich.

9.09 Uhr:
Die von Baden-Württembergs grün-schwarzer Landesregierung verordneten Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geraten unter Druck der Justiz. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) des Landes zweifelt an der Verfassungsmäßigkeit der Praxis im Land, stützt sie aber vorerst. Auch der Minister hat Bedenken.

8.59 Uhr:
Restaurants geschlossen, Theater geschlossen, Clubs geschlossen. Kneipen geschlossen. Kinos geschlossen. Moment mal, wirklich alle Kinos? Klar, das Heimkino ist immer geöffnet. Doch auch Baden-Württembergs einziges Autokino in Kornwestheim hat weiterhin geöffnet und erlebt in der Krise eine beispiellose Renaissance.

8.47 Uhr:
Wird heute der Tag der Lockerungen? Viele Deutsche hoffen darauf, dass sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten auf einen schrittweisen Einstieg in den Ausstieg aus den harten Corona-Maßnahmen verständigen werden. Entsprechende Hoffnungen geschürt hatte auch eine Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die zuvor von Angela Merkel ausdrücklich als eine Entscheidungsgrundlage für die Politik bezeichnet worden war. Allerdings zeigt sich, dass die „allmähliche Lockerung“, die von der Leopoldina empfohlen wird, an Voraussetzungen hängt, die es so noch gar nicht gibt.

8.16 Uhr:
Hat der King of Pop geahnt, welche Gefahren das Corona-Virus bringen wird? Zumindest hat Michael Jackson oft einen Mundschutz getragen. Und er soll vor einer Pandemie gewarnt haben.

7.56 Uhr: Eingepfercht auf engstem Raum und damit dem gewalttätigen Partner ausgeliefert: Dass die aktuellen Ausgangsbeschränkungen zu mehr häuslicher Gewalt gegen Frauen führen könnten, davor warnen Frauenhäuser und Beratungsstellen schon seit mehreren Wochen. „Unsicherheiten und Ängste sind ein Nährboden für eskalierende Konflikte“, sagt Lisa Paul vom Tübinger Verein „Frauen helfen Frauen“.

7.38 Uhr: Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Wahlen: Die Parteien können keine Landtagskandidaten nominieren. Das bringt vor allem die kleineren unter Druck.

7.22 Uhr:
Alle Menschen über 65 gehören zur Risikogruppe? Der Direktor des Instituts für Gerontologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Andreas Kruse, ist gegen die pauschale Einordnung von Alten in die Risikogruppe während der Corona-Pandemie.„Wir sollten alles dafür tun, um mit einem älteren Menschen das persönliche Risikoprofil zu ermitteln und in einem Gespräch zu klären, welche Formen des Schutzes die einzelne Person wählen sollte und wählen möchte“, sagte der Altersforscher der Deutschen Presse-Agentur.

7.19 Uhr:
Den Handwerkern im Land brechen infolge der Corona-Krise die Aufträge weg. Der Handwerkspräsident richtet daher einen dringenden Appell an die Kunden.

 

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7.00 Uhr:
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird sich heute in einer Telefonschaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie besprechen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) plädiert für eine schrittweise, kontrollierte Öffnung von Wirtschaft und Gesellschaft bei Aufrechterhaltung der geltenden Kontaktbeschränkungen aus. Vorsichtig will Ministerpräsident Kretschmann die Gesellschaft wieder öffnen. Ein Papier skizziert, wie das ablaufen soll. Im Anschluss an die Schaltkonferenz mit den Länder-Regierungschefs ist vorgesehen, dass die Kanzlerin die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert. Kretschmann will um 17 Uhr eine Stellungnahme zu den Beratungen abgeben.

Während Deutschland voller Spannung auf die Rückkehr zum normalen Alltag wartet, haben einige Länder bereits Schritte dazu unternommen. Andere bleiben bei den strikten Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus.

 

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6.30 Uhr:
Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Wieder ein Tag zuhause? Wer nicht mehr oder kaum noch das Haus verlässt, baut körperlich rasch ab. Der Sportmediziner Andreas Nieß und der Sportwissenschaftler Ansgar Thiel haben dagegen ein Online-Programm entwickelt. Im Interview geben Sie Tipps, wie man fit wird und bleibt.

Dienstag, 14. April

19.31 Uhr: Ein Herz für Kinder hat der Osterhase. Auf dem Ofterdinger Spielplatz an der Alten Rottenburger Straße hat Leserin Nina Strehl einen Brief entdeckt (wir berichteten am gestrigen Ostermontag) und abfotografiert. Wenig später schickte Hauptamtsleiter Alexander Schwarz ein zweites Foto – mit Antwortbrief darunter: „Lieber Osterhase, auch wir wünschen uns, dass die Kinder bald wieder unsere Spielplätze nutzen dürfen – aber leider geht das noch nicht“, schreibt darauf die Gemeindeverwaltung. „Wir finden es toll und lobenswert, wie sich die Kinder und ihre Eltern an die Regeln halten.“

Coronavirus: Der Live-Blog vom 14. und 15. April

Die Gemeindeverwaltung Ofterdingen hat dem Osterhasen am gesperrten Spielplatz an der Alten Rottenburger Straße geantwortet.


19.26 Uhr:
Die Corona-Krise und ihre Folgen wie Schulschließungen könnten einige Kinder traumatisiert haben - das glaubt die Vorsitzende des baden-württembergischen Landesverbands Schulpsychologie, Nina Großmann.

19.13 Uhr:
Das Landesgesundheitsamt hat weitere 391 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16.00 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 25.289 an. Davon sind ungefähr 11.952 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Die Zahl der Verstorbenen liegt bei 756.

 

 


18.31 Uhr:
Die aktuellen Zahlen des Tübinger Landratsamts sind da: Das Kreisgesundheitsamt 1134 Corona-Fälle, 22 mehr als gestern. Insgesamt sind 23 Todesfälle zu verzeichnen. Im Kreis Reutlingen sind nachweislich bislang 1114 Menschen am Corona-Virus erkrankt und 19 Infizierte gestorben.


17.56 Uhr:
Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie. Baden-Württemberg hat eigene Vorstellungen zur Lockerung der Regeln und zur Rückkehr in den Alltag. Auf Normalität dürfte man noch eine ganze Weile warten. Die baden-württembergische Landesregierung will die Schulen im Land frühestens am 27. April wieder öffnen. Das geht aus einem Papier des Staatsministeriums für die Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

16.34 Uhr:
Bei der Anfang Februar eingerichteten Corona-Hotline des Landesgesundheitsamtes sind bereits mehr als 229 000 Anrufe eingegangen. Der telefonische BEratungsdienst rund um die Corona-Pandemie ist unter der Telefonnummer 0711 / 904 39555 täglich erreichbar - auch an Sonn- und Feiertagen - zwischen 9 Uhr und 18 Uhr.

16.02 Uhr:
Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) fordert zur Lockerung der Corona-Beschränkungen bundesweit einheitliche Regeln und Schutzstandards. „Aus meiner Sicht muss ab einem festgelegten Stichtag grundsätzlich öffnen dürfen, wer diese Standards dauerhaft und konsequent umsetzen und einhalten kann, unabhängig von der Branche, vom Sortiment oder der jeweiligen Firmengröße“, sagte Hoffmeister-Kraut der dpa.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 


15.42 Uhr:
Wegen des Coronavirus bereiten sich die Hochschulen auf einen digitalen Lehrbetrieb im Sommersemester vor. Manchen bereitet das viel Kopfzerbrechen, andere fühlen sich gut gerüstet.


15.32 Uhr:
Die Hotline im Landratsamt Tübingen für Fragen zum Thema Corona ist unter der Telefonnummer 07071/207-3600 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und an den Wochenenden ab sofort von 10 bis 14 Uhr zur Verfügung. Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Landkreises.

14.25 Uhr: Wie könnte eine baldige Wiedereröffnung der Schulen aussehen? Die Landeskultusministerin Susanne Eisenmann hat klare Vorstellungen: Die Prüflinge aller weiterführenden Schularten sollen Vorrang haben. Eisenmann sprach sich außerdem dafür aus, bei den Grundschulen mit Klassenstufe 4 zu beginnen, um den Übergang auf die weiterführenden Schulen gut vorbereiten zu können.

13.30 Uhr: Mit angeblichen Wundermitteln versuchen manche Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln offenbar, Kasse mit der Angst zu machen: Der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) warnte am Dienstag vor unlauteren Werbeaussagen. „Nahrungsergänzungsmittel können generell weder Erkrankungen verhindern noch heilen“, betonte er.

13.25 Uhr: Die Vorschläge der Wissenschaftler der Leopoldina zu einer schrittweisen Normalisierung des öffentlichen Lebens werden von vielen begrüßt. Dabei ist auch eine schrittweise Öffnung der Schulen vorgesehen. Die Lehrergewerkschaft GEW hält das aber für kaum praktikabel: „Da werden Pädagogen zu Polizisten gemacht, die nur damit beschäftigt sein werden, die Abstands- und Hygieneregeln für den Schutz vor Corona durchzusetzen“, sagte GEW-Landeschefin Doro Moritz am Dienstag in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur.

11.52 Uhr: Die Zahl der Verstöße gegen die Corona-Verordnung ist laut Polizei weiter anhaltend niedrig. Im Laufe des Ostermontags verzeichnete sie in den vier Landkreisen Tübingen, Reutlingen, Esslingen und Zollernalbkreis lediglich 43 Fälle. Am Ostersonntag waren es 24, am Karfreitag 94.

9.52 Uhr: Erste, von vielen erhoffte Lockerungen der Pandemie-Bekämpfungsmaßnahmen gibt es bereits für Profisportler von Vereinen, die mit dem derzeit ausgesetzten Wettkampfgeschäft ihr Geld verdienen. Doch manchen Teams nützt das gar nichts, wie das Beispiel der Balinger Handballer zeigt.

8.52 Uhr: Viele Christen nahmen dieses Jahr erstmals an digitalen Gottesdiensten teil. Doch wie werden die eigentlich produziert? Das TAGBLATT war dabei, als ein Team um den Entringer Pfarrer Frank-Albrecht Schirm und seine Breitenholzer Kollegin Christine Knoll Gottesdienst-Schnipsel gedreht hat. Und hier nochmal das Video von der Messe in der Nacht vom Ostersamstag aus dem Rottenburger Dom.

Rottenburg: Ungewöhnliche Ostermesse im Dom
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Eine ungewöhnliche Messe zur Osternacht gab es am Samstagabend im Rottenburger Dom: Bischof Gebhard Fürst zelebrierte sie vor leeren Bankreihen. Übertragen wurde sie per YouTube auf die Rechner und Handys der Gläubigen. Video: Ulmer

02:36 min

7.53 Uhr: Noch ist viel zu wenig über das neuartige Coronavirus Sars-Cov-2 und die langfristigen Folgen der dadurch ausgelösten Erkrankung bekannt. Radiologen aus Stuttgart wollen nun die Folgen für die Lunge der Patienten erforschen.

7.48 Uhr: In Baden-Württemberg gibt es nur einen Landkreis, in dem die bekannte Infiziertenzahl pro 100.000 Einwohner derzeit höher liegt als im Kreis Tübingen: Der Hohenlohekreis. Aber woran liegt das? In beiden Kreisen wird viel getestet. Und im ländlich geprägten Hohenlohekreis gibt es zwei Veranstaltungen, auf denen sich das Coronavirus besonders gut in einer frühen Phase ausbreiten konnte: Ein stark besuchtes Kirchenkonzert und ein Weinfest.

6.30 Uhr: Wenn auch die Dozenten plötzlich Erstis sind: Die Vorbereitungen an der Universität laufen. Sie werden ein Novum bringen: das erste digitale Semester in der Geschichte der Eberhard-Karls-Uni steht an.

 

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6.20 Uhr:
Tiere helfen gegen die Einsamkeit: Die zehnjährige Lea Kohlstetter aus Nellingsheim vermisst ihre Freunde, doch sie findet Abwechslung bei den Tieren ihres Großvaters, der Hasen und Hühner züchtet.

6.15 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Auch heute versorgen wir sie wieder mit den Nachrichten aus der Region im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Zur Erinnerung: Am Wochenende stieg die Zahl der positiven Corona-Tests der Gesundheitsämter weiter an.

Die Landratsämter in Tübingen und Reutlingen meldeten allerdings ganz unterschiedliche Zuwächse. Während im Kreis Tübingen die Zahl von 1113 auf 1122 stieg, kletterte sie im Nachbarkreis von 903 auf 1004.

Im Wartestand: Die Zentrale Abstrichstelle des Reutlinger Gesundheitsamts auf dem Freibadparkplatz an der Kreuzeiche. Zuletzt stiegen die Zahlen im Kreis Reutlingen wieder deutlich an. Bild: Jonas Bleeser

Die Polizei kontrollierte am Wochenende weiter, ob sich die Bürger an die Corona-Verordnung des Landes halten. In Tübingen löste sie einen friedensbewegten Osterspaziergang auf und zeigte 15 Teilnehmer an.

In den Kirchen blieben am wichtigsten Fest der Christenheit die Bänke leer. Die Gottesdienste wurden vielfach ins Netz gestreamt, wie beispielsweise die im Rottenburger Dom.

Tübingens OB Boris Palmer begrüßt die geplanten Lockerungen der Corona-Beschränkungen: „Für die Tübinger Altstadt ist das ein Segen.“ Archivbild: Ulrich Metz

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet (Montag bis Freitag 8 - 18 Uhr, am Wochenende 10-14 Uhr).

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
15. April 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
15. April 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. April 2020, 06:30 Uhr

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