Covid-19 in der Region Tübingen

Coronavirus: Der Live-Blog vom 14. Mai

Seit Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im Kreis Tübingen Ende Februar berichten wir in Live-Blogs über die aktuellen Ereignisse der Coronakrise. Die Corona-Hotline des Gesundheitsamts und viele weitere Informationen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 gibt es am Textende.

14.05.2020

Von hz/itz/dpa

Aus dem Tübinger Rathaus wird live übertragen: Gerhard Neth (links oben), Ingeborg Höhne-Mack rechts daneben sowie Bernd Gugel (links unten) und Rudi Hurlebaus daneben. Screenshot

Donnerstag, 14. Mai 2020

20.51 Uhr: Das Tübinger Unternehmen Curevac kommt bei seiner Impfstoff-Entwicklung voran (siehe Vorabmeldung um 18.06 Uhr). Hier gibt TAGBLATT-Redakteur Ulrich Janßen ein ausführliches Update über die weltweit beachteten Bemühungen von Curevac. Damit wünschen wir einen schönen Restabend und verabschieden uns bis morgen früh!

19.05 Uhr: Der Tübinger Gemeinderat hat eine Resolution gegen umstrittene Äußerungen des Oberbürgermeisters Boris Palmer (Grüne) zur Behandlung von Corona-Patienten beschlossen. 23 Mitglieder votierten am Donnerstagabend für den Antrag, 11 dagegen. Einige enthielten sich. Eine Resolution des Gemeinderats wie diese gilt als öffentliche Rüge des Oberbürgermeisters. Unmittelbare Konsequenzen muss Palmer durch diesen Beschluss nicht fürchten. Mehrere Fraktionen sicherten Palmer zu, künftig im Guten miteinander arbeiten zu wollen. Hier geht‘s zum Bericht.

19.02 Uhr: Am Donnerstag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium vom Landesgesundheitsamt insgesamt weitere 143 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 33.804 an. Davon sind ungefähr 29.201 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,83 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Durch 16 weitere steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1629 an

18.08 Uhr: Im Kreis Tübingen gibt es fünf neue Fälle, aktuell sind also 1268 bestätigt, wovon der große Teil bereits wieder genesen ist. Eine weitere Person Mitte Achtzig ist verstorben, womit die Zahl der Todesfälle nun bei 56 liegt.

18.06 Uhr: Das Tübinger Unternehmen Curevac arbeitet mit Nachdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Nun seien in präklinischen Studien an Tieren vielversprechende Ergebnisse erzielt worden, teilt das Unternehmen mit und verweist auf eine ausgewogene Immunantwort. Das TAGBLATT berichtet später ausführlicher.

17.59 Uhr: Seit dem 20. April läuft das digitale Sommersemester an der Hochschule Reutlingen. Für die rund 5200 Studierenden in Reutlingen bedeutet dies: Sie studieren vorwiegend vor ihren heimischen Computern, die Präsenzlehre ist auf digitale Formate umgestellt.

 

 

17.20 Uhr: Wenn die Kitas ab Montag die Betreuung von Kindern ausweiten dürfen, werden nicht alle interessierten Eltern sofort einen Zuschlag erhalten. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte am Donnerstag in Stuttgart, dass die Kita-Träger Vorlauf für ihre Planung und Organisation bräuchten.

17 Uhr: Der Tübinger Gemeinderat startet in virtueller Sitzung. Hier die Tagesordnung. Dort der Livestream:

16.44 Uhr: Der Kreis Reutlingen vermeldet neue Zahlen: Demnach gibt es 1520 laborbestätigte Fälle, einen mehr als gestern, davon sind 1330 Personen wieder genesen (92,3 Prozent). Es bleibt bei 80 Todesfällen. Bislang wurden im Kreis Reutlingen 12.058 Abstriche genommen.

16.39 Uhr: Ab 17 Uhr debattiert der Tübinger Gemeinderat unter anderem über die Äußerungen von OB Palmer über Ältere in der Corona-Krise. Neben viel Kritik gab es einige Stimmen pro Palmer – auch aus dem Gremium: Die fünf Tübinger Stadträtinnen und -räte Susanne Bächer, Rainer Drake, Bernd Gugel, Christoph Lederle und Heinrich Schmanns haben sich dem Appell an Bundes- und Landesvorstand angeschlossen.

15.45 Uhr: Die Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg öffnet am Montag, 18. Mai, auch ihre Filialen in Hirrlingen und Remmingsheim wieder. Sie waren in den vergangenen Wochen für den Publikumsverkehr geschlossen, nur persönliche Beratungsgespräche fanden statt.

15.09 Uhr: Corona macht’s möglich: Die Sitzung des Tübinger Gemeinderats, die am heutigen Donnerstag, 14. Mai, zum ersten Mal als Videokonferenz stattfindet, können alle Interessierten über einen Livestream im Internet mitverfolgen. Unter anderem steht die Resolution gegen OB Boris Palmer (hier auch Palmers Stellungnahme) auf der Tagesordnung. Die Tübinger Firma „Bewegte Bilder“ überträgt die Videokonferenz, wie sie auf den Laptops der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sehen und zu hören ist, direkt ins Internet. Die Übertragung startet mit Beginn der Sitzung um 17 Uhr. Der Direktlink zum Livestream ist auf der städtischen Internetseite abrufbar. Auch hier wird die Sitzung gezeigt:

14.17 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi fordert einen Runden Tisch zu der geplanten Ausweitung der Kinderbetreuung in den Kitas im Südwesten. Dort müssten alle Beteiligten die noch offenen Fragen klären, teilte Verdi am Donnerstag in Stuttgart. Bislang gibt es in den Kitas eine Notbetreuung. Ab Montag sollen nach den Plänen von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) schrittweise wieder mehr Kinder in die Kitas gehen. Allerdings hatten Gewerkschaften und Kommunen bemängelt, dass viele Fragen noch nicht geklärt seien.

14.05 Uhr: Das Tübinger Stadtmuseum setzt die Aktion „Tübingen in besonderen Zeiten“ fort und lädt Kinder dazu ein, kreativ zu werden: Die jungen Künstlerinnen und Künstler können malen, basteln, fotografieren oder einen kurzen Text schreiben und dabei berichten, wie sie ihre Zeit verbringen, wenn der Schulbesuch, Spiele mit Freunden oder der Besuch bei den Großeltern wegen der Corona-Pandemie ausfallen müssen. Oder aber sie zeigen, was sie momentan besonders vermissen. Die Werke kann man bis 13. September per E-Mail an stadtmuseum@tuebingen.de senden. Dabei sollten der Name, das Alter und die Adresse des Kindes angegeben werden.

13.57 Uhr: In einem Schuhgeschäft in Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) hat ein Kunde ohne Schutzmaske eine Verkäuferin angespuckt. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen geltende Corona-Verordnungen, Hausfriedensbruchs und Körperverletzung. Trotzdem betrat er am selben Tag wieder ohne Maske einen Baumarkt.

13.56 Uhr: Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern können von Freitag an kostenlos eine Beratung des Landes in Anspruch nehmen. Experten sollen ihnen dabei helfen, die Krise bestmöglich zu überstehen. „Viele Unternehmer und Selbstständige sehen sich in ihrer Existenz bedroht“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Donnerstag in Stuttgart.

12.49 Uhr: Rund 40 Prozent der Industriebetriebe in Baden-Württemberg planen, wegen der Corona-Krise Stellen abzubauen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK).

12.00 Uhr: Heute ist der Gedenktag einer christlichen Heiligen, deren Name in aller Munde ist: Corona. Die Märtyrerin soll nicht nur vor Seuchen schützen.

10.38 Uhr: Die geplante deutsche App zur Nachverfolgung von Infektionsketten in der Coronavirus-Pandemie nimmt sichtbare Formen an.

9.56 Uhr: Das Bürgertelefon im Kreis Reutlingen wird eingestellt, der Chatbot Corey ist weiter im Einsatz: Mehr als 11.000 Anrufe haben die Mitarbeiter des Bürgertelefons beim Landratsamts Reutlingen seit Anfang März entgegengenommen. Das Landratsamt hatte die Hotline für Fragen rund um das Corona-Virus eingerichtet Da mittlerweile die Nachfrage gesunken ist und kaum noch Anrufe eingehen, wird dieses Zusatzangebot zum Montag, 18. Mai, wieder eingestellt. Auf der Homepage des Landkreises Reutlingen sind jedoch Informationen rund um Corona eingestellt. 24 Stunden täglich ist auch der Chatbot Corey weiter im Einsatz. Er ist auf www.kreis-reutlingen.de in der Rubrik „Oft nachgefragt“ erreichbar und gibt kreisspezifische Auskünfte zu Fragen rund um Sars-Cov-2.

Bill Gates als böse Macht hinter dem Corona-Virus: Diese Verschwörungstheorie wird auch bei Demonstrationen in Stuttgart verbreitet. Foto: Imago Images/Arnulf Hettrich

8.29 Uhr: Ohne Impfstoff gibt es keine Rückkehr zum alten Alltag. Doch auf die „neue Normalität“ sind nicht alle Schulen vorbereitet. Das nachzuholen, wird ein Kraftakt.

8.19 Uhr: Endgültig Gewissheit für Millionen Urlauber, deren Pauschalreisen oder Flüge wegen der Corona-Pandemie storniert werden: Es bleibt bei ihrem Anspruch, schon geleistete Anzahlungen in bar zurückerstattet zu bekommen. Einen Gutschein als Alternative können sie zwar freiwillig akzeptieren, zwingen kann sie niemand.

8.17 Uhr: Deutschland setzt seine Grenzkontrollen vorerst bis zum 15. Juni fort. Allerdings ist die Zeit der strengen Überprüfungen an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Frankreich vorbei. Wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mitteilte, werden von Samstag an alle Übergangsstellen wieder geöffnet. Derweil sorgt in Seehofers Ministerium der eigenmächtige Brief eines Mitarbeiters für Wirbel.

8.16 Uhr: Der Mühlentag am 1. Juni ist wegen Covid-19 abgesagt worden. In der Enge ist Risiko zu hoch.

7.40 Uhr: „Wir sind eigentlich auf die Wiederaufnahme des Kita-Betriebs gut vorbereitet“, sagte der Oberbürgermeister der südbadischen Stadt Waldkirch, Roman Götzmann (SPD), dieser Zeitung. „Wir haben ein rollierendes System entwickelt. Was aber fehlt, damit wir Montag wieder loslegen können, ist eine Verordnung des Landes.“ Die vermisst auch die Tübinger Sozialbürgermeisterin Daniela Harsch (SPD). Wenn die Kommunen die Kinderbetreuung am 18. Mai nicht erweitern könnten, „dann liegt das nicht daran, dass wir Kurzarbeit hätten, sondern dass bis jetzt keine Verordnung des Ministeriums vorliegt“, schrieb sie auf Twitter. Wenige Tage vor dem vom Land angekündigten Einstieg in einen eingeschränkten Regelbetrieb an den 9000 Kitas im Land schlagen die Wogen hoch.

7.25 Uhr: Kranke besuchen, Kinder in die Kita bringen, Volkshochschulkurse machen: Die Corona-Lenkungsgruppe in Baden-Württemberg hat einige Lockerungen beschlossen. Demnach sollen Bürger ab Montag Patienten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen besuchen dürfen. „Pro Patient ist dann ein Besuch am Tag von maximal zwei Personen möglich“, hieß es in einer Mitteilung des Staatsministeriums am Mittwochabend.

 

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6.55 Uhr: Das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) warnt vor möglichen Radikalisierungen auf den Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen. Im Interview spricht die Präsidentin des baden-württembergischen Verfassungsschutzes, Beate Bube, über Extremisten auf „Hygiene-Demos“, Verschwörungstheoretiker und die Beobachtung von AfD-Politikern. Am Samstag wollen erneut Tausende auf dem Wasen in Stuttgart gegen die Einschränkungen in der Corona-Krise demonstrieren. Die Stadt Stuttgart kündigte an, Teilnehmern drohe eine Geldbuße von 300 Euro, wenn sie bei der An- und Abreise mit Bus und Bahn keine Atemschutzmasken tragen. Normalerweise liegt die Strafe bei 15 bis 30 Euro.

6.30 Uhr: Seit zwei Monaten ist das Mössinger Lichtspiele Kino geschlossen. Stefan Schlegel rechnet mit einem Neustart im Juli.

6.27 Uhr: Masken nähen statt Kinder betreuen? Viele Erzieher/innen haben in den vergangenen Wochen Arbeiten erledigt, für die sonst keine Zeit ist oder die gar nicht zu ihren Aufgaben gehören. Bei manchen Vereinen ist Kurzarbeit Thema. Aber die Notgruppen werden größer.

6.21 Uhr: Das römische Freilichtmuseum Villa Rustica in Hechingen-Stein öffnet seine Pforten wieder am kommenden Sonntag, 17. Mai. Dabei werde man auf die üblichen vorgeschriebenen Regeln und Einschränkungen achten, heißt es von den Verantwortlichen: „Insgesamt dürften Größe und Weitläufigkeit des Museumsgeländes aber für einen entspannten und weitgehend infektionssicheren Aufenthalt sprechen.“ Der Kiosk allerdings könne am ersten Öffnungstag keine Speisen und Getränke anbieten, da die Lockerungen für die Gastronomie erst ab dem 18. Mai gelten. Weitere Informationen gibt es auf der Website www.villa-rustica.de.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

6.20 Uhr: Das Stadtmuseum und der Hölderlinturm öffnen nach zweimonatiger Schließung am heutigen Donnerstag wieder ihre Türen. Die Zahl der Gäste, die sich gleichzeitig im Museum aufhalten dürfen, ist begrenzt. Alle Besucherinnen und Besucher müssen – wie die Museumsaufsichten auch – eine Maske tragen. Für alle Räume und Ausstellungsobjekte wurden umfangreiche Hygienemaßnahmen umgesetzt. Ein Wegeleitsystem und Abstandsmarkierungen sorgen dafür, dass der Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern überall eingehalten werden kann. Außerdem gibt es Desinfektionsmittel für die Hände, Einweg-Desinfektionstücher für Touchscreens, einen Einweg-Schutz für Kopfhörer und Einweg-Handschuhe für Objekte, die man berühren kann.

6.17 Uhr: Die Universitätsstadt Tübingen ist die erste Kommune in Baden-Württemberg, deren Gemeinderat per Videokonferenz tagt und Beschlüsse fällt. Die erste Online-Sitzung ist am heutigen Donnerstag, 14. Mai, um 17 Uhr. Das neue Gesetz, das diese besondere Form der Gemeinderatssitzung angesichts der Corona-Pandemie möglich macht, ist am Mittwoch in Kraft getreten. „Mit der virtuellen Gemeinderatssitzung bringen wir Digitalisierung und Infektionsschutz zusammen“, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer, der wie die meisten Mitglieder des Gemeinderats über ein Videokonferenz-Programm an der Sitzung teilnehmen wird. Stadträtinnen und Stadträte, die nicht die Videokonferenz nutzen möchten, nehmen wie gewohnt im Ratssaal im Rathaus am Markt teil. Dort und im Hofgerichtssaal im 3. Stock wird die Sitzung als Stream auf einer Leinwand übertragen. In beiden Räumen gibt es eine begrenzte Zahl von Sitzplätzen für die Öffentlichkeit. Dabei muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Die Stadtverwaltung prüft, ob kurzfristig noch ein Live-Stream eingerichtet werden kann, damit alle Interessierten die Sitzung über das Internet mitverfolgen können. Informationen dazu gibt es so schnell wie möglich auf der städtischen Internetseite www.tuebingen.de/gemeinderat

6.15 Uhr: Erstmals bieten die katholischen Kirchengemeinden in Tübingen diesen Sonntag wieder Gottesdienste an.

6.12 Uhr: Die nachhaltige Versorgung mit Lebensmitteln ist ein Kerngedanke der Solidarischen Landwirtschaft. In der Corona-Epidemie haben das auch mehr Ammerbucher erkannt.

 

 

6.05 Uhr: Ein Rückblick auf die Zahlen vom Mittwoch: 1263 Corona-Infektionen und 55 mit Covid-19 Gestorbene im Kreis Tübingen, 1519 Infektionen und 80 Tote im Kreis Reutlingen.

Frau K. kocht seit zwei Jahren für die Tagesstätte und gibt das Essen und Getränke aus. Bild: Ulrich Metz

6.00 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Die Corona-Krise wirkt fast überall, auch die Angebote des Tübinger Männerwohnheims. Das Tagescafé ist nun zwar wieder geöffnet – allerdings mit Einschränkungen, wie Tagblatt-Redakteurin Renate Angstmann-Koch berichtet.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
14. Mai 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
14. Mai 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2020, 06:30 Uhr

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