Covid-19 in der Region Tübingen

Corona: Der Live-Blog vom 2. und 3. Mai

Seit Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle im Kreis Tübingen Ende Februar berichten wir in Live-Blogs über die aktuellen Ereignisse der Coronakrise. Die Corona-Hotline des Gesundheitsamts und viele weitere Informationen zu Covid-19 und Sars-Cov-2 gibt es am Textende.

02.05.2020

Von job/dpa

Tübingens Pberbürgermeister Boris Palmer. Archivbild: Ulrich Metz

Sonntag, 3. Mai

19.20 Uhr: Das Gesundheitsministerium hat die neuen landesweiten Zahlen herausgegeben: Demnach sind es nun 32.389 nachgewiesene Infektionen im Land.

18.30 Uhr: Prominente Starhilfe: Immer wieder, so schreibt es Carsten Schuffert, Organisator des Tübinger Autokinos auf dem Festplatz, bleiben nach dem Filmgenuss Autos liegen: Für ihre Batterie war der Filmabend offenbar zu viel. Für die aber gibt es Rettung: Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller geben deshalb liegengebliebenen Fahrzeugen regelmäßig Starthilfe beim Autokino. Und sehen dabei auch noch gut aus, wie Schufferts Bild beweist:

Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller geben liegengebliebenen Fahrzeugen regelmäßig Starthilfe beim Autokino. Bild: Carsten Schuffert

17.15 Uhr: Seit dem 17. März sind die Kitas im ganzen Land geschlossen. In einem offenen Brief wenden sich nun Elternbeiräte von Kindertageseinrichtungen in Städten von Singen bis Radolfzell, von Tübingen bis Stuttgart ans Kultusministerium: „Diese einmalige und in dieser Form noch nie dagewesene Situation stellt alle vor extreme Herausforderungen“, heißt es darin. Demnach haben die Eltern, „in den letzten Wochen bereits Beeindruckendes geleistet“, so die Elternbeiräte.

14.30 Uhr: Auch der Kreis Reutlingen hat seine Fallzahlen aktualisiert. Seit gestern gab es eine bestätigte Neuinfektion: Damit vermeldet das Reutlinger Landratsamt nun insgesamt 1465 positive Tests.

14.17 Uhr: Ganz viel Post bekommen derzeit die Bewohner des Pflegeheims Haus im Park in Dettenhausen. Viele waren dem Aufruf der Heim-Mitarbeitenden gefolgt und hatten den Bewohnern Karten und Briefe geschickt – seit der Coronakrise gilt Besuchsverbot. „Das ist so schön, dass fremde Menschen an uns denken“, sagte eine Bewohnerin ganz gerührt, „da kommen mir ja die Tränen“.

Nicht nur 80 Briefe mit Bildern, Fotos, Gedichten und aufmunternden Worten aus ganz Deutschland und der Schweiz erreichten die Bewohner. Auch kleine Bücher mit Geschichten und Gedichten zum Vorlesen und Collagen flatterten ins Haus, viele Kinder haben liebevoll gestaltete Basteleien und Gemaltes mitgeschickt. Im Gemeinschaftsraum wird alles vorgelesen, gezeigt, und für alle gut sichtbar an den Pin-Wänden aufgehängt.

Post wie diese macht den Heimbewohnern in Dettenhausen derzeit viel Freude. Bild: Haus im Park Dettenhausen

14.07 Uhr: Das Tübinger Landratsamt hat erneut keine neue bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu vermelden. Die Zahl der Menschen, die nachweislich mit dem Sars-Cov-2-Virus infiziert waren (und es teilweise noch sind) liegt damit weiter bei 1234.

Auch die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Verstorbenen bleibt für den Kreis Tübingen weiter unverändert und damit bei 44.

 

 


13.30 Uhr:
Das Reutlinger Landratsamt hat die Corona-Tests in den Altenheimen des Kreises ausgewertet. Zwischen dem 6. und 18. April wurden 37 stationäre Einrichtungen der Altenhilfe sowie 9 Einrichtungen der Eingliederungshilfe mit flächendeckenden Abstrichen auf Corona untersucht. Die Auswertung der 4222 Abstriche bei Bewohnern und Personal hat ergeben, dass knapp 60 Prozent der Altenhilfe-Einrichtungen betroffen sind. 8,4 Prozent der dort untergebrachten sowie der arbeitenden Menschen waren infiziert.

Bis zum 30. April waren im Landkreis 65 Menschen in Verbindung mit Corona verstorben, das Durchschnittsalter beträgt 84,5 Jahre. 46 dieser Verstorbenen lebten in Einrichtungen der Altenhilfe und hatten ein Durchschnittsalter von 87 Jahren. Damit ereigneten sich 71 Prozent der Todesfälle im Kreis Reutlingen in stationären Einrichtungen der Altenhilfe.


12.40 Uhr:
Die Corona-Krise spielt den Kommunen übel mit. Gewerbesteuerverluste, ausbleibende Kitagebühren, Einbußen im Nahverkehr - die Städte und Gemeinden im Südwesten leiden massiv unter der Corona-Krise. Der Gemeindetag Baden-Württemberg will nun genau wissen, wie klamm die Kassen der Kommunen sind. „Wir wollen alle über 1000 Gemeinden abfragen, um einen Überblick über deren Belastungen zu bekommen“, sagte Gemeindetagspräsident Roger Kehle der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Danach wollen die Gemeinden dann einen Ausgleich vom Land.

Kehle sagte mit Blick auf Fälle wie Wendlingen, wo eine Haushaltssperre verhängt wurde: „Wenn die Städte und Gemeinden als Konjunkturmotor ausfallen, reißen sie auch die lokale Wirtschaft und das Handwerk mit in den Abwärtsstrudel.“ Das führe dann zu weiteren Gewerbesteuerverlusten. „Das ist ein Teufelskreis, den wir durchbrechen müssen“, betonte Kehle. Das gelinge nur mit Konjunkturprogrammen von Land und Bund.

12.23 Uhr: Die Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus bergen nach Meinung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann auch die Gefahr einer neuen Infektionswelle. Er gehe davon aus, dass Ermüdungseffekte eintreten, sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist ja auch nur menschlich.“ Insgesamt habe er deutlich mehr Sorge wegen der Folgen des Klimawandels als wegen der Corona-Pandemie: „Der Klimawandel kann die ganze Welt nachhaltig erschüttern und ihn können wir nicht irgendwann einfach wegimpfen.“

11.43 Uhr: Baden-Württemberg wagt nach einigen Wochen des sogenannten Lockdowns weitere Schritte zurück in die Normalität. Unter anderem Spielplätze, Museen und Zoos sollen kommende Woche wieder öffnen dürfen, wie das Staatsministerium mitteilte.

11 Uhr: Wegen seiner Äußerungen im Interview mit dem Sat1-Frühstücksfernsehen, die bundesweit für Aufsehen und viel Empörung sorgten, fordern Grüne, zumeist aus Berlin und Bremen, vom baden-württembergischen Landes- und dem Tübinger Kreisverband, Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer aus der Partei auszuschließen. Das berichtet der „Tagesspiegel“ aus Berlin.

Wörtlich schreiben sie in ihrem offenen Brief: „Die jüngste Äußerung und viele der früheren Äußerungen des Oberbürgermeisters von Tübingen, sind in keiner Weise mit den Grundsätzen und der Programmatik unserer Partei Bündnis 90 / Die Grünen vereinbar“. Ihr offener Brief endet mit den Worten: „Ihr seid qua Zuständigkeit diejenigen, die ein notwendiges Parteiordnungsverfahren oder Parteiausschlussverfahren initiieren und durchführen müssen. Genau darum bitten wir Euch, um weiteren Schaden abzuwenden!“

Das erinnert an einen ähnlichen Vorstoß von Grünen aus Berlin: Fast genau vor einem Jahr hatten ebenfalls Parteifreunde gefordert, Palmer auszuschließen. Damals ging es um seine Kritik an einer Werbung der Deutschen Bahn.

In einem offenen Brief an die Tübinger und Tübingerinnen hatte sich Boris Palmer bereits vergangenen Donnerstag zu seinen Äußerungen erklärt und seine Sicht auf den Kontext des Satzes „Ich sag es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“ erläutert. Darin räumte er auch ein: „Ich hätte diesen Satz so nicht sagen dürfen, da er viele Menschen verletzt oder verängstigt hat.“

Palmer wiederholte am Wochenende, dass sein umstrittener Satz nicht menschenverachtend gemeint gewesen sei. Das gehe aus dem Kontext hervor. Auch er wolle ältere Menschen schützen. Deshalb habe er sich auch nicht für den Inhalt des Satzes, sondern für seine Formulierung und Wirkung entschuldigt. Palmer zum Tagblatt: „ Das ist mir aus den Mails klar geworden, die nicht zustimmend oder empört waren, sondern sehr persönliche Schicksale und Sichtweisen geschildert haben. Zwar konnte ich auch hier meistens feststellen, dass der Kontext als Erklärung half, aber es blieb die Erkenntnis, dass der isolierte und falsch verstandene Satz Menschen verletzt hat. Man kann sich auch für Ergebnisse entschuldigen, die man nicht beabsichtigt hatte. Das habe ich gemacht.“

Die Friseure aus der Region bereiten sich auf die Öffnung ihrer Salons vor. Am Montag ist es soweit. Bild: Ulrich Metz

9 Uhr: Guten Morgen. Falls Sie gerade mit Ihrer Out-of-bed-Frisur hadern, die Sie seit Wochen mit sich herumtragen: Hilfe naht. Von Montag an dürfen die Friseure im Land unter strengen Auflagen wieder öffen. Im Friseursalon von Roberto Laraia beispielsweise, Reutlingens Innungschef der Friseure, probt das Personal schon neue Laufwege, Trennwände stehen zwischen den Stühlen bereit, geschärfte und desinfizierte Scheren warten nach sechswöchiger Pause darauf wieder benutzt zu werden.

Und auch in Tübingen bereiten sich die Salons darauf vor, die Haare ihrer Kunden und Kundinnen nach wochenlangem Wildwuchs wieder in Form zu bringen. Welche Regeln dabei für beide Seiten gelten, haben wir hier zusammengefasst.

Samstag, 2. Mai

18.30 Uhr: Die Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg ist auf mindestens 32 272 gestiegen. Das waren 149 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Stuttgart mitteilte.

14.15 Uhr: Die neuen Zahlen der Gesundheitsämter sind da: Im Kreis Tübingen stieg die Zahl der bestätigten Infektionen leicht um 5 auf 1234.

Im Kreis Reutlingen kamen seit gestern 3 bestätigte Fälle hinzu. Dort sind es nun nach Zählung des Landratsamts 1464 positiv Getestete.

 

 

11 Uhr: Die Zahl der Kurzarbeiter ist im ganzen Land in ungeahnte Höhen geklettert. Für fast 1,7 Mio. Beschäftigte im Südwesten wurde im April von den Betrieben Kurzarbeit angezeigt. Noch vor einem Jahr war nur für rund 7000 Menschen Kurzarbeit angezeigt worden.

Die Agentur für Arbeit in Reutlingen. Bild: Jonas Bleeser

8.10 Uhr: Noch immer arbeiten Forscher mit Hochdruck daran, mehr über das Coronavirus Sars-Cov-2 herauszufinden. Kinder sind einer Analyse in Deutschland zufolge in der gegenwärtigen Coronavirus-Pandemie vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene. Die Forscher warnen aufgrund ihrer Ergebnisse vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland.

7.55 Uhr: Die Tübinger Allgemeinmedizinerin Julia Martin leitet eine Ambulanz, die regelrecht aus dem Boden wuchs und zur wichtigen Stütze der Krankenversorgung in Corona-Zeiten wurde - die Fieberambulanz auf dem Tübinger Festplatz. Unser Gast der Woche berichtet von eigentlich unerträglichen Abschiedsmomenten, ihrem tollen Team und warum sie relativ angstfrei mit der Virus-Gefahr lebt.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 


6.45 Uhr:
Selten schlugen sich so viele Ausflügler in die Wiesen wie zur Zeit. Landwirte bitten, einige Punkte zu beachten: Nur am Rand rasten, den Müll wieder mitnehmen. Denn sonst landet der kleingehäckselt im Magen der Rinder.

6.30 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Auch heute wollen wir wieder die wichtigsten Nachrichten aus der Region rund um die Corona-Krise hier zusammentragen.

Die wirtschaftliche Krise die der Viruskrise folgt macht sich jetzt auch bei den hiesigen Arbeitslosenzahlen bemerkbar. Allein im Landkreis Tübingen stieg die Zahl der Arbeitslosen um knapp 660 auf 4032 Personen gegenüber März, das ist ein Plus von 19,4 Prozent. Damit liegt die Arbeitslosenquote nun bei 3,2 Prozent im Landkreis Tübingen.

Viele Pflegekräfte wie hier am Uniklinikum Tübingen sind in der Corona-Krise einem besonderen Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Prämie von 500 Euro pro Corona-Monat. Bild: Universitätsklinikum Tübingen

Schon lange wird über drohenden Ärztemangel auf dem Land und das Fehlen von Pflegekräften in Altenheimen und Kliniken diskutiert. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine grundlegende Reform der Krankenhausfinanzierung – und mehr Anreize in Pflegeberufen. Sylvia Bühler wollte eigentlich als Hauptrednerin zur Mai-Kundgebung nach Tübingen kommen. Redakteurin Renate Angstmann-Koch fragte das zuständige Mitglied des Verdi-Bundesvorstands nach den Konsequenzen der Corona-Krise für Pflegekräfte und Kliniken.

TAGBLATT: Frau Bühler, seit Beginn der Corona-Pandemie versäumt es kaum ein Politiker, die Leistung von Ärzten und Pflegekräften in den Kliniken zu würdigen. Wie kommt das Lob bei den Betroffenen an?

Sylvia Bühler: Wer würde sich über den Applaus und die öffentliche Anerkennung nicht freuen? Kolleginnen und Kollegen aus der Altenpflege und den Kliniken sagen uns aber, dass sie mit dem Heldenbegriff wenig anfangen können. Sie wollen einen professionellen Job machen, dafür müssen die Voraussetzungen geschaffen werden. Und es darf natürlich nicht beim Klatschen stehen bleiben. Es gibt ganz klar die Erwartung, dass aus der Pandemie die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden.

Wie hat sich die Arbeit des Pflegepersonals in der Krise verändert?

Die Lage ist ganz unterschiedlich, doch die Anspannung ist überall hoch. Noch gibt es keine Entwarnung, wir können nur alle hoffen, dass die Menschen weiterhin vernünftig sind und dazu beitragen, dass das Gesundheitswesen nicht überfordert wird. Der Mangel an Schutzkleidung treibt alle um. Der Schutz ist wichtig für die Beschäftigten selbst – auch für Reinigungskräfte oder den Hol- und Bringedienst, aber natürlich auch, damit die Menschen aus den Risikogruppen nicht angesteckt werden. Viele empört, dass Vorschriften und Standards für ihren Arbeits- und Gesundheitsschutz ausgesetzt beziehungsweise aufgeweicht wurden. Da passt was nicht zusammen.

Das komplette Interview gibt es hier.

Wie an jedem Morgen noch ein Blick auf die Zahlen von gestern: Die waren ermutigend. Am gestrigen Mai-Feiertag meldete das Tübinger Gesundheitsamt erstmals seit dem 10. März keine Neuinfektion. Auch im Kreis Reutlingen stieg die Zahl nur leicht um 4 Fälle.

 

 

 

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Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: wochentags 8 bis 18 Uhr, am Wochenende 10 bis 14 Uhr: von 1. Mai an nur noch werktags von 10 bis 15 Uhr.

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
2. Mai 2020, 06:25 Uhr
Aktualisiert:
2. Mai 2020, 06:25 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Mai 2020, 06:25 Uhr

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