Der Tag in der Region

Live-Blog | Tübinger Schnelltest-Pflicht für Auswärtige · Inzidenz bei 27,1

08.03.2021

Von job/itz/miw/hz

Das Arztmobil bietet seit Monaten kostenlose Corona-Tests an. Auf dem Tübinger Marktplatz hat es nun ganztags geöffnet. Archivbild: Ulmer

Einkaufen nach dem Lockdown: Der Ansturm blieb aus

21.34 Uhr: In Bücherkisten stöbern, ins Museum reinschauen, shoppen gehen: Seit Wochenbeginn hat der Einzelhandel wieder geöffnet. Es lief langsam an, erfuhr Tagblatt-Redakteurin Lisa Maria Sporrer.

Über 400 Corona-Fälle am Tag der ersten Öffnungen

19.45 Uhr: Am Tag der ersten zaghaften Öffnungen im Land ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes stieg die Zahl der Corona-Fälle von Sonntag auf Montag um 414 auf jetzt insgesamt 324.345, die der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 um 21 auf 8291. Dem stehen schätzungsweise 302.072 Genesene gegenüber, was einer Zunahme um 600 entspricht.

Für das ganze Land ging die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage leicht von 60,5 am Sonntag auf jetzt 60,3 zurück. Am Montag sind die gemeldeten Fallzahlen allerdings meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Vier Kommunen weisen eine Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 35 auf. Neben dem Landkreis Böblingen (34,4) sind das der Schwarzwald-Baar-Kreis (31,5), der Kreis Tübingen (27,1) und die Stadt Heilbronn (31,6). Allerdings haben nur noch die Landkreise Schwäbisch Hall mit 172,3 und nun auch der Kreis Konstanz (100,9) dreistellige Werte. Weiterhin liegen 27 Stadt- und Landkreise über dem Grenzwert 50.

Wo die Sieben-Tage-Inzidenz stabil bei unter 50 liegt, dürfen Geschäfte seit Montag wieder komplett öffnen - jedoch unter Auflagen wie Maskenpflicht und einer Begrenzung der Kundenzahl. Das trifft derzeit laut Landesgesundheitsamt auf 17 Kreise und Städte im Land zu. dpa

Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild

Kein förmliches Abstandsgebot für Klassen 5 und 6

19.35 Uhr: Bei der Wiedereröffnung der Schulen mit den Klassen 5 und 6 nach dem wochenlangen Corona-Lockdown müssen die Schülerinnen und Schüler nun doch nicht unbedingt den Abstand von eineinhalb Meter einhalten. Das hat das Kultusministerium am Montag in Stuttgart auf Anfrage klargestellt.

Schnelltest-Pflicht für Auswärtige

18.53 Uhr: Damit das Einkaufen und der Besuch im Museum sicher bleiben, müssen ab dem morgigen Dienstag alle, die in einem Kreis mit einer höheren Inzidenz (ab 50 pro 100.000 Einwohner) wohnen, in Tübingen einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen können, bevor sie in der Innenstadt einkaufen oder öffentliche Einrichtungen wie Museen besuchen dürfen. Also etwa Gäste aus dem Kreis Reutlingen. Die Schnelltest-Pflicht gilt für Einrichtungen und Einzelhandelsgeschäfte, die in anderen Kreisen geschlossen sind. Eine entsprechende Verfügung habe OB Boris Palmer erlassen, teilt die Stadt mit.

Damit jeder vor dem Stadtbummel in Tübingen einen Corona-Schnelltest machen kann, gibt es ab Dienstag drei im Auftrag der Stadtverwaltung betriebene Teststationen. Sie befinden sich auf dem Marktplatz, in der Karlstraße und vor der Stadtbücherei und sind montags bis freitags von 9.30 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 9.30 bis 16 Uhr geöffnet. Zum Einsatz kommen kurze Teststäbchen für die Nase, die das Deutsche Rote Kreuz im Landkreis Tübingen beschafft hat. Wer negativ getestet wurde, bekommt darüber ein städtisches Tageszertifikat mit Name und Datum ausgestellt.

Der Tübinger Handel öffnet, Schnelltest-Pflicht für Auswärtige
kostenpflichtiger Inhalt

Am Montag (8. März), dem Weltfrauentag, durften die Tübinger Händlerinnen und Händler ihre Geschäfte wieder öffnen. Parallel dazu startete die Stadt mit dem DRK die erste täglich geöffnete Schnelltest-Station. Für Auswärtige aus Kreisen mit höherer Inzidenz als 50 gilt: erst Schnelltest, dann shoppen. Video: Miri Watson

© ST 02:47 min

9 neue Fälle im Kreis Tübingen

18.49 Uhr: Das Tübinger Landratsamt meldet 9 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Bei den genannten Fällen handle es sich um eine familiäre Häufung und um neue Einzelfälle. Darunter sei auch eine von einer Reise in den Balkan zurückgekehrte Person. Betroffen sei eine Schule mit der Folge einer Quarantäne für die Klasse und das Lehrpersonal. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 27,1. Seit Pandemiebeginn haben sich nunmehr 6304 Menschen infiziert. Außerdem hat es einen weiteren Todesfall gegeben (eine Person über 90 Jahre), wodurch die Gesamtzahl der Todesopfer auf 163 im Landkreis steigt.

Am Tübinger Uniklinikum werden indes nach dessen Angaben aktuell 12 infizierte Patienten behandelt, davon 3 auf der Intensivstation.

6 neue Fälle im Kreis Reutlingen

18.47 Uhr: Das Reutlinger Landratsamt meldet 6 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, wovon 3 bereits als Kontaktpersonen bekannt gewesen seien. Damit steigt die Gesamtfallzahl auf 9138. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 57,1 gesunken.

In den Reutlinger Kreiskliniken ist ein Patient gerstorben. Dort werden aktuell 14 Covid-19-Erkrankte stationär behandelt, davon 3 auf der Intensivstation.

Ministerin begrüßt Lockerungen für Unis und Bibliotheken

17.58 Uhr: Mit der neuen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg bekommen auch die Hochschulen Perspektiven zur Öffnung. Bibliotheken könnten öffnen und beispielsweise schrittweise mehr Präsenzveranstaltungen für Erstsemester ermöglicht werden, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Montag.

Start für kostenlose Corona-Schnelltests mit Verzögerungen

17.34 Uhr: Es sollte an diesem Montag mit den flächendeckenden Gratis-Tests losgehen, doch an allen Ecken und Enden gibt es Probleme. Viele Apotheken konnten noch gar nicht loslegen - und verweisen teils ratlos auf den Bund. Hunderte von Apothekern im Südwesten stehen mit Corona-Schelltests in den Startlöchern - können sie aber wegen Formalitäten nicht an die Frau oder den Mann bringen. So müsse noch die veränderte Coronatest-Verordnung im Bundesanzeiger veröffentlicht werden, hieß es bei der Landesapothekerkammer am Montag in Stuttgart.

Präsenzunterricht an der Musikschule

16.02 Uhr: Die Tübinger Musikschule beginnt am Mittwoch, 10. März, mit regulärem Einzelunterricht in allen Instrumentalfächern. Wie die Tübinger Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung bekanntgibt, werden dabei „die gültigen Hygieneregeln“ eingehalten: mit einem Einbahnstraßen-System, mit Abstand und Plexiglaswänden für Bläserinnen und Bläser. Zudem werde das Musikschul-Personal entsprechend dem „Tübinger Weg“ bis zu zwei Mal in der Woche getestet. Weitere Informationen bei www.tuebingen.de/musikschule

Söder: Impfungen bald auch für junge Menschen ermöglichen

15 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, schon bald das „starre Impfprotokoll“ zu lockern und auch jungen Menschen Zugang zu Impfstoff zu ermöglichen. Das könne bald etwa auch für Studierende an Universitäten gelten, sagte Söder am Montag in München.

Museen im Land vor Wiedereröffnung

13.55 Uhr: Ein wenig mehr Kultur wagen: Die staatlichen und privaten Museen im Land stehen nach dem langem Corona-Lockdown vor der Wiedereröffnung.

CDU: Abgeordneter Löbel legt Mandat nieder

13 Uhr: Am Ende war der Druck in der Affäre um die Corona-Schutzmasken zu stark. Nikolas Löbel zieht die Konsequenzen: Er verabschiedet sich unmittelbar und komplett aus dem politischen Geschäft.

 

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Verwaltungsrichter kritisieren Kretschmann für Wortwahl

11.55 Uhr: Wegen seiner Wortwahl in einem Interview hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die Kritik der Verwaltungsrichter des Landes auf sich gezogen. achdem Gerichte Maßnahmen der Landesregierung gegen die Corona-Pandemie kassierten, hatte Kretschmann in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt, die Ministerpräsidenten müssten sich „mit den Gerichten herumschlagen“. Darüber empörten sich die Verwaltungsrichter.

Druck auf Abgeordnete wegen Masken-Affäre wächst

11.10 Uhr: Die beiden Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU), die sich bei Geschäften mit Schutzausrüstung viel Geld verschafft haben sollen, geraten immer mehr unter Druck. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) forderte sie auf, ihre Mandate niederzulegen: Sich in einer schweren Krise zu bereichern, verursache einen „enormen Vertrauensverlust“ der Politik. Aber auch aus den eigenen Reihen wird diese Forderung unterstützt: Kurz vor der Landtagswahl zeigte sich der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Manuel Hagel „stinksauer“: „Wer so etwas tut, der tritt die Werte unserer Christdemokratie mit Füßen.“ Und auch CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann forderte sofortige Konsequenzen: „Und das heißt, das Mandat sofort zurückzugeben und nicht noch bis Ende August daran zu verdienen. Das finde ich absolut daneben.

Kampfflieger dröhnen über Hemmendorf

10.14 Uhr: Seit der Vorweihnachtszeit dröhnen in den Abendstunden Kampfflugzeuge im Tiefflug über sein Haus, berichtet Jörg Sulzberger, TAGBLATT-Leser und Hemmendorfer. Immer gegen 19 Uhr herum flögen fünf bis sieben Maschinen über Hemmendorf hinweg. Das TAGBLATT fragte nach, was es damit auf sich hat.

Hohe Mieten zwingen Pendler auf die Straße

9 Uhr: Hohe Mieten in den Großstädten führen aus Sicht der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zu einer steigenden Zahl an Pendlern. „Weil das Wohnen in Deutschlands Großstädten nach jahrelangen teils exorbitanten Mietsteigerungen für viele Beschäftigte nicht mehr bezahlbar ist, bleibt für sie als Alternative oft nur stundenlange Fahrerei“, sagte der Vorsitzende Robert Feiger.

Feiger beruft sich auf jüngste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA), nach denen im ersten Halbjahr 2020 rund 13 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Deutschland täglich ihre Stadt oder ihren Landkreis auf dem Weg zu Arbeit verließen. Das waren rund 200 000 mehr als ein Jahr zuvor.

 

 

Positive Aktion: Alle Getesteten in Pfrondorf waren negativ

8.43 Uhr: Bereits zum zweiten Mal bot das DRK in Pfrondorf kostenlose Corona-Schnelltests an. Durchgeführt wurde die Aktion erneut vom Deutschen Roten Kreuz der Bereitschaften Kusterdingen-Kirchentellinsfurt und Pfrondorf. Am Samstag ließen sich insgesamt 114 Bürger und Bürgerinnen testen, alle Ergebnisse waren negativ. Zum Testen steigt man in den Bus.

Umfrage: Bürger fühlen sich in der Corona-Krise ohnmächtig

8.05 Uhr: Chaos bei der Vergabe von Impfterminen, Novemberhilfen, die auch im März noch nicht vollständig ausbezahlt sind, und ständige Störungen beim digitalen Lernen – die großen Baustellen der vergangenen Wochen und Monaten bleiben den Menschen in Baden-Württemberg im Gedächtnis. Aus der neuen Ausgabe des BaWü-Checks, einer großen Umfrage der Tageszeitungen im Südwesten, geht hervor, dass diese drei Themen von den Bürgern als größte Probleme beim Krisenmanagement der Corona-Pandemie gesehen werden. Die Hälfte der Befragten sieht keine Stelle, an die sie sich mit Anregungen oder Kritik wenden können.

Händler in Rottenburg: „Wir sind startklar!“

8.01 Uhr: Seit heute darf wieder Kundschaft in die Läden. Die Rottenburger Einzelhändler hoffen, dass das Frühjahrsgeschäft hilft, die Existenz zu sichern.

Die Freude, endlich wieder Kundschaft im Laden willkommen zu heißen, ist groß: Manuela Pettenkofer in ihrem Modegeschäft Von Bora. Weil die Inzidenz im Kreis Tübingen unter 50 liegt, müssen Kunden vorab auch keine Termine vereinbaren. Bild: Angelika Bachmann

Die Masken-Affäre setzt der CDU im Südwesten zu

7.50 Uhr: Nach CSU-Vizefraktionschef Nüßlein zieht sich auch der CDU-Abgeordnete Löbel aus der Politik zurück – kurz vor den Landtagswahlen.

Mehr Müll während Pandemie: Vorsicht bei Masken-Entsorgung

7.28 Uhr: Fast-Food-Verpakungen, Pizzakartons, ganze Tüten voll Restmüll - und nicht zuletzt Corona-Schutzmasken verschandeln in der Pandemie den öffentlichen Raum. Das beobachten Landkreistag und Stadt Stuttgart gleichermaßen. „Man kann sagen, dass seit Beginn der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie die Vermüllung des öffentlichen Raums zugenommen hat“, sagt ein Sprecher der Landeshauptstadt. In den Abfallkörben würden verstärkt Hausmüll und Take-Away-Reste entsorgt.

Wenn Parteifreunde die schärfsten Konkurrenten sind

7.13 Uhr: Bei der Landtagswahl am Sonntag entscheiden die Wähler mit ihrer Stimme auch darüber, welcher Kandidat einer Partei ein Zweitmandat bekommt. Das kann böses Blut geben. Eine Analyse zu den Wahlchancen im Kreis Tübingen von TAGBLATT-Redakteurin Renate Angstmann-Koch.

Lockerungen für Handel und private Treffen treten in Kraft

7.05 Uhr: Die Corona-Regeln im Südwesten sind heute an nicht mehr ganz so streng wie bisher: Einschränkungen fallen unter anderem für Treffen mit Freunden und den Einzelhandel weg. So dürfen sich in Kreisen mit einer Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner künftig wieder bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen, wie aus der am Wochenende veröffentlichten aktualisierten Corona-Verordnung des Landes hervorgeht.

Arzt startet Petition gegen das Wegwerfen der Impfstoffreste

6.45 Uhr: Mit einer Petition will ein schwäbischer Arzt das Wegwerfen von Impfstoffresten verhindern. Nach Angaben des Allgemeinarztes Christian Kröner aus Neu-Ulm könnten aus fast jeder Ampulle mit dem Mittel von Biontech/Pfizer sieben Dosen gewonnen werden, offiziell sei aber nur die Entnahme von sechs Dosen zugelassen.

Der 39 Jahre alte Hausarzt arbeitet selbst in einem Impfzentrum mit und kennt daher das Problem sehr genau. Er hat deswegen eine Petition an den bayerischen Landtag sowie andere Landesparlamente gestartet.

 

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Gleichberechtigung locked down

6.30 Uhr: Es gibt viel zu feiern am Internationalen Tag der Frauen. Aber in Zeiten von Corona scheint auch ein Rückfall in traditionelle Rollenmuster zu drohen. Nicht selten war in den letzten Monaten die Rede von der „Schattenpandemie“ in Bezug auf die vielen Frauen, die in ihren eigenen vier Wänden Opfer von Gewalt wurden. Auch beruflich haben Frauen zu kämpfen: Die vielen weiblichen Beschäftigten in Dienstleistungsberufen können oftmals nur noch bedingt arbeiten oder haben ihren Job ganz verloren, berufstätige Mütter müssen Homeoffice, Homeschooling und Haushalt jonglieren. Ist die Befürchtung, dass berufstätige Frauen in der Corona-Zeit mehr schultern müssen, berechtigt? Das TAGBLATT fragte nach.

Ältere und kranke Menschen besonders betroffen

6.23 Uhr: Die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-Pandemie stellen ältere Menschen und solche mit psychischen Erkrankungen vor große Herausforderungen. „Seelische und körperliche Gesundheit. Wie bewältigen wir die Corona-Pandemie?“: Darüber sprach Gerhard Eschweiler in der Online-Vortragsreihe des Lebensphasenhauses.

Eintauchen ins Lebensgefühl der 50er

6.17 Uhr: Die Nachkriegsjahre waren in Mössingen „eine absolute Mangelzeit“, sagt Museumsleiterin Franziska Blum. Im Eingangsbereich der Kulturscheune in Mössingen dokumentiert sie die prekäre Lage im Ort vor 1950 in der französischen Zone. Die Ausstellung „Nierentisch und Petticoat“ war eigentlich als Ergänzung zu den Stoffexponaten aus den 50er Jahren geplant gewesen. Corona hat den Zeitplan durcheinander gebracht.

Mössingen in den 1950er Jahren zeigt die neue Ausstellung in der Kulturscheune. Museumschefin Franziska Blum präsentiert Tanzkleidung, Musiktruhen und natürlich Vorhangstoffe der Pausa. Bild: Klaus Franke

Auf dem Marktplatz wird jetzt ganztags getestet

6.10 Uhr: Ab heute verspricht der Bund allen Bürgerinnen und Bürgern einen kostenfreien Test pro Woche. Für das mit Spenden der TAGBLATT-Leser und -Leserinnen finanzierte Arztmobil bedeutet das eine große Aufwertung, denn die Universitätsstadt beauftragt das DRK mit der Durchführung. Aus dem ehrenamtlichen und spendenfinanzierten Projekt wird nun eine offizielle Teststation. Damit verbunden ist eine erhebliche Ausdehnung der Öffnungszeiten. War das Arztmobil bislang nur wenige Stunden pro Woche in Tübingen stationiert, so ist nun montags bis freitags von 9.30 bis 19 Uhr und samstags von 9.30 bis 16 Uhr geöffnet. Auch die Cegat-Teststation in der Paul-Ehrlich-Straße 23 wird ab heute täglich von 9.30 Uhr bis 17 Uhr kostenlose Corona-Schnelltests anbieten.

Ab heute gelten Lockerungen

6 Uhr: Guten Morgen an diesem Montag aus der Online-Redaktion. Ab heute treten Lockerungen in Kraft, doch diese sind abhängig von den Inzidenzen. Deshalb werfen wir zunächst einen Blick auf die Zahlen:

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt landesweit derzeit 60,5 pro 100.000 Einwohner. 27 Stadt-und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50 gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner.

Für den Kreis Reutlingen meldete das Gesundheitsamt 16 Neuinfektionen, damit steigt die 7-Tage-Inzidenz steigt auf 61.

Im Kreis Tübingen sinkt die Inzidenz auf 24,5. Damit liegt sie zwar unter 35, wonach laut Corona-Verordnung die weitest gehenden Lockerungen zum Tragen kommen würden. Allerdings ist dies noch nicht seit fünf Tagen in Folge gegeben.

Daher gelten die Regeln mit einer 7-Tages-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen: Die Öffnung von Einzelhandel, Ladengeschäften und Märkten wird allgemein gestattet, auch der Betrieb von Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten und von Sportanlagen und Sportstätten im Freien für Gruppen von bis zu 10 Personen – soweit die Sportart kontaktarm ausgeübt wird. Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen für den Einzelunterricht und für Gruppen von bis zu fünf Kindern bis einschließlich 14 Jahren öffnen; dies gilt nicht für Tanz- und Ballettunterricht.

Das Wichtigste vom Tag

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in der Region Tübingen im März 2020 gab es bei tagblatt.de täglich und kostenlos unseren Live-Blog mit aktuellen Meldungen und Links zu wichtigen Artikeln über Covid-19 und den Folgen. Wir haben ihn nun thematisch weiter gefasst: Ab sofort gibt es dort aktuelle Meldungen und Anreißer zu den wichtigsten Geschichten aus der Region Neckar-Alb – nicht nur, aber auch, wenn es um Corona geht. Den Blog gibt es unter dem Titel Der Tag in der Region direkt auf www.tagblatt.de.

Zum Artikel

Erstellt:
8. März 2021, 06:25 Uhr
Aktualisiert:
8. März 2021, 06:25 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. März 2021, 06:25 Uhr

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