Covid-19 in der Region Tübingen

Corona: Der Live-Blog vom 9. Juni 2020

09.06.2020

Von itz/möl/hz

Loßburg Aktiv 2018, am 10.6.18

Dienstag, 9. Juni 2020

18.55 Uhr: Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg meldete am Dienstag weitere 25 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus im Land. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 34.974. Davon sind geschätzt 32.547 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. 626 Menschen im Land sind demnach noch mit Sars-Cov-2 infiziert. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,81 angegeben, die 7-Tage-Inzidenz mit 1,6. Dem Landesgesundheitsamt wurden am Dienstag sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Toten in Baden-Württemberg auf 1801 (1016 Männer und 785 Frauen im Alter zwischen 18 und 106 Jahren, 65 Prozent über 80 Jahre.

18.11 Uhr: Im Einzelhandel ist jetzt eine Person auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche erlaubt. Das Land Baden-Württemberg hat die Corona-Verordnung angepasst, nachdem der Verwaltungsgerichtshof die bislang geltende Regelung, wonach auf 20 Quadratmetern Verkaufsfläche eine Person kommen darf, für unwirksam erklärt hatte.

17.10 Uhr: Im Kreis Reutlingen bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen unverändert, wie das Reutlinger Landratsamt mitteilt: Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Kreis 1543 Fälle bestätigt. Die Zahl der Genesenen liegt bei 1444. Zu den Todesfällen ist seit gestern einer hinzugekommen, sodass 87 Personen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind. Im Kreis Tübingen sind die Zahlen der Infizierten (1292 Fälle) und der Gestorbenen (59 Fälle) nicht weiter gestiegen, meldet das Gesundheitsamt am Landratsamt.

 

 

16.59 Uhr: Auch nach den Sommerferien kann es offenbar keinen vollständigen Präsenzunterricht geben, davon geht Ministerpräsident Winfried Kretschmann aus. Das grün-schwarze Kabinett gab daher am Dienstag grünes Licht dafür, dass die Schulträger rund 300 000 Tablets und Laptops kaufen können, um sie an Schüler für den Unterricht zu Hause verleihen zu können.

16.06 Uhr: Amazon wie Einzelhändler profitieren beide von der Mehrwertsteuersenkung, obwohl Amazon weiter wächst - ob mit oder ohne Krise - und die Einzelhändler stark gebeutelt sind vom Shutdown. Diese Maßnahme der Bundesregierung wirke diffus, meinte Ministerpräsident Winfried Kretschmann heute in Stuttgart. Die schwarz-rote Koalition in Berlin war dem Vorschlag der Autoländer Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg nicht gefolgt, eine Kaufprämien auch für Fahrzeuge mit den neuesten und schadstoffärmsten Verbrennermotoren zu gewähren. Kretschmann kritisierte, jetzt profitiere man bei jedem Autokauf von der Mehrwertsteuersenkung - selbst dann, wenn man sich einen alten Verbrenner anschaffe. „Was damit ökologisch gewonnen ist, kann ich nicht erkennen.“

15.16 Uhr: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will vor der Entscheidung über weitere finanzielle Hilfen zur Abfederung von Corona-Folgen erst einen Kassensturz machen. Zunächst müsse analysiert werden, was die Hilfsprogramme des Bundes und der Europäischen Union vorsähen und welche Kofinanzierungen das Land dazu leisten müsse, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

14.32 Uhr: Beschränkungen für Großveranstaltungen werden gelockert: Vom 1. Juli an sind öffentliche Veranstaltungen wie Tagungen, Kongresse, Messen und kleinere Sportevents mit bis zu 100 Menschen möglich. Vom 1. August an ist hierbei eine Teilnehmerzahl von bis zu 500 Menschen erlaubt, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Volksfeste, Jahrmärkte und Konzerte mit mehr als 500 Besucher/innen bleiben aber mindestens bis 31. August weiterhin verboten.

14.24 Uhr: Bordelle bleiben nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs in Baden-Württemberg coronabedingt weiter geschlossen. Die Mannheimer Richter wiesen einen Eilantrag zurück. Zwei Betreiberinnen von Bordellen in Konstanz, Baden-Baden und Heidelberg hatten beantragt, sexuelle Massagen unter scharfen Hygieneregeln zuzulassen.

 

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14.19 Uhr: Nicht nur Geisterspiele, sondern auch Geisterrennen: Auf dem Gelände des Badischen Rennvereins sind nur Reiter/innen, Trainer/innen und Pfleger/innen bei den Rennen auf der Waldrennbahn zugelassen. Zuschauer/innen und Besitzer/innen der Pferde dürfen nicht dabei sein.

14.09 Uhr: Die Corona-Krise macht’s möglich: An der Hochschule für Musik in Freiburg gibt es erstmals eine Aufnahmeprüfung, bei der Studienbewerber aus dem Ausland per ferngesteuertem Klavier vorspielen. Drei Pianisten in Shanghai und Tokio dürfen an diesem Mittwoch ihr Können vor der Prüfungskommission auf einem sogenannten Reproduktionsklavier unter Beweis stellen. Übertragen wird die Tastenbewegung per Internet auf ein Klavier in Freiburg, wie die Hochschule mitteilte. Parallel dazu gibt es eine Videoübertragung.

12.20 Uhr: 2000 Professor/innen fordern in einem Offenen Brief die Rückkehr zur Präsenzlehre an den Unis, auch Tübinger Dozent/innen unterzeichneten das Schreiben. „Es kann ja nicht sein, dass ich morgens ins Schwimmbad gehe und mittags ins Restaurant (…), dass aber die Universitäten mitten in der Stadt geschlossen bleiben“, sagte der Bonner Germanistik-Professor Johannes F. Lehmann in einem Radiointerview mit dem RBB. Deshalb fordern die Lehrenden schrittweise und vorsichtig Präsenzveranstaltungen wieder zu ermöglichen.

12.06 Uhr: Spargelbauern bewältigen Ernte „trotz Corona-Chaos“ besser als zunächst angenommen: Bis zu 30 Prozent der Ernte hätte nicht eingeholt werden können, da rund 28 Prozent der Erntehelfer, wegen der Corona-Maßnahmen nicht hätten anreisen können, sagte Vorstandschef des Verbdans Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer Simon Schumacher am Dienstag. Die große Bereitschaft der inländischen Bevölkerung, bei der Ernte mitzumachen, habe geholfen, hieß es beim Verband.

11.27 Uhr: Studierende sollen Überbrückungshilfe für maximal drei Monate beantragen dürfen, aber nur wenn ihr Kontostand unter 500 Euro liegt. Gestern Vormittag demonstrierten Studierende auf dem Geschwister-Scholl-Platz vor der Neuen Aula gegen diese Deckelung. „Auch mit einem Kontostand von 500 Euro ist man arm“, sagt Jacob Bühler, Vorstand des Freien Zusammenschlusses von Student/innenschaften.

11.13 Uhr: Auf der Intensivstation der Tübinger Uniklinik liegen momentan 8 Corona-Patienten, insgesamt versorgt die Klinik 12 mit dem Coronavirus infizierte Patienten.

10.56 Uhr: Die Stadtwerke Tübingen öffnen ihr Kundenzentrum in der Eisenhutstraße wieder: Ab Montag, 15. Juni, steht das SWT-Kundenzentrum von Montag bis freitag von 8 bis 18 Uhr für Auskünfte, Beratungen und naldo-Angelegenheiten zur Verfügung. Es gelten die üblichen Infektionsschutzregeln: Alle Besucherinnen und Besucher müssen eine Maske tragen, maximal drei Personen dürfen sich gleichzeitig vor Ort aufhalten.

9.13 Uhr: Während der Rest Europas aufmacht, macht Großbritannien dicht. Seit Montag gilt für alle ins Königreich einreisenden Personen, seien es Ausländer oder heimkehrende Briten, eine vierzehntägige Quarantänepflicht. Trotz des energischen Widerspruchs von Abgeordneten der Regierungsfraktion und den Vertretern der Flug- und Tourismusbranche will die Innenministerin Priti Patel an ihren Plänen festhalten. „Wir alle möchten so schnell wie möglich wieder zur Normalität zurückkehren“, sagte sie am Montag, „aber das kann nicht auf Kosten von Menschenleben gehen.“

8.39 Uhr: Corona macht laut einer Studie depressiv: Während der coronabedingten Einschränkungen hat sich die Belastung mit schweren depressiven Symptomen in der Bevölkerung nach ersten Ergebnissen einer Online-Befragung wohl merklich verstärkt. Vor allem für die Gruppe der 18- bis 25-Jährigen sei ein Anstieg im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie zu beobachten, sagte Youssef Shiban, Professor für Klinische Psychologie an der Privaten Hochschule Göttingen (PFH). Das sei auch deshalb bedenklich, weil die Suche nach einem Psychotherapieplatz schon vor der Corona-Krise mit deutlichen Wartezeiten verbunden gewesen sei.

8.20 Uhr: Die Corona-Krise führt nicht nur zu Kurzarbeit, manche verlieren ihre Jobs, weil Unternehmen und Branchen ins Trudeln geraten. Die Zahl der Arbeitslosen ist bundesweit deutlich gestiegen. Was bei drohendem Jobverlust zu tun ist, wo man sich wie schnell melden muss und wie sich Arbeitslosigkeit auf die Rente auswirkt, wird hier beantwortet.

8.12 Uhr: Wegen der Corona-Krise können Schweizer Einkaufstouristen seit März nicht mehr so einfach in der deutschen Grenzregion shoppen gehen. Für Einzelhändler bedeutet das zum Teil massive Umsatzeinbußen. Wird wenigstens der Zoll vorübergehend entlastet?

Dr. Julia Martin (vorn) und ein Medizinstudenten auf dem Weg zur ambulanten Versorgung von Patienten bei der Fieberambulanz auf dem Tübinger Festplatz. Archivbild: Ulmer

8.01 Uhr: Seit Mitte Mai dürfen sich Fahrschüler/innen wieder ins Auto, in den Lastwagen, in den Bus oder aufs Motorrad setzen – auch in der Fahrschule von Siggi und Tamara Biesinger. In den Tagen vor der Wiedereröffnung reinigte das Ehepaar die Unterrichtsräume in Hirrlingen, Rangendingen und Hechingen, stellte Desinfektionsmittel auf und legte Schutzmasken aus. An einen normalen Betrieb ist jedoch längst noch nicht zu denken.

7.33 Uhr: Das Corona-Virus hält seit Monaten die Welt in Atem. Aber noch immer ist vieles unklar, erst Stück für Stück gibt es neue, häufig überraschende Erkenntnisse. Viele Annahmen aus der Anfangszeit der Sars-Cov-2 haben sich als falsch herausgestellt. So verbreitet sich das Virus, obwohl eng mit Sars-Cov-1 von 2002/2003 verwandt, deutlich anders – nämlich viel schneller. Einige neue Erkenntnisse, zu denen unter anderem auch Professor Christoph Berg, Geschäftsführender Oberarzt am Uniklinikum Tübingen und Facharzt für Infektiologie, Stellung nimmt.

 

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7.16 Uhr: Es ist wieder was los im Rottenburger Tafelladen. Seit gestern hat die Einrichtung für Bedürftige wieder in ihren angestammten Räumen am Marktplatz 9 geöffnet – nach einer fast zwölfwöchigen Corona-bedingten Zwangspause und mit eigenem Hygienekonzept. Dazu gehört, dass Mitarbeiter über 75 Jahren zu ihrem eigenen Schutz vorerst nicht arbeiten dürfen, wie Gerold Ruggaber erklärt.

7.08 Uhr: Der Streit um eine Studie des Teams um den Virologen Christian Drosten zur Ansteckungsgefahr durch Kinder hat öffentlich hohe Wellen geschlagen. In einer überarbeiteten Fassung hält das Forscherteam um Drosten an seiner grundlegenden Aussage fest: Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kinder in Bezug auf Sars-CoV-2 nicht genauso ansteckend seien wie Erwachsene. Das Andauern der Schulschließungen aber fordert man nicht mehr.

6.57 Uhr: Mit rund zwei Monaten Verspätung scheint es nun soweit zu sein: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, dass die Corona-App kommende Woche vorgestellt wird. Man habe die Zeit wegen der hohen Anforderungen gebraucht, erklärte er. Die App soll über die Bluetooth-Technologie aufzeichnen, wann und wie lange sich jemand in der Nähe einer anderen Person aufgehalten hat, die diese App ebenfalls verwendet. Infiziert sich jemand mit dem Coronavirus, kann er über die App anonym diejenigen informieren, die sich durch ihre Nähe zu ihm angesteckt haben könnten.

6.46 Uhr: An der Missachtung der Corona-Vorschriften bei den Demonstrationen vom Wochenende entzündet sich Kritik. Für Thorsten Frei (CDU), Vizefraktionschef der Union im Bundestag, ist wichtig, „dass die Behörden nicht mit zweierlei Maß messen“ – egal, ob es sich bei den Demonstranten um Verschwörungstheoretiker oder Rassismusgegner handle. „Das Corona-Virus interessiert es nicht, ob das Zusammentreffen von Menschen auf engstem Raum einer guten Sache dient.“ Daher ist seine Folgerung klar: „Die Polizei sollte konsequent durchgreifen: Bei Verstößen gegen Abstandsregeln und Infektionsschutzauflagen muss sie Platzverweise auch vollziehen.“

6.30 Uhr: Schulleiterin Birgit Wahr des Kusterdinger Firstwald-Gymnasiums fordert einen zentralen Plan für kommende Abi-Klassen. Gerade Oberstufenschüler müssen nun Wissenslücken aufholen, die im Fernunterricht wegen fehlendem Notendruck entstanden sind. TAGBLATT-Redakteurin Christine Laudenbach im Gespräch mit Birgit Wahr.

 

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6.21 Uhr: Masken sind für Geflüchtete kaum erschwinglich, deshalb nähen ein syrischer Schneider und sechs irakische Frauen im Wohnprojekt „Passarelle“ Stoffmasken. Diese können für einen geringen Betrag in den Anschlussunterkünften abgeholt werden. Schon 500 kamen so zusammen.

6.12 Uhr: Über das Corona-Virus, Covid 19, die Beschränkungen zum Schutz davor und die gesellschaftlichen Folgen haben wir über Monate viele Artikel geschrieben. Forschung, Politik und Diskussionen entwickeln sich weiter. Doch was ist eigentlich Stand des Wissens und damit Basis des Handels? Gerne können uns Leserinnen und Leser Fragen schicken: Was interessiert Sie? Welche Aspekte kamen bei uns vielleicht zu kurz? Und was sehen Sie momentan als Herausforderungen an? Die Fragen können Sie per Mail schicken an redaktion@tagblatt.de unter dem Stichwort „Corona-Frage“.

6.09 Uhr: Was weiß man über die Corona-Positiven im Kreis Tübingen? Was über die Ansteckungswege? Viele Daten sind noch nicht ausgewertet. TAGBLATT-Redakteurin Lisa Maria Sporrer gibt in ihrem Artikel einen Überblick zu den Daten, die das Tübinger Gesundheitsamt und die Kliniken registrieren. Die Interessen des Amts und Krankenhauses sind durchaus unterschiedlich.

6.00 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Erfreuliches zuerst - die Zahl der Corona-Ansteckungen bleibt weiterhin unverändert, wie die tägliche Lagemeldung des Reutlinger Gesundheitsamts aufzeigt: Im Kreis haben sich insgesamt 1543 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, davon sind bereits 1445 wieder genesen. Bei 86 Personen verlief die Krankheit tödlich.

Auch die Fallzahlen der Neuinfektionen im Kreis Tübingen sind nicht weiter gestiegen und liegen bei 1292 Fällen. Zu den 59 Todesfällen ist auch kein weiterer hinzu gekommen. Schätzungsweise gibt es 1222 Genesene im Kreis Tübingen.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
9. Juni 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
9. Juni 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Juni 2020, 06:30 Uhr

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