Covid-19 in der Region Tübingen

Corona: Der Live-Blog vom 15. Juni 2020

15.06.2020

Von ST

Der Baggersee lädt wieder zum Entspannen ein. Bild: Erich Sommer

Montag, 15. Juni

18.25 Uhr: Kein weiterer Anstieg bei den Corona-Infektionszahlen, das vermelden die Gesundheitsämter heute Abend: Im Tübinger Kreis bleibt es bei 1294 Infizierten und 59 Todesfällen. Im Kreis Reutlingen sind es insgesamt 1545 Covid-19-Infizierte und 87 Todesfälle. Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden übers Wochenende und für Montag insgesamt weitere 60 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 35.154 an. Davon sind ungefähr 32.878 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen.

15.36 Uhr: Haben Sie es auch schon vermisst? Das direkte Erleben von Kunst und Kultur? Seit Anfang Juni sind kleinere Veranstaltungen wieder erlaubt. Das baden-württembergische Kunstministerium will mit dem Programm „Kultur Sommer 2020“ Kultureinrichtungen und Vereine unterstützen, damit diese auch mit Corona-Auflagen ihre Kulturevents realisieren können. 44 Anträge von Theatern, Kinos, Jazzclubs und Vereinen erhalten Fördermittel in Höhe von rund 900.000 Euro. In Tübingen bekommen folgende Projekte Zuschüsse: Theatersport des Harlekin-Theaters sowie das Kunsthallen Open Air.

15.28 Uhr: Kaum geöffnet, musste eine Gaststätte in Stuttgart-Bad Cannstatt schon gleich wieder schließen: Am Samstag haben bis zu 300 Menschen in und vor einer neueröffneten Gaststätte gefeiert - und dem Besitzer damit wegen des Verstoßes gegen die Corona-Auflagen mächtig Ärger mit der Polizei eingebrockt.

14.53 Uhr: Welche Folgen hat die Corona-Pandemie für kommunale Klimaschutzprogramme? Darüber diskutieren drei Bürgermeister am Mittwoch, 24. Juni, in einem Livestream. Oberbürgermeister Boris Palmer tauscht sich mit Christopher Taylor, Bürgermeister in Ann Arbor, und Simon Henig, Leader des Durham County Council, über ihre aktuellen Klimaschutzstrategien aus. Wer der Diskussion folgen möchte, kann dies nach einer kurzen Registrierung beim amerikanischen Städtetag unter diesem Link tun. Die Veranstaltung ist auf Englisch.

14.30 Uhr: Die Tübinger Biotech-Firma Curevac gilt als vielversprechender möglicher Hersteller eines Corona-Impfstoffs. Nun beteiligt sich die Bundesregierung direkt an dem Unternehmenund kauft für 300 Millionen Euro 23 Prozent der Anteile.

11.30 Uhr:
Die Beschäftigten in Deutschland halten ihre Arbeitsplätze trotz der Corona-Krise nach Angaben der Ökonomen des Mannheimer ZEW großteils für sicher. Unter Kurzarbeitern wächst allerdings die Angst vor dem Jobverlust, wie aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht.

10.30 Uhr: Das Reutlinger Landratsamt hat neue Zahlen herausgegeben. Demnach kam seit dem vergangenen Freitag keine neue Infektion hinzu, es bleibt bei 1545 laborbestätigten Fällen.

 

 

9.25 Uhr: Die Bundespolizei hat die coronabedingten Grenzkontrollen zwischen Baden-Württemberg und Frankreich beendet. Seit Montag 0 Uhr könnten Franzosen und Deutsche die Grenze wieder passieren, ohne bei einer Kontrolle Dokumente für den Reisegrund vorlegen zu müssen, bestätigte die Bundespolizei in Offenburg.

8.55 Uhr: Am Wochenende wurde in Tübingen mehrfach demonstriert: Unter dem Motto „Kein weiter so – für ein solidarisches Gesundheitswesen“ hatte ein breites Bündnis von verschiedenen Gruppen und Initiativen am Samstagvormittag zur Kundgebung auf die Neckarinsel eingeladen – gut 250 Menschen kamen.

Zur dritten Kundgebung von „Querdenken Tübingen“ kamen am Samstag laut Polizeischätzungen etwa 70 Personen in den Anlagenpark, weil sie durch die Corona-Verordnung Einschränkungen ihrer Grundrechte sehen und sich dagegen positionieren wollten.

 

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8.36 Uhr: Seit dem Wochenende kann man in den Mössinger Lichtspielen wieder Filme anschauen. Zum Auftakt war der Besuch noch eher bescheiden.

8.25 Uhr: Was ist erlaubt, was bleibt verboten? Beinahe täglich gibt es Neuerungen und Veränderungen bei den Regeln wegen der Pandemie. Ein Überblick darüber, welche Vorgaben aktuell in Baden-Württemberg gelten.

7.55 Uhr: Seit Wochen gibt es nun die Maskenpflicht. Viele empfinden das als unangenehm, man bekommt schlecht Luft, schwitzt, sieht die Gesichter seiner Mitmenschen nur eingeschränkt. Eine wissenschaftliche Studie kommt nun zu dem Schluss, dass die Masken aber tatsächlich helfen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Denn Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Viren hauptsächlich durch die Luft übertragen werden.

7.37 Uhr: Soweit wie auf unserem Bild, auf dem in ABC-Schutzanzügen gekickt wird, kam es glücklicherweise mit den Corona-Regeln dann doch nie: Inspiriert von einem Video in den Sozialen Medien von Stuttgarter Feuerwehrleuten gab es am Samstagnachmittag ein etwas anderes Fußballspiel im Schatten des Reutlinger Kreuzeiche-Stadions.

Schweißtreibende Sache: Am Samstag wurde in Reutlingen in Schutzanzügen gekickt. Bild: SSV Reutlingen

7.25 Uhr: Am frühen Freitagnachmittag knallt die Sonne schon recht ordentlich auf den Tübinger Campingplatz am Neckar. Ein paar Kinder spielen in Badehosen an den Wasserhähnen oder buddeln im Sandkasten. Die Erwachsenen sitzen lesend oder dösend im Schatten. Viele Stellplätze sind frei, rund zwei Dutzend Wohnmobile und Wohnwagen stehen aber unter den hohen Bäumen. Die Nummernschilder zeigen: Es gibt schon wieder Besucher aus Hamburg und Rheinland-Pfalz, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

„Seit ein paar Tagen geht es langsam bergauf“, seufzt Thomas Henne, der Betreiber des Platzes und der dazugehörigen Gaststätte, der Campingklause. TAGBLATT-Volontär Fabian Renz-Gabriel hat mit ihm gesprochen und sich auch unter den Campern umgehört.

7.15 Uhr: Die Auswirkungen der Corona-Ausbreitung auf die Finanzen der Stadt Reutlingen sind groß - derzeit geht die Verwaltung davon aus, dass die Folgekosten der Pandemie rund 58,9 Millionen Euro betragen. Im TAGBLATT-Interview spricht Reutlingens OB Thomas Keck darüber, welche Projekte deshalb in Gefahr sind und warum er eine Neuausrichtung des gemeinnützigen Wohnungsbaus fordert.

7 Uhr: Manche Schüler haben seit rund drei Monaten keine Schule von innen gesehen. Das ändert sich jetzt. Aber von Normalität ist der Unterricht wegen des Coronavirus noch weit entfernt.

6.30 Uhr: Fast 50 Besucher auf dem Gehweg lauschten dem Fenster-Konzert von Opern-Sänger Tijl Faveyts in der Hirschauer Straße. In Coronazeiten haben sich Fenster-, Terrassen- und Balkonkonzerte in Tübingen als Kunstform etabliert. Womöglich überdauern sie das Virus sogar. Schon eine echte Institution sind etwa die Terrassen- und Balkonkonzerte im Mühlenviertel, wo Adrian Oswalt am gestrigen Sonntag sein hundertstes Konzert gegeben hat.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 


6.25 Uhr:
Seit Pfingsten hat der Kirchentellinsfurter Baggersee wieder geöffnet: Am Wochenende kamen bestem Wetter am

Freitag und Samstag zum Trotz noch nicht ganz so viele Gäste. Obwohl fast alles ist wie immer. TAGBLATT-Mitarbeiterin Miri Watson hat sich bei den Erholungssuchenden am Ufer umgehört.

6.19 Uhr:
Guten Morgen aus der Online-Redaktion zum Wochenstart. Wir starten mit einem kurzen Blick auf die Zahlen: Gestern gab es weder im Landkreis Tübingen noch im Kreis Reutlingen Neuinfektionen. Die Infektions-Zahlen liegen somit weiterhin bei 1294 (Tübingen) und 1545 (Reutlingen).

 

 

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Erklärung häufiger Begriffe:

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Die Reproduktionszahl (R-Wert) wird vom Robert Koch-Institut ermittelt. Sie gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. R 1 bedeutet, dass jeder Infizierte im Durchschnitt eine weitere Person infiziert, bei R 2 werden von jedem Infizierten zwei weitere Menschen angesteckt.

Die 7-Tage-Inzidenz dient seit Anfang Mai in Deutschland als Messzahl für eine Bewertung des Infektionsgeschehens anhand derer entsprechende Kontrollmaßnahmen festgelegt werden. Sie entspricht der Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. In Landkreisen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage sollen vom zuständigen Gesundheitsamt in Absprache mit den Landesbehörden beschränkende Maßnahmen gegen den schnellen Anstieg der Infektionsrate ergriffen werden.

Informationsseiten zu Corona

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Hilfsangebote

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Es gibt im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote, aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
15. Juni 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
15. Juni 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2020, 06:30 Uhr

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